Mittwoch, 25. November 2020
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Medizin

Beiträge zum Thema: Stent

November 2020

Prophylaxe als Therapiekonzept beim hereditären Angioödem

Die erneut steigenden COVID-19-Infektionen geben Anlass zur Sorge. Denn mit Beginn der Pandemie sanken die Fallzahlen in Arztpraxen, Krankenhäusern und Notfallambulanzen (1-3). Diese Phase hat die Versorgung chronisch kranker Menschen vor enorme Herausforderungen gestellt, so auch Betroffene mit seltenen Erkrankungen. Gerade Patienten mit einem hereditären Angioödem (HAE) werden oft erst im Rahmen von Notfall-Vorstellungen wegen kolikartiger Schmerzen im Gastrointestinal-Trakt oder Schwellungen im Kopf-Hals-Bereich diagnostiziert. Aber auch bei diagnostizierten Patienten...

MS: Anhaltende Verlangsamung der Progression unter Ocrelizumab

Der frühzeitige Einsatz von Ocrelizumab verlangsamt auch langfristig die Behinderungsprogression von Patienten mit RMS und PPMS effektiv und verbessert damit die Prognose der Patienten nachhaltig. Das belegen aktuelle Daten der Extensionsphasen der Studien OPERA und ORATORIO (1, 2). So war das Risiko für eine Behinderungsprogression (bestätigt über 48 Wochen; CDP48-EDSSd) bei RMS-Patienten, die über 6,5 Jahre durchgehend mit Ocrelizumab behandelt wurden, gegenüber jenen Patienten, die zunächst mit Interferon beta-1a s.c. behandelt wurden, signifikant um...

Typ-2-Diabetes: Prüfpräparat Finerenon verlangsamt Fortschreiten der chronischen Nierenerkrankung

Die detaillierten Ergebnisse der Phase-III-Studie FIDELIO-DKD haben gezeigt, dass das Prüfpräparat Finerenon das Fortschreiten der chronischen Nierenerkrankung (CKD) bei Patienten mit CKD und Typ-2-Diabetes (T2D) gegenüber Placebo verlangsamte. Finerenon führte in Kombination mit der maximal tolerierten Dosis der leitliniengerechten Therapie zu einer signifikanten Reduzierung des primären Endpunkts, definiert als kombiniertes Risiko der Zeit bis zum Nierenversagen, einem anhaltenden Rückgang der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (estimated...

pAVK: Stent verhindert Gefäßverschluss

Rund 7 Millionen Menschen sind in Deutschland von Diabetes betroffen, etwa 500.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu – Tendenz steigend (1). Dabei nehmen unter den Folgeerkrankungen des Diabetes die Gefäßkrankheiten eine zentrale Rolle ein. Sie sind noch immer die häufigste Todesursache (2). Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) verdient darunter eine besondere Aufmerksamkeit, denn diese verläuft oft lange unbemerkt und geht mit einem steigenden Risiko für die Entwicklung eines diabetischen Fußsyndroms einher (3). Um dem entgegenzuwirken...

MS: Gute Langzeitwirkung und günstiges Sicherheitsprofil von Teriflunomid

MS: Gute Langzeitwirkung und günstiges Sicherheitsprofil von Teriflunomid
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Der Wirkstoff Teriflunomid hat sich in Langzeitstudien wie auch in Real World-Studien bei der Therapie der schubförmig-remittierenden Multiplen Sklerose (RRMS) etabliert und zeigt eine langanhaltende Wirksamkeit bei guter Verträglichkeit und konsistent günstigem Sicherheitsprofil. Untersuchungen zu antiviralen Effekten zufolge kann Teriflunomid (Aubagio®) möglicherweise auch den Verlauf einer Covid-19-Erkrankung günstig beeinflussen (1), berichtete Professor Dr. Mark Obermann, Schildautal Seesen, bei einem virtuellen Pressegespräch. So gibt es...

Thromboserisiko: Verringerung unter Stent im Vergleich zu DAPT

Thromboserisiko: Verringerung unter Stent im Vergleich zu DAPT
© 7activestudio / Fotolia.com

Auf dem diesjährigen Transcatheter Cardiovascular Therapeutics (TCT) Kongress hat Abbott neue Daten aus dem XIENCE Short DAPTStudienprogramm vorgestellt. Die Ergebnisse der beiden Studien XIENCE 28 und XIENCE 90 zeigen, dass bei Patienten mit hohem Blutungsrisiko nach der Implantation eines XIENCE-Stents mit Medikamentenbeschichtung kein Unterschied zwischen einer verkürzten dualen antithrombozytären Therapie (DAPT)-Strategie und einer 12-monatigen Anwendung besteht. Um das Thrombose-Risiko und damit das Risiko für ischämische Ereignisse zu senken, wird nach...

