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Medizin

Beiträge zum Thema: Diagnostik

Februar 2017

Frühe Parkinson-Diagnose: Alpha-Synuclein in der Haut als Biomarker

Neurologen ist es erstmals gelungen, die Parkinson-Erkrankung über eine kleine Hautprobe festzustellen – Jahre vor Ausbruch der typischen Bewegungsstörungen. Die Diagnose gelingt durch den Nachweis von pathologischen Eiweißablagerungen in den feinen Nervenenden der Haut, teilen die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Parkinson Gesellschaft (DPG) mit. Die Arbeit, die jetzt in Acta Neuropathologica erschienen ist, gilt als Meilenstein in der Parkinson-Diagnostik und wird zur Entwicklung von neuen Therapien führen.

Hirntod-Diskussion: Fallstricke und Tücken der neuen Richtlinien zur Diagnostik

In Deutschland wird die Feststellung des IHA durch die 4. Fortschreibung der Richtlinie gemäß § 16 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 Transplantationsgesetz (TPG) geregelt. Entsprechend dieser Richtlinie ist die Beteiligung eines Neuro-Facharztes (Neurologie/ Neurochirurgie) mit entsprechender intensivmedizinischer Erfahrung vorgeschrieben. „Die Diagnose und prognostische Einschätzung schwerster Funktionsstörungen des Gehirns ist eine der Kernkompetenzen der Neurointensivmedizin und stärkt ihre Bedeutung“, betont Tagungspräsident Prof. Dr. Jörg R. Weber,...

Kompakter Roboter assistiert bei MRT-geführter Prostatabiopsie

Kompakter Roboter assistiert bei MRT-geführter Prostatabiopsie
© © Stefan Straube / UKL

Ein neuartiges System zur MRT-gestützten Prostatapunktion steht seit kurzem den Medizinern am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) zur Verfügung. Es handelt sich um einen kompakten ferngesteuerten Roboter, der den Arzt bei der gezielten Prostatabiopsie unterstützt. Die Biopsie – die Entnahme von Gewebeproben zur Sicherung einer Diagnose – wird so wesentlich schneller und für den Patienten angenehmer. Es ist die deutschlandweit erste Installation eines solchen Systems. Die bildgestützte Prostatabiopsie mit Hilfe der MRT ist ein Verfahren, das nur...

Hepatologie: Fortschritte in der Diagnostik und Therapie

In einigen Bereichen der Hepatologie wie etwa der Behandlung der Hepatitis C hat es in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gegeben. Doch auch auf anderen Feldern tritt die Hepatologie derzeit wohl in eine neue Ära ein. Bei verschiedenen hepatologischen Krankheitsbildern sind weitere relevante Neuerungen in Diagnostik und Therapie offenbar in greifbare Nähe gerückt. Bei welchen Erkrankungen sich Fortschritte abzeichnen, wie relevant diese sind und wo es noch offene Fragen gibt, diskutierten internationale Experten bei einem Workshop.

Innovative Krankenversorgung im Bereich seltener Erkrankungen

Das Klinikum der Universität München ist an einem nationalen Versorgungsforschungsprojekt namens TRANSLATE NAMSE beteiligt, das mit 13,4 Millionen Euro aus dem Innovationsfons der Bundesregierung finanziert wird. NAMSE steht für das "Nationale Aktionsbündnis für Menschen mit Seltenen Erkrankungen" und soll als nationales Projekt zur Verbesserung der Krankenversorgung dieser Patientengruppe beitragen. Insgesamt werden durch den Fond in der aktuellen Förderphase 225 Millionen Euro für neue Versorgungsformen vergeben, 29 Projekte werden bundesweit...

Januar 2017

Bei schlafbezogener Atmungsstörung an Morbus Pompe denken

Schlafbezogene Atmungsstörungen (SBAS) sind ein zentrales Symptom vieler neuromuskulärer Erkrankungen und können Schlafmediziner vor einige Herausforderungen stellen: Bei der progredienten lysosomalen Speichererkrankung Morbus Pompe tritt bei 70% der Patienten mit später Verlaufsform eine Atmungsschwäche auf, oft bereits früh im Krankheitsverlauf. Häufig scheinen die Symptome jedoch zunächst für eine bekanntere Erkrankung wie ein obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS) zu sprechen. Passt das klinische Bild aber nicht ganz zusammen, sollte der...

