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Medizin

Beiträge zum Thema: Arzt

Januar 2017

STIKO empfiehlt sequenzielle Pneumokokken-Impfung für Hochrisikopatienten

In Deutschland erkranken jährlich etwa 400.000 bis 680.000 Menschen an einer ambulant erworbenen Pneumonie (CAP) (1). Häufigster Erreger sind Pneumokokken (2). Besonders gefährdet, an Pneumokokken-Infektionen zu erkranken, sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Für den Schutz von Hochrisikopatienten empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) daher erstmalig eine sequenzielle Pneumokokken-Impfung mit einem 13-valenten Konjugatimpfstoff (z.B. Prevenar 13®) gefolgt von einem 23-valenten Polysaccharidimpfstoff....

Neue Arteriosklerose-Theorie: Ein Infarkt der Arterienwand führt zu Ablagerungen

Neue Arteriosklerose-Theorie: Ein Infarkt der Arterienwand führt zu Ablagerungen
©Alexandr Mitiuc / Fotolia.com

Die seit Jahrzehnten vertretene Lehrmeinung geht von einer „Verkalkung" der Arterien, zum Beispiel der Herzkranzgefäße aus, nachdem sich Fette aus dem Blut an der Innenwand der Blutgefäße angelagert haben. Als Reaktion des Immunsystems, so die bisherige Auffassung, bilden sich dort Plaques, die mit der Zeit das Gefäß verstopfen können, mit Herzinfarkt und Schlaganfall als den häufigsten Folgen. Der Herzchirurg Prof. Dr. Axel Haverich vertritt jedoch eine ganz andere Theorie: Die Fettablagerungen kommen nicht aus dem Blut, sondern sind...

Opioide bei Rückenschmerzen: Zertifiziertes Fortbildungskonzept

Die Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen stellen Arzt und Apotheker gleichermaßen vor große Herausforderungen. Aufgrund der hohen Komplexität der Schmerztherapie und der großen Zahl Betroffener ist es erforderlich, dass beide Berufsgruppen an einem Strang ziehen. Mit dem Ziel, die schmerztherapeutische Versorgung in Deutschland zu verbessern und die Lebensqualität der Patienten zu steigern, haben die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V. und der Holzkirchner Arzneimittelhersteller Hexal das interdisziplinäre...

CED-App für bessere Arzt-Patienten-Kommunikation

Jeder zweite Nutzer der CED-App, die speziell für Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) entwickelt wurde, teilt die Daten zum Krankheitsverlauf mit seinem behandelnden Arzt. Dies ergab eine von DocCheck Research* unabhängig durchgeführte Online-Befragung unter Anwendern der App. Damit fördert die CED-App die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Behandler und Patient: Der Arzt erhält ein ganzheitliches Bild des Gesundheitszustandes seines Patienten, während der Patient eine aktive Rolle bei der Verlaufskontrolle übernehmen...

Insulin glargin bewährte Option beim Start der Insulintherapie

Der Start der Insulintherapie stellt sowohl die behandelnden Ärzte, die Diabetesberater als auch die betroffenen Patienten immer wieder vor große Herausforderungen. Bei einem von Lilly und Boehringer Ingelheim unterstützten Satellitensymposium im Rahmen der Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) diskutierten Diabetologen und Diabetesberater gemeinsam unter der Leitung von Prof. Petra-Maria Schumm-Draeger, München, interessante Fallstudien zum Start der Insulintherapie bei Menschen mit Diabetes. „Nach unzureichender Wirkung oraler Antidiabetika...

Herzstiftung warnt vor Überanstrengung bei starker Kälte

Für manche Menschen bedeutet starke Kälte ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Niedrige Temperaturen können insbesondere für ein krankes Herz eine gefährliche Zusatzbelastung darstellen – bis hin zur Auslösung eines lebensbedrohlichen Angina pectoris-Anfalls oder Herzinfarkts. Starke Kälte belastet die Herzkranzgefäße, indem sich die Gefäße verengen und die Blutversorgung Herzmuskels vermindern, der dadurch weniger Sauerstoff bekommt. Gleichzeitig werden auch die Widerstandsgefäße im übrigen Körper verengt...

Dezember 2016

Vorhofflimmern: Hohe Adhärenz- und Persistenzraten für Apixaban in der Langzeitanwendung

Ein aktuelles Update der Adhärenz-Studie AEGEAN* weist anhaltend hohe Adhärenz- und Persistenzraten für die Therapie mit Apixaban bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (VHF) nach. Mit einer Adhärenz von rund 90% und einer Persistenz von über 85% bei einer Beobachtungsdauer von 48 Wochen (1-Jahres-Follow-up) wurde die Behandlung mit Apixaban zweimal täglich von den Patienten sehr gut angenommen. Die Daten wurden kürzlich erstmals anlässlich der American Heart Association (AHA) Scientific Sessions in New Orleans (Louisiana/USA)...

