Montag, 16. September 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Krebsforschung

Mai 2017

Vitamin-A-Mangel beeinträchtigt Blutstammzellen bei Mäusen

Ein Mangel an Vitamin A wirkt sich negativ auf das blutbildende System im Knochenmark aus, denn dadurch gehen wichtige Blutstammzellen verloren, wie Wissenschaftler jüngst herausgefunden haben. Laut den Experten handelt es sich dabei um schlafende Stammzellen, die nur im Notfall – etwa bei massivem Blutverlust oder Infektionen – aktiv werden. Die Erkenntnisse dienen nicht nur dem besseren Verständnis des Reifungsprozesses von Blutzellen, sie eröffnen auch neue Perspektiven für die Krebstherapie. Über welche Mechanismen diese speziellen Stammzellen aktiv...

Querschnittlähmung als Risikofaktor für Harnblasenkrebs

Den Zusammenhang zwischen Querschnittlähmung und dem Auftreten von Harnblasenkrebs haben Urologen und Wissenschaftler gemeinsam untersucht. Dazu hat das Expertennetzwerk zum einen eine umfangreiche Literaturrecherche betrieben. Zum anderen haben die Forscher die Daten von knapp 6.600 Patienten mit Querschnittlähmung analysiert, die zwischen 1998 und 2014 im Hamburger Klinikum behandelt wurden. Bei 24 Patienten wurde ein Harnblasentumor diagnostiziert. In 79% der Fälle handelte es sich um einen Harnblasenkrebs, der bereits in die Muskulatur eingewachsen war. Diese invasive...

„Chemobrain“: Posttraumatischer Stress mit Folgen

Leiden Brustkrebs-Patientinnen unter Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, der Konzentration und anderer geistiger Fähigkeiten? Seit Jahren gibt es den Verdacht, dass solche kognitiven Störungen eine Nebenwirkung der Chemotherapie sein könnten – das passende Schlagwort dazu lautet „Chemobrain“. Wissenschaftler mehrerer Kliniken haben in einer von der Deutschen Krebshilfe geförderten Längsschnittstudie untersucht, welche Rolle posttraumatischer Stress in der Verursachung der Störungen spielt. Ergebnis: Milde kognitive Störungen...

April 2017

Genauere Einteilung der Meningeome nach Analyse riesiger Datenmengen

Genauere Einteilung der Meningeome nach Analyse riesiger Datenmengen
©Universitätsklinikum Heidelberg

Wissenschaftlern gelang es, eine wesentlich genauere Einteilung der Meningeome zu erarbeiten als die aktuelle Klassifizierung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das neue System unterscheidet sicherer zwischen gutartigen Tumoren, bei denen in der Regel eine Operation ausreicht, und solchen, bei denen die Patienten zusätzlich eine Bestrahlung benötigen. Basis ist der "molekulare Fingerabdruck" der Tumorzellen, ihr sogenanntes Methylierungsmuster, also das Anheften kleiner biochemischer Gruppen an bestimmte Stellen der DNA. Diese Veränderungen können...

Breitengradabhängige Unterschiede bei der Fettverbrennung durch THADA Gen

An Fruchtfliegen identifizierten Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum ein Gen, das die Balance zwischen Körperwärme und Fettverbrennung steuert. Fehlt die Erbanlage, so setzen die Fliegen Fett an und produzieren gleichzeitig weniger Körperwärme. Übertragen auf den Menschen, könnten die Ergebnisse erklären, wie eine evolutionäre Anpassung des Menschen an ein Leben in wärmeren Zonen die drastische Zunahme an Fettleibigkeit fördert.