Phase-IV-Studien-Start mit Riociguat bei Patienten mit pulmonal arterieller Hypertonie, die unzureichend auf PDE-5-Inhibitoren ansprechen

Entwicklung und Vermarktung von Riociguat ist Teil der weltweiten strategischen Zusammenarbeit von Bayer und MSD im Bereich der sGC-Modulation. Bayer gab gestern die erfolgreiche Aufnahme des ersten Patienten in die REPLACE-Studie (Riociguat rEplacing PDE-5i Therapy evaLuated Against Continued PDE-5i thErapy) bekannt, eine weltweite, multizentrische, zweiarmige, randomisierte, kontrollierte, offene Phase-IV-Studie. In dieser Studie werden die klinischen Effekte einer Therapieumstellung von Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (PDE-5-Inhibitoren) auf Riociguat bei Patienten mit pulmonal...

Asthma: Zäher Schleim als entscheidender Risikofaktor

Werden allergieauslösende Stoffe wie z.B. Partikel von Hausstaubmilben oder Schimmelpilzsporen eingeatmet, kann das vor allem dann zur Entwicklung eines allergischen Asthma bronchiale führen, wenn die Selbstreinigungsfunktion der Atemwege durch zu trockenes Sekret beeinträchtigt ist. Diesen Zusammenhang haben Wissenschaftler des Zentrums für Translationale Lungenforschung Heidelberg jetzt im Tiermodell nachgewiesen. Sie entdeckten außerdem, dass die allergische Reaktion in den Atemwegen nicht, wie bisher angenommen, von fehlregulierten Immunzellen, sondern in...

Erster Bluttest zur Diagnose der Creutzfeldt-Jakob Erkrankung entwickelt

Forscher haben den ersten Bluttest entwickelt, mit dem sich die tödliche Creutzfeldt-Jakob Erkrankung diagnostizieren lässt. Diese Krankheit, die im Zuge der BSE-Epidemie Schlagzeilen machte, konnte bisher nur anhand von klinischen Symptomen, ergänzt durch bildgebende Verfahren, EEG-Befunde und eine Nervenwasser-Untersuchung festgestellt werden. Die Ebenbürtigkeit des Bluttests, der hirnspezifische Neurofilamante misst, wurde in einer vergleichenden Studie bestätigt. Weiterhin könnte das neue Verfahren die Diagnostik bei der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS)...

November 2016

Frühdiagnose und Therapiekontrolle bei Mukoviszidose nicht-invasiv und ohne Röntgenstrahlen möglich

Die Messung der Lungenbelüftung (Lung Clearance Index, LCI) zeigt frühe Lungenveränderungen bei Kindern mit Mukoviszidose nahezu ebenso genau und zuverlässig an wie die Magnetresonanztomographie (MRT). Zu diesem Ergebnis ist eine Studie am Mukoviszidose-Zentrum des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin Heidelberg gekommen, die kürzlich im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlich wurde.

Positionspapier zur optimalen stationären Betreuung von Diabetes-Patienten

Positionspapier zur optimalen stationären Betreuung von Diabetes-Patienten
©DDG

3 von 10 Menschen, die im Krankenhaus behandelt werden, haben erhöhte Blutzuckerwerte, häufig ohne es zu wissen. Ein Diabetes mellitus gefährdet jedoch die Genesung, wenn er nicht erkannt oder nicht richtig mitbehandelt wird. Ein Positionspapier der DDG gibt nun eine Reihe von Empfehlungen, die Ärzte bei der stationären Betreuung von Diabetespatienten unterstützen sollen. Ziel ist die Vermeidung von schweren Komplikationen, Medikationsfehlern und verlängerten Liegezeiten.

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