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Medizin

Beiträge zum Thema: Bakteriologie

September 2019

Schistosome und Helicobacter pylori: Co-Infektion verändert Immunantwort

Schistosome und Helicobacter pylori: Co-Infektion verändert Immunantwort
© psdesign1 - stock.adobe.com

Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat erstmals untersucht, welche Auswirkungen eine gleichzeitige Infektion mit Bilharziose auslösenden Schistosomen, und dem Bakterium Helicobacter pylori hat. Solche Co-Infektionen sind bei Menschen in manchen Regionen der Welt keine Seltenheit. In der Studie zeigte sich ein komplexes Wechselspiel: Unter anderem werden negative Auswirkungen des jeweils anderen Erregers abgeschwächt. Die Wechselwirkungen könnten sich möglicherweise auf die Wirksamkeit von Impfungen auswirken.

Antibiotikaresistenz: Natürliches Antioxidans in grünem Tee

Antibiotikaresistenz: Natürliches Antioxidans in grünem Tee
© johannesspreter / Fotolia.com

Eine gesundheitsfördernde Wirkung wird dem grünen Tee schon seit längerer Zeit nachgesagt. Dass er aber im Kampf gegen Antibiotika-resistente Bakterien helfen kann, ist eine neue Erkenntnis von DZIF-Wissenschaftlern an der Uniklinik Köln und Wissenschaftlern der University of Surrey. Sie haben ein natürliches Antioxidans im Tee entdeckt, das multiresistente Pseudomonas aeruginosa Bakterien in einer Studie angreifbarer machte. Die Untersuchung wurde aktuell im Journal of Medical Microbiology veröffentlicht.

Harnwegsinfektion: Bakterizides Breitbandantibiotikum Fosfomycin-Trometamol wirkt gegen E. coli

Mit Fosfomycin HEXAL® erweitert Hexal erneut sein Antiinfektiva-Portfolio. Das bakterizide Breitbandantibiotikum Fosfomycin-Trometamol wirkt gegen Escherichia coli (E. coli), den häufigsten Erreger von Harnwegsinfektionen, sowie Enterobacter cloacae, Staphylococcus saprophyticus und Enterococcus spp (1, 2). Fosfomycin HEXAL® ist im Vergleich zum Originator Monuril®* in den identischen Indikationen zugelassen (1, 3).

Bakterien: Formel für Bewegungsmuster gefunden

Bakterien können gegen den Strom schwimmen – und das ist oft ein ernstes Problem, etwa wenn sie sich in Wasserrohren oder in medizinischen Kathetern ausbreiten. Wie ihnen das gelingt, war bisher nicht klar. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung von Andreas Zöttl von der TU Wien, konnte diese Frage nun beantworten: Mit Hilfe von Experimenten und mathematischen Berechnungen konnte eine Formel gefunden werden, die alle wesentlichen Aspekte dieser erstaunlichen Bakterien-Bewegung beschreibt. Damit könnte es möglich werden, durch passendes Design von...

Juli 2019

Verantwortliches Toxin für Wachstum von Legionellen identifiziert

Verantwortliches Toxin für Wachstum von Legionellen identifiziert
© Kateryna_Kon - stock.adobe.com

Eine Forschungsgruppe des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) hat ein neues Toxin in Legionella Bakterien entdeckt. Das Toxin SidJ greift Proteine in menschlichen Zellen an und modifiziert diese zu Proteinkomplexen, welche den Legionellen das Wachstum in menschlichen Zellen erleichtern. Diese neuen Erkenntnisse machen SidJ zu einem idealen Angriffspunkt in der Bekämpfung von durch Legionellen verursachten Pneumonien.

CED: Head-to-Head-Studie bestätigt Überlegenheit von Vedolizumab

CED: Head-to-Head-Studie bestätigt Überlegenheit von Vedolizumab
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

VARSITY, die erste Head-to-Head-Studie mit direktem Vergleich zweier Biologikatherapien im Bereich der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), lieferte signifikante Ergebnisse: Der α4β7-Integrin-Antagonist Vedolizumab zeigte eine überlegene Wirksamkeit gegenüber dem TNFα-Blocker Adalimumab in Woche 52 in Bezug auf klinische Remission und Mukosaheilung bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa (1). Auch bei der histologischen Remission ergaben sich für Vedolizumab in Woche 52 signifikant höhere Raten...

