Mittwoch, 22. Mai 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Nebenwirkungen

Mai 2019

Familiäres Chylomikronämie-Syndrom: Bedingte Zulassung für Volanesorsen

Familiäres Chylomikronämie-Syndrom: Bedingte Zulassung für Volanesorsen
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Volanesorsen hat von der Europäischen Kommisson die bedingte Zulassung erhalten. Das Medikament ist als unterstützende Behandlung neben einer Diät bei erwachsenen Patienten mit gene­tisch bestätigtem familiären Chylomikronämie-Syndrom (FCS) und mit einem hohen Risiko für Pankreatitis angezeigt, bei denen das Ansprechen auf eine Diät und eine triglyzerid­senkende Therapie unzureichend war.

Personalisierte Medizin: Therapieoptimierung durch Analyse des Erbguts

Personalisierte Medizin: Therapieoptimierung durch Analyse des Erbguts
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Das Universitätsklinikum Bonn plant, zukünftig Pharmakogenetik stärker zu berücksichtigen – also den Einfluss von Merkmalen im Erbgut auf die Wirkung von Arzneimitteln. Dies ist der Ansatz für eine personalisierte Medizin. Dazu starten das Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums Bonn und die HMG Systems Engineering GmbH (HMG) mit Sitz in Fürth eine Kooperation, um umfassende pharmakogenetische Untersuchungen in die klinische Routine einzuführen. Ziel ist es, dem behandelnden Arzt schnell klinisch relevante Hinweise zu...

Disease-Management-Programm: IQWiG sieht Aktualisierungsbedarf

Disease-Management-Programm: IQWiG sieht Aktualisierungsbedarf
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Disease-Management-Programme (DMP) sollen in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden, um sie an den jeweiligen Stand des medizinischen Wissens anzupassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat deshalb aktuelle evidenzbasierte Leitlinien zu Diabetes mellitus Typ 2 recherchiert, deren Empfehlungen zu Kernaussagen zusammengefasst und überprüft, ob sich aus ihnen ein Aktualisierungsbedarf ergibt. Die vorläufigen Ergebnisse liegen nun vor. Demnach sollten oder könnten fast alle Aspekte des DMP...

Orale Antikoagulation zur Schlaganfallprophylaxe: Aktualisierte Studiendaten zu Edoxaban

Orale Antikoagulation zur Schlaganfallprophylaxe: Aktualisierte Studiendaten zu Edoxaban
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In der Phase-III-Studie ENGAGE 48 bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) hat sich das Nicht-Vitamin-K-abhängige orale Antikoagulanz (NOAK) Edoxaban dem bisherigen Standard Warfarin in der Schlaganfallprophylaxe als äquieffektiv und in puncto Sicherheit als überlegen erwiesen. Die kontrollierten Studiendaten werden inzwischen durch Daten aus der Routineversorgung untermauert.

Nosokomiale Pneumonie: Ceftolozan + Tazobactam nicht unterlegen

Nosokomiale Pneumonie: Ceftolozan + Tazobactam nicht unterlegen
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Die Kombination aus Ceftolozan und Tazobactam (ZERBAXA®), war in der Behandlung von invasiv beatmeten erwachsenen Patienten mit nosokomialer Pneumonie dem Carbapenem Meropenem hinsichtlich des primären und zentralen sekundären Endpunktes nicht unterlegen. Dies zeigen die Ergebnisse der ASPECT-NP-Studie, die im April 2019 beim 29th European Congress of Clinical Microbiology & Infectious Diseases (ECCMID) in Amsterdam erstmals vorgestellt wurden.

Asthma: Zulassung für Dupilumab als Add-on-Erhaltungstherapie

Asthma: Zulassung für Dupilumab als Add-on-Erhaltungstherapie
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Die Europäische Kommission hat Dupilumab (Dupixent®) für die Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren als Add-on-Erhaltungstherapie bei schwerem Asthma mit Typ-2-Inflammation, gekennzeichnet durch eine erhöhte Anzahl der Eosinophilen im Blut und/oder erhöhte Werte für fraktioniertes exhaliertes Stichstoffmonoxid zugelassen, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) plus einem weiteren zur Erhaltungstherapie angewendeten Arzneimittel unzureichend kontrolliert ist.

Eisenmangel: Dosisvariabilität mit Eisen(III)-Derisomaltose-Präparat

Eisenmangel: Dosisvariabilität mit Eisen(III)-Derisomaltose-Präparat
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Im Jahr 2011 erhielt das Eisen(III)-Derisomaltose-Präparat MonoFer® von Pharmacosmos die Marktzulassung in Deutschland. Es ist indiziert zur Behandlung eines Eisenmangels oder einer Eisenmangelanämie, wenn orale Eisenpräparate nicht wirksam sind oder nicht angewendet werden können sowie bei klinischer Notwendigkeit einer schnellen Eisenzufuhr. Durch seine besondere chemische Struktur minimiert das Präparat das Risiko freien Eisens (1). Es kann bis zu 20 mg/kg Körpergewicht dosiert werden. So sind auch Dosen weit über 1.000 mg mit nur einer...

