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Medizin

Beiträge zum Thema: Leitlinien

Oktober 2020

Arthroseschmerzen: Effektive Linderung unter Fixkombination Naproxen + Esomeprazol

Arthroseschmerzen: Effektive Linderung unter Fixkombination Naproxen + Esomeprazol
© Von Schonertagen / Fotolia.com

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) werden in der internistischen Therapie breit eingesetzt und sind zur effektiven Linderung von Arthroseschmerzen unverzichtbar. Da auch oft eine längerfristige NSAR-Einnahme unerlässlich ist, die u.a. das Risiko für gastrointestinale Komplikationen erhöhen kann, empfehlen Fachgesellschaften einen gleichzeitigen Magenschutz bei Risikopatienten. Hier bietet sich die Fixkombination aus 500 mg Naproxen und 20 mg Esomeprazol (Vimovo®) an. Wie Prof. Dr. Dr. Manfred Gross von Internistischen Klinikum München Süd...

S1-Leitlinie zur nationalen Teststrategie für Mitarbeitende im Gesundheitswesen veröffentlicht

S1-Leitlinie zur nationalen Teststrategie für Mitarbeitende im Gesundheitswesen veröffentlicht
© peterschreiber.media - stock.adobe.com

„Wir müssen die Mitarbeiter – und damit auch die Patienten – im Gesundheitswesen besser schützen!“ Unter dieser Prämisse haben 17 medizinische Fachgesellschaften unter Federführung der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) jetzt eine S1-Leitlinie über eine nationale Teststrategie für Mitarbeitende im Gesundheitswesen veröffentlicht. Die wichtigste Forderung: „Kein Gießkannenprinzip, sondern gezielt nach Relevanz testen“, so Professor Uwe Janssens, Erstautor der...

September 2020

Arthrose: Opioide zur Schmerzlinderung vermeiden

Seit Beginn des Lockdowns in der Corona-Pandemie mussten hierzulande hunderttausende nichtakute Operationen verschoben werden. So verzeichnete etwa das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) im März und April dieses Jahres einen Rückgang von 79 Prozent der Operationen zum Arthrose bedingten Hüftersatz im Vergleich zum Vorjahr (1). Auch wenn Ärzte momentan viele dieser Implantationen nachholen, sind Patienten teilweise verunsichert, ob jetzt schon wieder ein geeigneter Zeitpunkt für diese Operationen ist. Einige warten lieber noch weiter ab – und...

Typ-2-Diabetes: Insulin-Kombinationstherapie senkt Blutzucker

Typ-2-Diabetes: Insulin-Kombinationstherapie senkt Blutzucker
© abidika - stock.adobe.com

Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes, die ein Mischinsulin (Kombination aus kurz- und mittellang wirksamem Insulin in einer Injektion) nutzen, um hohe HbA1c-Werte (≥ 9%) zu kontrollieren, sinkt nach den ersten Behandlungsmonaten die Wahrscheinlichkeit für das erfolgreiche Erreichen der glykämischen Kontrolle – so  eine Analyse von Real-World-Daten, die diese Woche bei der virtuellen Session der 56. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (#EASD2020) vorgestellt wurde (1). Dies unterstreicht den Bedarf für...

Asthma: Nationale VersorgungsLeitlinie grundlegend überarbeitet

Asthma: Nationale VersorgungsLeitlinie grundlegend überarbeitet
© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Asthma betrifft alle Altersgruppen und gehört zu den häufigen Volkskrankheiten. Ziel der NVL Asthma ist es, die bestmögliche, sektorenübergreifende Versorgung von Patienten mit Asthma zu beschreiben. Die multidisziplinäre Leitliniengruppe mit Vertretern aus 25 Fachgesellschaften hat dazu neue Empfehlungen für die Diagnostik und Therapie des Asthmaanfalls im Kindes- und Erwachsenenalter erarbeitet. Ebenfalls neu wurden Empfehlungen für die Kapitel Asthma in der Schwangerschaft, Asthma mit Arbeitsplatzbezug, Rehabilitation sowie für die...

Kardiovaskuläre Ereignisse: Cholesterinsenkende Wirkstoffe reduzieren Risiko

Kardiovaskuläre Ereignisse: Cholesterinsenkende Wirkstoffe reduzieren Risiko
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Mehr Patienten könnten von einer Kombination cholesterinsenkender Wirkstoffe zur Senkung des Schlaganfall- und Herzinfarktrisikos profitieren. Neue Ergebnisse aus einer großen europäischen Studie mit Patienten aus 18 Ländern, darunter Großbritannien, zeigen, dass viele Patienten durch die Einnahme von Statinen ihr Risiko senken können. Dabei könnten diejenigen mit dem höchsten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse besonders von der Kombination mehrerer lipidsenkender Arzneimittel profitieren.

