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Medizin

Beiträge zum Thema: Biomarker

November 2018

Suche nach Therapie gegen Alzheimer geht weiter

Bekanntlich ist die Suche nach Medikamenten gegen die Alzheimer-Erkrankung von herben Rückschlägen geprägt. In Zahlen: In den 10 Jahren zwischen 2002 und 2012 scheiterten 99,6% aller 413 in Studien untersuchten Substanzen – nur das inzwischen alt-bekannte Memantine erhielt eine Zulassung. Auch alle neueren Substanzen konnten die in sie gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen. Viele Unternehmen haben sich deshalb aus dem Feld zurückgezogen. Roche dagegen will weiter forschen und investieren, wie Dr. Colin Wernsdörfer, Medical Director Neuroscience bei Roche,...

Individualisierte Therapie für Patienten mit Osteoporose

Individualisierte Therapie für Patienten mit Osteoporose
© crevis / Fotolia.com

In Deutschland leiden mehr als 6 Millionen Menschen an Osteoporose. Ein chronischer Knochenabbau kennzeichnet die Erkrankung. Häufige Frakturen sind eine Folge des Knochenschwunds. Die medikamentöse Behandlung zeigt oftmals nicht den gewünschten Erfolg. Auch tritt Osteoporose oftmals zusammen mit Herz-Kreislauferkrankungen auf. Im Verbundprojekt OsteoSys erarbeiten die Partner eine maßgeschneiderte, personalisierte Therapie. Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT entwickeln unter anderem ein...

Multiple Sklerose: Blutmarker zeigt Nervenschädigung an, Siponimod bremst Progression

Multiple Sklerose: Blutmarker zeigt Nervenschädigung an, Siponimod bremst Progression
© ag visuell / Fotolia.com

Die Multiple-Sklerose-Forschung verzeichnet neue Durchbrüche. „Erstmals wurde ein Biomarker im Blut identifiziert, der zuverlässige Aussagen über das Ausmaß neuronaler Schäden, den Krankheitsverlauf und das Ansprechen auf eine MS-Therapie erlaubt“, berichtet Professor Frauke Zipp, MS-Expertin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und Vorstandsmitglied des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS). Zipp, die bei der Neurowoche 2018 in Berlin aktuelle Studien zu Prognose und Therapie der entzündlichen Erkrankung...

Verbesserte Demenz-Diagnostik mit PET, Liquor und Bluttest

Verbesserte Demenz-Diagnostik mit PET, Liquor und Bluttest
© freshidea / Fotolia.com

Die Alzheimer-Demenz lässt sich heute bereits in frühen Phasen der Erkrankung sicher erkennen – noch bevor die Betroffenen kognitive Einschränkungen erleben. „Es könnte bald sogar ein Bluttest zur Alzheimer-Frühdiagnose zur Verfügung stehen, alternativ zu den kostspieligen MRT-/PET- und invasiven Liquor-Untersuchungen“, sagte Priv.-Doz. Dr. Juraj Kukolja, Wuppertal,  beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Berlin, der vom 30. Oktober bis 3. November 2018 im Rahmen der Neurowoche stattfand.

Oktober 2018

Zulassung des ersten RNAi-Therapeutikums: Patisiran gibt neue Hoffnung bei hATTR-Amyloidose

RNAi-Therapeutika leiten eine neue Ära ein, denn sie ermöglichen bei Erbkrankheiten den ursächlichen Fehler in den Genen „stillzulegen“ ohne das Erbgut zu verändern. Mechanismus und Technologie der RNA-Interferenz (RNAi) wurden im Rahmen der Zulassungs-Pressekonferenz von Onpattro® (Patisiran) erörtert, einem der ersten Medikamente dieser Klasse. Patisiran wird zur Behandlung der hereditären Transthyretin-Amyloidose (hATTR-Amyloidose) bei erwachsenen Patienten mit Polyneuropathie der Stadien 1 oder 2 angewendet. Wie sich diese...

Neuer ALS-Bluttest: Hilfe bei der Differenzialdiagnose und Hinweise auf Krankheitsverlauf

Neuer ALS-Bluttest: Hilfe bei der Differenzialdiagnose und Hinweise auf Krankheitsverlauf
© Universitätsklinik Ulm für Neurologie Ulm/RKU

Forschende der Universitäten Ulm und Mailand haben einen Bluttest entwickelt, der die Diagnose der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) erleichtert. Der neue Test hilft dabei, die ALS von anderen neurodegenerativen Erkrankungen zu unterscheiden. Weiterhin erlaubt er eine Prognose des Krankheitsverlaufs. Die Blutuntersuchung eignet sich besonders für größere Kohorten, beispielsweise im Zuge von klinischen Studien, sowie für Patienten, bei denen aus medizinischen Gründen keine Liquorpunktion möglich ist.

