Samstag, 22. Februar 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

Beiträge zum Thema: Studie

März 2017

Periodische Fiebersyndrome: Direkt am pathogenen Zytokin therapeutisch ansetzen

Periodische Fiebersyndrome: Direkt am pathogenen Zytokin therapeutisch ansetzen
© underdogstudios / Fotolia.com

Bei den periodischen Fiebersyndromen (PFS) handelt es sich um eine Gruppe sehr seltener Erkrankungen, die unbehandelt einen sehr belastenden – bis hin zum letalen – Verlauf nehmen können. Die Behandlung mit unspezifischen antiinflammatorischen Medikamenten oder Colchicin reicht oft nicht aus. Durch die Zulassung von Canakinumab, einem selektiven Inhibitor des proinflammatorischen Schlüsselzytokins Interleukin-1β (IL-1β), für nunmehr alle Unterformen des PFS, wird eine Therapielücke geschlossen. Auf einem Pressegespräch von Novartis wurden...

Männer mit gestörtem Zuckerstoffwechsel sollten kohlenhydratreiches Essen am Abend meiden

Männer mit gestörtem Zuckerstoffwechsel sollten kohlenhydratreiches Essen am Abend meiden
© Daniela Stärk / Fotolia.com

Wie eine Ernährungsstudie zeigt, beeinflusst auch die "innere Uhr", wie Menschen mit einer Zuckerstoffwechselstörung auf kohlenhydratreiches Essen reagieren. So wirkte sich bei Männern mit Prädiabetes der abendliche Verzehr von reichlich stärke- und zuckerhaltigen Lebensmitteln negativ auf die Blutzuckerregulation aus. Im Vergleich dazu spielte bei gesunden Studienteilnehmern der Zeitpunkt der Kohlenhydrataufnahme keine wesentliche Rolle für die Blutzuckerregulation.

Enzymersatztherapie bei Late-onset-Morbus-Pompe: Metaanalyse zeigt Vorteil für OS

Patienten mit Morbus Pompe und spätem Erkrankungsbeginn überlebten deutlich länger, wenn sie eine Enzymersatztherapie (EET) mit Alglucosidase alfa (Myozyme®) erhielten: Ihre Mortalitätsrate war fast fünfmal niedriger als bei unbehandelten Patienten (relatives Mortalitätsrisko 0,21, 95% KI (0,11-0,41)) (1). Das Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse stellte Prof. Dr. Peter Young, Münster, bei einem Symposium von Sanofi Genzyme* auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM) vor. „Diese Metaanalyse führt...

Migrationsstress erhöht Cortisolspiegel zunächst

Migrationsstress erhöht Cortisolspiegel zunächst
© Rolf Wegst

Flüchtlinge weisen eine erhöhte Ausschüttung des Hormons Cortisol auf, die den Stress auf der Flucht und im Aufnahmeland widerspiegelt – aber nur, wenn die Ankunft noch nicht lange zurückliegt. Das zeigt ein Forschungsteam um die Psychologin Dr. Dr. Ricarda Mewes und ihren Kollegen Prof. Dr. Urs Nater, indem es Haarproben von Migrantinnen und Migranten untersuchte. Menschen mit Migrationshintergrund, die dauerhaft in der Bundesrepublik leben, weisen dagegen einen erniedrigten Cortisolspiegel auf, schreibt die Gruppe im Fachmagazin „Translational...

Eisenstoffwechsel: Lebergefäße schützen vor Eisenüberladung

An der Dermatologischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) tätige Wissenschaftler erforschen Funktionen von organspezifischen Endothelzellen. In einer Studie wird die Bedeutung von Signalen, die von spezialisierten Leberendothelien zur Regulation des Eisenstoffwechsels ausgesandt werden, untersucht. Die Mediziner haben dabei die gängige Vorstellung widerlegt, dass alleinig Hepatozyten den Eisenstoffwechsel im Körper durch eigene Botenstoffe regulieren.

