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Medizin

Beiträge zum Thema: Behinderung

Oktober 2019

AD(H)S: Symptomatik und Diagnostik bei Frauen, Coaching und Komorbiditäten

AD(H)S: Symptomatik und Diagnostik bei Frauen, Coaching und Komorbiditäten
© freshidea - stock.adobe.com

Ziel der von MEDICE initiierten erfolgreichen Fortbildungsreihe ADHS im Dialog ist es, aktuelle Erkenntnisse und wichtige Fragen zu definierten Themenbereichen in der Diagnose und Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Erwachsenen im Fachkreis zu diskutieren, um so geeignete Lösungsansätze im Sinne einer optimalen und individuellen Behandlung des Patienten zu finden. In diesem Jahr wurden unter anderem ADS, ADHS bei Frauen, Coaching in der Praxis sowie bedeutende Komorbiditäten, wie beispielsweise Suchterkrankungen, thematisiert.

SMA, NMOSD und MS: Aktuelle Entwicklungen und potentielle Therapieansätze

SMA, NMOSD und MS: Aktuelle Entwicklungen und potentielle Therapieansätze
© sdecoret - stock.adobe.com

Unter einer oralen Therapie mit Risdiplam erreichen Säuglinge mit Spinaler Muskelatrophie (SMA) vom Typ 1 wichtige Meilensteine der kindlichen Entwicklung wie Sitzen ohne Unterstützung (7 von 17 Säuglingen, 41,2%) (1 ,2) und Patienten mit SMA Typ 2 und 3 können ihre motorischen Funktionen verbessern (3). Bei Patienten mit Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) konnte für eine Monotherapie mit Satralizumab eine Verringerung des Schubrisikos um 55% nachgewiesen werden (4). Neue 6-Jahres-Daten für Ocrelizumab (OCREVUS®) zeigen: Eine...

Multiple Sklerose: CHMP und EMA empfehlen Streichung der Kontraindikation Schwangerschaft für Interferon beta-Präparate

Multiple Sklerose: CHMP und EMA empfehlen Streichung der Kontraindikation Schwangerschaft für Interferon beta-Präparate
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Wie Biogen bekannt gegeben hat, hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) eine Aktualisierung der Fachinformation zugelassener Interferon beta-Präparate, einschließlich Peginterferon beta-1a (Plegridy®) und Interferon beta-1a (Avonex®), empfohlen. Die Aktualisierung betrifft die Streichung der Kontraindikation Therapiebeginn in der Schwangerschaft sowie – wo klinisch erforderlich – die Anwendung während der Schwangerschaft und...

Asthma mit Typ-2-Inflammation: Dupilumab als Add-on-Erhaltungstherapie auch bei Jugendlichen zugelassen

Asthma mit Typ-2-Inflammation: Dupilumab als Add-on-Erhaltungstherapie auch bei Jugendlichen zugelassen
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Die Europäische Kommission hat am 06. Mai 2019 Dupilumab (Dupixent®) für die Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren als Add-on-Erhaltungstherapie bei schwerem Asthma mit Typ-2-Inflammation, gekennzeichnet durch eine erhöhte Anzahl der Eosinophilen im Blut und/oder erhöhte Werte für fraktioniertes exhaliertes Stichstoffmonoxid (FeNO) zugelassen, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) + einem weiteren zur Erhaltungstherapie angewendeten Arzneimittel unzureichend kontrolliert ist. Dupilumab ist das einzige...

MS: Real-World-Daten zeigen anhaltende Wirksamkeit von Dimethylfumarat und Natalizumab

MS: Real-World-Daten zeigen anhaltende Wirksamkeit von Dimethylfumarat und Natalizumab
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Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) wurden aktuelle Langzeitdaten und Analysen von Real-World-Daten (RWD) zu Dimethylfumarat (DMF, Tecfidera®) und Natalizumab (Tysabri®) präsentiert. Es zeigte sich: Knapp die Hälfte (51%) der mit DMF behandelten Patienten mit Multipler Sklerose (MS) blieb über einen Behandlungszeitraum von 10 Jahren schubfrei (1). Auch bei Natalizumab zeigen Daten über 8 (2) bzw. 4 (3) Jahre einen anhaltenden Therapieeffekt. Registerdaten zu (Peg)Interferon (IFN) beta können zudem die...