Gesund durch die kalte Jahreszeit trotz seltener Atemwegserkrankung Alpha-1

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – was für gesunde Menschen ein unangenehmes Übel ist, kann bei Menschen mit einer Atemwegserkankung ernsthafte Folgen haben. Denn der Körper kann Infekte nicht so leicht bekämpfen, wie es bei einem gesunden Menschen der Fall ist. Besonders Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie COPD, Asthma oder dem erblich bedingten Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (kurz Alpha-1) sollten deshalb in den Herbst- und Wintermonaten ver-stärkt auf Ihre Gesundheit achten.  

Notaufnahmen immer öfter als Hausarzt-Ersatz missbraucht

Lieber in die Notaufnahme als in die Arztpraxis: Immer häufiger suchen Patientinnen und Patienten, die keinen notfallmedizinischen Bedarf haben, Rettungsstellen auf. Das bringt die Notaufnahmen an ihre Grenzen. Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben nun Frauen und Männer aus ländlichen und städtischen Regionen zu ihren Motiven befragt, eine Rettungsstelle aufzusuchen. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt im British Medical Journal veröffentlicht.

Mangelnde Adhärenz bei Gichtpatienten: MyTherapy App als digitale Therapieunterstützung

Patienten mit chronischen Erkrankungen dauerhaft zur Therapieadhärenz zu motivieren, stellt für Ärzte häufig eine Herausforderung dar. Gerade bei Erkrankungen mit längeren symptomfreien Intervallen, wie der Symptomatischen Hyperurikämie (Gicht), scheint die Therapietreue besonders schwierig zu sein: Beim akuten Gichtanfall helfen Medikamente direkt, Schmerzen zu lindern, während die Medikamenteneinnahme in beschwerdefreien Zeiten bei vielen Patienten in Vergessenheit gerät.

Rückenschmerz: Mit Tapentadol frühzeitig in Chronifizierungsprozesse eingreifen

In der Regel beginnt jeder chronische Schmerz mit einem starken akuten Schmerz. Das gilt auch für den Rückenschmerz, der häufig chronifiziert. Von Anfang an sollten die Weichen richtig gestellt werden, damit aus einem Patienten mit starken, lang anhaltenden oder häufig wiederkehrenden Schmerzen kein chronischer Schmerzpatient wird. Hier ist insbesondere der Hausarzt oder Orthopäde gefordert, bei dem sich der schmerzgeplagte Patient in der Regel zuerst vorstellt.

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Opioid-Abhängigkeit: Notstand in USA ausgerufen

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© Eisenhans / Fotolia.com

Nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump aufgrund der massiven Zunahme an Drogentoten den nationalen Notstand bezüglich Opioiden erklärt hat, gibt die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) Entwarnung: In Deutschland sei aktuell kein Gesundheitsnotstand aufgrund von Opioid-Abhängigkeit zu befürchten. Die gesetzlichen Regelungen sowie die vorhandenen Leitlinien zum Einsatz von Opioiden verhinderten in den meisten Fällen die Entwicklung einer Abhängigkeit.

An die Leber denken und Experten befragen: Kostenfreie Telefonaktion zum Deutschen Lebertag am 20. November

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Bei einer großen Telefonaktion am 18. Deutschen Lebertag, der unter dem Motto „An die Leber denken!“ steht, beantworten sechs erfahrene Ärzte alle Anrufer-Fragen rund um die Themen Leber, Lebergesundheit und Lebererkrankungen. Am Montag, 20. November 2017, sind die Leber-Spezialisten von 14:00 bis 16:00 Uhr unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 666 39 22 für jeden Interessierten und Betroffenen erreichbar. Mit diesem Angebot möchten die Ausrichter des 18. Deutschen Lebertages – Deutsche Leberstiftung, Deutsche Leberhilfe e. V. und Gastro-Liga e....

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Fast jeder kennt Kreuzschmerzen. Sie sind in den meisten Fällen harmlos und gehen nach kurzer Zeit von alleine wieder weg. Halten die Schmerzen jedoch länger an, fragen sich viele Betroffene, woher ihre Beschwerden kommen. Wichtig für Sie zu wissen ist: Auch alltägliche, seelische oder berufliche Probleme können Kreuzschmerzen hervorrufen und deren Verlauf beeinflussen. Deshalb soll Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie vor und während der Behandlung gezielt auf Belastungen im Privatleben und am Arbeitsplatz ansprechen.