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Medizin

Beiträge zum Thema: Behinderung

November 2019

Kardiovaskuläres Risiko bei Typ-2-Diabetes: Aktuelle Leitlinienempfehlungen aus Diabetologie und Kardiologie

Kardiovaskuläre Ereignisse sind weltweit die Hauptursache für Todesfälle und Behinderung bei Menschen mit Typ-2-Diabetes (1). Daher ist es wichtig, zusätzlich zu HbA1c-Wert und Gewicht auch die kardiovaskulären Risikofaktoren zu senken. Die zentrale Bedeutung einer zielgerichteten kardiovaskulären Risikoreduktion machen auch aktuelle Leitlinienempfehlungen aus der Diabetologie (2) und Kardiologie (3) sowie Konsensuspapiere (4) deutlich. GLP-1 Rezeptoragonisten (RA) wie Liraglutid und Semaglutid bieten eine Therapieoption, die an allen 3...

Wachstumshormonmangel bei Kindern: Positive Ergebnisse der Phase-III-Studie zu Somatrogon

Das langwirksame humane Wachstumshormon Somatrogon wird derzeit in einer zulassungsrelevanten Phase-III Studie zur Behandlung eines Wachstumshormonmangels (GHD) bei Kindern untersucht. OPKO Health und Pfizer gaben nun bekannt, dass in dieser Studie der primäre Endpunkt erreicht wurde: Somatrogon war in der wöchentlichen Gabe bei prä-pubertären Kindern mit GHD der täglichen Injektion von Somatropin (Genotropin®), gemessen an der jährlichen Wachstumsgeschwindigkeit nach 12 Monaten, nicht unterlegen.

Einblick in die dunkle Materie des Genoms dank neuer Methode für die Erforschung von DNA-Repeats

Einblick in die dunkle Materie des Genoms dank neuer Methode für die Erforschung von DNA-Repeats
© Pay Gießelmann, Max-Planck-Institut für molekulare Genetik

DNA-Sequenzwiederholungen können zu Krankheiten führen, lassen sich aber kaum untersuchen. Ein neues Verfahren ermöglicht erstmals einen detaillierten Blick auf diesen zuvor unzugänglichen Bereich des Genoms. Dazu kombiniert es Nanopore-Sequenzierung, Stammzelltechnologie und CRISPR-Cas. Das Verfahren könnte die Diagnostik von verschiedenen angeborenen Erkrankungen und Krebserkrankungen verbessern. Die Ergebnisse erschienen im Fachblatt Nature Biotechnology.

Neue Therapieoptionen bei der Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen

Bei der Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie der Spinalen Muskelatrophie (SMA), Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) oder der Multiplen Sklerose (MS) ist ein frühzeitiger Eingriff in den Krankheitsverlauf entscheidend für die Prognose der Patienten. Neue Entwicklungen zu Therapien dieser Krankheiten wurden im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) vorgestellt.

Adipositas: Veränderung des tageszeitabhängigen Stoffwechselzyklus durch kalorienreiche Ernährung

Adipositas: Veränderung des tageszeitabhängigen Stoffwechselzyklus durch kalorienreiche Ernährung
© Heidi Mehl / Fotolia.com

Erstmals zeigt eine Studie unter der Leitung des Helmholtz Zentrums München und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD), auf welche Art und Weise Glukokortikoidhormone wie Cortisol, den Zucker- und Fettspiegel steuern. Dabei wurde insbesondere der Unterschied zwischen Tag und Nacht, Nahrungsaufnahme und Fasten sowie Ruhe und Aktivität über einen Zeitraum von 24 Stunden beobachtet. Die Forschungsarbeiten an Mäusen machen deutlich, dass sich der tageszeitabhängige Stoffwechselzyklus durch eine kalorienreiche Ernährung verändert. Da...

Duchenne-Muskeldystrophie: Gezieltes Management der Atemfunktion

Duchenne-Muskeldystrophie: Gezieltes Management der Atemfunktion
© Kondor83 - stock.adobe.com

Die seltene Erkrankung Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) ist noch immer nicht heilbar. Aktuelle therapeutische Optionen beschränken sich darauf, den Verlust der Gehfähigkeit und die Verschlechterung weiterer Symptome hinauszuzögern. Der progrediente Verlust der Atemfunktion kann derzeit noch nicht therapiert werden. Dabei ist dieser nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen bei DMD-Patienten. In der Praxis bleibt die Einschränkung der Atemmuskulatur oftmals unbemerkt und wird erst mit Vorliegen von akuten pulmologischen Ereignissen erkannt. Dabei stellt die...

