Freitag, 20. September 2019
Navigation öffnen

Medizin

Beiträge zum Thema: Studie

November 2016

Langzeit-Benefit für Sacubitril/Valsartan bei Herzinsuffizienz-bedingten Rehospitalisierungen und kardiovaskulären Todesfällen bestätigt

Bei den Scientific Sessions der American Heart Association (AHA) 2016 in New Orleans konnte Entresto® (Sacubitril/Valsartan) abermals mit überzeugenden Daten punkten: Eine aktuelle post-hoc-Analyse der bis dato größten klinischen Herzinsuffizienzstudie PARADIGM-HF (n = 8.442)(5) zeigt einen Langzeit-Benefit für das Medikament. Im Vergleich zu Enalapril vermindert der erste Vertreter der Substanzklasse der Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitoren (ARNI) bei Patienten mit symptomatischer, chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion...

Orthopädie: Viele Patienten beherzigen Rat ihres Arztes zu Schonung einer verletzten Extremität nicht

Sich schonen, mehr Bewegung, gesündere Ernährung – neben Rezepten für Medikamente bekommen Patienten von Ärzten häufig weitere Anweisungen für den Alltag an die Hand, um den Genesungsprozess zu unterstützen. Nach einer Verletzung der unteren Extremität soll zum Beispiel häufig das verletzte Bein für einen bestimmten Zeitraum nicht belastet werden. Aber halten sich Patienten tatsächlich an diese Anweisung?

Aktive Kreislaufunterstützung durch Pumpsystem verbessert Outcome

Die aktive Unterstützung des Herzens mit der perkutan platzierbaren Mikroaxialpumpe Impella® kann die hämodynamische Stabilität bei zahlreichen Indikationen sicherstellen: Hochrisikopatienten bei einer Koronarintervention profitieren ebenso wie Patienten mit einer Herzrhythmusstörung bei einer ventrikulären Tachykardie. Bei Patienten im kardiogenen Schock kann Impella als geeignete Kreislaufunterstützung angewandt werden. Studiendaten und Erfahrungen aus der klinischen Praxis zu diesen Indikationen wurden auf den diesjährigen DGK Herztagen...

Vitamin D senkt Insulinbedarf und verbessert HbAc bei Typ 1-Diabetes

Bogdanou et al. werteten Befunde von 39 Typ-1-Diabetespatienten aus, die in einer randomisierten Studie über 3 Monate mit 4.000 E/Tag Cholecalciferol (Vitamin D) oder Plazebo behandelt wurden (1). Das primäre Studienziel, eine Änderung der regulatorischen T-Zellen als Indikator für zugrundeliegende Immunvorgänge, wurde durch die Vitamin D-Gabe nicht erzielt, wenn auch die intraindividuellen Unterschiede bei den Männern (n=20) signifikant stärker waren als bei den Frauen (n= 19). Wohl aber wurde unter Vitamin D ein deutlicher Unterschied bei dem...

Frühdiagnose und Therapiekontrolle bei Mukoviszidose nicht-invasiv und ohne Röntgenstrahlen möglich

Die Messung der Lungenbelüftung (Lung Clearance Index, LCI) zeigt frühe Lungenveränderungen bei Kindern mit Mukoviszidose nahezu ebenso genau und zuverlässig an wie die Magnetresonanztomographie (MRT). Zu diesem Ergebnis ist eine Studie am Mukoviszidose-Zentrum des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin Heidelberg gekommen, die kürzlich im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlich wurde.

Multiple Sklerose: Makrozyklische Kontrastmittel lagern sich weniger im Gehirn ab

Aus wissenschaftlichen Studien der vergangenen Jahre wissen wir, dass sich gadoliniumhaltige Kontrastmittel, die regelmäßig bei MRT-Untersuchungen eingesetzt werden, dauerhaft in bestimmten Regionen des Gehirns ablagern können. Gadolinium ist ein Metall aus der Gruppe der Seltenen Erden, bei MRT-Untersuchungen sorgt es dafür, dass Organe und Gewebe besser sichtbar werden. Wissenschaftler haben jetzt gemeinsam untersucht, inwiefern die wiederholte Verabreichung gadoliniumhaltiger MRT-Kontrastmittel zu einer Ablagerung des Metalls im Gehirn von Patienten mit Multipler...

Immunoproteasom-Inhibition als Basis für neue Medikamente gegen Autoimmunkrankheiten

Immunoproteasom-Inhibition als Basis für neue Medikamente gegen Autoimmunkrankheiten
©Eva Huber, Michael Groll/TUM

Das Immunoproteasom zerlegt Proteine und sorgt dafür, dass Bruchstücke davon auf der Zelloberfläche präsentiert werden. Es hilft dem Immunsystem, kranke Zellen zu erkennen. Bei chronischen Entzündungen und Autoimmunkrankheiten ist dieser „Informationskanal“ jedoch überaktiv. Nun haben Forscher der Technischen Universität München (TUM) herausgefunden, mit welchen molekularen Mechanismen Wirkstoffe selektiv das menschliche Immunoproteasom bremsen können – Erkenntnisse, die eine zielgerichtetere Entwicklung neuer Medikamente erlauben.

8-wöchige Therapie mit Glecaprevir/Pibrentasvir erzielt hohe Heilungsraten bei chronischer HCV-Infektion der Genotypen 1-6

Nach 8-wöchiger Behandlung werden mit dem in der Prüfphase befindlichen, pangenotypischen Therapieregime Glecaprevir (GLE/ABT-493) / Pibrentasvir (PIB/ABT-530) (G/P) bei Patienten mit HCV-Infektion der Genotypen 1-6 hohe Heilungsraten erzielt. Von den über 700 Patienten ohne Leberzirrhose erreichten 97,5% (n = 693 / 711) ein anhaltendes virologisches Ansprechen (sustained virologic response, SVR) 12 Wochen nach Therapieende (SVR12) – unabhängig von der Viruslast zu Therapiebeginn. Die Rate virologischen Versagens betrug 1% (n = 9 / 711).

