Sonntag, 31. Mai 2020
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Medizin

Beiträge zum Thema: Multimorbidität

Juni 2019

Bruxismus: Fachgesellschaften stellen S3-Leitlinie vor

Bruxismus: Fachgesellschaften stellen S3-Leitlinie vor
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Bruxismus entsteht durch wiederholte Aktivität der Kaumuskulatur. Davon ist jeder Fünfte in Deutschland betroffen. „Das Zähneknirschen selbst wird nicht als Krankheit angesehen, es kann jedoch ernsthafte Folgen für die Gesundheit der Zähne, Kaumuskulatur und Kiefergelenke haben“, fasst Prof. Dr. Ingrid Peroz , Berlin, die Ergebnisse der ersten deutschen Leitlinie zum Bruxismus zusammen. Die S3-Leitlinie wurde von DGFDT, DGZMK sowie 30 involvierten Fachgesellschaften und Institutionen erarbeitet. Diese Zusammenfassung der aktuellen wissenschaftlichen...

Niereninsuffizienz: Ganzheitliche Behandlung und interdisziplinäre Therapien

Niereninsuffizienz: Ganzheitliche Behandlung und interdisziplinäre Therapien
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Rund 4-6 Millionen Menschen in Deutschland sind von einer Nierenschwäche betroffen. Weil das Nachlassen der Nierenfunktion keinerlei Schmerzen verursacht, wird es oft erst spät erkannt. Für die Patienten kann das schwerwiegende Folgen haben: Die Zahl der möglichen Folgeerkrankungen ist bei nephrologischen Patienten so hoch wie in keinem anderen medizinischen Fachbereich. Daher müsse bei der Behandlung von Nierenerkrankungen immer der ganze Patient gesehen werden, betonen Experten der Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM).

Orale Antikoagulation: Vergleich zwischen DOAK-Therapie und VKA-Behandlung wirft Fragen auf

Orale Antikoagulation: Vergleich zwischen DOAK-Therapie und VKA-Behandlung wirft Fragen auf
© Michael Schtze / Fotolia.com

Die direkten oralen Antikoagulantien (DOAKs) haben inzwischen die Vitamin-K-Antagonisten (VKA) in der Verordnungshäufigkeit überholt (1). Neuere Real-world-Daten zur Wirksamkeit sowie Sicherheit einer DOAK-Therapie bei Patienten mit Vorhofflimmern im Vergleich zur VKA-Behandlung erscheinen beachtenswert (2-4). So geben die Ergebnisse von 3 deutschen Real-Life-Studien keine eindeutigen Antworten auf wichtige Fragen – vielmehr werfen sie weitergehende Fragen auf.

Lipodystrophie: Individueller Therapieplan mit Metreleptin

Lipodystrophie: Individueller Therapieplan mit Metreleptin
© by Dariusz T. Oczkowicz - stock.adobe.com

Mit der Einführung des rekombinanten humanen Leptin-Analogons Myalepta® kam im November 2018 die erste Therapie für Patienten mit generalisierter und partieller Lipodystrophie auf den Markt. Ergänzend zu der bisherigen 11,3 mg Packungsgröße sind seit 15. Mai auch 3 mg und 5,8 mg Dosen zur subkutanen Anwendung verfügbar. Da das Präparat in Proportion zum Körpergewicht des Patienten verabreicht wird, erleichtern weitere Packungsgrößen dem Arzt die Behandlung. Auch Dosisanpassungen, die im Therapieverlauf notwendig werden...

Hypertonie: Update zu Definition und Medikation

Hypertonie: Update zu Definition und Medikation
© Zerbor - stock.adobe.com

Ein Blutdruck von ≤ 130/80 mmHg ist das Therapieziel, das die aktuelle ESC/ESH-Leitlinie für die meisten Hypertonie-Patienten empfiehlt. In der Mehrzahl der Fälle kommt man nur mit einer 2- oder 3-fach Kombination so weit. Ein ACE-Hemmer (oder AT1-Blocker) plus ein Kalziumantagonist und/oder ein Diuretikum sind Substanzen der ersten Wahl. Fixkombinationen, die nur einmal täglich eingenommen werden müssen, unterstützen die Adhärenz der Patienten. Und immer gehört auch eine Lebensstiländerung zum Hypertonie-Management.

