Mittwoch, 8. Juli 2020
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Medizin

Beiträge zum Thema: Früherkennung

August 2019

Alzheimer: Toxische Wirkung von Beta-Amyloid aufgeklärt

Alzheimer: Toxische Wirkung von Beta-Amyloid aufgeklärt
© Yonghai Zhang and Arthur Konnerth / TUM

Überaktive Nervenzellen in bestimmten Hirnbereichen gelten als eine frühe Erscheinung bei Alzheimer. Erstmals gelang es einem Team der Technischen Universität München (TUM) die Gründe und Mechanismen dieses anfänglichen und damit wichtigen Schritts grundlegend aufzuklären. Der aktivierende Hirnbotenstoff Glutamat kann nicht schnell genug abtransportiert werden und verstärkt somit die krankhafte Erregung von Nervenzellen. Diese Störung ist wahrscheinlich entscheidend für die eingeschränkte Lern- und Merkfähigkeit der Erkrankten.

Molekulargenetik: Entfernung der CTCF-Bindungsstellen vermindert Präzision der Genexpression

Molekulargenetik: Entfernung der CTCF-Bindungsstellen vermindert Präzision der Genexpression
© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Aufgrund von Erkenntnissen bei der Untersuchung grundlegender Mechanismen der Genregulation und menschlicher Erbkrankheiten gingen Forschende bisher davon aus, dass die dreidimensionale Struktur der DNA für die Regulation von Genen essentiell ist. Durch Entfernung und Verlagerung von Bindungsstellen für CTCF, einen der Hauptakteure für die 3D-Faltung des Genoms, hat ein Team um Daniel Ibrahim und Stefan Mundlos am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik diesen Einfluss jetzt gezielt untersucht. Durch Entfernung der CTCF-Bindungsstellen verringerte sich die...

Diabetes: Neue Klassifizierung?

Diabetes: Neue Klassifizierung?
© abidika - stock.adobe.com

Aktuelle Studien liefern Hinweise auf eine neue Betrachtung der bekannten Diabetes-Klassifizierung in Hinblick auf unterschiedlich hohe Risiken für Diabetes-assoziierte Komplikationen. Forscher des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) und ihre Partner vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und der Universität Lund in Schweden haben nun verschiedene Cluster identifiziert, die die Aufteilung des Diabetes in Subtypen ermöglichen. Zwei dieser Untergruppen weisen ein höheres Risiko für Fettlebererkrankungen und Neuropathie auf. Entsprechend dem Konzept der...

Altersabhängige Makuladegeneration: Rechtzeitige Lebensstiländerung bietet sicheren Schutz

Altersabhängige Makuladegeneration: Rechtzeitige Lebensstiländerung bietet sicheren Schutz
© Jürgen Fälchle - stock.adobe.com

Eine rechtzeitige Lebensstiländerung kann Menschen mit hohem Risiko, an altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) zu erkranken, bis ins fortgeschrittene Alter vor dem Verlust des Sehvermögens schützen. Das ist ein zentrales Zwischenergebnis des europäischen Forschungsprojekts EYE-RISK. Wer besonders gefährdet ist, wie das individuelle Risikoprofil ermittelt wird und welche 3 Lebensstil-Faktoren bei der Prävention entscheidend sind, erläuterten Experten auf einer Pressekonferenz der PRO RETINA Deutschland e.V.

Diabetes-Sonderformen: Medikamente, Virusinfektion, Mukoviszidose oder Gendefekte können Auslöser sein

Diabetes-Sonderformen: Medikamente, Virusinfektion, Mukoviszidose oder Gendefekte können Auslöser sein
© ilusjessy / Fotolia.com

Diabetes Typ 1, Diabetes Typ 2, Schwangerschaftsdiabetes – diese Stoffwechselerkrankungen sind allgemein bekannt. Was viele Hausärzte in Deutschland aber nicht wissen: Es gibt auch Sonderformen des Diabetes. Immer noch kommt es bei diesen Ausprägungen zu einer falschen Behandlung, weil sie nicht richtig diagnostiziert oder mit anderen Diabetesformen verwechselt werden. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) erklärt, wie die seltenere Diabetes-Untergruppe erkannt wird und was bei der Therapie beachtet werden muss.

Juli 2019

Nicht-dystrophe Myotonie: Mexiletin für neues Anwendungsgebiet zugelassen

Nicht-dystrophe Myotonie: Mexiletin für neues Anwendungsgebiet zugelassen
© Anatomy Insider - stock.adobe.com

Mexiletin ist seit Dezember 2018 unter dem Namen NaMuscla® zur Behandlung der nicht-dystrophen Myotonie (NDM) bei Erwachsenen zugelassen (1). Bis 2009 wurde das Arzneimittel in Deutschland als Therapeutikum bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt. „Wirkstoffe für ein völlig neues Anwendungsgebiet zu erschließen, hat zahlreiche Vorteile“, so Prof. Dr. York Zöllner, Hamburg, auf einem von Hormosan organisierten Symposium im Rahmen des DGM-Kongresses in Göttingen (2). „Der Wirkstoff ist pharmakologisch gut charakterisiert, und es...

