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Medizin

Beiträge zum Thema: Lebensstil

März 2017

Erbgutmarkierung sagt Sterblichkeit voraus

Erbgutmarkierung sagt Sterblichkeit voraus
© Monika Krause / MPI für Biochemie

Methylmarkierungen am Erbgut regulieren die Aktivität unserer Gene und haben damit großen Einfluss auf Gesundheit und Krankheit. Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Krebsregister des Saarlands zeigten nun: Ein abweichender Methylierungsstatus an nur zehn bestimmten Positionen des Erbguts kann eine um bis zu siebenfach erhöhte Sterblichkeit anzeigen. Besonders ungünstigen Einfluss auf den Methylierungsstatus hat das Rauchen (1).

Diabetes-Risiko wird unterschätzt

Krank werden nur die anderen: Die Wahrscheinlichkeit, einen Diabetes zu bekommen oder schon erkrankt zu sein, unterschätzen viele Personen, die bereits erhöhte Blutzuckerwerte oder einen noch nicht diagnostizierten Diabetes haben. In der KORA-Studie (Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg) wurden rund 2.000 Personen untersucht, die von ihrem Arzt noch keine Diabetesdiagnose erhalten hatten und keine Diabetesmedikamente einnahmen. Zunächst schätzten sie ein, für wie wahrscheinlich sie es hielten, bereits an Diabetes erkrankt zu sein. Dann folgte der...

Gestationsdiabetes: Erst Lebensstiländerung, dann Insulin

Diabetes ist eine der häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft. Jede Schwangere sollte daher an dem gesetzlichen Screening in der Schwangerenvorsorge teilnehmen und nach der Diagnose so früh wie möglich mit der Behandlung beginnen, um die Gefahr für sich und ihr Kind zu minimieren. „Leider sind betroffene Frauen häufig verunsichert, wieviel Therapie beim Schwangerschaftsdiabetes tatsächlich erforderlich ist“, betont Prof. Dr. med. Baptist Gallwitz, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Die erste Behandlungsmaßnahme...

Februar 2017

Leberstoffwechselveränderungen durch gesättigte Fettsäuren in Palmöl

Leberstoffwechselveränderungen durch gesättigte Fettsäuren in Palmöl
© DDZ e.V

Die weltweite Ausbreitung von Übergewicht, Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes wird häufig mit dem Verzehr gesättigter Fette in Verbindung gebracht. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bereits die einmalige Aufnahme einer größeren Menge Palmöl die Empfindlichkeit des Körpers für Insulin verringert sowie vermehrte Fetteinlagerungen und Veränderungen im Energiestoffwechsel der Leber hervorruft. Die Studienergebnisse geben Aufschluss über die frühesten Veränderungen im Leberstoffwechsel, welche langfristig zu...

Genomweite KHK-Studie: Gemeinsamkeiten mit Migräne, CED und Schizophrenie

Fast die Hälfte aller erblichen Risikofaktoren für eine koronare Herzkrankheit stehen laut einer genomweiten Studie auch mit Erkrankungen wie etwa Schizophrenie, chronisch entzündlicher Darmerkrankung oder Migräne in Verbindung. Außerdem wurden sechs weitere Varianten im menschlichen Erbgut identifiziert, die bei einer koronaren Herzkrankheit (KHK) häufiger vorkommen. Für die KHK, bei der die Herzkranzgefäße verengt sind, kennen die Wissenschaftler damit jetzt 62 solcher erblichen Risikofaktoren.

Lebensstil kann Grauen Star beeinflussen

Nach Schätzung der DOG müssen Augenärzte in Deutschland mindestens 800.000 Augen pro Jahr wegen eines Grauen Stars operieren. Damit ist der Linsenaustausch der häufigste Eingriff hierzulande. Diabetes mellitus, Rauchen und starkes Übergewicht sind wichtige Risikofaktoren, die die Trübung der Augenlinse beschleunigen, bis schließlich eine Operation nötig wird. Patienten mit beginnendem Grauen Star müssen über diese Risikofaktoren aufgeklärt und bei der Umsetzung eines gesünderen Lebensstils unterstützt werden, fordern...

Herzinfarkt: Frauen sollten untypische Beschwerden und Risikofaktoren kennen

„Der Herzinfarkt bei Frauen bringt besondere Probleme mit sich. Für Frauen gibt es bestimmte Faktoren, die sie und ihr Arzt besonders im Blick haben sollten, weil diese die koronare Herzkrankheit (KHK) begünstigen, die dem Herzinfarkt immer vorausgeht: Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes“, betont Prof. Dr. med. Christiane Tiefenbacher vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung, Wesel. Außerdem erleben Frauen bei einem Herzinfarkt eher untypische Beschwerden wie Übelkeit und Kurzatmigkeit.

Individualisiertes Coaching-Konzept für CED-Patienten mit Vedolizumab-Therapie

Für Patienten, die unter einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) leiden und mit Vedolizumab (Entyvio®) behandelt werden wurde jetzt ein umfassendes Unterstützungsprogramm gestartet. Einzigartig ist dabei der Ansatz, Informationsangebote mit einem individualisierten Coaching zu verbinden. Inwieweit solche Programme die medizinisch-fachliche Betreuung von CED-Patienten sinnvoll ergänzen und unterstützen können, erörterten Experten.

