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Medizin

Beiträge zum Thema: Grundlagenforschung

November 2013

Wnt/beta-Catenin Signalweg steuert Differenzierung von Axonen

Neue Erkenntnisse über die Ausbildung und Differenzierung von Nervenfasern (Axone), über die Nervenzellen Informationen empfangen oder weiterleiten, hat jetzt Dr. Tamara Grigoryan aus der Forschungsgruppe von Prof. Walter Birchmeier am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch gewonnen. Axone können umhüllt sein - dann leiten sie Informationen schneller weiter - oder sie benötigen keine Hülle. In Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe der MDC-Entwicklungsbiologin Prof. Carmen Birchmeier konnte sie bei Mäusen zeigen,...

Grundlagenforschung: "Qualitätskontrolle" bei der Montage eines Ribosoms

Ähnlich wie bei der Montage eines Fahrzeugs müssen sich die aus vielen Einzelteilen zusammengesetzten Ribosomen nach ihrem Zusammenbau einer „Qualitätskontrolle“ unterziehen. Erst dann können sie an ihren Bestimmungsort gebracht werden und dort ihre eigentliche Aufgabe - die Herstellung von Proteinen in der Zelle - übernehmen. Einen wichtigen Bestandteil dieses Kontrollprozesses hat jetzt ein Wissenschaftlerteam am Biochemie-Zentrum der Universität Heidelberg untersucht.

Schutzmechanismus für störungsfreie Zell-Zell-Kommunikation entdeckt

Entwicklungsbiologen an der Universität Ulm ist es gelungen, einen wichtigen Schutzmechanismus zu identifizieren, der einen zentralen Signalübertragungsweg kontrolliert. Dieser über das Protein Wnt vermittelte Signalübertragungsweg ist nicht nur für die Embryonalentwicklung wichtig, sondern kann in überaktivierter Form auch Krebs auslösen. Die Ulmer Forscher konnten nun nachweisen, dass das sogenannte Lypd6-Protein - sozusagen als Schutzschalter - für die Regulierung dieses Signalweges verantwortlich ist.

Schlafentzug bei Depression: Hirnnetzwerk strukturiert sich neu

Schlafentzug wird bereits heute als antidepressive Maßnahme eingesetzt. Doch welche neurobiologischen Mechanismen dabei wirken, ist noch nicht ausreichend bekannt. Forschende der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich zeigen nun mit einer neuen Bildgebungsstudie, dass sich bei Schlafentzug depressionsrelevante Hirnnetzwerke neu strukturieren. Die Einsicht in diese funktionellen Veränderungen im Hirn könnte für gewisse Patienten therapeutisch genutzt werden.

Wie funktioniert der Calcium-Stoffwechsel in einer Zelle?

Dr. Henning Tidow vom Institut für Biochemie und Molekularbiologie der Universität Hamburg wurde in das Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen. Die neue Gruppe um Tidow wird mit mehr als 1,25 Millionen Euro für das Forschungsprojekt "Strukturelle Untersuchungen der Ca2+-gesteuerten Signaltransduktion und des Transports von Ca2+ durch biologische Membranen" gefördert. Die Forschungsgruppe der Universität Hamburg will herausfinden, wie verschiedene Proteine, die Calcium durch die Zellmembran befördern, ...

Oktober 2013

Wichtiger Verteidigungsmechanismus menschlicher Zellen gegen springende Gene aufgeklärt

"Springende Gene" können genetische Erkrankungen verursachen und können auch an der Entstehung von Tumoren beteiligt sein. Forschern des Paul-Ehrlich-Instituts ist es gelungen, einen bisher unbekannten Mechanismus aufzuklären, den menschliche Zellen nutzen, um diese endogenen Retrotransposons in Schach zu halten. Im Mittelpunkt steht hierbei ein Mitglied der sogenannten APOBEC3-Proteinfamilie, die den Menschen auch vor der Ausbreitung pathogener Viren schützt. Über die Forschungsergebnisse berichtet Nucleic Acids Research in seiner Online-Ausgabe...

