Freitag, 28. Februar 2020
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Medizin

Beiträge zum Thema: Bakteriologie

Februar 2020

Sepsis: Personalisierte Immuntherapie

Sepsis: Personalisierte Immuntherapie
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Im EU-Projekt ImmunoSep untersucht ein Forschungsverbund mit insgesamt 14 Partnern, ob Sepsispatienten von einer spezifischen Immunbehandlung profitieren, die nicht bei allen Patienten gleich angewandt wird, sondern den individuellen Krankheitsverlauf von Patienten berücksichtigt. Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) ist als klinisches Studienzentrum an dieser Studie beteiligt. Das Vorhaben wird im Rahmen des Horizon 2020 Förderprogramms der Europäischen Union in den nächsten 4 Jahren mit insgesamt über 10 Millionen Euro gefördert.

Clostridium difficile: Übertragung auch außerhalb von Krankenhäusern

Clostridium difficile: Übertragung auch außerhalb von Krankenhäusern
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Clostridium difficile wird für die Mehrzahl von Darminfektionen in Krankenhäusern verantwortlich gemacht. Eine durch längerfristige Gabe von Breitband-Antibiotika geschädigte Darmflora gilt dabei als größter Risikofaktor für die Ansteckung mit C. difficile. Aktuelle Ergebnisse deuten allerdings darauf hin, dass C. difficile wesentlich häufiger und nach jeder Darmerkrankung auftreten und zudem über viele Monate hinweg wieder aufflammen kann.

September 2019

Schistosome und Helicobacter pylori: Co-Infektion verändert Immunantwort

Schistosome und Helicobacter pylori: Co-Infektion verändert Immunantwort
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Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat erstmals untersucht, welche Auswirkungen eine gleichzeitige Infektion mit Bilharziose auslösenden Schistosomen, und dem Bakterium Helicobacter pylori hat. Solche Co-Infektionen sind bei Menschen in manchen Regionen der Welt keine Seltenheit. In der Studie zeigte sich ein komplexes Wechselspiel: Unter anderem werden negative Auswirkungen des jeweils anderen Erregers abgeschwächt. Die Wechselwirkungen könnten sich möglicherweise auf die Wirksamkeit von Impfungen auswirken.

Antibiotikaresistenz: Natürliches Antioxidans in grünem Tee

Antibiotikaresistenz: Natürliches Antioxidans in grünem Tee
© johannesspreter / Fotolia.com

Eine gesundheitsfördernde Wirkung wird dem grünen Tee schon seit längerer Zeit nachgesagt. Dass er aber im Kampf gegen Antibiotika-resistente Bakterien helfen kann, ist eine neue Erkenntnis von DZIF-Wissenschaftlern an der Uniklinik Köln und Wissenschaftlern der University of Surrey. Sie haben ein natürliches Antioxidans im Tee entdeckt, das multiresistente Pseudomonas aeruginosa Bakterien in einer Studie angreifbarer machte. Die Untersuchung wurde aktuell im Journal of Medical Microbiology veröffentlicht.

Harnwegsinfektion: Bakterizides Breitbandantibiotikum Fosfomycin-Trometamol wirkt gegen E. coli

Mit Fosfomycin HEXAL® erweitert Hexal erneut sein Antiinfektiva-Portfolio. Das bakterizide Breitbandantibiotikum Fosfomycin-Trometamol wirkt gegen Escherichia coli (E. coli), den häufigsten Erreger von Harnwegsinfektionen, sowie Enterobacter cloacae, Staphylococcus saprophyticus und Enterococcus spp (1, 2). Fosfomycin HEXAL® ist im Vergleich zum Originator Monuril®* in den identischen Indikationen zugelassen (1, 3).

Bakterien: Formel für Bewegungsmuster gefunden

Bakterien können gegen den Strom schwimmen – und das ist oft ein ernstes Problem, etwa wenn sie sich in Wasserrohren oder in medizinischen Kathetern ausbreiten. Wie ihnen das gelingt, war bisher nicht klar. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung von Andreas Zöttl von der TU Wien, konnte diese Frage nun beantworten: Mit Hilfe von Experimenten und mathematischen Berechnungen konnte eine Formel gefunden werden, die alle wesentlichen Aspekte dieser erstaunlichen Bakterien-Bewegung beschreibt. Damit könnte es möglich werden, durch passendes Design von...

Juli 2019

Verantwortliches Toxin für Wachstum von Legionellen identifiziert

Verantwortliches Toxin für Wachstum von Legionellen identifiziert
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Eine Forschungsgruppe des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) hat ein neues Toxin in Legionella Bakterien entdeckt. Das Toxin SidJ greift Proteine in menschlichen Zellen an und modifiziert diese zu Proteinkomplexen, welche den Legionellen das Wachstum in menschlichen Zellen erleichtern. Diese neuen Erkenntnisse machen SidJ zu einem idealen Angriffspunkt in der Bekämpfung von durch Legionellen verursachten Pneumonien.

CED: Head-to-Head-Studie bestätigt Überlegenheit von Vedolizumab

CED: Head-to-Head-Studie bestätigt Überlegenheit von Vedolizumab
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

VARSITY, die erste Head-to-Head-Studie mit direktem Vergleich zweier Biologikatherapien im Bereich der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), lieferte signifikante Ergebnisse: Der α4β7-Integrin-Antagonist Vedolizumab zeigte eine überlegene Wirksamkeit gegenüber dem TNFα-Blocker Adalimumab in Woche 52 in Bezug auf klinische Remission und Mukosaheilung bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa (1). Auch bei der histologischen Remission ergaben sich für Vedolizumab in Woche 52 signifikant höhere Raten...

Komplikationen der Endoprothetik: Ursachen für Infektionen erkennen und rechtzeitig adäquat behandeln

Komplikationen der Endoprothetik: Ursachen für Infektionen erkennen und rechtzeitig adäquat behandeln
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Die Infektion eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks gehört zu den gefürchtetsten Komplikationen in der Endoprothetik (1). Sie kann auch noch Jahrzehnte nach der Implantation auftreten – und zieht dann oft langwierige und aufwendige Behandlungen mit mehreren Operationen nach sich. Erreger aus einem Infektherd können sich über die Blutbahn auf das Implantat ausbreiten und dort vermehren. Träger von Gelenkprothesen sollten deshalb jedwede Infektion und Entzündung ernst nehmen und sich im Zweifel ärztlich beraten lassen, empfiehlt die AE...

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Nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump aufgrund der massiven Zunahme an Drogentoten den nationalen Notstand bezüglich Opioiden erklärt hat, gibt die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) Entwarnung: In Deutschland sei aktuell kein Gesundheitsnotstand aufgrund von Opioid-Abhängigkeit zu befürchten. Die gesetzlichen Regelungen sowie die vorhandenen Leitlinien zum Einsatz von Opioiden verhinderten in den meisten Fällen die Entwicklung einer Abhängigkeit.

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