Mittwoch, 17. Juli 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Asthma

November 2018

Probiotika: Einfluss auf die Darmflora von Frühgeborenen

Probiotika: Einfluss auf die Darmflora von Frühgeborenen
© Alex / Fotolia.com

Die Mikroflora im Darm hat nach derzeitigem Verständnis in beträchtlicher Weise Einfluss auf unsere Gesundheit. Die Erstbesiedelung mit Bakterien unmittelbar nach der Geburt könnte von besonderer Bedeutung für die Entwicklung einer Darmflora sein, die uns durch das gesamte Leben begleitet. Kann die Gabe von probiotischen Bakterien (wie Laktobacillus oder Bifidobakterium) im ersten Lebensmonat die Entwicklung der Darmflora von Neugeborenen positiv beeinflussen? Das ist die zentrale Frage einer neuen bundesweiten Klinischen Studie unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr....

Asthma: Nationale Versorgungsleitlinie aktualisiert

Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat im September 2018 eine neue Fassung der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) Asthma veröffentlicht (1). Die aktualisierte Leitlinie deckt sich in weiten Teilen mit der 2017 erschienenen deutschen S2k-Asthma-Leitlinie (2), weist jedoch auch Unterschiede auf. Diese betreffen in der medikamentösen Therapie neben der Anwendung von Antikörpern insbesondere die Empfehlungen für die zusätzliche Gabe eines langwirksamen Anticholinergikums (LAMA) in den Therapiealgorithmen für Erwachsene...

Oktober 2018

Allergieforschung: Molekulare Prozesse bei Hyposensibilisierung gegen Pollen untersucht

Eine spezifische Immuntherapie kann den Alltag für Allergiker deutlich angenehmer machen und langfristig vor Asthma schützen. Was dabei genau geschieht, ist jedoch unklar. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München hat die Prozesse im Körper während einer 3-jährigen spezifischen Immuntherapie untersucht. Die Forscherinnen und Forscher fanden dabei Hinweise darauf, warum die Allergieimpfung so viel Zeit benötigt und wie sich die Erfolgsaussichten schon früh bestimmen lassen.

Schweres Asthma: Auch intermittierende Behandlung mit oralen Steroiden verursacht die typischen Nebenwirkungen

Über Jahrzehnte sind Patienten mit schwerem Asthma dauerhaft mit oralen Steroiden (OCS) behandelt worden, weil es keine Alternativen gab – die bekannten Nebenwirkungen mussten in Kauf genommen werden. Prof. David Price, Singapur, hat in einer aktuellen Untersuchung die langfristigen Nebenwirkungen von OCS bei Asthma-Patienten genauer unter die Lupe genommen: Wie eine Auswertung von britischen Datenbanken ergab, führte nicht nur eine dauerhafte Einnahme zu den erwartbaren Nebenwirkungen, sondern sie traten bereits bei intermittierender Anwendung zuverlässig auf....

COPD: Notwendigkeit inhalativer Steroide prüfen – und wenn möglich absetzen

Die Große Mehrheit aller Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) benötigt keine inhalativen Steroide (ICS) für ihre Therapie. Lediglich die kleine Minderheit von Patienten, die trotz dualer Bronchodilatation weiterhin exazerbiert, sollte eine Dreifach-Kombination aus langwirksamen Muskarin-Antagonisten (LAMA), langwirksamen Beta 2-Sympathomimetika (LABA) und ICS erhalten, empfiehlt die Leitlinie. Jedoch zeigen Registerdaten, dass auch weniger schwer betroffene Patienten in der Praxis vielfach mit inhalativen Steroiden behandelt werden, erklärte...

August 2018

Beeinflussen Bakterien die Hautbarriere bei Neurodermitis?

Beeinflussen Bakterien die Hautbarriere bei Neurodermitis?
© Helmholtz Zentrum München/M. Reiger

Dass bestimmte Bakterien auf der Haut von Menschen mit Neurodermitis besonders häufig vorkommen, war bereits bekannt. Ebenso, dass die Barriere-Funktion der Haut unter der Krankheit leidet. Forscherinnen und Forscher des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München haben nun ermittelt, wie das zusammenhängen könnte. Die Ergebnisse sind im ‚Journal of Allergy and Clinical Immunology‘ nachzulesen.

Schweres Asthma: G-BA kennt Zusatznutzen von Benralizumab an

Schweres Asthma: G-BA kennt Zusatznutzen von Benralizumab an
© Scanrail / Fotolia.com

Dem IL-5-Rezeptor-Antikörper Benralizumab (Fasenra®) wurde am 2. August durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) einstimmig ein geringer Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie* (zVT) attestiert (1). Dieser bezieht sich auf die Subgruppe von erwachsenen Patienten mit schwerem eosinophilen Asthma, bei denen die Erkrankung trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) + langwirksamer Beta-Agonisten (LABA) unzureichend kontrolliert ist und für die die weiteren Möglichkeiten der Therapieeskalation bereits...

