Dienstag, 2. Juni 2020
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Medizin

Beiträge zum Thema: Europa

April 2020

30. Welthämophilietag: Weltweit unterschiedlicher Behandlungsstandard

30. Welthämophilietag: Weltweit unterschiedlicher Behandlungsstandard
© sommersby / Fotolia.com

Anlässlich des 30. Jahrestages des Welthämophilietages wurde der Hämophilie-Index 2020 veröffentlicht, der die Lebensqualität von Menschen mit Hämophilie in Deutschland und Europa sowie die Reichweite der humanitären Hilfe weltweit untersucht. Den Umfrageergebnissen zufolge berichten europäische Hämatologen über ein ​hohes Maß an Zufriedenheit mit der Behandlung ​​sowie körperlicher Aktivität unter Menschen mit Hämophilie​, was zeigt, dass sie mit Zugang zu einer geeigneten Behandlung in der Lage sind, ein aktives Leben...

COVID-19 und Diabetes: Handlungsempfehlungen für die Praxis

COVID-19 und Diabetes: Handlungsempfehlungen für die Praxis
© Sherry Yates / Fotolia.com

In den letzten 2 Wochen ist die weltweite Mortalitätsrate durch COVID-19 um 2,5% auf 6,3% gestiegen. Auch in Deutschland liegt die zu Beginn der Pandemie sehr niedrige Mortalitätsrate derzeit (Stand 14.04.2020) bei 2,5%. Daher ist es angezeigt, vulnerable Patientengruppen wie Patienten mit diabetologischen Vorerkrankungen besonders in den Blick zu nehmen. Der Diabetologe Dr. Christian Toussaint, Berlin, gab heute Tipps für die Praxis.

Datenspende-App: Privatsphäre und Sicherheit nicht gewährleistet

Datenspende-App: Privatsphäre und Sicherheit nicht gewährleistet
© ra2 studio / Fotolia.com

Zwar hält die von der Bundesregierung und dem Robert-Koch-Institut (RKI) angekündigte „Corona-App“ ihr Versprechen, die dadurch erhobenen Daten in Deutschland zu belassen; dennoch kann nicht von einer optimalen Datenschutzstrategie gesprochen werden, da bei der Erstnutzung pseudonymisiert statt anonymisiert wird. Durch die Closed Source Entwicklung muss bei jedem Update ein erneuter Sicherheitstest stattfinden. Bedenklich ist zudem, dass der ausführende App-Entwickler mit medizinischen Daten handelt.

Mega-Studie zu SARS-CoV-2: Getestet werden 4 Wirkstoffe gegen Ebola, Malaria und HIV

Mega-Studie zu SARS-CoV-2: Getestet werden 4 Wirkstoffe gegen Ebola, Malaria und HIV
© Simon Lehmann - PhotoGranary

Weltweit geht es darum, möglichst schnell Wirkstoffe zu finden, die einen schweren Verlauf von COVID-19 stoppen können und die Überlebenschancen der Patienten verbessern. Hoffnung machen Medikamente, die bereits für andere Krankheiten wie zum Beispiel HIV oder Malaria zugelassen sind und im Labor sowie in einzelnen Heilversuchen Wirkung gegen das neue Coronavirus gezeigt haben. Vier besonders vielversprechende Wirkstoffe oder Wirkstoff-Kombinationen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgewählt, um sie in einem klinischen Studienprogramm in mehreren...

SARS-CoV-2 und Alter: DGGG plädiert für Pluralität und Miteinander

SARS-CoV-2 und Alter: DGGG plädiert für Pluralität und Miteinander
© Andrey Popov - stock.adobe.com

Die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) hat jeglicher Kategorisierung nach chronischem Alter in den Regelungen und Maßnahmen in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie öffentlich bereits eine klare Absage erteilt. Die Sektion III der DGGG (Sozial- und Verhaltenswissenschaftliche Gerontologie) spricht nun ergänzende Empfehlungen aus, um eine öffentliche Kommunikation zu „Alter und Corona“ anzuregen, die einer Altersdiskriminierung entgegenwirkt und effektive politische Maßnahmen und Programme zum Wohl aller Generationen ermöglicht.

HIV: Single-Tablet-Regime BIC/FTC/TAF bei Patienten ab 50 Jahren

HIV: Single-Tablet-Regime BIC/FTC/TAF bei Patienten ab 50 Jahren
© psdesign1 / Fotolia.com

Eine gepoolte Analyse der beiden doppelblinden Phase-III-Studien 1489 und 1490 bestätigt die langanhaltende Wirksamkeit und Verträglichkeit von BIKTARVY® – dem Single-Tablet-Regime aus Bictegravir (BIC), Emtricitabin (FTC) und Tenofoviralafenamid (TAF) – bei älteren therapienaiven HIV-Patienten über 144 Wochen (1). Die Robustheit von BIC/FTC/TAF zeigte sich auch bei Patienten mit vorübergehenden viralen Blips (2).