Auch geringer Tabakkonsum erhöht Krebsrisiko

Auch geringer Tabakkonsum erhöht Krebsrisiko
© Markus Christmann, Universitätsmedizin Mainz

Schon eine niedrige Dosis des im Tabakrauch enthaltenen Umweltgiftes Benzpyren schädigt die DNA. Wie Wissenschaftler des Instituts für Toxikologie an der Universitätsmedizin Mainz nun erstmalig nachgewiesen haben, können sich die geschädigten Zellen jedoch an diesen Schaden anpassen. Allerdings geht diese Anpassung mit einem erhöhten Mutationsrisiko der Zellen einher. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Krebserkrankung entwickelt.

Allergiestudie mit Mäusen belegt "Bauernhof-Effekt"

Allergiestudie mit Mäusen belegt "Bauernhof-Effekt"
© imfotograf / Fotolia.com

Vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Forschende haben nun den Mechanismus hinter dem "Bauernhof-Effekt" untersucht: Danach erkranken Kinder, die auf dem Bauernhof aufwachsen, seltener an Allergien. "Wir können das Immunsystem von Kindern nur anhand von oberflächlichen Messwerten untersuchen. Deshalb wollten wir die allergische Reaktion der Maus genau studieren", sagt der Studienleiter Philippe Eigenmann vom Universitätsspital Genf.

Hormonersatzbehandlung für jede Frau?

Bei allen Frauen lässt irgendwann im Lauf des Lebens die Fähigkeit nach, schwanger zu werden. Die Eierstöcke verlieren nach und nach ihre Eizellen und damit die dort produzierten Botenstoffe Östrogen und Gestagen; die Schleimhaut der Gebärmutter wird nur noch unregelmäßig durch diese Hormone stimuliert, so dass die Menstruationsblutungen unregelmäßiger werden und schließlich ganz ausbleiben. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, können normalerweise nur noch sehr wenige weibliche Hormone im Blut nachgewiesen werden, die vor allem...

Schmerztherapie ohne Nebenwirkungen: Interaktion von morphinähnlichen Molekülen mit Opioidrezeptoren

Schmerztherapie ohne Nebenwirkungen: Interaktion von morphinähnlichen Molekülen mit Opioidrezeptoren
© G. Del Vecchio & V. Spahn / Freepik

Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben einen neuen Weg zur Entwicklung von Schmerzmedikamenten gefunden. Anhand von Computersimulation konnte das Forscherteam Interaktionen an Opioidrezeptoren analysieren. Im Tiermodell ermöglichte der Prototyp eines morphinähnlichen Moleküls tatsächlich eine starke Schmerzstillung in entzündetem Gewebe. Gesundes Gewebe reagierte hingegen nicht auf den Wirkstoff. Schwerwiegende Nebenwirkungen, wie bislang bei Opioiden bekannt, können so vermieden werden, berichten die Forscher im...

Virus-ähnliche Nanopartikel transportieren Krebsmedikation direkt zum Tumor

Forscher sind auf eine neue Möglichkeit des Transports von Krebsmedikamenten gestoßen. Diese könnten als Virus getarnt die betroffenen Zellen präziser versorgen und würden zusätzlich weniger Nebenwirkungen im Vergleich zu Chemotherapien aufweisen. Das Team des Queensland Australian Institutes für Bioengineering and Nanotechnology (AIBN) entwickelte einen Virus-ähnlichen Nanopartikel, genannt VNP, der Medikamente gegen Krebs direkt zu den betroffenen Zellen transportieren kann.

Demenzforschung: Bewerbungsphase für Studienreise nach Norwegen

Ab sofort können sich professionelle Akteure im Gesundheitswesen für die Teilnahme einer Studienreise bewerben, die im Rahmen des Programms „„Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“ stattfindet, das die Robert Bosch Stiftung seit 2015 fördert. Die von Fachexperten geführte Reise führt vom 29. Mai - 2. Juni 2017 zu ausgewählten Einrichtungen in Norwegen. Verantwortlich für Organisation und Durchführung ist das Institut g-plus am Department für Pflegewissenschaft der Universität...

