Montag, 16. Dezember 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Screening

April 2018

Screening auf Depression: Nutzen und Schaden

Bei knapp 12% aller Erwachsenen in Deutschland wird im Laufe ihres Lebens eine Depression diagnostiziert. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht derzeit, ob es für Teilnehmer eines Screenings Vor- oder Nachteile haben könnte, wenn beispielsweise Hausärzte regelhaft einen Test anbieten, der Hinweise auf eine Depression geben kann. Ein Vorteil könnte darin bestehen, dass die Diagnose frühzeitig gestellt und eine Therapie begonnen werden kann. Die vorläufigen Ergebnisse liegen nun vor. Demnach bleiben...

Infektiologen warnen vor häufigem Fehleinsatz von Antibiotika bei Gelenkersatzoperationen

Gelenkersatzoperationen gehören zu den häufigsten Eingriffen in Deutschland. Um das Risiko einer Infektion zu verringern, erhalten viele Patienten vor dem Eingriff Antibiotika. In manchen Fällen überflüssigerweise – beispielsweise, weil im Urin des Patienten Bakterien gefunden werden. Sofern ein Patient keine Symptome einer Harnwegsinfektion aufweist, sind Bakterien im Urin selten behandlungsbedürftig. Dennoch werden bei der asymptomatischen Bakteriurie (ASB) oft unnötigerweise Antibiotika verabreicht. Eine aktuelle Meta-Analyse zeigt: Es gibt keine...

Oktober 2017

Experten fordern Cholesterin-Screening – Mit Blutfettsenkung Herztod verhindern

Der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen ist das Cholesterin, konkret das Low-Density Lipoprotein (LDL). „Wir sind heute der Ansicht, dass Cholesterin ein wichtigerer Risikofaktor ist als zum Beispiel Diabetes oder Bluthochdruck. Bereits die HOPE III Studie hat gezeigt, dass Cholesterin der am besten modifizierbare Risikofaktor ist. Darüber hinaus ist Cholesterin auch der am stärksten genetisch determinierte Risikofaktor. Hohes Cholesterin und das damit verbundene hohe Herzinfarktrisiko werden also vererbt“, so Prof. Dr. Oliver...

Schilddrüsenmediziner fordern interdisziplinäre Zusammenarbeit

Vom 12. bis 14. Oktober 2017 fand in Heidelberg das 23. Henning-Symposium zu dem Tagungsthema „Thyreologie interdisziplinär – Alternativen in Diagnostik und Therapie“ statt. „Die Behandlung von Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen wandelt sich. Das Abschätzen einer möglichen Gefährdung des Patienten ist für Ärzte heute komplexer als je zuvor“, fasst Kongresspräsident Prof. Dr. med. Peter E. Goretzki anlässlich der Auftakt-Pressekonferenz (1) zusammen. In seinem Vortrag weist Goretzki auf die immer noch hohe Zahl...

Gezieltes Management der Atemfunktion bei Duchenne-Muskeldystrophie

Während die Diagnose der Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) durch molekulargenetische Untersuchungsmöglichkeiten heutzutage keine Herausforderung mehr darstellt, besteht aktuell häufig eine Hürde bei der praktischen Umsetzung von frühzeitigen Atemfunktions-Untersuchungen. In der Praxis bleibt die Einschränkung der Atemmuskulatur oftmals unbemerkt und wird erst mit Vorliegen von akuten Ereignissen – wie etwa eine Sekretverlegung der Atemwege oder Aspirationspneumonien – erkannt. Dabei stellt die Früherkennung der progredient abnehmenden...

August 2017

Herzmuskelentzündung: 6-fach höhere Fallzahlen in Risikogruppen durch systematisches MRT

Kardiologen empfehlen ein konsequentes Screening auf Herzmuskelentzündung (Myokarditis) mittels Magnetresonanztomografie (MRT) bei Patienten mit Brustschmerz (Angina Pectoris-Beschwerden) und positivem Troponin-Test, die keine durch Gefäßverengung bedingte koronaren Herzkrankheit haben. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) über eine neue Studie, die auf dem Europäischen Kardiologiekongress in Barcelona präsentiert wurde.

Schwangerschaftsdiabetes häufiger als gedacht

Übergewicht und Adipositas sowie zunehmendes Alter führen bei werdenden Müttern immer häufiger zu Diabetes. Der Gestationsdiabetes mellitus, kurz GDM, zählt zu den häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft und birgt lebensbedrohliche Risiken für Mutter und Kind. Um die Zuckerkrankheit bei Schwangeren zeitig zu erkennen, wurde 2012 in Deutschlands Mutterschaftsrichtlinien ein Blutzucker-Screening zwischen der 24. und 28. Woche der Schwangerschaft festgeschrieben.

Vorsorge-Darmspiegelung: Risiken deutlich kleiner als Nutzen

Vorsorge-Darmspiegelung: Risiken deutlich kleiner als Nutzen
© cryonoid_media / Fotolia

„Jede Untersuchung bringt auch ein gewisses Risiko mit sich“, erklärt Dr. Franz Josef Heil, Andernach. „Die Vorsorge-Darmspiegelung ist allerdings ein sehr gutes Beispiel, dass solche Risiken nicht reflexartig überbewertet werden dürfen. Denn der effektive Schutz vor einer lebensbedrohlichen Darmkrebserkrankung ist sehr viel höher einzuschätzen als mögliche Darmverletzungen, die nur selten vorkommen und in aller Regel beherrschbar sind.“

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Wer darüber nachdenkt, mit dem Rauchen aufzuhören, sollte sich von einer möglichen Gewichtszunahme nicht abhalten lassen. Denn obwohl auch Übergewicht mit Gesundheitsrisiken verbunden ist, überwiegt der gesundheitliche Nutzen durch einen Nikotinverzicht noch immer deutlich. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen US-Studie, die kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „New England Journal of Medicine“ erschienen ist. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) nimmt den Forschungsbericht zum Anlass, einmal mehr auf die...

Über 6 Millionen an Osteoporose erkrankt

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6,3 Millionen Menschen leiden heute in Deutschland an Osteoporose.(1) Jede vierte Frau über 50 Jahren ist betroffen, jeder 17. Mann.1 Jedes Jahr erkranken rund 885.000 Menschen neu an der Volkskrankheit.(1) Häufig bleibt jedoch die Krankheit unerkannt und unbehandelt. Nur 25 Prozent der Erkrankten werden in Deutschland medikamentös behandelt.(2) Im Vergleich: In Frankreich erhalten fast 60 Prozent der Erkrankten, in Spanien über 80 Prozent eine Osteoporose-Therapie.(2) Diagnose- sowie Behandlungsmöglichkeiten werden in Deutschland nicht ausreichend genutzt, warnen...