Mittwoch, 18. September 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Früherkennung

September 2019

KI in der Medizin: Interview mit DWG-Präsidenten Prof. Dr. Bernhard Meyer

KI in der Medizin: Interview mit DWG-Präsidenten Prof. Dr. Bernhard Meyer
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„Wandel in die Zukunft“ ist das Motto der 14. Jahrestagung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft e.V. vom 28.-30.11.2019 in München. Kongresspräsident Prof. Dr. Bernhard Meyer setzt bei dem hochkarätigen Fachkongress neue Akzente und etwas andere Schwerpunkte als üblich. Im Interview gibt Meyer einen ersten Einblick in die spannenden und  vielfältigen Themen, in Schwerpunkte und Highlights der Tagung.

Hypoglykämie: Hohe Belastung für Angehörige

64% der Angehörigen von Menschen mit Diabetes empfinden Ängste und Sorgen in Bezug auf Hypoglykämien. Zu diesem Ergebnis kam eine internationale Studie, für die 4.300 Angehörige von Menschen mit Diabetes in 9 Ländern befragt wurden (1). Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Diabetes Therapy veröffentlicht. Die Analyse zeigt zudem, dass offene Gespräche über das Thema Hypoglykämien einen positiven Einfluss auf das Leben der Diabetes-Patienten haben können (1).

Komplexe perianale Fisteln bei Morbus Crohn: Stammzelltherapie verhindert Rezidiv

Komplexe perianale Fisteln bei Morbus Crohn: Stammzelltherapie verhindert Rezidiv
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Viszeralmedizinische Kompetenzzentren, wie sie am Agaplesion Markus Krankenhaus (AMK) in Frankfurt am Main integriert sind, tragen dazu bei, die Versorgung von Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) zu optimieren. Die enge Zusammenarbeit von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, regelmäßige CED-Fallkonferenzen sowie die kurzen Wege am Zentrum helfen, auch bei schwierigen Fällen schnell die bestmögliche Behandlung für den Patienten zu finden. Eine besondere therapeutische Herausforderung stellen komplexe perianale Fisteln bei...

5q-assoziierte spinale Muskelatrophie: Positive Zwischenergebnisse der Phase-II-Studie zu Nusinersen

Die Zwischenergebnisse der Phase-II-Studie NURTURE (1) haben gezeigt, dass die präsymptomatische Behandlung mit Nusinersen (Spinraza®) für Säuglinge und Kleinkinder mit 5q-assoziierter spinaler Muskelatrophie (5q-SMA) völlig neue Lebensperspektiven eröffnen kann. Bis zur Zulassung der ersten medikamentösen Therapieoption im Mai 2017 führte die schwere infantile Verlaufsform meist noch vor Vollendung des zweiten Lebensjahres zum Tod. Inzwischen ist bei einer frühzeitigen Diagnose und Therapie eine weitgehend normale motorische...

Schädel-Hirn-Trauma: Bluttesttechnologie ermöglicht genaue und schnelle Diagnostik

Die TRACK-TBI-Studie ergab, dass bei 64% der Patienten mit den höchsten Werten eines bestimmten Proteins im Blut im MRT eine Hirnverletzung diagnostiziert wurde, die im CT nicht erkannt wurde. Der Diagnosetest von Abbott, der sich derzeit in der Entwicklung befindet, könnte der erste Point-of-Care-Bluttest zur Feststellung von Gehirnerschütterungen mit dem i-STAT™-Gerät der nächsten Generation werden, der Ärzten in nur 15 Minuten Ergebnisse liefert.

Hypoglykämien: Aufklärung über Soziale Medien

Auch eine intensive Schulung und die Beachtung aller Empfehlungen können nicht immer verhindern, dass es bei Menschen, deren Diabetes beispielsweise mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen behandelt wird, zu Hypoglykämien kommt. Viele Patienten sind jedoch nur unzureichend über das Thema Hypoglykämien informiert und sprechen auch nicht mit ihrem Arzt darüber – oft aus dem Schuldgefühl heraus, trotz Schulung in eine solche Situation geraten zu sein (1). Mit einer neuen Kampagne in sozialen Medien möchte Lilly Diabetes Betroffene und ihre...