Diabetes: Anpassung der Insulindosis bei hohen Außentemperaturen dringend empfohlen

Diabetes: Anpassung der Insulindosis bei hohen Außentemperaturen dringend empfohlen
© PhotoSG - stock.adobe.com

Hohe Temperaturen führen dazu, dass durch den Flüssigkeitsverlust und die körperliche Belastung der Blutdruck steigt. Eine Studie der Fachzeitschrift PLoS Medicine zeigt, dass dadurch das Herzinfarktrisiko insbesondere bei Menschen mit Diabetes erhöht ist. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) rät daher, an heißen Sommertagen die Insulin- und Medikamentendosis anzupassen. So können drohendes Herz- und Kreislaufversagen sowie Unterzuckerungen vermieden werden.

Höhergradige Niereninsuffizienz: Gezielte kardiologische Untersuchungen empfohlen

Höhergradige Niereninsuffizienz: Gezielte kardiologische Untersuchungen empfohlen
© Crystal light - stock.adobe.com

Experten zufolge leidet jeder 20. Bundesbürger an einer höhergradigen Niereninsuffizienz, bei der die Nieren kaum noch in der Lage sind, den Körper zu entgiften. Gleichzeitig erkranken Nierenpatienten wesentlich häufiger am Herzen als der Bevölkerungsdurchschnitt, doch bleibt dies oft unentdeckt. Daher raten Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) dazu, Patienten mit fortgeschrittenen chronischen Nierenerkrankungen gezielt auf zusätzliche kardiologische Erkrankungen zu untersuchen. Dies ist eine von 12 neuen „Klug...

Duchenne-Muskeldystrophie: Medikamentöse Therapie verbessert bei Früherkennung die Prognose

Duchenne-Muskeldystrophie: Medikamentöse Therapie verbessert bei Früherkennung die Prognose
© Kondor83 - stock.adobe.com

Kinder mit Duchenne-Muskeldystrophie (DMD), eine seltene und tödlich verlaufende Muskelerkrankung, von der überwiegend Jungen betroffen sind, besitzen eine schlechte Prognose. Bereits im frühen Kindesalter kommt es zu einem fortschreitenden Muskelabbau, zunächst der Bewegungs- und später der Atem- und Herzmuskulatur. Die Betroffenen versterben vorzeitig, oft schon im dritten Lebensjahrzehnt, an Lungen- oder Herzkomplikationen (1,2). Für DMD-Patienten ist eine frühe Diagnose essenziell, denn mit einer frühzeitig einsetzenden medikamentösen...

Zellmembranen: Neue Funktionen von Myosin-Motoren entschlüsselt

Zellmembranen: Neue Funktionen von Myosin-Motoren entschlüsselt
© Foto-Ruhrgebiet - stock.adobe.com

Biologische Membranen bilden die äußere Hülle von Zellen sowie wichtigen Zellorganellen wie dem Zellkern oder den Mitochondrien. Dabei ist es die Krümmung der Membran, die deren 3-dimensionale Form bestimmt und somit ein Schlüsselmerkmal für deren Funktion ist. Außerdem ist die aktive Umformung der Membran essenziell für zahlreiche lebenswichtige Prozesse. Biophysiker haben erstmals gezeigt, dass an diesem zentralen Prozess sogenannte molekulare Motoren direkt beteiligt sind. Über ihre Ergebnisse berichten sie im Fachmagazin „Nature...

Typ-2-Diabetes: Adipositas bei Kindern begünstigt metabolische Störungen

Typ-2-Diabetes: Adipositas bei Kindern begünstigt metabolische Störungen
© kwanchaichaiudom - stock.adobe.com

Sind Kinder erst einmal übergewichtig, dann entwickeln sie in den Folgejahren oft auch metabolische Störungen, wie etwa Hypertonie, schlechte Blutfettwerte, und erhöhte Glukose- oder Insulinwerte – Risikofaktoren für Diabetes Typ 2 oder Herzkreislauferkrankungen. Das ist das Ergebnis einer vor Kurzem im Fachmagazin „International Journal of Epidemiology“ veröffentlichten Studie, an der 10 europäische Institutionen unter Federführung des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS beteiligt waren.