RRMS: Real-World-Daten unterstützen Therapieentscheidung

RRMS: Real-World-Daten unterstützen Therapieentscheidung
© momius - stock.adobe.com

Die Auswahl der passenden Therapieoption bei schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) erfolgt auf Basis einer Reihe praxisrelevanter Kriterien. So spielen neben dem zu erwartenden Therapieerfolg, Nebenwirkungen und Abbruchraten der individuelle Krankheitsverlauf sowie die Lebensplanung des Patienten in der Therapieentscheidung eine wichtige Rolle. Ergänzend zu den Ergebnissen klinischer Studien liefert heute eine steigende Zahl von Real-World-Daten (RWD) belastbare Informationen. Eine aktuelle Auswertung von Behandlungsdaten aus dem dänischen MS-Register zeigt...

Typ-1-Diabetes: G-BA bescheinigt Zusatznutzen für SGLT-2 Hemmer Dapagliflozin

Typ-1-Diabetes: G-BA bescheinigt Zusatznutzen für SGLT-2 Hemmer Dapagliflozin
© kwanchaichaiudom - stock.adobe.com

Dem SGLT-2 Hemmer Dapagliflozin (Forxiga® 5 mg) wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) ein Zusatznutzen für Patienten mit Typ-1-Diabetes zugesprochen. Der positive Beschluss des G-BA basiert auf den Daten zur HbA1c-Senkung mit Dapagliflozin 5 mg aus den Zulassungsstudien DEPICT-1 und DEPICT-2 (1-3). Dapagliflozin ist das erste orale Antidiabetikum, das in der EU zugelassen ist als Zusatztherapie zu Insulin für Erwachsene mit Typ-1-Diabetes mit einem BMI von 27 kg/m2 oder höher, wenn Insulin allein den Blutzuckerspiegel trotz...

aTTP: Caplacizumab bereits etabliert

aTTP: Caplacizumab bereits etabliert
© dermatzke / Fotolia.com

Die erworbene thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (aTTP) ist eine seltene Blutgerinnungsstörung, die sich in lebensbedrohlichen Episoden äußert (1, 2). Unbehandelt sterben 9 von 10 Patienten (2). Im August 2018 wurde mit Caplacizumab (Cablivi®) die erste spezifische Therapie zur Behandlung der aTTP in Kombination mit Plasmapherese und Immunsuppression zugelassen (3). Caplacizumab wird bei Erwachsenen mit einer aTTP-Episode zusätzlich zur Standardtherapie aus Plasmaaustausch und Immunsuppression eingesetzt (3). „Im Gegensatz zu den bisherigen...

Osteoporose: Ambulantes Weiterbehandlungskonzept soll erneute Frakturen verhindern

Osteoporose: Ambulantes Weiterbehandlungskonzept soll erneute Frakturen verhindern
© crevis - stock.adobe.com

Das Risiko für eine erneute Frakturen bei Osteoporose ist sehr hoch. Mit einer medikamentösen Therapie könnten Folgefrakturen effektiv verhindert werden. In Deutschland erhalten diese allerdings viel zu wenige Patienten. Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) soll daher nun das so genannte FLS-System (fracture liaison service) eingeführt werden, ein international bereits erprobtes Weiterbehandlungskonzept für den Zeitraum, wenn die Patienten nach der Behandlung ihrer Fraktur das Krankenhaus verlassen haben.

Typ-2-Diabetes: Therapeutisches Target für nichtalkoholische Fettleber

Typ-2-Diabetes: Therapeutisches Target für nichtalkoholische Fettleber
© nerthuz / Fotolia.com

Eine der wichtigsten Begleiterkrankungen bei Typ-2-Diabetes ist die nichtalkoholische Fettleber (NAFLD). Durch das weltweit verstärkte Aufkommen dieser Krankheit und den limitierten Behandlungsmöglichkeiten, ebnet NAFLD den Weg für weitere schwere Leberkrankheiten wie Leberzirrhose und Leberkarzinom. Eine Forschergruppe am Institut für Diabetes und Krebs am Helmholtz Zentrum München hat ein neues potenziell therapeutisches Target für die Behandlung von NAFLD entdeckt: Rab24. Die Studie wurde in Nature Metabolism veröffentlicht.