Oktober 2020

Diabetes Typ 1 und Typ 2: VDBD als stellungnahmeberechtigte Organisation in den G-BA aufgenommen

In Deutschland trifft der Gesetzgeber die grundsätzlichen Entscheidungen zum Leistungsanspruch der circa 73 Millionen gesetzlich Krankenversicherten. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) als höchstes Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen hat die Aufgabe, den Leistungskatalog der Krankenkassen nach dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse konkret zu definieren. In die jeweiligen Beratungsprozesse des G-BA fließen über Stellungnahmeverfahren schriftliche und mündliche Einschätzungen und...

Angst vor SARS-CoV-2: Patienten nehmen 10% weniger Termine in der Nuklearmedizin wahr

Angst vor SARS-CoV-2: Patienten nehmen 10% weniger Termine in der Nuklearmedizin wahr
© galitskaya - stock.adobe.com

Patienten nehmen aus Angst vor einer Corona-Infektion in der Nuklearmedizin 10% der Untersuchungs- oder Behandlungstermine nicht wahr. Die Sorge vor einer Ansteckung ist aufgrund hoher Sicherheits- und Hygienestandards in den Praxen jedoch unbegründet, betont der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e.V. (BDN). Die Experten warnen: Insbesondere Herz- und Krebspatienten setzen sich durch versäumte Kontrollen gesundheitlichen Risiken aus. Jährlich erfolgen in Deutschland in den nuklearmedizinischen Praxen etwa 1,3 Millionen Untersuchungen.

Pneumokokken-Impfstoff: Zulassungsantrag für V114 bei Erwachsenen wird bis Jahresende eingereicht

Zwei Phase-III-Studien zur Bewertung der Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität von V114, einem 15-valenten Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff haben ihre primären Immunogenitätsendpunkte erreicht. Die Pivot-Studie PNEU-AGE (V114-019) bei gesunden Erwachsenen im Alter ab 50 Jahren ergab, dass V114 gegenüber dem derzeit verfügbaren 13-valenten Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff (PCV13) hinsichtlich der 13 Serotypen, gegen die beide Impfstoffe gerichtet sind, nicht unterlegen und hinsichtlich der Serotypen 22F und 33F, die beiden Serotypen, gegen die V114...

Psoriasis-Arthritis: Zulassungsempfehlung für Guselkumab

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) empfiehlt die Erweiterung der Zulassung von Guselkumab als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat (MTX) für die Behandlung der aktiven Psoriasis-Arthritis (PsA) bei erwachsenen Patienten, die auf eine vorangegangene krankheitsmodifizierende antirheumatische (DMARD) Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben (1). Guselkumab ist derzeit für die Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis zugelassen, die für eine...

COVID-19: Verkürzte Genesungszeit und Verringerung der Mortalitätsrate unter Remdesivir

COVID-19: Verkürzte Genesungszeit und Verringerung der Mortalitätsrate unter Remdesivir
© Tobias Arhelger - stock.adobe.com

Das New England Journal of Medicine (NEJM) hat die endgültigen Ergebnisse der doppelblinden, Placebo-kontrollierten Phase-III-ACTT-1-Doppelblindstudie des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) mit dem antiviralen Prüfpräparat Remdesivir (Veklury®) veröffentlicht. Der Wirkstoff soll zur Behandlung von Erwachsenen, die mit leichtem bis schwerem COVID-19 hospitalisiert sind, eingesetzt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Behandlung mit Remdesivir bei COVID-19-Patienten zu konsistenten, klinisch bedeutsamen Verbesserungen im Vergleich zu...

Arthroseschmerzen: Effektive Linderung unter Fixkombination Naproxen + Esomeprazol

Arthroseschmerzen: Effektive Linderung unter Fixkombination Naproxen + Esomeprazol
© Von Schonertagen / Fotolia.com

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) werden in der internistischen Therapie breit eingesetzt und sind zur effektiven Linderung von Arthroseschmerzen unverzichtbar. Da auch oft eine längerfristige NSAR-Einnahme unerlässlich ist, die u.a. das Risiko für gastrointestinale Komplikationen erhöhen kann, empfehlen Fachgesellschaften einen gleichzeitigen Magenschutz bei Risikopatienten. Hier bietet sich die Fixkombination aus 500 mg Naproxen und 20 mg Esomeprazol (Vimovo®) an. Wie Prof. Dr. Dr. Manfred Gross von Internistischen Klinikum München Süd...

Osteoporose und Krebs: Gefahr der Kiefernekrose

Wirkstoffe zur Knochenstabilisierung, wie Bisphosphonate (kurz BP, Salze der Phosphorsäure) oder Antikörper, sind aus der modernen Behandlung unterschiedlicher Knochenerkrankungen nicht mehr wegzudenken. Betroffene haben meist fortgeschrittenen Knochenabbau oder Knochenmetastasen aufgrund verschiedener Tumorerkrankungen wie Brust- oder Prostata-Krebs, sind durch spontane Frakturen bedroht und leiden häufig unter heftigen Schmerzen. Sie profitieren deshalb erheblich von der Bisphosphonat-Therapie: Der Knochenabbau wird gehemmt und die Patienten gewinnen Lebensqualität...