Pollen-Taxi für Bakterien

Pollen-Taxi für Bakterien
© nobeastsofierce/Fotolia.com

Bei Asthmatikern können unterschiedliche Stoffe in der Luft Atemprobleme verursachen. Dazu gehören Bakterien und ihre Bestandteile, die Entzündungen auslösen können. Wie sie in die Luft gelangen, war allerdings bisher unklar. Ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München (HMGU) konnte zeigen, dass hauptsächlich der Pollen des Beifußes Bakterien transportiert und so noch aggressiver wird. Dies ist jedoch nicht der Fall in bestimmten alpinen Regionen wie Davos.

Juli 2018

Enzym stellt die Weiche für allergische Immunantwort

Enzym stellt die Weiche für allergische Immunantwort
© Orawan / Fotolia.com

Auf der Suche nach den Ursachen für Allergien und Asthma hat ein Zufallsfund neue Hinweise ergeben: Forscherinnen und Forscher um Dr. Marcus Peters haben festgestellt, dass das Enzym Guanylatzyklase in Zellen die Weiche stellt für die Art der Immunantwort. Je nachdem, welche die Oberhand gewinnt, kommt es zu mehr oder weniger starken allergischen Symptomen. „Besonders interessant ist das, weil es Wirkstoffe gibt, die das Enzym stimulieren oder auch hemmen“, erklärt Marcus Peters.

Neue Therapieoptionen und Standards in Gastroenterologie und Hepatologie

Neue Therapieoptionen und Standards in Gastroenterologie und Hepatologie
© Sebastian Kaulitzki / fotolia.com

In den neuen Therapieleitlinien zu Colitis ulcerosa und autoimmunen Lebererkrankungen sind jüngst die aktuellen Standards beim jeweiligen Krankheitsmanagement offiziell festgeschrieben worden. Darüber hinaus gibt es bei der eosinophilen Ösophagitis Behandlungsfortschritte. Mit der Budesonid-Schmelztablette ist seit 15. Juni 2018 erstmals eine medikamentöse Therapieoption in dieser Indikation verfügbar. Über die Bedeutung der aktuellen Entwicklungen und deren Handhabung im praktischen Alltag berichteten Experten beim VIII. Potsdamer Gastroenterologischen...

Juni 2018

Schweres Asthma: Tiotropium jetzt auch als zusätzliche Dauertherapie für Kinder ab 6 Jahren zugelassen

Auch schwer an Asthma erkrankte Kinder sollen möglichst normal aufwachsen. Allerdings erreicht knapp die Hälfte aller pädiatrischen und jugendlichen Asthma-Patienten trotz Therapie keine Asthma-Kontrolle gemäß Asthmakontrolltest. Ab sofort ist nun für Kinder ab 6 Jahren mit Spiriva® Respimat® eine weitere Behandlungsoption verfügbar: Der langwirksame Muskarin-Antagonist kann zusätzlich zur bestehenden Medikation ab Stufe 3 eingesetzt werden und sowohl die Lungenfunktion als auch die Asthmakontrolle verbessern.

Positive Ergebnisse aus 2 Phase-III-Studien zu Dupilumab bei mittelschwerem bis schwerem Asthma

Am 21. Mai 2018 wurden im New England Journal of Medicine (NEJM) ausführliche Ergebnisse zweier Phase-III-Studien über den Einsatz von Dupilumab als Prüfsubstanz in der Behandlung des mittelschweren bis schweren Asthmas veröffentlicht. Laut den Ergebnissen dieser Studien senkte Dupilumab das Risiko schwerer Asthmaanfälle (Exazerbationen) signifikant, verbesserte die Lungenfunktion und reduzierte die Abhängigkeit von oralen Kortikosteroiden (OCS). Diese beiden Studien, QUEST und VENTURE, gehören zum zulassungsrelevanten klinischen Studienprogramm zur...

Endpunkte in Phase-III-Studie mit Dupilumab bei Jugendlichen mit atopischer Dermatitis erreicht

In einer Phase-III-Zulassungsstudie zur Untersuchung von Dupilumab in der Behandlung jugendlicher Patienten (Alter: 12-17 Jahre) mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis wurden die primären und die wichtigsten sekundären Endpunkte erreicht. In dieser Studie wurden Ausprägungen des allgemeinen Krankheitsschweregrads, die Rückbildung der Hautläsionen, Juckreiz sowie bestimmte Maße der gesundheitsbezogenen Lebensqualität unter Dupilumab als Monotherapie signifikant verbessert. Dupilumab ist das erste und einzige Biologikum, das in dieser...

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