Dienstag, 15. Oktober 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Geburt

September 2019

MS: Cladribin hemmt Behinderungsprogression

MS: Cladribin hemmt Behinderungsprogression
© ralwel - stock.adobe.com

Die Erkenntnisse aus dem klinischen Entwicklungsprogramm von MAVENCLAD, welches mittlerweile in 69 Ländern zugelassen ist, spiegeln sich in der klinischen Praxis wider. So zeigt eine Post-hoc-Analyse, dass 75% der mit Cladribin-Tabletten behandelten MS-Patienten in Jahr 5 nach Therapiebeginn im Vergleich zur Baseline ohne bestätigte Behinderungsprogression (EDSS) blieben; bei mehr als 20% dieser Patienten verbesserte sich der EDSS-Wert sogar (1). Auch in einer retrospektiven Analyse von Daten aus einem italienischen Multiple-Sklerose-Register lag bei 64% der Patienten 5 Jahre...

Multiple Sklerose und Schwangerschaft: Änderung der Fachinformation für Interferon beta

Multiple Sklerose und Schwangerschaft: Änderung der Fachinformation für Interferon beta
© magicmine - stock.adobe.com

Das positive CHMP-Votum der europäischen Arzneimittelagentur EMA basiert auf 2 umfangreichen Datenbank-Studien: dem europäischen Register zu schwangeren Patientinnen mit Multipler Sklerose, die Interferon beta (IFNß) erhalten haben, sowie den populationsbasierten Registern aus Finnland und Schweden. Die Studiendaten, die den Ausgang von über 1.000 Schwangerschaften dokumentiert haben, zeigen, dass eine Behandlung mit Interferon beta vor der Schwangerschaft und/oder im ersten Schwangerschaftsdrittel keine negativen Auswirkungen hatte. Auf dieser Basis darf Betaferon...

5q-assoziierte spinale Muskelatrophie: Positive Zwischenergebnisse der Phase-II-Studie zu Nusinersen

Die Zwischenergebnisse der Phase-II-Studie NURTURE (1) haben gezeigt, dass die präsymptomatische Behandlung mit Nusinersen (Spinraza®) für Säuglinge und Kleinkinder mit 5q-assoziierter spinaler Muskelatrophie (5q-SMA) völlig neue Lebensperspektiven eröffnen kann. Bis zur Zulassung der ersten medikamentösen Therapieoption im Mai 2017 führte die schwere infantile Verlaufsform meist noch vor Vollendung des zweiten Lebensjahres zum Tod. Inzwischen ist bei einer frühzeitigen Diagnose und Therapie eine weitgehend normale motorische...

Hören: Unbekannter Mechanismus bei Schallverarbeitung im Innenohr entdeckt

Die Säugetiere verdanken ihren evolutionären Erfolg unter anderem auch ihrem exzellenten Hörvermögen. So haben sie im Laufe ihrer Entwicklung Frequenzbereiche für ihre Kommunikation erobert, die ihre Fressfeinde nicht hören konnten. Die Biologin Isabelle Lang hat nun einen Grund für dieses gute Hörvermögen entdeckt. In ihrer Doktorarbeit konnte sie die Existenz eines Proteins nachweisen, das für den Hörvorteil mitverantwortlich ist. Die Wissenschaftlerin konnte damit eine Frage beantworten, die Forschergruppen in aller Welt jahrelang...

Kasse: Mehr Gesundheitsrisiken bei Kaiserschnitt-Babys

Nach Kaiserschnitt-Geburten kommt es nach einer Untersuchung der Techniker Krankenkasse (TK) statistisch gesehen häufiger zu Gesundheitsproblemen bei Kindern. Ob der Grund dafür die Art der Entbindung ist, lasse sich auf Basis der reinen Abrechnungsdaten allerdings nicht feststellen, sagte Jens Baas, Vorstandschef der Kasse, am Mittwoch bei der Vorstellung des Kindergesundheitsreports der Kasse in Berlin. So habe durch die begrenzte Datenlage zum Beispiel nicht einfließen können, ob Mütter in der Schwangerschaft rauchten, ob sie sich gesund ernährten und ihr...

