Montag, 23. September 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Gedächtnis

April 2019

Lernen: Schlaf befördert Langzeitgedächtnis

Lernen: Schlaf befördert Langzeitgedächtnis
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

2 Regionen unseres Gehirns werden zur Speicherung von Gedächtnisinhalten verwendet: der Hippocampus und die Großhirnrinde. Während ersterer vor allem kurzfristig zur Aufnahme neuer Informationen benötigt wird, kann letztere große Informationsmengen für lange Zeit speichern. Wissenschaftler haben untersucht, wie sich die Gehirnbereiche die Aufgaben bei der Verfestigung von neu Gelerntem teilen und welche Rolle Schlaf dabei spielt.

Angststörungen: Cortisol in der Konfrontationstherapie

Angststörungen: Cortisol in der Konfrontationstherapie
© Johan Swanepoel / Fotolia.com

Wie eine Gabe des Stresshormons Cortisol die Konfrontationstherapie bei Angststörungen beeinflusst, haben Bochumer Psychologen untersucht. Aus früheren Studien war bekannt, dass Cortisol das Extinktionslernen, welches der Konfrontationstherapie zugrunde liegt, robuster machen kann. An einer Gruppe von Spinnenphobikern zeigte das Team um Prof. Dr. Armin Zlomuzica vom Zentrum für Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) jedoch, dass eine Gabe von Cortisol nach der Konfrontation nicht vorteilhaft für die Patienten ist.

Alzheimer: BIN1-Risikotyp korreliert mit Tau-Ablagerungen

Alzheimer: BIN1-Risikotyp korreliert mit Tau-Ablagerungen
© freshidea / Fotolia.com

Über 1,4 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Alzheimer, weltweit sind es etwa 35 Millionen. Die Abschätzung des Alzheimerrisikos für den Einzelnen im Alter stellt immer noch eine der großen Fragen in der Demenzforschung dar. Die Vererbbarkeit der Alzheimer-Krankheit beträgt 60-80%. Nun haben kürzlich genomweite Assoziationsstudien in zehntausenden von Personen neue genetische Varianten entdeckt, die mit einem erhöhten Alzheimerrisiko einhergehen.

Gedächtnis: Fortschritte beim Verständnis der Protein-RNA-Partikeln

Ein Wissenschaftlerteam des Helmholtz Zentrums München und der Universität Ulm hat entdeckt, dass der neuronale Transportfaktor Staufen2 auf viel komplexere Art als bisher bekannt seine Zieltranskripte abtastet und an sie bindet. Der RNA-Transport erfolgt in sehr komplexen Protein-RNA-Partikeln, deren Aufbau und Spezifität noch schlecht verstanden werden. Mit den jetzt im Journal Nature Communications veröffentlichten Erkenntnissen sind neue Ansätze zum besseren Verständnis möglich.

Parkinson: Entstehung – Diagnostik – Therapie

Parkinson: Entstehung – Diagnostik – Therapie
© ralwel / Fotolia.com

Die Parkinson‐Krankheit ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Nur die Alzheimer‐Krankheit ist noch häufiger. Namensgeber ist der englische Arzt James Parkinson (1755-1824), der die Hauptsymptome 1817 erstmals beschrieben hat und auf dessen Geburtstag am 11. April der Welt‐Parkinson‐Tag fällt. Im Durchschnitt erkranken Patienten mit etwa 60 Jahren an Parkinson. Dem Ausbruch gehen aber vermutlich jahrzehntelange Veränderungen im Körper voraus.

Welt-Parkinson-Tag: Ursächliche Therapieformen im Fokus

Welt-Parkinson-Tag: Ursächliche Therapieformen im Fokus
© kamasigns / Fotolia.com

Die Behandlung der Parkinson‐Krankheit könnte dank vielversprechender neuer Forschungsergebnisse bald einen entscheidenden Schritt vorankommen: „Zum ersten Mal sind Therapien in Reichweite, die an den Ursachen ansetzen, statt lediglich die Symptome zu bekämpfen“, sagte Prof. Dr. Günter Höglinger, Erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e.V. (DPG), anlässlich des Welt‐Parkinson‐Tag am 11. April. „Derzeit werden weltweit zahlreiche innovative Therapieformen in klinischen Studien getestet. Sie...

Alzheimer und MS: Sensitives Monitoring entscheidend für Therapie

Alzheimer und MS: Sensitives Monitoring entscheidend für Therapie
© momius / Fotolia.com

Eine stetige Neurodegeneration und damit eine fortschreitende Krankheitsprogression finden sowohl bei der Alzheimer-Krankheit (AD) als auch Multipler Sklerose (MS) statt. Durch neue Biomarker-gestützte Monitoring-Optionen aus der Bildgebung ist es möglich, Krankheitsaktivität früher zu erkennen und Progressionsverläufe dezidierter darzustellen. Bei einer Krankheitsaktivität ohne sichtbare oder spürbare Symptome bietet sich dadurch die Chance frühzeitig therapeutisch einzugreifen. Dies ist entscheidend für die spätere Prognose wie sich am...

Januar 2019

Gehirn: Synaptische Plastizität ermöglicht präzise Orientierung nach Erblindung

Wenn Mäuse kurz nach der Geburt aufgrund eines Gendefekts erblinden, hat das weitreichende Auswirkungen sowohl auf die Organisation der Großhirnrinde als auch auf die Gedächtnisleistung. In allen Bereichen der Großhirnrinde, die Informationen der Sinne verarbeiten, veränderte sich die Dichte der Rezeptoren für Botenstoffe, die die Erregung regulieren und an der Gedächtnisbildung beteiligt sind. Auch der Hippocampus, eine Struktur, die für das Gedächtnis entscheidend ist, war betroffen.

Posttraumatische Belastungsstörung: Schlafstörungen verstärken Symptomatik

Posttraumatische Belastungsstörung: Schlafstörungen verstärken Symptomatik
© prudkov / Fotolia.com

Schlafprobleme könnten entscheidenden Einfluss darauf haben, dass Menschen nach schwer belastenden Erlebnissen eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln. Hierfür haben Trauma-Forscherinnen der Universität des Saarlandes in einer Schlafstudie Hinweise gefunden. Die Ergebnisse der Forschergruppe von Psychologie-Professorin Tanja Michael sprechen dafür, dass traumatische Ereignisse Schlafstörungen auslösen, die ihrerseits gedächtnisbezogene Symptome, wie Flashbacks oder Erinnerungslücken, verursachen. Mit ihren Ergebnissen wollen die...

Forschung: Auswirkungen des Lichts auf die Aufmerksamkeit

Eine Reihe von Studien befasste sich bereits mit den negativen Auswirkungen des abendlichen Konsums auf den Schlaf junger Menschen. Einer der Gründe für die schlechte Schlafqualität scheint das blaue Licht zu sein, das von den Bildschirmen von Mobiltelefonen abgegeben wird, da es dem anregenden Licht bei Tagesanbruch ähnlich ist. Während die Auswirkungen von rotem und blauem Licht auf Erwachsene relativ gut erforscht sind, gibt es bisher kaum Studien zu jungen Menschen. Ein Team der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat nun die...

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