Prädiktive Medizin: Anhand von Biomarkern den Therapieerfolg bei CED vorhersagen

Die Therapiemöglichkeiten bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) haben sich in den vergangenen Jahren deutlich erweitert und dieser Trend scheint sich auch künftig fortzusetzen. Umso bedeutsamer wird die Frage, wann welcher Patient welche Therapie erhalten soll. „Wir brauchen hierzu prädiktive Strategien und Biomarker, mit deren Hilfe wir den Behandlungserfolg unter der jeweiligen Medikation vorhersagen können“, erklärte Prof. Dr. Silvio Danese, Rozzano/Italien, als wissenschaftlicher Organisator des Symposiums 213 der Falk Foundation...

September 2018

Ideenwettbewerb 2018: Auszeichnung für Erforschung der Zusammenhänge von Neuropathien und entzündlich-rheumatischen Erkrankungen

In diesem Jahr wird die Deutsche Rheumastiftung 10 Jahre alt. Seit 7 Jahren schreibt sie den „Ideenwettbewerb“ aus, der innovative Forschungsideen fördert. Die Preisverleihung 2018 bildete den Auftakt zu einem Jubiläumssymposium, das am 21. September im Rahmen des 46. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) in Mannheim stattfand. Fachlicher Schwerpunkt des Symposiums war die „Erforschung der Zusammenhänge von Neuropathien und entzündlich-rheumatischen Erkrankungen“. Die Deutsche Rheumastiftung zeichnete den...

Rauchen hinterlässt Spuren auf der Erbsubstanz

Wissenschaftler haben neue molekulare Details über die Folgen des Zigarettenkonsums aufgedeckt: Das Gen für Rezeptor GPR15, der an Entzündungen und der Neubildung von Blutgefäßen beteiligt ist, wird bei Rauchern häufiger abgelesen als bei Nichtrauchern. GPR15 ist sowohl an der Neubildung von Blutgefäßen als auch an Entzündungsvorgängen beteiligt. Seine genaue Rolle bei diesen Vorgängen versteht man aber noch nicht. Rauchen ist einer der Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zum Teil werden die Erkrankungen durch...

Idiopathische pulmonale Fibrose: Extrazelluläre Vesikel liefern Signal zur Proliferation

Ein Münchner Wissenschaftlerteam ist den Entstehungsmechanismen der idiopathischen pulmonalen Fibrose (IPF) auf der Spur*: Bei IPF treten vermehrt extrazelluläre Vesikel auf, die ein Signalmolekül zu den Lungenzellen tragen, das für den Krankheitsverlauf wahrscheinlich eine wichtige Rolle spielt. Weitere Studien sollen zeigen, ob sich die Vesikel als Biomarker oder für einen möglichen Therapieansatz eignen.

Plaque-Psoriasis: Neuer, oraler, selektiver TYK2-Inhibitor erzielt in Phase-II-Studie Verbesserung der Hautsymptomatik

Daten einer Phase-II-Studie zu BMS-986165 bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis wurden bekannt gegeben. BMS-986165 ist ein oraler, selektiver Tyrosinkinase-2 (TYK2)-Inhibitor, der sich in der klinischen Prüfung befindet. Die Endpunkte zur Wirksamkeit, einschließlich der Reduktion des Psoriasis Area and Severity Index (PASI) um ≥ 75% und 90% (PASI 75, PASI 90), wurden nach 12 Wochen unter täglicher Einnahme von ≥ 3 mg BMS-986165 erreicht – bei einem günstigen Nutzen-Risiko-Profil. Die am häufigsten beobachteten...

Füße kribbeln, brennen, sind taub: Neue Biomarker der Entzündung als Risikofaktoren für Neuropathie

Die Polyneuropathie gehört zu den häufigsten Komplikationen bei Menschen mit Diabetes. Sie kann aber auch bei bestimmten Risikofaktoren oder Erkrankungen bereits vor der Manifestation eines Diabetes auftreten. Erste Symptome sind häufig Missempfindungen in den Füßen. Obwohl eine Polyneuropathie bei etwa 30% der Menschen mit Diabetes vorliegt, bleibt sie häufig undiagnostiziert. Wissenschaftler aus dem Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) in Düsseldorf konnten in Kooperation mit Kolleginnen aus dem Helmholtz Zentrum München (HMGU), beide Partner im...

Rivaroxaban kann das Risiko für Schlaganfälle und systemische Embolien bei gebrechlichen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern signifikant senken

Daten für Xarelto® (Rivaroxaban) deuten darauf hin, dass das Risiko für Schlaganfälle und systemische Embolien in der zweijährigen Nachbeobachtung im Vergleich zu Warfarin um 32% gesenkt wurde, ohne signifikante Unterschiede bezüglich schwerer Blutungen. In der Analyse wurden Rivaroxaban, Apixaban und Dabigatran im Vergleich zu Warfarin untersucht.

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