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Medizin

Beiträge zum Thema: Bewegung

März 2017

Multiple Sklerose: Fatigue – ein unterschätztes Symptom

Die schubförmig remittierende Multiple Sklerose (RRMS) kann die Patienten einschränken: Einerseits durch die körperlichen Symptome infolge von Krankheitsschüben und fortschreitender körperlicher Behinderung, andererseits durch eine komplexe Begleitsymptomatik im Alltags- und Berufsleben. Zu den häufigsten und am stärksten belastenden Symptomen der MS zählt das Fatigue-Syndrom. Im Rahmen einer Pressekonferenz von Sanofi Genzyme erläuterte Prof. Dr. Mathias Mäurer, Würzburg, die Auswirkungen der Fatigue auf die Lebensqualität und...

Hormonersatzbehandlung für jede Frau?

Bei allen Frauen lässt irgendwann im Lauf des Lebens die Fähigkeit nach, schwanger zu werden. Die Eierstöcke verlieren nach und nach ihre Eizellen und damit die dort produzierten Botenstoffe Östrogen und Gestagen; die Schleimhaut der Gebärmutter wird nur noch unregelmäßig durch diese Hormone stimuliert, so dass die Menstruationsblutungen unregelmäßiger werden und schließlich ganz ausbleiben. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, können normalerweise nur noch sehr wenige weibliche Hormone im Blut nachgewiesen werden, die vor allem...

Diabetes 2030: Stimme der Patienten stärken, gemeinsam Versorgung optimieren

In Deutschland sterben jedes Jahr sechsmal so viele Menschen an Typ-2-Diabetes und seinen Folgen als bisher angenommen (1). Diese neue Erkenntnis aus den Daten von knapp 65 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen stand am Beginn der Veranstaltung „Diabetes 2030“, zu der Novo Nordisk bereits zum zweiten Mal eingeladen hatte. „Diabetes ist eine schwere, mitunter tödliche, chronische Erkrankung mit dramatischen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen“, stellte Tagungspräsident Prof. Dr. Diethelm Tschöpe fest: „Trotzdem...

Gestationsdiabetes: Erst Lebensstiländerung, dann Insulin

Diabetes ist eine der häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft. Jede Schwangere sollte daher an dem gesetzlichen Screening in der Schwangerenvorsorge teilnehmen und nach der Diagnose so früh wie möglich mit der Behandlung beginnen, um die Gefahr für sich und ihr Kind zu minimieren. „Leider sind betroffene Frauen häufig verunsichert, wieviel Therapie beim Schwangerschaftsdiabetes tatsächlich erforderlich ist“, betont Prof. Dr. med. Baptist Gallwitz, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Die erste Behandlungsmaßnahme...

Neurowissenschaften: Mehr Körpereinsatz, mehr musikalischer Genuss

Viele Musiker kennen dieses Phänomen: Sie empfinden ihre Musik in dem Moment, in dem sie sie selbst produzieren, schöner als im Nachhinein, wenn sie sich das gleiche Stück noch einmal anhören. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften haben nun herausgefunden, dass der körperliche Einsatz die Wertschätzung gegenüber der eigenen Musik erhöht. Ihre Erkenntnisse können nicht nur helfen, Menschen den Zugang zu neuen Musikstilen zu eröffnen, sondern auch Musiktherapien noch erfolgreicher zu machen.

Februar 2017

Künstliche Intelligenz zur automatisierten Schmerzerkennung

Künstliche Intelligenz zur automatisierten Schmerzerkennung
© Universität Ulm; Sektion Medizinische Psychologie

Schmerzwahrnehmung ist etwas sehr Subjektives. Wie stark und auf welche Art wir einen Schmerz erleben, wissen nur wir selbst. Um unser Schmerzerleben anderen gegenüber zum Ausdruck zu bringen, bedarf es der Sprache. Doch was ist, wenn ein Patient nicht in der Lage ist, über seinen Schmerz zu reden? Ulmer Wissenschaftler setzen in diesem Fall auf Künstliche Intelligenz. Ihr Ziel: die automatisierte Schmerzerkennung.

3.000 Schritte in 30 Minuten verbessern die Prognose bei Herzinsuffizienz

Körperliches Training führt nicht wie bisher angenommen zu einer schädigenden Erweiterung der linken Herzkammer. Wissenschaftler widerlegen diese bisherige Annahme und geben Empfehlungen, wie ein Training bei Personen mit Herzschwäche aussehen sollte. „Für Herzinsuffizienz stand bisher die medikamentöse Therapie im Vordergrund. Ergänzt wurde dies durch einen Herzschrittmacher, der die Kontraktion des Herzmuskels optimiert und einen Defibrillator – beides soll einen plötzlichen Herztod durch Herzrhythmusstörungen verhindern“,...

