Samstag, 23. Januar 2021
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Medizin

Beiträge zum Thema: Leitlinien

August 2017

Basistherapien für Patienten mit HIV- und chronischen Hepatitis B-Infektionen

Das Spektrum an patentfreien Medikamenten zur Behandlung von HIV-Infektionen und chronischer Hepatitis B wurde zum 26. Juli um zwei weitere wichtige Präparate erweitert. Ab sofort wird mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil HEXAL® eine der am häufigsten verordneten HIV-Backbone-Therapien als generische Alternative angeboten (1,2). Zudem ist auch Tenofovirdisoproxil HEXAL® für die Behandlung von Patienten mit chronischer Hepatitis B erhältlich (3). Im Rahmen einer Pressekonferenz in München betonten namhafte Experten den Stellenwert...

Chronische Hepatitis: Europäische Kommission erteilt Zulassung für Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir zur Behandlung aller Genotypen

Sofosbuvir/Velpatasvir//Voxilaprevir (SOF/VEL/VOX) (Vosevi®) ist für Patienten mit chronischer Hepatitis C aller Genotypen oder unabhängig vom Genotyp mit chronischer Hepatitis C ohne Zirrhose und mit kompensierter Zirrhose zugelassen, inklusive Patienten, die auf eine vorherige Behandlung mit DAA-haltigen Regimen nicht angesprochen haben. Die Behandlungsdauer beträgt acht Wochen für DAA-naive Patienten ohne Zirrhose, zwölf Wochen für DAA-naive Patienten mit kompensierter Zirrhose, wobei die Behandlungsdauer bei Patienten mit einer Infektion vom...

Juli 2017

Linke Mitralklappeninsuffizienz: Studie klärt, ob gleichzeitige OP der rechten Trikuspidalklappe immer vorteilhaft ist

Linke Mitralklappeninsuffizienz: Studie klärt, ob gleichzeitige OP der rechten Trikuspidalklappe immer vorteilhaft ist
© Sagittaria / Fotolia

Eine Insuffizienz der Mitralklappe in der linken Herzhälfte kann auch zur Insuffizienz der Trikuspidalklappe im rechten Herzen führen. Sollte man beide Klappen in einer Operation behandeln, wenn die Trikuspidalklappe nur leicht oder mittelgradig geschädigt ist? Darüber herrscht Uneinigkeit, auch weil belastbare Daten bisher nicht vorliegen. Eine neue Studie des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) soll hier Klarheit schaffen.

Sekundärer Hyperparathyreoidismus: Serum-Parathormon, -Phosphat und -Calcium in der Gesamtheit betrachten

Kürzlich wurde das „KDIGO 2017 Clinical Practice Guideline Update for the Diagnosis, Evaluation, Prevention, and Treatment of Chronic Kidney Disease – Mineral and Bone Disorder (CKD-MBD)” online publiziert (1). Neu – und zentral für die Therapie des sekundären Hyperparathyreoidismus (sHPT) –  ist die Empfehlung, die Laborparameter der CKD-MBD (Serum-Parathormon, Serum-Phosphat und Serum-Calcium) nicht isoliert zu betrachten und zu therapieren, sondern immer nur in ihrer Gesamtheit.

IPF: Nintedanib in Neuauflage der deutschen Leitlinie empfohlen

Die deutsche Leitlinie bestätigt für Nintedanib einen positiven, klinisch relevanten Effekt auf den Krankheitsverlauf der idiopathische Lungenfibrose (IPF) (1). Die IPF hat eine schlechtere Prognose als viele Krebserkrankungen (2). Im Durchschnitt beträgt die Lebenserwartung nach der Diagnosestellung nur drei bis vier Jahre (3). Der Verlauf dieser chronischen Erkrankung ist dabei individuell sehr unterschiedlich und reicht von einem über mehrere Jahre stabilen Zustand bis zu einem raschen Verlust der Lungenfunktion in wenigen Monaten. Plötzliche Verschlechterungen,...

Juni 2017

Erfolg von Idarucizumab im Vorfeld einer Thrombolyse bei ischämischem Schlaganfall

Daten aus der klinischen Praxis dokumentieren den Einsatz des Dabigatran (Pradaxa®)-spezifischen Antidots Idarucizumab in der klinischen Praxis: Patienten mit ischämischem Schlaganfall oder intrakranieller Blutung profitierten von der raschen Aufhebung der Dabigatran-induzierten Antikoagulation (1). Die kürzlich im International Journal of Stroke erschienene Fallserienpublikation umfasst 31 neurologische Patienten, bei denen eine notfallmäßige Aufhebung der antikoagulatorischen Wirkung des Thrombinhemmers erforderlich war.