Mai 2019

ADHS: Methylphenidat weiterhin Goldstandard der medikamentösen Therapie

ADHS: Methylphenidat weiterhin Goldstandard der medikamentösen Therapie
© solvod - stock.adobe.com

Aktuelle Ergebnisse einer prospektiven, nicht-interventionellen Studie (NIS) belegen, dass eine medikamentöse Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Erwachsenen mit Methylphenidat (MPH) auch unter Routinebedingungen wirksam und sicher ist (1). Als primäres Zielkriterium wurde die Wirksamkeit bezüglich der Gesamteinschätzung durch den Arzt definiert, sekundäres Zielkriterium war die Patientenbeurteilung der ADHS-Symptomatik sowie die Unbedenklichkeit, Verträglichkeit und Dosierung von MPH. Die Untersuchung konnte...

Migräne: Signifikante Reduktion der Schmerztage durch Anti-CGRP-Antikörper

Migräne: Signifikante Reduktion der Schmerztage durch Anti-CGRP-Antikörper
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Mit Fremanezumab ist in Deutschland der erste monoklonale Antikörper für eine spezifische Migräneprophylaxe verfügbar, der neben der monatlichen Injektion auch eine Quartalsdosis bietet (1). Fremanezumab überzeugte in den Studien in beiden Dosierungsintervallen durch eine hohe Ansprechrate, eine gute Verträglichkeit und einen schnellen Wirkeintritt. Der Antikörper bindet an das Neuropeptid Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP), welches bei der Pathophysiologie der Migräne eine zentrale Rolle spielt (2).

ADHS im Erwachsenenalter: Medikamentöse Therapie und Verhaltensedukation erhöhen Lebensqualität

ADHS im Erwachsenenalter: Medikamentöse Therapie und Verhaltensedukation erhöhen Lebensqualität
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Zur Behandlung von Erwachsenen mit ADHS steht mit Lisdexamfetamin eine neue medikamentöse Erstlinientherapie zur Verfügung. ADHS schränkt auch im Erwachsenenalter die Lebensqualität deutlich ein. Eine unbehandelte ADHS kann zu erhöhter Mortalität, geringerem beruflichen Erfolg sowie zwischenmenschlichen und familiären Problemen führen, wie zahlreiche Studien zeigen. „Die negativen Rückmeldungen, denen viele Betroffene aufgrund ihres Verhaltens ausgesetzt sind und das damit verbundene Stigma können für die Betroffenen enorm...

Typ-2-Diabetes: Lebensstilintervention und Bariatrische Chirurgie in der Diskussion

Typ-2-Diabetes: Lebensstilintervention und Bariatrische Chirurgie in der Diskussion
© LiliGraphie - stock.adobe.com

Weltweit leiden rund 425 Millionen Erwachsene an Diabetes mellitus. 95% der rund 7 Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland sind an einem Typ-2-Diabetes erkrankt. Hochrechnungen aus den Daten der gesetzlichen Krankenversicherung lassen eine Zunahme um mehr als 50% innerhalb der nächsten 20 Jahre erwarten. Forschende des Deutschen Diabetes Zentrums (DDZ) in Düsseldorf und des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin prognostizieren, dass im Jahr 2040 bis zu 12 Millionen Menschen in Deutschland von Typ-2-Diabetes betroffen sein könnten. Bereits jetzt werden hierzulande 12%...