Sepsis: Früherkennung bei Risikopatienten über quickSOFA-Score

Die Sepsis ist nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen weltweit. Der Welt-Sepsis-Tag am 13. September soll helfen, das Bewusstsein für Sepsis zu erhöhen, um die frühzeitige Erkennung dieser schwerwiegenden Erkrankung zu fördern. Zur Identifikation von Risikopatienten außerhalb von Intensivstationen wurde der quickSOFA-Score eingeführt, der aus 3 Kriterien besteht: eine Atemfrequenz von 22/min oder mehr, Bewusstseinstrübung und ein systolischer Blutdruck < 100 mm Hg.

COPD: Biomarker Eosinophile weiterhin kontrovers diskutiert

Nach dem GOLD-Update 2019 bestimmen immer mehr behandelnde Ärzte bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) den Anteil von Eosinophilen im Blut. Denn der aktuelle Report definiert erstmals Eosinophilen-Schwellen-Werte, die für ein gutes Ansprechen auf eine Therapie mit einem inhalativen Kortikosteroid (ICS) sprechen (1). Trotzdem wird der Stellenwert dieses Biomarkers noch kontrovers diskutiert. Die deutschen Leitlinien halten sich bezüglich der Empfehlung eines Schwellenwertes zurück (2). Generell zeichnet sich ab, dass es eine spezifische Gruppe...

August 2019

Typ-1-Diabetes: 100.000 Babys auf erhöhtes Risiko in Freder1k-Studie untersucht

Typ-1-Diabetes: 100.000 Babys auf erhöhtes Risiko in Freder1k-Studie untersucht
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Es ist ein erster Meilenstein für eine der größten Kooperationen der Typ-1-Diabetes-Forschung in Europa: Die internationale Plattform GPPAD („Globale Plattform zur Prävention von Autoimmun-Diabetes“) hat länderübergreifend 100.000 Neugeborene in Europa auf ein erhöhtes genetisches Risiko für Typ-1-Diabetes getestet. Teilnehmer „100.000“ ist der 2 Wochen alte Arthur aus Eilenburg in Sachsen.

Asthma-Phänotyp mit SAD: Präparate mit extrafeinen Wirkstoff-Partikeln senken Exazerbationsrate

Asthma-Phänotyp mit SAD: Präparate mit extrafeinen Wirkstoff-Partikeln senken Exazerbationsrate
© Orawan - stock.adobe.com

Bei etwa 35% der Asthma-Patienten in Deutschland ist die Erkrankung nur unzureichend kontrolliert (1). In vielen Fällen, so ein Ergebnis der ATLANTIS-Studie (AssessmenT of smalL Airways involvemeNT In aSthma), ist die Ursache dafür eine Dysfunktion der kleinen Atemwege (small airways dysfunction, SAD) (2). Um eine Störung in der Peripherie der Lunge zu diagnostizieren, sind gängige Messmethoden wie die Spirometrie nicht ausreichend. Daher wird der Asthma-Phänotyp mit SAD bisher unzureichend diagnostiziert. Als eine geeignete Messmethode in der pneumologischen...