Multiple Sklerose: Infektprophylaxe per Impfung

Bei Patienten mit Multipler Sklerose ist es wichtig, für einen effektiven Impfschutz gegen Infektionserkrankungen zu sorgen. Dabei sind bei Patienten unter einer Immuntherapie generell Totimpfstoffe einzusetzen, Lebendimpfungen sind in diesen Fällen kontraindiziert, berichtete Professor Dr. Uwe Zettl aus Rostock bei der digitalen „MScience. MShift kompakt“-Veranstaltung. Dass auch unter einer immunmodulatorischen Therapie adäquate Immunantworten durch Impfungen zu erreichen sind, belegen Studien zu Teriflunomid (1, 2).

Migräne: Effektive Prophylaxe mit monoklonalem CGRP-Antikörper Galcanezumab

Migräne: Effektive Prophylaxe mit monoklonalem CGRP-Antikörper Galcanezumab
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Trotz der hohen Prävalenz von Migräne und der damit verbundenen Beeinträchtigungen im Alltag der Patienten, wurden konventionelle Möglichkeiten zur Migräne-Prophylaxe in Deutschland noch nicht optimal genutzt (1). Mit dem seit nunmehr über einem Jahr zur Migräne-Prophylaxe zugelassenen monoklonalen CGRP-Antikörper Galcanezumab (Emgality®) haben sich die Chancen der Patienten auf eine zuverlässig anhaltende und spürbar schnelle Reduktion der Migräne-Kopfschmerztage (MKT) deutlich verbessert, berichtete Dr. Peter Storch,...

Juli 2020

Typ-2-Diabetes: Langwirksamer GLP-1-RA effektiv in Primär- und Sekundärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen

Typ-2-Diabetes: Langwirksamer GLP-1-RA effektiv in Primär- und Sekundärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen
© Adiano - stock.adobe.com

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 16. Juli 2020 dem langwirksamen Glucagon-like-Peptide-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA) Dulaglutid (Trulicity®) in Kombination mit Insulin bei Typ-2-Diabetes zum bereits bestehenden Zusatznutzen bei Patienten ohne Niereninsuffizienz einen weiteren Zusatznutzen bei Patienten mit moderater bis schwerer Niereninsuffizienz zugesprochen (1). Darüber hinaus bescheinigen die American Diabetes Association (ADA) und die European Association for the Study of Diabetes (EASD) in ihrem Leitlinien-Update Dulaglutid die stärkste Evidenz...

Cannabinoide in der Schmerztherapie: Anwendung nur bei Versagen der Standardtherapie

Cannabinoide in der Schmerztherapie: Anwendung nur bei Versagen der Standardtherapie
© poylock19 - stock.adobe.com

In Deutschland werden zunehmend Cannabinoide für medizinische Zwecke eingesetzt, besonders in der Schmerztherapie. Experten der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) mahnten beim virtuellen Deutschen Schmerz- und Palliativtag 2020 einen rationalen Umgang mit den entsprechenden Präparaten an. Denn Hintergründe der seit langem bekannten klinischen Wirkungen von Cannabinoiden bedürfen vielfach noch der wissenschaftlichen Aufklärung. Mit ihrer PraxisLeitlinie „Cannabis in der Schmerztherapie“ bietet die DGS Ärzten konkrete...

Herzinsuffizienz: Leitliniengerechter Einsatz von RAASi

Herzinsuffizienz: Leitliniengerechter Einsatz von RAASi
© 7activestudio - stock.adobe.com

Bei kardio-renalen Patienten steht der Erhalt einer lebenswichtigen leitliniengerechten Standardtherapie mit Inhibitoren des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAASi) wie ACE-Hemmern, Sartanen, Spironolacton oder Sacubitril/Valsartan im Fokus. Denn diese kann bei Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz und Diabetes mellitus die Organprotektivität steigern, die Krankheitsprogression verlangsamen und das Mortalitätsrisiko senken.

EULAR 2020: Aktuelle klinische Daten zu TNF-Inhibitoren und neue Perspektiven in der Rheumatologie

EULAR 2020: Aktuelle klinische Daten zu TNF-Inhibitoren und neue Perspektiven in der Rheumatologie
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TNF-Inhibitoren und weitere Biologika sind heute etablierter Bestandteil einer leitliniengerechten Versorgung bei verschiedenen rheumatologischen Erkrankungen. Zunehmend verfügbare kostengünstigere Anti-TNF-Biosimilars ermöglichen einem größeren Anteil der Patienten, von diesen hochwirksamen Therapieoptionen zu profitieren. Zahlreiche aktuelle Studien beschäftigen sich mit der Optimierung und Personalisierung der Behandlung unter Praxisbedingungen. Dies schlägt sich auch in den Themen nieder, die anlässlich des Jahreskongresses der European League...