CED: Spezielle Behandlung bei Kindern und Jugendlichen

CED: Spezielle Behandlung bei Kindern und Jugendlichen
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Die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa bei Kindern und Jugendlichen stehen im Mittelpunkt bundesweit stattfindender Veranstaltungen der Gastro-Liga zum Welt-CED-Aktionstag am 19. Mai. Die Erkrankungen stellen in dieser Altersgruppe eine besondere Herausforderung für Betroffene, Angehörige, Mediziner und Pflegekräfte dar. In einer Spezialambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Ulm finden junge Patienten Hilfe. Die Klinik lädt zudem am Samstag, 18. Mai von 10:00 bis 15:00 Uhr...

Disease-Management-Programm: IQWiG sieht Aktualisierungsbedarf

Disease-Management-Programm: IQWiG sieht Aktualisierungsbedarf
© Sherry Yates / Fotolia.com

Disease-Management-Programme (DMP) sollen in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden, um sie an den jeweiligen Stand des medizinischen Wissens anzupassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat deshalb aktuelle evidenzbasierte Leitlinien zu Diabetes mellitus Typ 2 recherchiert, deren Empfehlungen zu Kernaussagen zusammengefasst und überprüft, ob sich aus ihnen ein Aktualisierungsbedarf ergibt. Die vorläufigen Ergebnisse liegen nun vor. Demnach sollten oder könnten fast alle Aspekte des DMP...

Schlafapnoe: Zungenschrittmacher nach erfolgloser Atemmasken-Behandlung

Schlafapnoe: Zungenschrittmacher nach erfolgloser Atemmasken-Behandlung
© Jenny Sturm / Fotolia.com

Ein Zungenschrittmacher, der durch elektrische Stimulierung des Zungennervs nachts die Atemwege freihält, verhilft Menschen mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom nicht nur zu einem erholsamen Schlaf. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Behandlung auch den Blutzucker bessert und langfristig vor einem Diabetes schützen könnte. Über die Studie und weitere aktuelle Ergebnisse im Zusammenhang mit der Atemwegsstimulation spricht der Studienautor anlässlich der 90. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie...

Psoriasis: Phase-III-Studie zeigt Überlegenheit von Secukinumab gegenüber Ustekinumab

Psoriasis: Phase-III-Studie zeigt Überlegenheit von Secukinumab gegenüber Ustekinumab
© Farina3000 / Fotolia.com

Durch die chronische systemische Entzündungsreaktion beeinflusst die Psoriasis weit mehr als nur die Haut der Patienten. Gelenkbeschwerden, kardiovaskuläre Erkrankungen, metabolisches Syndrom (Diabetes, Hypertonie, Dyslipidämie), Depressionen oder Angstgefühle sind eng mit der immunvermittelten Systemerkrankung verknüpft (1). Die Psoriasis schränkt die Betroffenen in nahezu allen Lebensbereichen ein, etwa in ihrem sozialen Leben sowie bei Beruf und Familie. Aufgrund der Erkrankung kommt es zudem zu Fehltagen und Hospitalisierungen (1). Die direkten und...

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Etwa jede zehnte Frau in Deutschland leidet unter einem Lipödem, auch als Reiterhosenphänomen bekannt. Hierbei treten symmetrische schwammige Schwellungen an den Beinen und in 30 Prozent der Krankheitsfälle auch an den Armen auf. Die Ursache: eine Fettverteilungsstörung, die mit Wassereinlagerungen einhergeht. Lipödempatienten stehen aus mehreren Gründen unter einem sehr hohen Leidensdruck. Sie haben nicht nur sehr starke Berührungs- und Druckschmerzen, sondern auch Spannungsgefühle, sodass bereits einfache Tätigkeiten wie Haare föhnen oder...

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EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Trump bricht US-Beziehung zur WHO ab – Weil er die WHO neben China als verantwortlich für die SARS-CoV-2-Pandemie erachtet, hat der US-Präsident den Austritt der USA aus der WHO beschlossen (dpa, 30.05.2020).
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