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Medizin

Beiträge zum Thema: Leitlinien

Dezember 2019

Colitis ulcerosa: JAK-Inhibitor Tofacitinib in aktualisierte S3-Leitlinie aufgenommen

Colitis ulcerosa: JAK-Inhibitor Tofacitinib in aktualisierte S3-Leitlinie aufgenommen
© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Der Januskinase (JAK)-Inhibitor Tofacitinib (Xeljanz®) hat Einzug in die aktualisierte S3-Leitlinie Colitis ulcerosa (CU) der DGVS (Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten) gehalten. Demnach wird Tofacitinib – als zusätzliche verfügbare Therapie gleichberechtigt neben den Biologika – für CU-Patienten mit steroidrefraktärem und steroidabhängigem Erkrankungsverlauf, bei nicht-ausreichendem Ansprechen auf Thiopurine sowie bei primärem oder sekundärem Therapieversagen unter...

Chronisch-entzündliche Erkrankungen: Patientengerechte Versorgung in der Praxis

Chronisch-entzündliche Erkrankungen: Patientengerechte Versorgung in der Praxis
© Monkey Business / Fotolia.com

Die Einführung von TNF-Inhibitoren und weiterer Biologika brachte große Fortschritte in der Behandlung verschiedener chronisch-entzündlicher Erkrankungen. Biologika führten zu einer Neudefinition der Therapieziele und sind heute etablierter Bestandteil einer leitliniengereichten Versorgung in der Rheumatologie, Gastroenterologie und Dermatologie. Zunehmend verfügbare kostengünstigere Biosimilars ermöglichen mehr Patienten, von diesen hoch wirksamen Therapieoptionen zu profitieren. Auf einer Presseveranstaltung im Rahmen des interdisziplinären Biogen...

Myokardinfarkt: Reduktion des kardiovaskulären Risikos unter Evolocumab

Myokardinfarkt: Reduktion des kardiovaskulären Risikos unter Evolocumab
© CLIPAREA.com / Fotolia.com

Amgen hat die Ergebnisse einer neuen Subgruppen-Analyse der Repatha® Outcome-Studie (FOURIER) bekanntgegeben. In dieser Analyse wurde die Wirkung von Evolocumab bei Patienten, die einen kürzlich vorangegangenen Myokardinfarkt (MI) erlitten hatten, untersucht. Die Analyse zeigte, dass Patienten mit vorangegangenem, weniger als ein Jahr zurückliegendem MI, die mit Evolocumab behandelt wurden, ein deutlich geringeres Risiko für weitere kardiovaskuläre Ereignisse aufwiesen – verglichen mit Patienten, die länger als ein Jahr nach Auftreten des MI...

Typ-2-Diabetes: Aktualisierte Leitlinie empfiehlt Liraglutid

Dass kardiovaskuläre Begleiterkrankungen eine immer wichtigere Rolle bei der Behandlung des Typ-2-Diabetes einnehmen, untermauern die aktualisierten Leitlinien der European Society of Cardiology (ESC), die beim diesjährigen ESC-Kongress in Paris vorgestellt wurden. Die in Kooperation mit der European Association for the Study of Diabetes (EASD) entwickelten Leitlinien stellen Antidiabetika mit erwiesener kardiovaskulärer Risikoreduktion ins Zentrum der Therapie bei Typ-2-Diabetes (1). Danach sollte unabhängig von der bestehenden Medikation bei Patienten mit...

Verzichtserklärung der Zulassung: Roferon-A läuft aus

Aufgrund veränderter klinischer Praxis wird Roche Roferon®-A (Interferon alfa-2a) weltweit vom Markt nehmen. Das Arzneimittel hat in den vergangenen 30 Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Behandlungsstandards bei Virusinfektionen und verschiedenen Krebsarten geleistet. Inzwischen sind erwartungsgemäß wirksamere Medikamente verfügbar, die neue Therapiestandards setzen. Zudem ist der Einsatz von Roferon®-A zur Behandlung verschiedener zugelassener Indikationen nicht mehr durch die medizinischen Leitlinien gestützt.

Mukoviszidose-Tagung zu Strukturen der palliativen Versorgung und personalisierter Medizin

Mukoviszidose-Tagung zu Strukturen der palliativen Versorgung und personalisierter Medizin
© kasto - stock.adobe.com

Zugänge und Strukturen der palliativen Versorgung in Deutschland, Mukoviszidose (Cystische Fibrose, CF) in der digitalen Welt und die neuesten Ansätze der personalisierten Medizin – diese und viele weitere Themen diskutierten rund 800 Ärzte, Physiotherapeuten, Ernährungsberater, Pflegekräfte, Psychosoziale Fachkräfte, Rehabilitations-Spezialisten und alle weiteren an der Behandlung von Mukoviszidose-Patienten beteiligten Berufsgruppen auf der 22. Deutschen Mukoviszidose Tagung (DMT) in Würzburg.