NTM: Neue Leitlinien zur Antimykose

Der behandlungsresistente Mycobakterien-avium-Komplex (MAC) ist die häufigste Ursache der nicht-tuberkulösen mykobakteriellen Lungenerkrankung (NTM). Die aktualisierten Leitlinien der European Respiratory Society (ERS), der Infectious Diseases Society of America (IDSA), der American Thoracic Society (ATS) und der European Society of Clinical Microbiology and Infectious Disease (ESCMID) empfehlen die Therapie mit dem Antibiotikum Amikacin ausschließlich bei Patienten, bei denen sich nach mindestens 6 Monaten Standardtherapie keine Besserung abzeichnet.  

Grippeschutzimpfung in Apotheken: Modellvorhaben in Nordrhein

Grippeschutzimpfung in Apotheken: Modellvorhaben in Nordrhein
© psdesign1 - stock.adobe.com

Die AOK Rheinland/Hamburg und der Apothekerverband Nordrhein e.V. (AVNR) haben sich auf ein Modellvorhaben zur Grippeschutzimpfung in Apotheken in Nordrhein geeinigt. Im Rahmen dieses bundesweit ersten vertraglich vereinbarten Modellvorhabens sollen Impfungen in den Apotheken mit Beginn der kommenden Grippesaison im Herbst ergänzend zu den Grippeimpfungen in den Arztpraxen durchgeführt werden. Die Vertragspartner erfüllen damit den Auftrag des Gesetzgebers im Kontext des zum 1.3.2020 in Kraft getretenen Masernschutzgesetzes. Demnach sollen Apothekerinnen und Apotheker in...

RA und PsA: Real-World-Daten untermauern Wirksamkeit von AK1- und JAK2-Inhibitor Baricitinib und IL-17A-Inhibitor Ixekizumab

RA und PsA: Real-World-Daten untermauern Wirksamkeit von AK1- und JAK2-Inhibitor Baricitinib und IL-17A-Inhibitor Ixekizumab
© sebra - stock.adobe.com

Lilly präsentierte auf dem diesjährigen Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR) in 2 Symposien und insgesamt 18 Abstracts u.a. neue Daten zur anhaltend starken Wirksamkeit des JAK1- und JAK2-Inhibitors Baricitinib (Olumiant®) bei rheumatoider Arthritis (RA) und des IL-17A-Inhibitors Ixekizumab (Taltz®) bei Psoriasis-Arthritis (PsA). Baricitinib überzeugte mit einer Wirksamkeit von über 3 Jahren bei RA. Ixekizumab bestätigte die stärkere Wirksamkeit gegenüber Adalimumab im Direktvergleich nach einem Jahr in der...

Hypercholesterinämie: Multinationale prospektive Beobachtungsstudie gestartet

In eine multinationale, prospektive Beobachtungsstudie zur Untersuchung der Effektivität der Behandlung und des Managements von Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin (LDL-C) unter den Bedingungen der alltäglichen Routinepraxis wurde der erste Patient aufgenommen. Für die Studie werden 8.000 Patienten mit Hypercholesterinämie und bestehendem hohem bis sehr hohem Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse an ca. 800 Prüfzentren in 14 Ländern Europas rekrutiert.

RA: Reduktion des Entzündungsgeschehens und positive Effekte auf Komorbiditäten unter IL-6-Rezeptor-Inhibitor Sarilumab

RA: Reduktion des Entzündungsgeschehens und positive Effekte auf Komorbiditäten unter IL-6-Rezeptor-Inhibitor Sarilumab
© Alexander Raths - stock.adobe.com

Der spezifische Interleukin-6 (IL-6)-Rezeptor-Inhibitor Sarilumab (Kevzara®) kann bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) eine rasche und langanhaltende Remission erzielen (1-5). Darüber hinaus wirkt sich die Immuntherapie mit diesem vollhumanen Antikörper günstig auf häufige Begleiterkrankungen bei RA, wie Diabetes und Anämie, sowie auf Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen aus (6-8). Das berichtete Prof. Dr. med. Christof Specker, Direktor der Klinik für Rheumatologie & Klinische Immunologie in den Kliniken...

Periphere neuropathische Schmerzen: Deutliche Schmerzreduktion unter kutanem Capsaicin-Pflaster

Periphere neuropathische Schmerzen: Deutliche Schmerzreduktion unter kutanem Capsaicin-Pflaster
© New Africa - stock.adobe.com

Über ihre praktischen Erfahrungen mit dem kutanen Capsaicin-Pflaster Qutenza® (179 mg) in der Praxis sprach Grünenthal mit 3 Experten (1). Das Pflaster besitzt eine breite Zulassung zur Behandlung aller peripheren neuropathischen Schmerzsyndrome (1). Dank der topischen Applikation gelangt der Wirkstoff direkt an den Ort des Schmerzes. Periphere neuropathische Schmerzen und auch deren Symptome, wie Taubheit, Brennen oder Kribbeln können so für im Mittel 5 Monate reduziert werden (2).

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