SARS-CoV-2: Antivirale Wirkstoffe und neue Testmodelle

SARS-CoV-2: Antivirale Wirkstoffe und neue Testmodelle
© Gorodenkoff - stock.adobe.com

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) hat weltweit bereits fast 68.000 Todesopfer gefordert (Stand 5.4.2020). Eine spezifische Therapie oder eine Schutzimpfung gibt es bisher nicht. In einem jetzt gestarteten EU-Projekt wollen Forschende um die Professoren Jan Münch von der Universität Ulm und Thomas Schrader (Universität Duisburg-Essen) die Entwicklung einer wirksamen antiviralen Therapie beschleunigen. Dazu sollen zusammen mit weiteren europäischen Partnern verschiedene potenzielle Wirkstoffe gegen das Coronavirus schnell und effizient erprobt werden. Für das...

COVID-19: Start der Phase-II-Studie mit APN01

COVID-19: Start der Phase-II-Studie mit APN01
© New Africa - stock.adobe.com

Die Aufsichtsbehörden in Österreich, Deutschland und Dänemark haben die Genehmigung zum Start einer klinischen Phase-II-Studie zur Behandlung von COVID-19 Patienten erteilt. Der Medikamentenkandidat APN01 (rhACE2) ist ein synthetisches Enzym mit dem Potenzial, die Infektion von Zellen durch das neuartige Virus SARS-CoV-2 zu blockieren und entzündlichen Reaktionen in der Lunge entgegen zu wirken. Im Rahmen der Phase-II-Studie sollen 200 schwer an COVID-19 erkrankte Patienten behandelt werden.

COVID-19 und Rheuma: EULAR schaltet Forschungsdatenbank

COVID-19 und Rheuma: EULAR schaltet Forschungsdatenbank
© CREATIVE WONDER - stock.adobe.com

Die Europäische Liga gegen Rheuma (EULAR) hat  eine europäische Forschungs-Datenbank eingerichtet. Ziel ist die Überwachung und Meldung von COVID-19-Fällen bei Kindern- und Erwachsenen mit rheumatischen und muskuloskelettalen Erkrankungen. EULAR ermutigt Rheumatologen aus ganz Europa, alle ihnen bekannten Fälle von COVID-19 bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen, unabhängig vom Schweregrad (einschließlich asymptomatischer Patienten, die durch Vorsorgeuntersuchungen im öffentlichen Gesundheitswesen entdeckt wurden), auf der Plattform zu...

März 2020

Coronavirus in Bayern: Söder zieht Bilanz

Coronavirus in Bayern: Söder zieht Bilanz
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Heute Mittag zog der bayerische Ministerpräsident in einer Pressekonferenz eine erste Bilanz der seit dem 16. März geltenden Maßnahmen: Aktuell verdoppele sich die Zahl der Infizierten alle 5-6 Tage, vor den Ausgangsbeschränkungen sei eine Verdoppelung alle 2,8 Tage erkennbar gewesen. Da die Lage aber weiterhin „sehr, sehr enrst“ sei, sieht Söder keinen Anlass für einen vorzeitigen Exit und verlängert die bestehenden Ausgangsbeschränkungen bis einschließlich 19. April 2020.

Trendwende in der Corona-Krise: Politik sucht nach alternativen Lösungswegen

Trendwende in der Corona-Krise: Politik sucht nach alternativen Lösungswegen
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Die massiven Eingriffe in das öffentliche und private Leben der deutschen Bundesbürger als Reaktion auf die Corona-Pandemie können nicht über einen längeren Zeitraum erfolgen – vor allem nicht in Hinblick auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung Deutschlands, die Wirtschaft und die psychischen Folgen für die Bevölkerung. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will daher zeitnah ein Konzept für einen Weg aus den massiven Alltagseinschränkungen wegen der Corona-Krise erarbeiten. „Die Frage, wie wir diesen Krisenmodus wieder...

CU und MC: Studiendaten zu Vedolizumab als First-Line-Biologikum

CU und MC: Studiendaten zu Vedolizumab als First-Line-Biologikum
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Die verschiedenen Aspekte, die bei der Wahl eines First-Line-Biologikums zur Behandlung der mittelschweren bis schweren aktiven Formen der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Colitis ulcerosa (CU) und Morbus Crohn (MC) zu berücksichtigen sind, diskutierten Experten anlässlich des diesjährigen Kongresses der European Crohn's und Colitis Organisation (ECCO). Sie präsentierten hierzu aktuelle Studiendaten in Bezug auf die Zulassungsstudien, die den Einsatz des α4β7-Integrin-Antagonisten Vedolizumab (Entyvio®)* als...

