Sonntag, 21. Juli 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: COPD

November 2018

Seltene Erkrankungen: Alpha-1-Antitrypsin-Mangel wird erst nach Jahren diagnostiziert

Auch heute vergehen zwischen dem ersten Auftreten von Symptomen und der definitiven Diagnose Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATM) im Mittel 6 bis 8 Jahre, meist nach Konsultation mehrerer Ärzte. Dabei ist die seltene, autosomal kodominant weitergegebene Erbkrankheit rasch zu erkennen, wenn daran gedacht wird. Binnen 15 Minuten kann mit einem Schnelltest ein klinisch relevanter AATM mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung: Zulassungserweiterung für Fixkombination

Die 3-fach Fixkombination aus Umeclidinium (LAMA), Vilanterol (LABA) und Fluticasonfuroat (ICS), die für Patienten mit moderater bis schwerer COPD eine gut wirksame, anwenderfreundliche und im Allgemeinen gut verträgliche Therapieoption darstellt, war bisher nur bei Patienten mit unzureichender Einstellung unter einer LABA/ICS-Kombination zugelassen. Ab November 2018 kann durch die Zulassungserweiterung eine Eskalation auf die 3-fach Fixkombination auch nach einer LAMA/LABA-Therapie erfolgen (1).

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung: Zulassung für Fixkombination

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung: Zulassung für Fixkombination
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Umeclidinium / Vilanterol ist eine 3-fach Fixkombination, die aus Umeclidinium (LAMA), Vilanterol (LABA) und Fluticasonfuroat (ICS) besteht, und für Patienten mit moderater bis schwerer COPD eine gut wirksame, anwenderfreundliche und im Allgemeinen gut verträgliche Therapieoption darstellt. Bisher war die Therapieeskalation auf LAMA/LABA/ICS nur bei Patienten mit unzureichender Einstellung unter einer LABA/ICS-Kombination zugelassen. Ab November 2018 kann durch die Zulassungserweiterung eine Eskalation auf die 3-fach Fixkombination auch nach einer LAMA/LABA-Therapie erfolgen (1)....

Oktober 2018

Herz stolpert oder rast: Wie schützt man sich vor Vorhofflimmern und seinen Gefahren?

Über 1,8 Millionen Menschen in Deutschland haben Vorhofflimmern. Jedes Jahr kommen Tausende dazu. Mit dem Alter steigt das Risiko steil an, Vorhofflimmern zu bekommen: Bei den über 60-Jährigen liegt die Häufigkeit bei rund 5 %, bei den über 80-Jährigen sind es sogar rund 15%. „Vorhofflimmern ist eine ernst zu nehmende Herzrhythmusstörung, die unbemerkt und unbehandelt lebensbedrohlich für Herz und Gehirn werden kann, bis hin zu Herzschwäche und Schlaganfall. Das zu verhindern, muss Vorhofflimmern frühzeitig vom Arzt diagnostiziert und...

COPD: Notwendigkeit inhalativer Steroide prüfen – und wenn möglich absetzen

Die Große Mehrheit aller Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) benötigt keine inhalativen Steroide (ICS) für ihre Therapie. Lediglich die kleine Minderheit von Patienten, die trotz dualer Bronchodilatation weiterhin exazerbiert, sollte eine Dreifach-Kombination aus langwirksamen Muskarin-Antagonisten (LAMA), langwirksamen Beta 2-Sympathomimetika (LABA) und ICS erhalten, empfiehlt die Leitlinie. Jedoch zeigen Registerdaten, dass auch weniger schwer betroffene Patienten in der Praxis vielfach mit inhalativen Steroiden behandelt werden, erklärte...

September 2018

KRONOS: Dreifachkombination bei (mittel-)schwerer COPD mit positiven Effekten auf Lungenfunktion und Exazerbationshäufigkeit

Die Ergebnisse der Phase-III-Studie KRONOS zum Einsatz der Dreifachkombination PT010 wurden anlässlich des diesjährigen Kongresses der European Respiratory Society (ERS) in Paris präsentiert und parallel in The Lancet Respiratory Medicine veröffentlicht (1). In KRONOS wurden Wirksamkeit und Sicherheit der Dreifachkombination PT010 (Budesonid/Glycopyrronium/Formoterolfumarat) bei Patienten mit mittelschwerer bis sehr schwerer chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) – unabhängig von der Exazerbationshistorie – gegen Bevespi AerosphereTM*...