Patienten präferieren konzentriertes prandiales Insulin

Patienten präferieren konzentriertes prandiales Insulin
© Dmitry Lobanov / Fotolia.com

Patienten mit einem Tages-Insulinbedarf von mehr als 20 Einheiten empfinden die Verabreichung höherer Insulinmengen oft als unangenehm. Darunter leidet auch die für den Therapieerfolg so wichtige Adhärenz. Eine Präferenz-Studie aus den USA hat nun gezeigt, dass viele die Injektion mit einem Pen, der die konzentrierte Form des Mahlzeiteninsulins enthält (Humalog® 200 E/ml KwikPen) aus verschiedenen Gründen bevorzugen.

Tonsillotomie versus Tonsillektomie

Tonsillotomie versus Tonsillektomie
© Dron / Fotolia.com

Wiederholte akute Entzündungen und Vergrößerungen der Tonsillen betreffen besonders Kinder und Jugendliche. In Deutschland hat sich bisher keine einheitliche Indikationsstellung zum operativen Entfernen der Gaumenmandeln etabliert, ob teilweise (Tonsillotomie) oder vollständig (Tonsillektomie). Die Operationshäufigkeiten unterscheiden sich regional bisweilen erheblich. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) untersucht, ob die Tonsillotomie Vorteile bietet....

Das könnte Sie auch interessieren

Urologen geben Entwarnung: Sorgen vor Zeugungsunfähigkeit sind unbegründet

Urologen geben Entwarnung: Sorgen vor Zeugungsunfähigkeit sind unbegründet
@ deagreez / Fotolia.com

Eine neue Studie zur männlichen Fruchtbarkeit, veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Human Reproductive Update", sorgt derzeit für Aufsehen. Die Untersuchungen von Mediziner Hagai Levine und seinem Team der Hebräischen Universität Jerusalem zeigen, dass die Spermienanzahl von Männern aus westlichen Ländern immer weiter abnimmt. Laut den Wissenschaftlern ist die Spermienanzahl pro Milliliter Sperma um etwa 52 Prozent gesunken. Bei der Gesamtzahl der Spermien pro Samenerguss gaben die Forscher sogar einen Rückgang von nahezu 60 Prozent an....

Über 6 Millionen an Osteoporose erkrankt

Über 6 Millionen an Osteoporose erkrankt
© decade3d / Fotolia.com

6,3 Millionen Menschen leiden heute in Deutschland an Osteoporose.(1) Jede vierte Frau über 50 Jahren ist betroffen, jeder 17. Mann.1 Jedes Jahr erkranken rund 885.000 Menschen neu an der Volkskrankheit.(1) Häufig bleibt jedoch die Krankheit unerkannt und unbehandelt. Nur 25 Prozent der Erkrankten werden in Deutschland medikamentös behandelt.(2) Im Vergleich: In Frankreich erhalten fast 60 Prozent der Erkrankten, in Spanien über 80 Prozent eine Osteoporose-Therapie.(2) Diagnose- sowie Behandlungsmöglichkeiten werden in Deutschland nicht ausreichend genutzt, warnen...

Ständig im Einsatz und am Limit: Anforderungen an Personal in Krankenhaus und Rettungsdienst

Ständig im Einsatz und am Limit: Anforderungen an Personal in Krankenhaus und Rettungsdienst
© chalabala - stock.adobe.com

Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) startet die Online-Kampagne „Danke für 24/7“. Die Fachgesellschaft bedankt sich damit bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Krankenhaus und Rettungsdienst. Hier tragen Ärzte und Pflegekräfte 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche Sorge für Patientinnen und Patienten. Das verdient aus Sicht der DGIIN eine besondere und öffentliche Wertschätzung.

Rund 40 Prozent der Angstpatienten brechen MRT-Untersuchung ab

Rund 40 Prozent der Angstpatienten brechen MRT-Untersuchung ab
© Medserena AG

Klaustrophobie hält 15 Prozent der Patienten davon ab, sich trotz starker Schmerzen mittels der Magnetresonanztomografie untersuchen zu lassen. Dies hat für Ärzte, Therapeuten und Krankenkassen kostenintensive Folgen. Am schlimmsten betroffen ist jedoch der Patient selbst: Statt sich einer Diagnose zu stellen, leidet er oftmals monatelang unter starken Schmerzen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Angstpatienten die MRT-Untersuchung akzeptieren, wenn Fachpersonal sie vor und während des Termins persönlich intensiv begleitet und berät. Zudem ist es wichtig, dass...