Migräne: CGRP-Antikörper ermöglichen spezifische Therapie

Migräne: CGRP-Antikörper ermöglichen spezifische Therapie
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Die Migräne-Erkrankung ist aufgrund einer stark belastenden Symptomatik und einhergehender Komorbiditäten mit einem erheblichen Verlust an Lebensqualität verbunden – insbesondere dann, wenn sie chronisch verläuft und Migräne-Attacken Alltagsplanung und Sozialleben stark einschränken. Bisher wurden in der Migräne-Prophylaxe sehr unspezifische Wirkstoffe eingesetzt, die nicht speziell für die Migräne-Therapie entwickelt wurden. Mit den CGRP-Antikörpern (Calcitonin Gene- Related Peptide) steht erstmals eine Substanzklasse zur...

September 2019

MS: Moderne Therapie beinhaltet Langzeitsicherheit, Adhärenz und individuelle Lebensplanung

MS: Moderne Therapie beinhaltet Langzeitsicherheit, Adhärenz und individuelle Lebensplanung
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Weltweit sind ca. 2,5 Millionen Menschen von Multipler Sklerose betroffen. Durch einen frühzeitigen Therapiebeginn und eine auf den Patienten individuell zugeschnittene Therapie können die MS-bedingten Einschränkungen im Langzeitverlauf positiv beeinflusst werden. Die Basistherapie, z.B. mit Immunmodulatoren, bildet das Fundament für die Therapie und verfolgt das Ziel, die Häufigkeit und Schwere der Schübe zu verringern sowie das Fortschreiten der Krankheit zu verzögern. Für eine langfristige Therapietreue des Patienten sollte die Behandlung sicher,...

Migräne: Effektive Schmerzreduktion unter Galcanezumab bei episodischer und chronischer Ausprägung

Migräne: Effektive Schmerzreduktion unter Galcanezumab bei episodischer und chronischer Ausprägung
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Neben den physischen Beschwerden sind vor allem die emotionalen und sozialen Folgen einer Migräne-Erkrankung eine besondere Belastung für die Patienten. Die Migräne-Prophylaxe* mit Galcanezumab (Emgality®) kann bei einem sehr guten Verträglichkeitsprofil zu einer schnellen und anhaltenden** Reduktion der Migräne-Kopfschmerztage ab der ersten Behandlungswoche führen – sowohl bei episodischer als auch chronischer Migräne (1-4). Dabei geht die Behandlung mit hohen und über die Behandlungsdauer ansteigenden Ansprechraten bis hin zu...

MS: Cladribin hemmt Behinderungsprogression

MS: Cladribin hemmt Behinderungsprogression
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Die Erkenntnisse aus dem klinischen Entwicklungsprogramm von MAVENCLAD, welches mittlerweile in 69 Ländern zugelassen ist, spiegeln sich in der klinischen Praxis wider. So zeigt eine Post-hoc-Analyse, dass 75% der mit Cladribin-Tabletten behandelten MS-Patienten in Jahr 5 nach Therapiebeginn im Vergleich zur Baseline ohne bestätigte Behinderungsprogression (EDSS) blieben; bei mehr als 20% dieser Patienten verbesserte sich der EDSS-Wert sogar (1). Auch in einer retrospektiven Analyse von Daten aus einem italienischen Multiple-Sklerose-Register lag bei 64% der Patienten 5 Jahre...

Typ-2-Diabetes: Insulin degludec vermindert Risikofaktor für Hypoglykämien

Auf dem 55. Jahrestreffen der European Association for the Study of Diabetes (EASD) wurden erstmals Daten der Studie CONCLUDE vorgestellt. In der Treat-to-Target Studie wurden Wirksamkeit und Sicherheit von Insulin degludec (Tresiba®) und Insulin glargin 300 E/ml bei mit Insulin vorbehandelten Menschen mit Typ-2-Diabetes verglichen, die mindestens einen Risikofaktor für Hypoglykämien aufwiesen (1). Obwohl das primäre Studienziel der Überlegenheit hinsichtlich der Anzahl hypoglykämischer Ereignisse insgesamt in der Erhaltungsphase (primärer...