Typ-2-Diabetes: Europäische Kommission genehmigt Zulassungsänderung für Dapagliflozin

Typ-2-Diabetes: Europäische Kommission genehmigt Zulassungsänderung für Dapagliflozin
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Die Europäische Kommission hat die Zulassungsänderung für Dapagliflozin (Forxiga®) bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes genehmigt. Damit berücksichtigt sie die positiven Daten aus der Phase-III-Studie DECLARE-TIMI 58 in Bezug auf die Reduktion von Hospitalisierungen aufgrund von Herzinsuffizienz sowie die Reduktion renaler Ereignisse (1). Die Studie umfasste mehrheitlich Typ-2-Diabetes Patienten ohne manifeste Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Alzheimer: Toxische Wirkung von Beta-Amyloid aufgeklärt

Alzheimer: Toxische Wirkung von Beta-Amyloid aufgeklärt
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Überaktive Nervenzellen in bestimmten Hirnbereichen gelten als eine frühe Erscheinung bei Alzheimer. Erstmals gelang es einem Team der Technischen Universität München (TUM) die Gründe und Mechanismen dieses anfänglichen und damit wichtigen Schritts grundlegend aufzuklären. Der aktivierende Hirnbotenstoff Glutamat kann nicht schnell genug abtransportiert werden und verstärkt somit die krankhafte Erregung von Nervenzellen. Diese Störung ist wahrscheinlich entscheidend für die eingeschränkte Lern- und Merkfähigkeit der Erkrankten.

Molekulargenetik: Entfernung der CTCF-Bindungsstellen vermindert Präzision der Genexpression

Molekulargenetik: Entfernung der CTCF-Bindungsstellen vermindert Präzision der Genexpression
© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Aufgrund von Erkenntnissen bei der Untersuchung grundlegender Mechanismen der Genregulation und menschlicher Erbkrankheiten gingen Forschende bisher davon aus, dass die dreidimensionale Struktur der DNA für die Regulation von Genen essentiell ist. Durch Entfernung und Verlagerung von Bindungsstellen für CTCF, einen der Hauptakteure für die 3D-Faltung des Genoms, hat ein Team um Daniel Ibrahim und Stefan Mundlos am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik diesen Einfluss jetzt gezielt untersucht. Durch Entfernung der CTCF-Bindungsstellen verringerte sich die...

Diabetes: Neue Klassifizierung?

Diabetes: Neue Klassifizierung?
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Aktuelle Studien liefern Hinweise auf eine neue Betrachtung der bekannten Diabetes-Klassifizierung in Hinblick auf unterschiedlich hohe Risiken für Diabetes-assoziierte Komplikationen. Forscher des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) und ihre Partner vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und der Universität Lund in Schweden haben nun verschiedene Cluster identifiziert, die die Aufteilung des Diabetes in Subtypen ermöglichen. Zwei dieser Untergruppen weisen ein höheres Risiko für Fettlebererkrankungen und Neuropathie auf. Entsprechend dem Konzept der...

Altersabhängige Makuladegeneration: Rechtzeitige Lebensstiländerung bietet sicheren Schutz

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© Jürgen Fälchle - stock.adobe.com

Eine rechtzeitige Lebensstiländerung kann Menschen mit hohem Risiko, an altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) zu erkranken, bis ins fortgeschrittene Alter vor dem Verlust des Sehvermögens schützen. Das ist ein zentrales Zwischenergebnis des europäischen Forschungsprojekts EYE-RISK. Wer besonders gefährdet ist, wie das individuelle Risikoprofil ermittelt wird und welche 3 Lebensstil-Faktoren bei der Prävention entscheidend sind, erläuterten Experten auf einer Pressekonferenz der PRO RETINA Deutschland e.V.

Diabetes-Sonderformen: Medikamente, Virusinfektion, Mukoviszidose oder Gendefekte können Auslöser sein

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Diabetes Typ 1, Diabetes Typ 2, Schwangerschaftsdiabetes – diese Stoffwechselerkrankungen sind allgemein bekannt. Was viele Hausärzte in Deutschland aber nicht wissen: Es gibt auch Sonderformen des Diabetes. Immer noch kommt es bei diesen Ausprägungen zu einer falschen Behandlung, weil sie nicht richtig diagnostiziert oder mit anderen Diabetesformen verwechselt werden. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) erklärt, wie die seltenere Diabetes-Untergruppe erkannt wird und was bei der Therapie beachtet werden muss.

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