COPD-Exazerbationen verhindern oder zielgerichtet behandeln

COPD-Exazerbationen verhindern oder zielgerichtet behandeln
© Alexandr Mitiuc / Fotolia.com

Exazerbationen zu erkennen und wirksam zu behandeln, ist entscheidend bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Denn sie sind nicht nur belastend, sondern stellen einen wesentlichen Prognosefaktor im Verlauf der Erkrankung dar. Darüber waren sich die Referenten beim Chiesi-Symposium im Rahmen der 11. Pneumologischen Praxistage in Berlin einig. Prof. Dr. Adrian Gillissen, Ermstalklinik Bad Urach, verwies darauf, dass jede Exazerbation ein guter Prädiktor für eine weitere sei: „Die Exazerbation ist ein Risikofaktor an sich. Je schwerer und häufiger sie...

COPD: Zulassung für Roflumilast 250 μg

COPD: Zulassung für Roflumilast 250 μg
© psdesign1 / Fotolia.com

Der selektive PDE-4-Hemmer Roflumilast (Daxas®) ist ab sofort in der Wirkstärke 250 μg – als Anfangsdosis über 28 Tage – für eine Dauertherapie bei erwachsenen Patienten mit schwerer COPD und chronischer Bronchitis sowie häufigen Exazerbationen in der Vergangenheit, begleitend zu einer bronchodilatatorischen Therapie, zugelassen (1). Nach Ablauf dieses Zeitfensters muss die tägliche Dosis für die Weiterbehandlung auf 500 μg erhöht werden, um die dauerhafte Wirksamkeit zu gewährleisten. Aktuelle Daten der...

August 2018

Neue Fertigspritze für die VTE-Prophylaxe bei Hochrisikopatienten zugelassen

Mit der neuen 4.500 Anti-Xa I.E. Fertigspritze (inno-hep®, Tinzaparin) vervollständigt LEO Pharma sein Portfolio für die Therapie und Prophylaxe von Thrombosen. Damit steht Tinzaparin erstmals auch als Fertigspritze in der Dosierung von 4.500 Anti-Xa I.E./ml zur Prophylaxe venöser Thromboembolien (VTE) zur Verfügung. Das niedermolekulare Heparin wird bei hohem VTE-Risiko 1x täglich angewendet, solange das VTE-Risiko besteht. Es ist indiziert bei erwachsenen chirurgischen Patienten sowie bei Erwachsenen mit internistischen Erkrankungen, die...

„Fitmacher COPD“ – neues Onlinetraining motiviert Patienten zu mehr Bewegung im Alltag

„Fitmacher COPD“ – neues Onlinetraining motiviert Patienten zu mehr Bewegung im Alltag
© Kzenon / Fotolia.com

TheraKey® erweitert sein COPD-Portal um ein neues Trainingsprogramm. Mit den interaktiven Inhalten gibt das Therapiebegleitprogramm Ärzten ein weiteres Werkzeug an die Hand, mit dem sie Patienten die wichtige Säule „Bewegung bei COPD“ leichter vermitteln können. Der „Fitmacher COPD“ soll Patienten zu mehr körperlicher Aktivität im Alltag bewegen. Auf die Plätze, fertig, los! Die neuen Inhalte stehen ab sofort für Patienten und Ärzte zur Verfügung.

COPD: BMBF-Projekt DIGIVENT entwickelt digitales Therapieunterstützungssystem für die außerklinische Beatmung

COPD: BMBF-Projekt DIGIVENT entwickelt digitales Therapieunterstützungssystem für die außerklinische Beatmung
© psdesign1 / Fotolia.com

Am 1. März 2018 ist das Projekt „Digitales Therapieunterstützungssystem in der außerklinischen Beatmung bei COPD-Patienten“, kurz DIGIVENT, gestartet. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhaben zum Thema „Medizintechnische Lösungen für eine digitale Gesundheitsversorgung“ hat das Ziel, ein innovatives System für die Therapieunterstützung in der häuslichen Beatmung von Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zu entwickeln. Unter der Koordination der Philips...