Plastizität: Peptid vermittelt das Lernen

Plastizität: Peptid vermittelt das Lernen
© storm / Fotolia.com

Um sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen, produziert das Gehirn auch im Erwachsenenalter neue Nervenzellen. Diese jungen Neuronen sind zentral für die Gedächtnisbildung und das Lernen. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Universitätsklinikum Heidelberg haben nun an Mäusen entdeckt, dass ein kleines Peptid dabei die Vermittlerrolle spielt. In Reaktion auf einen äußeren Reiz wie etwa eine abwechslungsreiche Umgebung steigert das Vermittler-Peptid die Vermehrung von Nerven-Stammzellen und Nerven-Vorläuferzellen.

Depression und Verdauungsstörungen

"Wir haben nicht nur ein Gehirn zum Denken, sondern auch ein Bauchhirn", berichtet Dr. Dagmar Mainz, die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. "Unser gesamter Verdauungstrakt ist mit einem Netzwerk aus Hunderten von Millionen von Neuronen ausgestattet. Daher ist es wenig überraschend, dass psychische Erkrankungen oft mit Verdauungsstörungen einhergehen und umgekehrt." Das gilt auch und ganz insbesondere für Patienten mit Depressionen. Im Vorfeld des Weltgesundheitstages am 3. April, der dieses Jahr der Depression gewidmet ist, wies Dr....

März 2017

Erbgutmarkierung sagt Sterblichkeit voraus

Erbgutmarkierung sagt Sterblichkeit voraus
© Monika Krause / MPI für Biochemie

Methylmarkierungen am Erbgut regulieren die Aktivität unserer Gene und haben damit großen Einfluss auf Gesundheit und Krankheit. Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Krebsregister des Saarlands zeigten nun: Ein abweichender Methylierungsstatus an nur zehn bestimmten Positionen des Erbguts kann eine um bis zu siebenfach erhöhte Sterblichkeit anzeigen. Besonders ungünstigen Einfluss auf den Methylierungsstatus hat das Rauchen (1).

Medizinische Forschung: Von Tumor-Genanalyse bis zu regenerativer Medizin

Medizinische Forschung: Von Tumor-Genanalyse bis zu regenerativer Medizin
© Universität Bielefeld

Die Universität Bielefeld verstärkt ihre Kooperationen zu medizinischer Forschung. In fünf neuen Projekten kooperieren Wissenschaftler der Universität mit den Universitätskliniken der Ruhr-Universität Bochum in der Region Ostwestfalen-Lippe. Der Forschungsfonds Medizin an der Universität Bielefeld fördert die Projekte, von denen die ersten im April starten. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert den im Juli 2016 eingerichteten Fonds. Die Themen der neuen Kooperationen reichen von Herz- und Krebsforschung bis zu regenerativer Medizin.

Virus-ähnliche Nanopartikel transportieren Krebsmedikation direkt zum Tumor

Forscher sind auf eine neue Möglichkeit des Transports von Krebsmedikamenten gestoßen. Diese könnten als Virus getarnt die betroffenen Zellen präziser versorgen und würden zusätzlich weniger Nebenwirkungen im Vergleich zu Chemotherapien aufweisen. Das Team des Queensland Australian Institutes für Bioengineering and Nanotechnology (AIBN) entwickelte einen Virus-ähnlichen Nanopartikel, genannt VNP, der Medikamente gegen Krebs direkt zu den betroffenen Zellen transportieren kann.

Februar 2017

Grundlagenforschung: Selenoproteine nehmen Einfluss auf Darmkrebs

Wenn es um ihre Forschungsergebnisse zu Zusammenhängen zwischen Ernährung und Krankheit geht, setzt Prof. Dr. Anna Patricia Kipp jedes Wort mit Bedacht. Denn sie will kein zu große Hoffnungen auf eine rasche Prävention oder gar Heilung von (Darm-)Krebs vermeiden. Schließlich ist das, was sie macht, vor allem Grundlagenforschung. Daher spreche sie keine Empfehlungen zu einer Selen-Zugabe in die Nahrung aus, „da noch ganz viele Erkenntnisse fehlen“. Überzeugt ist die 36-Jährige allerdings schon davon, dass es einen Zusammenhang zwischen der...

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