HIV: Erster monoklonaler Antikörper Ibalizumab verfügbar

HIV: Erster monoklonaler Antikörper Ibalizumab verfügbar
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Seit dem 11. September 2020 steht auch auf dem deutschen Markt der monokonale Antikörper Ibalizumab (Trogarzo®) zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit multiresistenter HIV-1-Infektion zur Verfügung. Das Nutzenbewertungsverfahren wurde beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GB-A) eingereicht. Auf Grundlage der deutschen Vorschriften kann das Medikament vermarktet werden, während die eingereichten Unterlagen vom GB-A geprüft werden. Ibalizumab ist das erste lang wirkende antiretrovirale Medikament zur Behandlung von HIV.  

September 2020

Multiple Sklerose: Langzeitwirksamkeit und Sicherheit von Teriflunomid bestätigt

Multiple Sklerose: Langzeitwirksamkeit und Sicherheit von Teriflunomid bestätigt
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Der Immunmodulator Teriflunomid (Aubagio®) besitzt eine gute und konsistent anhaltende klinische Langzeitwirksamkeit über bis zu 6,3 Jahre bei Patienten mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS). Dies dokumentiert eine aktuelle Zwischenauswertung der TOWER-Extensionsstudie (1), einer offenen Verlängerungsstudie der doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studie TOWER (n=1.165) (2). Die Daten wurden aktuell in der Zeitschrift „Multiple Sclerosis and Related Disorders“ publiziert (1).

pAVK: Rivaroxaban + Acetylsalicylsäure senkt kardiovaskuläre Risiken

pAVK: Rivaroxaban + Acetylsalicylsäure senkt kardiovaskuläre Risiken
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Analysen der Daten aus VOYAGER PAD liefern zusätzliche Informationen zur Wirksamkeit von Rivaroxaban  (Xarelto®) bei Patienten mit symptomatischer peripherer arterieller Verschlusskrankheit nach Revaskularisation. Die beiden Analysen untersuchten die Wirksamkeit der vaskulären Dosis Rivaroxaban + Acetylsalicylsäure zum einen in Hinblick auf das kardiovaskuläre Risiko und auf Extremitätenereignisse bei Patienten mit pAVK mit und ohne begleitende koronare Herzkrankheit und zum anderen in Hinblick auf die Reduzierung akuter...

Nicht-valvuläres Vorhofflimmern: Vorteilhafte Verträglichkeit von Apixaban

Nicht-valvuläres Vorhofflimmern: Vorteilhafte Verträglichkeit von Apixaban
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Auf der Jahreskonferenz des American College of Cardiology (ACC) wurden erstmals Ergebnisse der Phase-IV-Studie AUGUSTUS präsentiert und zeitgleich im New England Journal of Medicine publiziert (1). Darin wurde Apixaban (Eliquis®) vs. den Vitamin-K-Antagonisten (VKA) Warfarin bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) und akutem Koronarsyndrom (ACS) und/oder perkutaner Koronarintervention (PCI) untersucht (1). Nach einer Beobachtungsdauer von 6 Monaten konnte gezeigt werden, dass bei nvVHF-Patienten mit ACS und/oder PCI, die mit einen P2Y12-Inhibitor...

Herzinsuffizienz: EMPEROR-Reduced-Studie zeigt Risikoreduktion für kardiovaskulären Tod

Herzinsuffizienz: EMPEROR-Reduced-Studie zeigt Risikoreduktion für kardiovaskulären Tod
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Empagliflozin reduzierte das relative Risiko im kombinierten primären Endpunkt signifikant um 25% bei Erwachsenen mit Herzinsuffizienz und reduzierter Ejektionsfraktion mit und ohne Diabetes (1). Darüber hinaus reduzierte Empagliflozin das relative Risiko einer ersten und erneuten Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz signifikant um 30% und verlangsamte signifikant die Progression der Niereninsuffizienz (1). Die Ergebnisse waren bei Patienten mit und ohne Diabetes konsistent (1).

Chronische Niereninsuffizienz: Senkung des Mortalitätsrisikos unter Dapagliflozin

Chronische Niereninsuffizienz: Senkung des Mortalitätsrisikos unter Dapagliflozin
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Dapagliflozin (Forxiga®) ist das erste Medikament, das in einer Studie mit renalen Endpunkten bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (CKD) mit und ohne Typ-2-Diabetes signifikant das Überleben verlängerte. Die detaillierten Ergebnisse der bahnbrechenden Phase-III-Studie DAPA-CKD bei Patienten mit CKD im Stadium 2‒4 und Mikroalbuminurie zeigten, dass Dapagliflozin zusätzlich zur Standardtherapie im primären Endpunkt – einer Kombination aus Verschlechterung der Nierenfunktion oder Tod kardiovaskulärer oder renaler Ursache – zu...

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EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Neue S2k-Leitlinie zur stationären Behandlung von COVID-19 Patienten (23.11., DGIIN, DIVI, DGP)
  • Neue S2k-Leitlinie zur stationären Behandlung von COVID-19 Patienten (23.11., DGIIN, DIVI, DGP)