Genvariante lässt in Verbindung mit fettreicher Ernährung den Blutdruck steigen

Das körpereigene Enzym ACE spielt eine große Rolle bei der Blutdruckregulation. Wie eine Zwillingsstudie unter Führung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) nun erstmals zeigt, lässt fettreiches Essen die Enzymspiegel im Blut innerhalb von sechs Wochen ansteigen. Träger einer bestimmten ACE-Genvariante reagierten zudem mit einer Blutdruckerhöhung. Die identifizierte Variante ließe sich daher möglicherweise als ein ernährungsabhängiger Risiko-Marker nutzen, so die Forscher. Neben LDL-Cholesterin könne ACE...

Hämophilie A: Höhere Patientenzufriedenheit durch flexible Aufbewahrungsoptionen von FVIII-Therapien

Menschen mit Hämophilie A, die ihre FVIII-Präparate nicht im Kühlschrank aufbewahren, sind signifikant zufriedener mit ihrer Behandlung, fühlen sich in ihrem täglichen Leben beim Sport oder auf Reisen weniger eingeschränkt und reisen häufiger (p<0,01) (1) – das ist das Ergebnis einer Befragung von 200 Menschen mit Hämophilie A, die während des 10. Jahreskongresses der European Association for Haemophilia and Allied Disorders (EAHAD) vorgestellt wurde.

Epigenetische Ursachen von chronischen Entzündungen

Wie verändern sich Gewebe, Blut und Zellen auf molekularer Ebene, wenn man an komplizierten chronischen Entzündungen erkrankt? Dies wollen Forscher unter Leitung des Kieler Professor Philip Rosenstiehl in dem Europäischen Exzellenzcluster SYSCID herausfinden. Sie werden dafür von der Europäischen Kommission über fünf Jahre mit rund 14,4 Millionen Euro unterstützt, davon fließen 1,2 Millionen Euro an die Universität des Saarlandes. Dort will Jörn Walter, Professor für Epigenetik, dazu beitragen, die Krankheitsverläufe etwa...

Januar 2017

Erweiterter Index zur Diagnose einer nichtalkoholischen Fettlebererkrankung

Die nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) hat sich zu einer globalen Epidemie ausgeweitet. Es besteht weltweit nicht nur ein großes Interesse, die Ursachen und Folgen der Fettleberkrankung zu verstehen, sondern auch die Diagnose Fettlebererkrankung frühzeitig zu stellen. Forscher haben aus klinischen Daten einen neuen Index generiert, der mit hoher Genauigkeit das Vorliegen einer Fettlebererkrankung vorhersagen kann.

Biomarker für oxidativen Stress spielt entscheidende Rolle bei Leberentzündung

Ernährungsbedingte Krankheiten wie die nichtalkoholische Fettlebererkrankung sind begleitet von Entzündungsprozessen, deren molekularen Mechanismen sind jedoch wenig erforscht. Wissenschaftlern gelang es, entscheidende Prozesse zu identifizieren: Die in der Zeitschrift Hepatology veröffentlichte Arbeit zeigt, dass Malondialdehyd (MDA), ein Biomarker für oxidativen Stress, eine Schlüsselrolle in der ernährungsbedingten Leberentzündung zukommt. Durch Antikörper, die sich gegen MDA richten, lässt sich die Entzündung eindämmen – ein...

Dezember 2016

Mukoviszidose – und trotzdem Lebensträume verwirklichen

India Bauriedel strahlt, wenn sie über das Singen als ihre Leidenschaft spricht. Sie studiert im dritten Semester klassischen Gesang und Opernmusiktheater in Wien. Dass sie sich von anderen Studenten unterscheidet, merkt man erst, wenn sie etwa einen Mundschutz anlegt: Mit drei Jahren erhielt sie die Diagnose Mukoviszidose. Seit acht Jahren ist sie bereits Patientin am UKJ, doch von der Erkrankung lasse sie sich nicht bremsen. Sie bringt ihre Lebenseinstellung auf den Punkt. „Ich bin nicht die Mukoviszidose. Ich habe Mukoviszidose.“

Gesunder Lebensstil halbiert auch bei Diabetespatienten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wer sich gesund ernährt, nicht raucht, körperlich aktiv ist und Übergewicht vermeidet, hat ein um etwa 50% geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dieses reduzierte Risiko besteht immer, also auch unabhängig davon, ob eine hohe oder niedrige genetische Disposition vorliegt. Dies ist das Ergebnis einer großen Untersuchung mit mehr als 55.000 Teilnehmern, die im New England Journal of Medicine veröffentlich wurde.

Hyperurikämie: Eine Erkrankung mit systemischen Folgen

Erhöhte Harnsäurespiegel haben nicht nur einen Gichtanfall zur Folge. Neuere Forschungen belegen vielmehr ein mannigfache systemische Wirkung, wie Experten auf einer von Berlin Chemie unterstützten Presseveranstaltung erklärten. So wird eine Hyperurikämie unter anderem mit Bluthochdruck in Zusammenhang gebracht. Urikostatika konnten diesbezüglich schon positive blutdrucksenkende (Neben)Wirkungen zeigen. Außerdem sollte die Gicht nicht mehr mit dem schlechten Image einer Lebensstil-Erkrankung in Verbindung gebracht werden.

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