August 2019

Typ-1-Diabetes: 100.000 Babys auf erhöhtes Risiko in Freder1k-Studie untersucht

Typ-1-Diabetes: 100.000 Babys auf erhöhtes Risiko in Freder1k-Studie untersucht
© adimas - stock.adobe.com

Es ist ein erster Meilenstein für eine der größten Kooperationen der Typ-1-Diabetes-Forschung in Europa: Die internationale Plattform GPPAD („Globale Plattform zur Prävention von Autoimmun-Diabetes“) hat länderübergreifend 100.000 Neugeborene in Europa auf ein erhöhtes genetisches Risiko für Typ-1-Diabetes getestet. Teilnehmer „100.000“ ist der 2 Wochen alte Arthur aus Eilenburg in Sachsen.

Karpaltunnelsyndrom: Nutzung von Smartphones fördert Nerven-Engpass

Karpaltunnelsyndrom: Nutzung von Smartphones fördert Nerven-Engpass
© Yakobchuk Olena - stock.adobe.com

Die intensive Nutzung von Smartphones fördert vermutlich das Auftreten eines Karpaltunnelsyndroms (KTS). Das belegen aktuelle Studien aus Asien. „Drehende Bewegungen im Handgelenk verstärken das KTS, das ist bekannt“, bestätigt Prof. Dr. med. Helmut Buchner von der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN). Wer häufig Kribbeln im zweiten und dritten Finger spürt, sollte einen Neurologen aufsuchen. Für Schwangere sind örtliche Kortison-Spritzen zur Behandlung besonders geeignet.

Nutzung von Smartphones kann Karpaltunnelsyndrom auslösen

Die intensive Nutzung von Smartphones fördert vermutlich einen Nerven-Engpass im Handgelenk mit schmerzhaften Taubheitsgefühlen, das Karpaltunnelsyndrom (KTS). Das belegen aktuelle Studien aus Asien (1, 2). „Drehende Bewegungen im Handgelenk verstärken das KTS, das ist bekannt“, bestätigt Prof. Dr. Helmut Buchner von der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN). Wer häufig Kribbeln im zweiten und dritten Finger spürt, sollte einen Neurologen aufsuchen. Für Schwangere sind örtliche...

Juli 2019

Morbus Pompe: Neues Transitionskonzept soll umfassende Versorgung gewährleisten

Morbus Pompe: Neues Transitionskonzept soll umfassende Versorgung gewährleisten
© kantver / Fotolia.com

Damit für Jugendliche, die an der neuromuskulären Erkrankung Morbus Pompe leiden, eine umfassende Versorgung auch nach dem Wechsel in die Erwachsenenmedizin sichergestellt ist, hat das Universitätsklinikum Essen (UKE) ein eigenes Transitionskonzept etabliert. „Ab dem 17. Geburtstag führen wir ein Jahr lang gemeinsame Untersuchungstermine durch, an denen neben den Pädiatern auch die Fachärzte aus der Erwachsenenmedizin teilnehmen“, erläutert PD Dr. Hagenacker. Das Konzept habe sich in der Praxis bewährt und sei mittlerweile auch auf andere...

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Rezeptfreie Schmerzmittel sind wirksam und sicher. „Sie sollten jedoch – wie alle anderen Arzneimittel – strikt nach Packungsbeilage eingenommen werden“, sagt Dr. Elmar Kroth, Geschäftsführer Wissenschaft beim Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH). Er reagiert damit auf den Fernsehbeitrag des ARD-Magazins Plusminus vom 13.09.2017, der rezeptfreie Schmerzmittel als gefährlich darstellt.

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Depressionen sind weltweit häufige Erkrankungen. Allein in Deutschland sind innerhalb eines Jahres rund 6,2 Millionen Menschen betroffen. Gleichzeitig ist die Dunkelziffer hoch: Oft werden depressive Erkrankungen nicht festgestellt, weil Betroffene keine fachliche Hilfe suchen oder die Krankheit nicht erkannt wird. Dabei stehen heute evidenzbasierte Therapieverfahren zur Verfügung, mit denen sich Depressionen in den meisten Fällen gut behandeln lassen.