Körpereigenes Belohnungssystem: Glücksgefühl senkt Blutdruck

Ein mit dem Glückshormon Dopamin gesteuertes künstliches Gen-Modul produziert ein blutdrucksenkendes Mittel. Das eröffnet Wege für Therapien, die über das Unterbewusstsein ferngesteuert werden. Das körpereigene Hormon Dopamin löst Glücksgefühle aus. Seine Bildung wird unter anderem angeregt durch die Wohlfühl-Klassiker Sex, Drogen oder Essen. Das Hirn gibt sich jedoch nicht zufrieden mit einem Kick; es erinnert sich an den Glückszustand und will ihn immer wieder erreichen. Dopamin beeinflusst also unsere Entscheidungen so, dass...

Yin und Yang im Leben von Proteinen: Gegensätzliche Mechanismen beim Proteintransport in Peroxisomen

Recycling oder "Schrottpresse": Welche molekularen Maschinen über das Schicksal des Import-Rezeptors Pex18 entscheiden, haben Mediziner der Ruhr-Universität Bochum (RUB) herausgefunden. Pex18 ist für den Import von Proteinen in spezielle Zellbestandteile, die Peroxisomen, verantwortlich. Zwei gegensätzlich wirkende Regulationskreise bestimmen, ob der Rezeptor nach erfolgtem Transport weiter arbeitet oder abgebaut wird. "Damit vervollständigt sich das Bild der Regulation des Proteinimports in Peroxisomen und wird zu einem einheitlichen Modell ...

Lithium essenzielles Spurenelement? - Anreicherung in der weißen Substanz nur bei Depressiven

Experimente mit Neutronen an der Technischen Universität München (TUM) zeigen, dass sich in der weißen Gehirnsubstanz das Antidepressivum Lithium stärker anreichert als in der grauen. Das lässt vermuten, dass es anders wirkt als synthetische Psychopharmaka. Die Gewebestücke wurden an der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der TUM mit einem eigens entwickelten Detektor untersucht, um eine genaue Landkarte der Verteilung von Lithium im Gehirn anzufertigen und so die Wirkung des Stoffs auf die menschliche Psyche besser verstehen zu ...

November 2012

Inhibitor der Myelinbildung im zentralen Nervensystem identifiziert

Mainzer Wissenschaftler haben ein weiteres Molekül entdeckt, das eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Bildung von Myelin im zentralen Nervensystem spielt. Myelin beschleunigt die Reizweiterleitung in Nervenzellen, indem es deren Fortsätze, die sog. Axone, an definierten Stellen umhüllt - vergleichbar mit der Plastikisolierung eines Stromkabels. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler um Dr. Robin White vom Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Universitätsmedizin Mainz kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift EMBO reports...

Kopplung von Zellskelett und Zellmembran in roten Blutkörperchen

Die Funktion von Erythrozyten kann durch die Entkopplung von Zellskelett und Zellmembran mittels Zufuhr des energiereichen Moleküls ATP reguliert werden. Wie sie zu diesem Ergebnis mit seinem hohem Anwendungspotential für die medizinische Diagnostik gekommen sind, berichten Augsburger Nanowissenschaftler um den Physiker Prof. Dr. Thomas Franke in einem zum Front Cover-Artikel gekürten Beitrag der Ausgabe 44/2012 der renommierten Zeitschrift "Soft Matter".

EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Bundesweite Kontaktbeschränkungen ab 02. November 2020 – Früher als angekündigt soll die Pandemie mit massiven Kontaktbeschränkungen gestoppt werden (dpa, 28.10.2020).
  • Bundesweite Kontaktbeschränkungen ab 02. November 2020 – Früher als angekündigt soll die Pandemie mit massiven Kontaktbeschränkungen gestoppt werden (dpa, 28.10.2020).