Seltene Erkrankung: abdominelle Beschwerden und rezidivierende Hautschwellungen deuten auf hereditäres Angioödem hin

Seltene Erkrankung: abdominelle Beschwerden und rezidivierende Hautschwellungen deuten auf hereditäres Angioödem hin
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Plötzlich auftretende heftige Abdominalschmerzen sind möglicherweise Alarmzeichen für eine schwerwiegende Erkrankung. Trotz einer ausführlichen Differentialdiagnose wird nicht immer die Ursache gefunden. Die anhaltende Ungewissheit und die permanente Angst vor der nächsten Schmerzattacke belastet viele Patienten. Wird dann nach Jahren oder Jahrzehnten eine seltene Erkrankung diagnostiziert, z.B. das hereditäre Angioödem (HAE), sind viele Betroffene geradezu erleichtert. HAE ist eine seltene genetische Erkrankung, die durch plötzliche...

April 2019

Medizinalhanf: Fachgesellschaften rufen zu kritischem Umgang auf

Medizinalhanf: Fachgesellschaften rufen zu kritischem Umgang auf
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Medizinische Fachgesellschaften und Fachverbände warnen vor einem unkritischen Einsatz von Cannabis. Auch wenn die Behandlung mit cannabisbasierten Arzneimitteln oder Medizinalhanf bei einzelnen Indikationen sinnvoll ist, betrachtet eine Reihe von Fachgesellschaften und Fachverbänden die Entwicklung seit Verabschiedung des Gesetzes zur „Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ vom März 2017 mit Sorge. Seither können Ärzte aller Fachrichtungen Cannabisblüten, wie auch cannabisbasierte Arzneimittel, verschreiben.

T-Zellen: Untersuchung des genregulatorischen Faktors Rbpj

T-Zellen: Untersuchung des genregulatorischen Faktors Rbpj
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In einer Studie haben Immunologen des Regensburger Centrums für Interventionelle Immunologie (RCI) der Universität Regensburg den Einfluss des genregulierenden Faktors Rbpj (engl. „recombination signal binding protein for immunoglobulin kappa J region“), der in den T-Zellen steckt, untersucht. Dafür haben sie Rbpj über genetische Verfahren gezielt aus regulatorischen T-Zellen entfernt, um dessen Funktion zu verstehen. So konnten die Wissenschaftler zeigen, dass der Defekt keinen Einfluss auf die Entstehung von regulatorischen T-Zellen hat, aber ihre Funktion...

Morbus Crohn: Nicht-Unterlegenheit von Infliximab-Biosimilar CT-P13 bestätigt

Das Infliximab-Biosimilar CT-P13 konnte in der Phase-III-Studie PLANETCD bei 220 Patienten mit aktivem Morbus Crohn (MC) seine therapeutische Nicht-Unterlegenheit gegenüber dem Referenz-Infliximab unter Beweis stellen (1). Die positiven Ergebnisse der randomisierten, kontrollierten Studie untermauern die vorhandene Evidenz zu CTP13 bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), die bislang aus der Extrapolation von Daten aus anderen Indikationen (2,3) sowie Real-world-Erfahrungen und Beobachtungsstudien (4-7) stammte.

Osteopetrose: Usprung der Osteoklasten im Mausmodell entdeckt

Osteopetrose: Usprung der Osteoklasten im Mausmodell entdeckt
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Die Marmorknochenkrankheit (Osteopetrose) ist eine meist genetisch bedingte Krankheit, die durch das Fehlen oder die Unterfunktion von Osteoklasten verursacht wird. Dadurch kommt es zu erheblichen Störungen der Knochenstruktur und mechanischen Stabilität. Eine Knochenmarktransplantation ist die derzeit einzige Behandlungsmöglichkeit, die aber oft nur partiell erfolgreich ist. Forscher des Leibniz-Instituts für Alternsforschung (FLI) in Jena haben jetzt im Mausmodell entdeckt, dass Osteoklasten einen anderen zellulären Ursprung haben als bisher angenommen. Damit...

Personalisierte Therapien bei CED

Personalisierte Therapien bei CED
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Der Ruf nach einer personalisierten Medizin, der in nahezu allen medizinischen Fachgebieten immer lauter zu hören ist, macht auch vor den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen nicht Halt. Die Gastroenterologen versprechen sich davon eine höchst effektive und gleichzeitig gut verträgliche Therapie für jeden einzelnen Patienten. Der Weg dorthin ist anspruchsvoll, denn er erfordert intensive Grundlagenforschung in den Bereichen Pathophysiologie, Genetik und Immunologie. Denn klar ist: Trotz aller Innovationen in den vergangenen Jahren besteht noch immer ein...

Parkinson: Entstehung – Diagnostik – Therapie

Parkinson: Entstehung – Diagnostik – Therapie
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Die Parkinson‐Krankheit ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Nur die Alzheimer‐Krankheit ist noch häufiger. Namensgeber ist der englische Arzt James Parkinson (1755-1824), der die Hauptsymptome 1817 erstmals beschrieben hat und auf dessen Geburtstag am 11. April der Welt‐Parkinson‐Tag fällt. Im Durchschnitt erkranken Patienten mit etwa 60 Jahren an Parkinson. Dem Ausbruch gehen aber vermutlich jahrzehntelange Veränderungen im Körper voraus.

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