Neue Leitlinienempfehlung: ESVM empfiehlt Rivaroxaban in vaskulärer Dosis + ASS für Patienten mit pAVK

Neue Leitlinienempfehlung: ESVM empfiehlt Rivaroxaban in vaskulärer Dosis + ASS für Patienten mit pAVK
© Tatiana Shepeleva - stock.adobe.com

Die Europäische Gesellschaft für Gefäßmedizin (ESVM) empfiehlt in ihren aktuellen Leitlinien (1), dass bei erwachsenen Patienten mit symptomatischer peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) ohne hohes Blutungsrisiko oder andere Kontraindikationen die duale antithrombotische Therapie mit Rivaroxaban (Xarelto®) in vaskulärer Dosis (2,5 mg 2x tägl.) + 100 mg Acetylsalicylsäure (ASS) 1x tägl. erwogen werden sollte.

November 2019

Kardiovaskuläres Risiko bei Typ-2-Diabetes: Aktuelle Leitlinienempfehlungen aus Diabetologie und Kardiologie

Kardiovaskuläre Ereignisse sind weltweit die Hauptursache für Todesfälle und Behinderung bei Menschen mit Typ-2-Diabetes (1). Daher ist es wichtig, zusätzlich zu HbA1c-Wert und Gewicht auch die kardiovaskulären Risikofaktoren zu senken. Die zentrale Bedeutung einer zielgerichteten kardiovaskulären Risikoreduktion machen auch aktuelle Leitlinienempfehlungen aus der Diabetologie (2) und Kardiologie (3) sowie Konsensuspapiere (4) deutlich. GLP-1 Rezeptoragonisten (RA) wie Liraglutid und Semaglutid bieten eine Therapieoption, die an allen 3...

CED: Leitliniengerecht therapieren

Bis zu 80% der Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) weisen einen Eisenmangel und etwa ein Drittel eine Anämie auf (1). Für die Patienten kann dies eine erhebliche Erhöhung des Leidensdrucks und eine Einbuße an Lebensqualität bedeuten (2, 3). Aktuelle Leitlinien raten, CED-Patienten regelmäßig auf das Vorliegen eines Eisenmangels (4, 5) und einer Anämie (2, 4, 5) hin zu untersuchen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Bestimmung der Transferrinsättigung (TSAT) (2).  Zur Eisensubstitution bei CED-Patienten...

Typ-2-Diabetes: Einfacher Patient – aber nur scheinbar

"Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und einem ansonsten nicht weiter dramatischen Krankheitsprofil wird das kardiovaskuläre Risiko leicht unterschätzt", meint der Diabetologe Dr. med. Andreas Liebl, Bad Heilbrunn. Auf einem Symposium während der Herbsttagung der Diabetologen in Leipzig erklärte er anhand einer Kasuistik, wie sich das – initial doch beträchtliche – kardiovaskuläre Risiko eines Patienten mit minimalen medikamentösen Umstellungen  erheblich reduzieren lässt.

Weniger Folgeschlaganfälle durch intensivere LDL-Cholesterinsenkung

Weniger Folgeschlaganfälle durch intensivere LDL-Cholesterinsenkung
© psdesign1 - stock.adobe.com

Schlaganfallpatienten profitieren von einer Senkung des LDL-Cholesterins auf unter 70 mg/dl, wie eine Studie zeigt (1). Da fast jeder fünfte Schlaganfallpatient binnen 5 Jahren mit einem Folgeschlaganfall rechnen muss, ist jede wirksame Maßnahme zur Risikoreduktion willkommen. Doch wie tief soll man senken, „the lower, the better?“ – Nicht wirklich, denn letztlich fehlen Daten, welcher LDL-Cholesterin-Zielkorridor nach Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke (TIA) optimal ist.

Opioid-induzierte Opstipation (OIC): Klassische Laxanzien oft unzureichend

Opioid-induzierte Opstipation (OIC): Klassische Laxanzien oft unzureichend
© Jamrooferpix - stock.adobe.com

Opioid-induzierte Obstipation (OIC) kann die Lebensqualität der Patienten und die Schmerzbehandlung beeinträchtigen (1-4). Die Bindung von Opioid-Analgetika an Opioid-Rezeptoren im Gastrointestinaltrakt kann eine Opioid-induzierte gastrointestinale Dysfunktion (OIBD) mit einem breiten Spektrum an Beschwerden verursachen, am häufigsten OIC (5). Aufgrund der speziellen Pathophysiologie der OIC sind klassische Laxanzien oft unzureichend wirksam (3, 6). Auf dem von Hexal anlässlich des Deutschen Schmerzkongresses am 11.10.2019 veranstalteten Symposiums diskutierten...