Cystische Fibrose: EMA nimmt Zulassungsantrag für Dreifachkombination Elexacaftor + Tezacaftor + Ivacaftor an

Cystische Fibrose: EMA nimmt Zulassungsantrag für Dreifachkombination Elexacaftor + Tezacaftor + Ivacaftor an
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Vertex hat bekanntgegeben, dass die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) den EU-Marktzulassungsantrag (MAA) für ein Dreifachkombinationsregime bestehend aus VX-445 (Elexacaftor), Tezacaftor und Ivacaftor angenommen hat. Die beiden CFTR-Modulatoren Tezacaftor und Ivacaftor bilden die Basis der Dreifachkombination und sind unter dem Handelsnamen SYMKEVI® bereits seit Oktober 2018 als Zweifachkombination mit Ivacaftor (KALYDECO®) für Patienten ab 12 Jahren mit bestimmten Mutationstypen zugelassen.

Oktober 2019

Urtikaria: Stark eingeschränkter Alltag

Urtikaria: Stark eingeschränkter Alltag
© nobeastsofierce - stock.adobe.com

Ob Ernährung, Freizeit, Sozialleben oder Kinderwunsch – Urtikaria schränkt Betroffene in nahezu jedem Lebensbereich ein. Dennoch befinden sich fast zwei Drittel der Patienten (60,3%) nicht in ärztlicher Versorgung, das zeigen aktuelle Daten der DERMLINE-Umfrage mit 1.037 Urtikaria-Patienten (1). Nur weniger als jeder zweite Patient (48%) ist mit seiner derzeitigen Therapie zufrieden oder sehr zufrieden – der meist genannte Grund: Die Therapie helfe nicht. Jeder Fünfte gibt sogar an, er erhalte aus Kostengründen nicht die bestmögliche Therapie,...

Chronische Schmerzen: Ziconotid bietet potente intrathekale Alternative zu Opioiden

Chronische Schmerzen: Ziconotid bietet potente intrathekale Alternative zu Opioiden
© psdesign1 - stock.adobe.com

Bei chronischen Schmerzen, bedingt durch schwere Tumorerkrankungen, aber auch bei nichttumorbedingten Schmerzen, ist der Einsatz von Opioiden eine wichtige Säule der medikamentösen Schmerztherapie. Dennoch stoßen bei der Behandlung chronischer Schmerzen viele Opioide an ihre Grenzen. PRIALT® mit dem Wirkstoff Ziconotid bietet eine potente intrathekale Alternative in der medikamentösen Behandlung starker chronischer Schmerzen.

Periphere neuropathische Schmerzen: Symptomatisch und kausal behandeln

Periphere neuropathische Schmerzen: Symptomatisch und kausal behandeln
© VadimGuzhva / Fotolia.com

Polyneuropathien, chronische Rückenschmerzen wie auch Nervenengpass-Syndrome haben etwas gemeinsam. Bei all diesen Krankheitsbildern finden sich Schädigungen an der Myelinschicht des Neurons und/oder am  Axon selbst. Eine  ausschließlich symptomatische, vor allem analgetische Therapie ist weder leitliniengerecht noch suffizient und beinhaltet zudem längerfristig ein steigendes Abhängigkeitspotential. Auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses 2019 in Mannheim stellten Experten die Bedeutung eines frühzeitigen multimodalen...

Psoriasis: Interleukin (IL)-17A-Inhibitor Secukinumab verbessert Hautsymptomatik und Lebensqualität

Psoriasis: Interleukin (IL)-17A-Inhibitor Secukinumab verbessert Hautsymptomatik und Lebensqualität
© joey333 - stock.adobe.com

Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis profitieren auch in der klinischen Praxis deutlich vom Interleukin (IL)-17A-Inhibitor Secukinumab (Cosentyx®). Sowohl ihre Hautsymptomatik als auch die Lebensqualität der Patienten und ihrer Angehörigen verbesserte sich unter der Behandlung erheblich. Das zeigen 3 nicht-interventionelle Studien, die kürzlich bei der Jahrestagung der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) präsentiert wurden (1, 2).

Autoimmun-Enzephalitis: DFG-Forschungsgruppe sucht zielspezifische Therapieansätze

Autoimmun-Enzephalitis: DFG-Forschungsgruppe sucht zielspezifische Therapieansätze
© ralwel - stock.adobe.com

In der interdisziplinären und translational ausgerichteten Forschungsgruppe SYNABS erforschen Neurologen, Physiologen, Neuroimmunologen und Mikroskopieexperten die Krankheitsmechanismen von autoimmun bedingten Hirnentzündungen. Ihr Ziel ist die Entwicklung zielspezifischer Therapieansätze für diese Erkrankungen, die häufig von psychischen Symptomen begleitet sind. Die Gruppe mit Partnern von 9 Forschungsinstitutionen in Deutschland, Österreich und Spanien wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

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