Multiple Sklerose: Schädigung der Projektionsneuronen löst kortikale Atrophie aus

Multiple Sklerose: Schädigung der Projektionsneuronen löst kortikale Atrophie aus
© sdecoret - stock.adobe.com

Projektionsneurone spielen eine zentrale Rolle bei den Gehirnveränderungen, die mit der Multiplen Sklerose (MS) einhergehen. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Projektionsneurone durch körpereigene Immunzellen geschädigt werden und diese Schädigung die mit der MS verbundene Schrumpfung des Gehirns wie auch damit einhergehende kognitive Veränderungen unterstützen könnte. Die neuen Erkenntnisse bieten interessante Ansatzpunkte für die Entwicklung neuer, spezifischer Therapien für die Multiple Sklerose, die auf geschädigte Gehirnzellen...

Hypertonie: Unzureichende Behandlung in einkommensschwachen Ländern

Hypertonie: Unzureichende Behandlung in einkommensschwachen Ländern
© redaktion93 - stock.adobe.com

Das Gesundheitswesen in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen ist nur unzureichend auf die zunehmende Zahl von Hypertonie-Erkrankungen vorbereitet. Mehr als zwei Drittel aller betroffenen Menschen sind ohne Behandlung. Dies haben Forscher unter Leitung der Harvard T.H. Chan School of Public Health, der Universität Göttingen und der Medizinischen Fakultät Heidelberg herausgefunden. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „The Lancet“ erschienen.

Trendreport Medizintechnik: Schwerpunkt Individualisierung und Personalisierung

Trendreport Medizintechnik: Schwerpunkt Individualisierung und Personalisierung
© Fraunhofer IPT

Der Bedarf an Medizinprodukten für eine alternde Bevölkerung ist ein Antreiber für das Wachstum der Medizintechnikbranche in Europa. Medizintechnik wird kleiner, individueller und funktionaler, die Produkte müssen höchste Qualitätsstandards erfüllen und zugleich kostengünstig gefertigt werden. Wie dieser Balanceakt gelingen kann, erfahren Unternehmen im neuen Trendreport „Produktionsstrategien für die Medizintechnik von morgen“, den das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen veröffentlicht hat.

Urolithiasis: DGU aktualisiert S2k-Leitlinie

Urolithiasis: DGU aktualisiert S2k-Leitlinie
© CLIPAREA.com / Fotolia.com

Um die Behandlung von Harnsteinleiden in Klinik und Praxis zu unterstützen, hatte die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) schon 2008 eine erste ärztliche S2k-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Metaphylaxe der Urolithiasis initiiert, die jetzt abermals aktualisiert worden ist. „Die DGU erweitert ihr Leitlinienprogramm konsequent und hält es mit regelmäßigen Updates kontinuierlich aktuell. Nun haben wir unter Federführung unseres Arbeitskreises Harnsteine der Akademie der Deutschen Urologen die Überarbeitung der Leitlinie zur...

World Brain Day: Migräne-Patienten oftmals unzureichend versorgt

World Brain Day: Migräne-Patienten oftmals unzureichend versorgt
© Johan Swanepoel / Fotolia.com

Obwohl sie zu den häufigsten und belastendsten Krankheiten gehört, wird Migräne noch immer zu selten therapiert. „Jeder Mensch, der unter Kopfschmerz leidet, kann behandelt werden!“ Diese Botschaft möchte die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG) anlässlich des World Brain Day am 22. Juli übermitteln. Die World Federation of Neurology, die diesen Tag ins Leben gerufen hat, verhilft der Migräne mit dem diesjährigen Motto „Migraine: the painful truth“ zu mehr Aufmerksamkeit.

Mukoviszidose: Neue Forschungsgruppe zur Makrophagen-Transplantation

Mukoviszidose: Neue Forschungsgruppe zur Makrophagen-Transplantation
© tonaquatic - stock.adobe.com

Der Mukoviszidose e.V. mit Sitz in Bonn hat ein neues Forschungsprojekt in die Förderung aufgenommen. Das Projekt der Arbeitsgruppe um Dr. med. vet. Antje Munder, Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Makrophagen-Transplantation für die Therapie der Mukoviszidose (Cystische Fibrose, CF). Es wird mit 199.570 Euro über 3 Jahre gefördert.

Schlaganfall: Neue Behandlungsmöglichkeiten in der Spätphase

Schlaganfall: Neue Behandlungsmöglichkeiten in der Spätphase
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Alle 2 Minuten erleidet ein Mensch in Deutschland einen Schlaganfall. Die Folgen sind oft gravierend: Schlaganfälle sind die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Langzeitbehinderungen im Erwachsenenalter. Nach der Akutphase sind die Behandlungsmöglichkeiten bislang begrenzt, so die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). Umso mehr begrüßt die Fachgesellschaft den Entschluss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), nun erstmals ein Verbundprojekt zum Schlaganfall zu fördern: Das an den Universitäten Duisburg/Essen,...

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