Komplikationen der Endoprothetik: Ursachen für Infektionen erkennen und rechtzeitig adäquat behandeln

Komplikationen der Endoprothetik: Ursachen für Infektionen erkennen und rechtzeitig adäquat behandeln
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Die Infektion eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks gehört zu den gefürchtetsten Komplikationen in der Endoprothetik (1). Sie kann auch noch Jahrzehnte nach der Implantation auftreten – und zieht dann oft langwierige und aufwendige Behandlungen mit mehreren Operationen nach sich. Erreger aus einem Infektherd können sich über die Blutbahn auf das Implantat ausbreiten und dort vermehren. Träger von Gelenkprothesen sollten deshalb jedwede Infektion und Entzündung ernst nehmen und sich im Zweifel ärztlich beraten lassen, empfiehlt die AE...

April 2019

Mykobakterien: Potenzielle Zielproteine für die Antibiotikaentwicklung identifiziert

Mykobakterien: Potenzielle Zielproteine für die Antibiotikaentwicklung identifiziert
© eplisterra - stock.adobe.com

Wissenschaftler der Universität Freiburg haben erstmals ein Transportprotein in Mykobakterien identifiziert, das für die Aufnahme des Kohlenhydrats L-Arabinofuranose verantwortlich ist. Die Hauptautoren der Studie haben dabei eine neue Methode angewendet, die auch künftig die Bestimmung von Transportproteinen in Mykobakterien vereinfachen könnte. Diese Klasse von Proteinen könnte in Zukunft eine zentrale Rolle bei der Entwicklung neuartiger Medikamente gegen Mykobakterien spielen, um Krankheiten wie Tuberkulose beim Menschen zu behandeln. Ihre Ergebnisse haben die...

Neue Leitlinien für Lungenerkrankungen durch nichttuberkulöse Mykobakterien gefordert

Neue Leitlinien für Lungenerkrankungen durch nichttuberkulöse Mykobakterien gefordert
© Markus Schnatmann / Fotolia.com

Eindringlich plädierte Prof. Dirk Wagner, Freiburg, im Rahmen des DGP-Kongresses 2019 in München für eine leitliniengerechte Behandlung von Lungenerkrankungen durch nichttuberkulöse Mykobakterien (NTM-LD) (1). Einer aktuellen Umfrage von 2017 zufolge würden in Deutschland weniger als 5% der Patienten gemäß den aktuellen Konsensus-Empfehlungen behandelt (2). Dabei ließe sich die hohe Mortalität bei NTM-Lungenerkrankungen durch Einhaltung der Behandlungsempfehlungen reduzieren (3). Je nach Erreger variiere der Erfolg einer leitliniengerechten...

Februar 2019

Darmmikrobiom: Zusammensetzung beeinflusst Gesundheitszustand

Darmmikrobiom: Zusammensetzung beeinflusst Gesundheitszustand
© Alex / Fotolia.com

Der menschliche Körper gleicht einer großen Wohngemeinschaft: Auf der Haut, im Darm und an vielen anderen Stellen des Körpers leben Milliarden von Mikroorganismen. In Studien mehren sich die Hinweise darauf, dass die Zusammensetzung des Darmmikrobioms mit darüber entscheidet, ob jemand gesund oder krank ist, an Gewicht zulegt und sich depressiv oder seelisch ausgeglichen fühlt. Ob und wie das Mikrobiom auch unseren Hormonhaushalt beeinflusst und beispielsweise das Polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS), das mit Übergewicht und ungewollter Kinderlosigkeit...

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Vitamin D-Mangel begünstigt Ausbildung von Osteoporose

Vitamin D-Mangel begünstigt Ausbildung von Osteoporose
© crevis / Fotolia.com

Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, bei der die Knochen an Festigkeit verlieren und leichter brechen. Dann kann es schnell zu einem Knochenbruch kommen. Sehr oft betroffen sind der Oberschenkelhalsknochen oder die Arme. Eine Ursache für ein schwaches Knochengefüge kann Vitamin D-Mangel sein, wie Prof. Andreas Roth, Leiter des Bereichs Endoprothetik der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL, anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages am 20. Oktober erläutert. Doch auch ein Zuviel an Vitamin D kann zu Gefährdungen führen.