Gen, das Ess- und Bewegungsverhalten beeinflusst, gegen Übergewicht nutzen?

Forscher haben im Rundwurm ein Gen entdeckt, welches helfen könnte, den Zyklus aus Überernährung sowie zu wenig Bewegung zu durchbrechen. Das Gen, das in ähnlicher Form auch im menschlichen Körper zu finden ist, bewirkt sowohl ein Völlegefühl als auch Müdigkeit direkt nach der Nahrungsaufnahme. Ließe sich mit diesem Wissen ein Medikament entwickeln, könnte dies den Appetit reduzieren sowie die Lust auf Bewegung steigern.

Holographische optische Pinzette ermöglicht Bestimmung von Zelleigenschaften

Zellen bilden Gewebe und Organe. Sie wandern von Ort zu Ort, und bei all diesen Prozessen spielen die Kräfte und mechanischen Eigenschaften der Zellen eine große Rolle. Forscher des Exzellenzclusters "Cells in Motion" der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) haben nun mit der Methode der holographischen optischen Pinzette die mechanischen Eigenschaften von Zellen in lebenden Zebrafischembryos untersucht. Dazu arbeiteten Zellbiologen und Physiker eng zusammen. Mit der auf Licht basierenden Technik konnten sie erstmals mehrere Bestandteile der...

Lebensstil kann Grauen Star beeinflussen

Nach Schätzung der DOG müssen Augenärzte in Deutschland mindestens 800.000 Augen pro Jahr wegen eines Grauen Stars operieren. Damit ist der Linsenaustausch der häufigste Eingriff hierzulande. Diabetes mellitus, Rauchen und starkes Übergewicht sind wichtige Risikofaktoren, die die Trübung der Augenlinse beschleunigen, bis schließlich eine Operation nötig wird. Patienten mit beginnendem Grauen Star müssen über diese Risikofaktoren aufgeklärt und bei der Umsetzung eines gesünderen Lebensstils unterstützt werden, fordern...

Frühe Parkinson-Diagnose: Alpha-Synuclein in der Haut als Biomarker

Neurologen ist es erstmals gelungen, die Parkinson-Erkrankung über eine kleine Hautprobe festzustellen – Jahre vor Ausbruch der typischen Bewegungsstörungen. Die Diagnose gelingt durch den Nachweis von pathologischen Eiweißablagerungen in den feinen Nervenenden der Haut, teilen die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Parkinson Gesellschaft (DPG) mit. Die Arbeit, die jetzt in Acta Neuropathologica erschienen ist, gilt als Meilenstein in der Parkinson-Diagnostik und wird zur Entwicklung von neuen Therapien führen.

Locked-in-Syndrom bei ALS: Eyetracking-basierte Kommunikation ermöglicht Selbstbestimmung

Locked-in-Syndrom bei ALS: Eyetracking-basierte Kommunikation ermöglicht Selbstbestimmung
© Uniklinikum Dresden

Eine aktuelle Studie der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden belegt, dass Patienten, die im fortgeschrittenen Stadium der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) unter dem Locked-in-Syndrom (LIS) leiden, ihre Lebensqualität erheblich besser einschätzen als ihre nächsten Angehörigen. Daraus folgern die Dresdner Wissenschaftler, dass sich Ärzte insbesondere bei Fragen zu lebenserhaltenden oder -verlängernden Maßnahmen nicht uneingeschränkt auf den durch die Angehörigen geäußerten...

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© vanillya / fotolia.com

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© wavebreak3 - stock.adobe.com

Arthrose ist die häufigste Erkrankung der Gelenke. Ihre Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu. Im 6. Lebensjahrzehnt weist nahezu jeder Fünfte im Röntgenbild eine Knie- oder Hüftgelenksarthrose auf. Doch nur 20 bis 30 % dieser Patienten haben zu diesem Zeitpunkt bereits Beschwerden. Die kürzlich aktualisierte Leitlinie Hüftarthrose zeigt auf, wann und wie Patienten mit und ohne Symptome behandelt werden sollten und was sie selbst zu einer gelungenen Therapie beitragen können. Auf dem Patiententag des Deutschen Kongresses für Orthopädie und...

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Um die Entwicklung einer Hauterkrankung oder den Heilungsprozess einer Wunde zu überwachen, ist in der Regel kein Vor-Ort-Termin in der Arztpraxis mehr notwendig. Zeitgemäß können Dermatologen nach Diagnosestellung und Therapieempfehlung im Rahmen der Eingangsuntersuchung mit der Videosprechstunde therapeutische Erfolge mit dem Patienten vertraulich via PC, Laptop oder Tablet besprechen. Mit dem durch die gesetzlichen Krankenkassen geförderten Patientenservice entlasten Dermatologen zugleich Praxispersonal, etablieren komfortable Arbeitsabläufe und verhindern...