Schmerztherapie: Cannabinoidbasierte Therapie mit Nabiximols

Schmerztherapie: Cannabinoidbasierte Therapie mit Nabiximols
© poylock19 - stock.adobe.com

„Wenn andere Analgetika nicht ausreichend wirken, sind cannabinoidbasierte Therapien für Patienten mit schweren Schmerzzuständen eine echte Option”, erklärte PD Dr. Michael Überall, Nürnberg, 3 Jahre nach Inkrafttreten des sogenannten „Cannabisgesetzes”. Er gab jedoch zu bedenken, dass sich die verschiedenen Cannabinoide hinsichtlich Studienlage, Wirkstoffgehalt und Kosten deutlich unterscheiden. Am besten untersucht sei laut einer wissenschaftlichen Untersuchung von Hoch et al. aus 2019 das THC:CBD-Oromukosalspray Nabiximols...

COVID-19 Informationszentrum: Freier Zugriff für Ärzte und Patienten

COVID-19 Informationszentrum: Freier Zugriff für Ärzte und Patienten
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Elsevier stellt PubMed Central, dem Archiv für Medizin- und Biowissenschaften des US National Institute of Health’s National Library of Medicine, sowie anderen öffentlich finanzierten Repositorien weltweit wie der WHO COVID-Datenbank ab sofort den gesamten Forschungs- und Dateninhalt seines COVID-19 Informationszentrums zur Verfügung. Dieser zusätzliche Zugang ermöglicht es Forschern, Methoden der künstlichen Intelligenz zu nutzen, um mit der schnell wachsenden Menge an Literatur Schritt zu halten und Trends zu erkennen, während Länder auf der...

Schlaganfall: Interventionelle Therapie trotz blutverdünnender Therapie möglich

Schlaganfall: Interventionelle Therapie trotz blutverdünnender Therapie möglich
© piyaphong - stock.adobe.com

Bei Schlaganfällen, die durch einen Gefäßverschluss der hirnversorgenden Gefäße durch einen Thrombus entstehen, muss das Gerinnsel so bald wie möglich durch eine medikamentöse Lyse oder eine Thrombektomie entfernt werden. Nur so kann das Absterben von Gehirnzellen verhindert werden. Manche Patienten stehen vor dem Schlaganfall jedoch wegen einer anderen Erkrankung unter einer gerinnungshemmenden Therapie, die im Prinzip das Blutungsrisiko bei medizinischen Eingriffen erhöhen kann. Eine Studie (1) zeigte nun, dass das Blutungsrisiko nach...

Arthrose: Erhöhtes Risiko durch Adipositas erblich

Arthrose: Erhöhtes Risiko durch Adipositas erblich
© psdesign1 / Fotolia.com

Fettleibigkeit gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für eine Arthrose. Neue Untersuchungen an Labormäusen zeigen, dass das Risiko auch in der nächsten Generation erhöht ist, selbst wenn die Nachkommen kein erhöhtes Körpergewicht haben. Die kürzlich in der Fachzeitschrift Arthritis & Rheumatology veröffentlichten Ergebnisse werfen nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) Fragen zu Krankheitsmechanismen und zukünftigen Vermeidungsstrategien auf.

Coronavirus: Virtuelles Screening nach Wirkstoffen

Coronavirus: Virtuelles Screening nach Wirkstoffen
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Die Universität Basel arbeitet mit an der weltweiten Suche nach einem Wirkstoff gegen das momentan grassierende Coronavirus: Forschende der Gruppe „Computational Pharmacy“ haben bisher fast 700 Millionen verschiedene Substanzen an einem spezifischen Angriffspunkt des Virus virtuell getestet – mit dem Ziel, dessen Vermehrung zu blockieren. Wegen der momentanen Notlage werden erste Ergebnisse der Tests anderen Forschungsgruppen sofort zur Verfügung gestellt.

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EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Keine Krankschreibungen mehr via Telefon – Seit heute ist eine Krankschreibung via Telefon ohne den Patienten persönlich gesehen zu haben, nicht mehr erlaubt. Der Hausärzteverband fodert eine Verlängerung der „Corona“-Sonderregelung (dpa, 01.06.2020).
  • Keine Krankschreibungen mehr via Telefon – Seit heute ist eine Krankschreibung via Telefon ohne den Patienten persönlich gesehen zu haben, nicht mehr erlaubt. Der Hausärzteverband fodert eine Verlängerung der „Corona“-Sonderregelung (dpa, 01.06.2020).

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