Donnerstag, 23. Mai 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Prophylaxe

Februar 2019

Antikoagulation: Kasuistiken belegen breite Evidenz von Faktor Xa-Inhibitor bei Patienten mit Komorbiditäten

Entscheidungen zur Prophylaxe thromboembolischer Ereignisse beruhen im Praxisalltag auf der klinischen Evidenz, den Leitlinienempfehlungen sowie auf patientenindividuellen Faktoren. Anhand von typischen Kasuistiken lässt sich verdeutlichen, welche Risikofaktoren in der Praxis häufig vorkommen und welchen Einfluss das auf die Therapieentscheidung hat. Einen hohen Bedarf für eine Thromboembolieprophylaxe haben beispielsweise Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) und Komorbiditäten wie eingeschränkter Nierenfunktion und Diabetes, Patienten mit...

Venöse thromboembolische Erkrankungen: Zulassung für Biosimilar

Biosimilars – biotechnologisch hergestellte Arzneimittel mit einer strukturell hohen Ähnlichkeit mit einem bereits in der EU zugelassenen Biologikum und einer identischen pharmakologischen Wirkung im Körper (1) – können einen wichtigen Beitrag zu einer qualitativ guten und bezahlbaren Gesundheitsversorgung leisten. Für die Prophylaxe und Therapie von venösen thromboembolischen Erkrankungen (VTE) steht nun ein Generikum zur Verfügung (2).

Hämophilie A: Zulassung für Faktor-VIII-Präparat mit verlängerter Halbwertszeit

Die Therapie der Hämophilie A entwickelt sich weiter: Anstatt wie bisher den Faktor-VIII-Spiegel bei allen Patienten standardmäßig über 1% zu halten, werden heute auch der persönliche Lebensstil mit seinem Aktivitätslevel und -zeiten, der Blutungsphänotyp, der Gelenkstatus sowie das Faktor-VIII-Produkt und sein pharmakokinetisches Profil bei der Prophylaxe berücksichtigt, da manche Patienten höhere Talspiegel benötigen. Das erläuterte PD Dr. Robert Klammroth, Berlin, auf der Launch-Pressekonferenz für einen neuen rekombinanten...

B-Streptokokken-Test für Schwangere: Vorteil von universellem Screening weiter unklar

B-Streptokokken-Test für Schwangere: Vorteil von universellem Screening weiter unklar
© Sondem / Fotolia.com

Streptokokken der serologischen Gruppe B sind weit verbreitete Bakterien, die aber meist unbemerkt bleiben. Das gilt auch für die knapp 20% der Schwangeren, bei denen Scheide oder Anus besiedelt sind. Ein Risiko sind die Bakterien aber für die Babys: Stecken sie sich bei der Geburt an, kann das im schlimmsten Fall eine Blutvergiftung oder eine Hirnhautentzündung auslösen. Um dem vorzubeugen, bekommen Schwangere, bei denen bestimmte Risikofaktoren vorliegen, kurz vor der Geburt Antibiotika (Risiko-Strategie). Allerdings ist auch ein Test auf dem Markt, den man allen...

Januar 2019

Vorhofflimmern: Neubewertung der oralen Antikoagulation

Vorhofflimmern: Neubewertung der oralen Antikoagulation
DOC RABE Media / Fotolia.com

Eine aktuelle Auswertung deutscher Versorgungsdaten regt zu einer Neubewertung der oralen Antikoagulation bei Vorhofflimmern an. Bisher dienten ausschließlich die Daten der NOAK*-Zulassungsstudien als Referenz für deren gutes Wirkprofil. Eine Wismarer Forschergruppe befasste sich jetzt mit der realen Situation in Deutschland. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass die NOAK den VKA** in fast allen klinischen Wirksamkeitsendpunkten unterlegen war.

Migräne: Zulassung für medikamentöse Prophylaxe

Migräne: Zulassung für medikamentöse Prophylaxe
© www.komafoto.de / Fotolia.com

Ende letzten Jahres erhielt Galcanezumab die Zulassung der Europäischen Kommission zur Migräne-Prophylaxe bei Erwachsenen mit mindestens 4 Migräne-Tagen pro Monat (1). Verabreicht wird das Medikament als subkutane Injektion (120 mg) mit einem Fertigpen oder einer Fertigspritze. Galcanezumab ist der erste humanisierte monoklonale Antikörper, der spezifisch an das für die Pathogenese der Migräne bedeutsame Calcitonin Gen-Related Peptid (CGRP) bindet und damit seine Aktivität blockiert.

Oktober 2018

Therapie mit CGRP-Antikörpern erweitert Behandlungsspielraum in der Migräne-Prophylaxe

Chronische Kopfschmerzen und Migräne begleiten viele Betroffene seit ihrer Kindheit. Nach Angaben der International Headache Society gibt es über 240 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Eine der wichtigsten Erkrankungen ist die Migräne. Differenzierung, Diagnosestellung und Wahl der passenden Therapie sind somit eine Herausforderung für den behandelnden Arzt. Der medizinische Bedarf an neuen wirksamen Therapien, die vorbeugend bei Migräne eingesetzt werden können, ist hoch – ca. 1% bis 2% der Bevölkerung weltweit sind von täglichen oder...

Herpes Zoster und Migräne: Neue Therapieansätze ermöglichen bessere Schmerzversorgung

Jedes Jahr erkranken in Deutschland eine Million Patienten an einer Post-Zoster-Neuralgie. Mithilfe einer Impfung gegen Herpes Zoster bleibt vielen Menschen zukünftig diese schmerzhafte Folge der Virus-Erkrankung erspart. Schmerzlinderung für Migräne-Patienten verspricht zudem  die präventive Gabe eines neu entwickelten CGRP-Antikörpers. „Die aktuellen Entwicklungen bedeuten einen riesigen Fortschritt bei der Versorgung unserer Patienten und sollten schnellstmöglich Einzug in den Praxisalltag erhalten“, betont Dr. med. Dipl. Lic. Psych....

Aktionsbündnis Thrombose: Thrombose kann auf Tumorerkrankung hinweisen

Die Diagnose Krebs ist für alle Betroffenen ein Schicksalsschlag, die Therapie aufwendig. 20% der Krebspatienten entwickeln im Laufe ihrer Erkrankung zusätzlich eine Thrombose. „Deren Folgeerkrankung, die Lungenembolie ist eine der häufigsten Todesursachen bei Krebspatienten“, so Prof. Dr. Hanno Riess, Onkologe und Hämatologe aus der Berliner Charité. Da häufig mehrere starke Risikofaktoren wie Operation, Bettlägerigkeit, Chemotherapie, Bestrahlung oder Infektionen vorliegen, ist die Thromboseprophylaxe weniger effektiv. Ein Tumorleiden...

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