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Beiträge zum Thema: Behinderung

27. August 2018

© Dzianis Rakhuba / Fotolia.com
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Wie anpassungsfähig ist das junge Gehirn?: Gesunde Studienteilnehmer für Vergleichsstudie gesucht

An der Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Tübingen startet in Kooperation mit der Klinik für Kinderneurologie Vogtareuth eine Studie zum besseren Verständnis von neuronalen Netzwerken. Besonderes Interesse gilt hierbei der sogenannten Plastizität, also der Fähigkeit des jungen Gehirns, Funktionen in anderen Hirnregionen zu verankern, wenn die hierfür eigentlich zuständigen Areale ausgefallen sind, beispielsweise durch einen Schlaganfall. Um die Daten von Menschen mit Hirnschädigungen mit denen gesunder Menschen vergleichen zu können, werden gesunde Kontrollpatienten benötigt. Gesucht werden Erwachsene (18 bis 30 Jahre) und Kinder (8 bis 17 Jahre). Die Untersuchung wird von erfahrenen Kinderärzten durchgeführt und besteht aus einer unbedenklichen Magnetresonanztomographie sowie einer neuropsychologischen und motorischen Testung.

© ag visuell / Fotolia.com
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RRMS: Indirekter Vergleich der klinischen Wirksamkeit zeigt Überlegenheit von Peginterferon beta-1a im Vergleich zu Interferon beta-1a

Aktuelle adjustierte, gematchte indirekte Vergleiche von Daten aus publizierten Phase-III-Studien zeigen deutlich die Überlegenheit einer Therapie mit Peginterferon beta-1a (Plegridy®) im Vergleich zu Interferon beta-1a (s.c.) bei Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS). Unter Peginterferon beta-1a blieben über 2 Jahre signifikant mehr Patienten schubfrei als unter Interferon beta-1a (s.c.) (75,1% vs. 57,5%, p<0,0001). Auch der Anteil der Patienten mit bestätigter Verschlechterung der Behinderung (confirmed disability worsening, CDW) war signifikant geringer (6,5% vs. 13,2%; p=0,0007). Zudem blieben unter Peginterferon beta-1a signifikant mehr Patienten ohne nachweisbare Krankheitsaktivität (no evidence of disease activity, NEDA) (74,1% vs. 48,1%; p<0,0001). Eine Subgruppenanalyse mit zuvor therapienaiven Patienten zeigte ähnliche Ergebnisse.

05. Juli 2018

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, pro Woche mindestens 2,5 Stunden an mäßig anstrengender Ausdaueraktivität sowie an mindestens zwei Tagen in der Woche muskelkräftigende Aktivitäten auszuführen. Laut Daten des Robert Koch-Instituts erreicht nur etwa ein Fünftel der Frauen (20,5%) und ein Viertel der Männer (24,7%) in Deutschland beide Empfehlungen. Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung bewegt sich weniger als 2,5 Stunden pro Woche (1). Doch regelmäßige Bewegung schützt nicht nur vor Übergewicht und der Entstehung eines Typ-2-Diabetes, sondern senkt auch die Sterblichkeit und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Über die Bedeutung von körperlicher Aktivität in der Adipositas- und Diabetestherapie sprechen Experten auf der Kongress-Pressekonferenz im Rahmen der 12. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der 34. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG), die am Freitag, den 9. November 2018, in Wiesbaden stattfindet.

Darmkrebsmonat März: Alkohol ist ein wichtiger Risikofaktor für Darmkrebs

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