Duchenne-Muskeldystrophie: Zunehmender Fokus auf Behandlung der Atemfunktion

In der Therapie der Duchenne-Muskeldystrophie (DMD), einer rasch voranschreitenden, progredienten Muskelschwunderkrankung, rückt neben der Behandlung der abnehmenden Gehfähigkeit nun das Erkennen und die Behandlung der frühen und irreversiblen Abnahme der Atemfunktion immer stärker in den Fokus. Durch die progrediente Schwächung der Atemmuskulatur können Patienten mit DMD unter anderem nicht mehr kräftig genug husten, was zu wiederkehrenden Infektionen beiträgt und längerfristig dazu führt, dass Patienten nicht mehr ausreichend...

Opioid-induzierte Obstipation: Rechtzeitiger Wechsel auf kausalen Therapieansatz ratsam

Wenn traditionelle Laxanzien in der Behandlung der Obstipation unter Schmerztherapie mit Opioiden versagen, wechseln weniger als ein Fünftel der Ärzte auf einen kausalen Wirkansatz, so das Ergebnis einer Umfrage unter Ärzten im Rahmen des 22. Schmerz- und Palliativtags. Die Umfrage verdeutlicht, dass die Opioid-induzierte Obstipation (opioid induced constipation, OIC) nach Versagen der Erstmaßnahmen auch in zweiter Linie mit Medikamenten behandelt wird, die zugrundeliegende Mechanismen der OIC nicht adressieren. Etwa 70% der Patienten mit OIC berichten über einen...

Hepatitis-B-Virusinfektion: Nukleosidanalogon als Filmtablette erhältlich

Entecavir HEXAL® ist bioäquivalent zum Erstanbieterpräparat und ebenso in den Dosierungen 0,5 und 1 mg erhältlich. Die Filmtabletten sind vergleichbar in Farbe und Größe, im Preis jedoch um 26% günstiger. Pro Patient und Jahr bedeutet das ein Einsparpotenzial von fast 2000 € (1). Das neue Präparat bietet auch Patienten mit Tenofovirresistenz oder -unverträglichkeit eine Alternative, da die Effektivität beider Wirkstoffe vergleichbar ist (2,3).

Mai 2017

Fixkombinationen helfen auf dem Weg zu einer besseren Blutdruckkontrolle

Volkskrankheit Hypertonie – nach aktuellen Daten sind circa 36 Millionen Bundesbürger betroffen. Lediglich 22 Millionen wissen um ihre Erkrankung und nur etwa 18 Millionen werden antihypertensiv behandelt (1). Von den Behandelten erreicht jedoch nur etwa die Hälfte den gewünschten Zielwert von < 140/90 mmHg (2). Für eine wirksame Blutdrucksenkung und eine gute Therapieadhärenz werden fixe Kombinationspräparate empfohlen. Bewährt hat sich insbesondere die Kombination mit einem Hemmstoff des Renin-Angiotensin-Systems plus Kalziumantagonist (z.B....

ECCO-Leitlinie bestätigt Stellenwert der Anti-TNF-Therapie bei Morbus Crohn

Die aktualisierte Leitlinie der European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) (1) unterstreicht die Bedeutung der Anti-TNF-Therapie in der Induktions- und Erhaltungstherapie bei Morbus-Crohn-Patienten. Darüber hinaus betont das Expertenkomitee erstmals den hohen Stellenwert der Mukosaheilung als neues Therapieziel und in der Verlaufskontrolle (1). Eine wirksame Behandlungsoption zum Erreichen der Mukosaheilung ist die Therapie mit Adalimumab (Humira®) (2), die überdies zu einer nachhaltigen vollständigen Remission führen kann (3).

NT-proBNP liefert zuverlässige Ergebnisse bei Herzinsuffizienz unter ARNI Therapie

NT-proBNP liefert zuverlässige Ergebnisse bei Herzinsuffizienz unter ARNI Therapie
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Die Zahl der Herzinsuffizienz-Patienten nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Allein in 2015 wurden 450.000 Patienten in Deutschland wegen einer Herzinsuffizienz stationär behandelt (1). Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig für eine erfolgreiche Behandlung. Die Therapie mit der Wirkstoffklasse ARNI (Angiotensin Rezeptor-Neprilysin Inhibitor) zeigt verbesserte Ergebnisse in der Behandlung von chronischer Herzinsuffizienz (2). Natriuretische Peptide geben zusätzlich Aufschluss über den Krankheitsverlauf des Patienten (3).

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EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • COVID-19-Impfstoffkandidat JNJ-78436735 zur 1x-Gabe: Interimsdaten der Phase 1/2a
  • COVID-19-Impfstoffkandidat JNJ-78436735 zur 1x-Gabe: Interimsdaten der Phase 1/2a