Juni 2018

COPD: Tiotropium/Olodaterol-Inhaler ermöglicht mehr körperliche Belastbarkeit

Neue Daten liefern weitere Belege dafür, dass Spiolto® (Tiotropium/Olodaterol) Respimat® die körperliche Belastbarkeit bei Patienten mit COPD verbessern kann. Dies zeigen aktuelle Ergebnisse der Studien VESUTO® und OTIVATO®, die auf der diesjährigen Tagung der American Thoracic Society (ATS) in San Diego (USA) vorgestellt wurden, sowie Daten der PHYSACTO®-Studie, die jüngst im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht wurden.

Alpha-1-Antitrypsin-Mangel: Therapie wirkt unabhängig vom Schweregrad der FEV1-Einschränkung

Alpha-1-Antitrypsin (A1-AT)-Mangel gilt als unterdiagnostiziert. Auch die neue COPD-Leitlinie empfiehlt deshalb, jeden COPD-Patienten auf die seltene Lungenerkrankung zu testen (1). Bei der Beurteilung eines einmal erkannten A1-AT-Mangels sollten Ärzte sich von Lungenfunktion und FEV1-Wert lösen, riet Prof. Dr. Joachim H. Ficker, Nürnberg, anlässlich des DGP-Kongresses (2). Vielmehr sei bei Emphysem-Erkrankungen die computertomografisch bestimmte Lungendichte dafür besser geeignet. Die Therapie mit dem humanen A1-AT Respreeza® verlangsamt die...

Zulassung für Denosumab bei Patienten mit Glucocorticoid-induzierter Osteoporose

Zulassung für Denosumab bei Patienten mit Glucocorticoid-induzierter Osteoporose
© crevis / Fotolia.com

Die Europäische Kommission hat für Denosumab (Prolia®) eine Zulassungserweiterung erteilt: Denosumab ist jetzt auch zugelassen für die Behandlung von Knochenschwund im Zusammenhang mit systemischer Glucocorticoid-Langzeittherapie bei erwachsenen Patienten mit erhöhtem Frakturrisiko. Die Zulassung der Europäischen Kommission basiert auf den positiven Ergebnissen einer Phase-III-Studie, die die Sicherheit und Wirksamkeit von Denosumab mit der von Risedronat bei Patienten mit Glucocorticoid-Behandlung verglich (1).

Selten exazerbierende COPD-Patienten: Weitere Evidenz für Bluteosinophilenzahlen als Kortisongrenzwert

Im Rahmen des internationalen Kongresses der American Thoracic Society (ATS; 18.-23.05.2018, San Diego) wurde die Veröffentlichung der SUNSET*-Studie in der Fachzeitschrift American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine bekannt gegeben. Es handelt sich hierbei um die erste Studie, die das direkte Absetzen von ICS nach einer Langzeit-Dreifachtherapie bei Patienten, die nicht häufig exazerbieren, untersuchte (1). Es konnte gezeigt werden, dass die direkte Umstellung von einer Dreifachtherapie auf die duale Bronchodilatation mit Indacaterol/Glycopyrronium...

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Die Osteoporose ist in Deutschland weit verbreitet: Etwa 6,3 Millionen sind davon betroffen. Die Techniker Krankenkasse fand im Jahr 2009 bei nahezu einem Viertel der über 50-jährigen Frauen in Deutschland einen Osteoporose-bedingten Knochenbruch oder knochenstabilisierende Medikamente. Auch Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 haben ein erhöhtes Osteoporoserisiko und dadurch auch für Knochenbrüche. Diese können Folgeerkrankungen wie Immobilität, Lungenentzündungen oder Langzeitbehinderung nach sich ziehen. Folgeerkrankungen sind mit erheblichen...

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