Überflüssige Untersuchungen, unzureichende Therapien: Migränepatienten sind nicht optimal versorgt

Die Therapie von Migränepatienten lässt noch zu wünschen übrig, trotz frei zugänglicher evidenzbasierter nationaler Leitlinien (1) für die Behandlung dieser Kopfschmerzerkrankung. Viele Betroffene suchen wegen ihrer Beschwerden gleich mehrere Allgemeinärzte und Spezialisten auf und unterziehen sich oft unnötigen Untersuchungen wie Computertomographien oder Magnetresonanztomographien, ohne dass ihre Beschwerden ausreichend gelindert werden. Das belegen die Ergebnisse einer kürzlich in The Journal of Headache and Pain veröffentlichten Studie,...

Familiäres Brustkrebsrisiko: Ab wann ist eine Brustkrebsfrüherkennung sinnvoll?

Wissenschaftler haben Daten von über 5 Millionen schwedischer Frauen ausgewertet, um herauszufinden, ab welchem Alter familiär vorbelastete Frauen mit der Früherkennung beginnen sollten. Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg konnten zeigen, wie stark das Risiko für Brustkrebs in verschiedenen Lebensaltern davon abhängt, welche und wie viele Verwandte in welchem Alter bereits an Brustkrebs erkrankt sind. Die Ergebnisse der Studie geben Ärzten und Verwandten von...

RRMS: Real-World-Daten unterstützen Therapieentscheidung

RRMS: Real-World-Daten unterstützen Therapieentscheidung
© momius - stock.adobe.com

Die Auswahl der passenden Therapieoption bei schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) erfolgt auf Basis einer Reihe praxisrelevanter Kriterien. So spielen neben dem zu erwartenden Therapieerfolg, Nebenwirkungen und Abbruchraten der individuelle Krankheitsverlauf sowie die Lebensplanung des Patienten in der Therapieentscheidung eine wichtige Rolle. Ergänzend zu den Ergebnissen klinischer Studien liefert heute eine steigende Zahl von Real-World-Daten (RWD) belastbare Informationen. Eine aktuelle Auswertung von Behandlungsdaten aus dem dänischen MS-Register zeigt...

Chronische Herzinsuffizienz: HFrEF-Basistherapie heute – aktuelle Daten für Sacubitril/Valsartan

Chronische Herzinsuffizienz: HFrEF-Basistherapie heute – aktuelle Daten für Sacubitril/Valsartan
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Die chronische Herzinsuffizienz (cHI) stand bei den DGK Herztagen in Berlin wiederholt im Fokus des wissenschaftlichen Diskurses. Viele der anwesenden Experten diskutierten über neue Daten und Erkenntnisse rund um die cHI-Therapie. Deutlich wurde: Eine HFrEF-Basistherapie sollte 4 wesentliche Ziele erfüllen. Dazu zählen die Verbesserung der Symptome, die Reduzierung der Hospitalisierungsrate, die Verringerung der Mortalität sowie die Verbesserung der Lebensqualität (5).

Cannabis bei chronischen Schmerzen: Evidenz, Standardisierung und Kosten

Cannabis bei chronischen Schmerzen: Evidenz, Standardisierung und Kosten
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Bei chronischen oder neuropathischen Schmerzen, Tumorschmerzen sowie Nicht-Tumorschmerzen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS) nach Versagen anderer Schmerztherapien den Einsatz von medizinischem Cannabis, eingebettet in ein multimodales Therapiekonzept. Dass Cannabis aber keineswegs gleich Cannabis ist, in die Therapieentscheidung deshalb Unterschiede in der Evidenz, standardisierter Qualität und auch der Wirtschaftlichkeit Eingang finden sollten, verdeutlichte Prof. Dr. Michael Überall, Nürnberg. 

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Seit 2009 richtet die gemeinnützige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums die Zentrale Patientenveranstaltung zum Weltdiabetestag am 14. November aus. Im letzten Jahr war das mit dem Kirchheim-Verlag neu erarbeitete Konzept des „Weltdiabetes-Erlebnistag“ nach dem Motto: „Raus aus dem Konferenzsaal, rein in die Stadt“ mit über 7000 Teilnehmenden im Berliner Sony Center besonders erfolgreich. Aufgrund der Corona-Krise haben sich die Veranstalter vorausblickend schon jetzt...

EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
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