5q-assoziierte spinale Muskelatrophie: Positive Zwischenergebnisse der Phase-II-Studie zu Nusinersen

Die Zwischenergebnisse der Phase-II-Studie NURTURE (1) haben gezeigt, dass die präsymptomatische Behandlung mit Nusinersen (Spinraza®) für Säuglinge und Kleinkinder mit 5q-assoziierter spinaler Muskelatrophie (5q-SMA) völlig neue Lebensperspektiven eröffnen kann. Bis zur Zulassung der ersten medikamentösen Therapieoption im Mai 2017 führte die schwere infantile Verlaufsform meist noch vor Vollendung des zweiten Lebensjahres zum Tod. Inzwischen ist bei einer frühzeitigen Diagnose und Therapie eine weitgehend normale motorische...

Polyneuropathien: Das verkannte Sjögren-Syndrom

Kribbeln an den Händen, Taubheitsgefühle in den Füßen, Schmerzen – diese Beschwerden treten auf, wenn die Nerven in Armen und Beinen geschädigt sind. Ursachen solcher Polyneuropathien sind meist Diabetes oder Alkoholismus. Sind Nerven betroffen, die Muskeln steuern, treten Lähmungen an Armen und Beinen auf, die Betroffene langfristig völlig bewegungsunfähig machen können. Prof. Dr. Thomas Skripuletz, Neuroimmunologe an der Klinik für Neurologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), hat herausgefunden, dass solche schweren...

Analyse: Lücken in den Prognosemodellen in der NeuroIntensivmedizin – gemeinsame Stellungnahme

Die Prognose hat in der Versorgung von Patienten in der NeuroIntensivmedizin, bei der viele Krankheiten entweder tödlich verlaufen oder zu erheblichen Behinderungen führen, einen hohen Stellenwert und beeinflusst häufig Entscheidungen im Bezug auf die Akutversorgung und die langfristige Unterstützung. Dabei hat insbesondere die Kommunikation der zu erwartenden Funktionsverluste an den Patienten und die nahestehenden Angehörigen eine wichtige Bedeutung. Für die verschiedenen Krankheitsbilder sind zahlreiche Modelle zur Vorhersage der Sterberate oder des...

Juli 2019

Duchenne-Muskeldystrophie: Medikamentöse Therapie verbessert bei Früherkennung die Prognose

Duchenne-Muskeldystrophie: Medikamentöse Therapie verbessert bei Früherkennung die Prognose
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Kinder mit Duchenne-Muskeldystrophie (DMD), eine seltene und tödlich verlaufende Muskelerkrankung, von der überwiegend Jungen betroffen sind, besitzen eine schlechte Prognose. Bereits im frühen Kindesalter kommt es zu einem fortschreitenden Muskelabbau, zunächst der Bewegungs- und später der Atem- und Herzmuskulatur. Die Betroffenen versterben vorzeitig, oft schon im dritten Lebensjahrzehnt, an Lungen- oder Herzkomplikationen (1,2). Für DMD-Patienten ist eine frühe Diagnose essenziell, denn mit einer frühzeitig einsetzenden medikamentösen...

Multiple Sklerose: Schädigung der Projektionsneuronen löst kortikale Atrophie aus

Multiple Sklerose: Schädigung der Projektionsneuronen löst kortikale Atrophie aus
© sdecoret - stock.adobe.com

Projektionsneurone spielen eine zentrale Rolle bei den Gehirnveränderungen, die mit der Multiplen Sklerose (MS) einhergehen. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Projektionsneurone durch körpereigene Immunzellen geschädigt werden und diese Schädigung die mit der MS verbundene Schrumpfung des Gehirns wie auch damit einhergehende kognitive Veränderungen unterstützen könnte. Die neuen Erkenntnisse bieten interessante Ansatzpunkte für die Entwicklung neuer, spezifischer Therapien für die Multiple Sklerose, die auf geschädigte Gehirnzellen...

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