Epidermolysis bullosa: Gendefekt identifiziert

Epidermolysis bullosa: Gendefekt identifiziert
©American Journal of Human Genetics/ Universitätsklinikum Freiburg

Wenn die Haut schon bei geringsten Belastungen Blasen wirft oder gar reißt, kann die seltene Erbkrankheit Epidermolysis bullosa die Ursache sein. Sie wird auch als Schmetterlingskrankheit bezeichnet. Nun haben Forscherinnen und Forscher des Universitätsklinikums Freiburg gemeinsam mit einem internationalen Team einen weiteren Gendefekt entdeckt, der diese schwere Krankheit auslösen kann.

Epigenetisches Modell für die Entwicklung von Blutzellen

Epigenetisches Modell für die Entwicklung von Blutzellen
Max-Planck-Institut für Informatik

Mit bioinformatischen Methoden ist es Wissenschaftlern aus Saarbrücken, Cambridge und Wien gelungen, Unterschiede in Blutstammzellen verschiedener Entwicklungsstufen zu finden und die epigenetischen Veränderungen während ihrer Differenzierung zu beschreiben. Dank neuartiger Sequenzierungs-Technologie konnten die Epigenome aus nur wenigen oder sogar einzelnen Zellen kartiert werden. Mittels maschinellem Lernen wurde aus den Ergebnissen ein Modell menschlicher Blutdifferenzierung direkt aus der Methylierung der Zell-DNA gewonnen. Damit steht ein neuer bioinformatischer Ansatz...

Hepatitis C: Fixkombination Elbasvir/Grazoprevir jetzt verfügbar

Die Fixkombination Elbasvir 50mg/Grazoprevir 100mg (ZEPATIER®) zur Behandlung erwachsener Patienten mit einer chronischen Hepatitis-C-Infektion der Genotypen 1 oder 4 ist ab sofort in Deutschland verfügbar (PZN 11320392). Bei einmal täglicher Einnahme ohne Ribavirin erreichten diese Patienten in klinischen Studien hohe Heilungsraten, unabhängig vom Therapiestatus und davon, ob eine Zirrhose vorlag oder nicht. Die Kosten für eine zwölfwöchige Therapie mit ZEPATIER® betragen 35.389,77 Euro. Die Tablette wird zur einfacheren Einnahme...

Clostridium difficile-Infektionen: „Schnelle und schweregradgerechte Behandlung verhindert Rezidive und Todesfälle“

„Bei Patienten mit Clostridium difficile-Infektionen (CDI) kommt es vor allem auf eine schnelle und schweregradgerechte Behandlung an. So lassen sich Rezidive und Todesfälle verhindern“, sagte Prof. Dr. Martin Storr, Gastroenterologe am Internistenzentrum / MVZ Gauting-Starnberg. Fidaxomicin (DificlirTM) hat in Studien bewiesen, dass es Rezidive signifikant häufiger verhindert als Vancomycin und so die anhaltende Heilungsrate erhöht (1,2).

Ergebnisse der Phase-III-Studie MONARCH zu Sarilumab bei aktiver mittelschwerer bis schwerer rheumatoider Arthritis

Ergebnisse der Phase III-Studie SARIL-RA-MONARCH zeigen, dass eine Monotherapie mit dem in der klinischen Prüfung befindlichen humanen, monoklonalen IL-6-Rezeptorantagonisten Sarilumab einer Monotherapie mit Adalimumab hinsichtlich der Verbesserung des klinischen Bildes und der Symptome einer rheumatoiden Arthritis (RA) bei erwachsenen Patienten überlegen ist. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer oral session beim Jahreskongress des American College of Rheumatology in Washington, DC vorgestellt.

Ernährung mit viel tierischem Fett führt nicht zwangsläufig zu Adipositas

Beim Energiehaushalt spielen Darmbakterien eine wenig verstandene Rolle, die von der Ernährung beeinflusst wird. Die entscheidenden nutritiven Komponenten sind aber unbekannt. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) konnte erstmals belegen, dass Mäuse ohne Darm-Mikrobiota mit pflanzlichen Nahrungsfetten – nicht aber mit tierischen – dick werden. Dass das Cholesterin der tierischen Nahrungsfette entscheidend das intestinale Geschehen beeinflusst, ist ein wichtiges Ergebnis der Studie.

OP-Design reduziert Krankenhausinfektionen

OP-Design reduziert Krankenhausinfektionen
© sudok1 / Fotolia.com

Das als Verursacher von Lungenentzündungen bekannte Bakterium M. chimaera ist im Wasser heimisch. Bisher unbekannt war, dass es im Wasserdampf auch über die Luft übertragbar ist. Auf diesem Weg infizierten sich weltweit mindestens 70 Patienten während einer Herzklappen-Operation oder Herz-Transplantation mit dem Bakterium. Weil eine Infektion relativ selten ist und erst Monate bis Jahre später Symptome auftreten, war der Übertragungsweg von M. chimaera bislang unklar.

Das könnte Sie auch interessieren

Migräne: „World Brain Day“ widmet sich individualisierter Therapie

Migräne: „World Brain Day“ widmet sich individualisierter Therapie
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Der „World Brain Day“ widmet sich am 22. Juli dem Thema Migräne. In Deutschland sind etwa 10% der Bevölkerung von Migräne betroffen, Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer. Doch viele werden nicht diagnostiziert und ärztlich behandelt – sie therapieren sich stattdessen lieber selbst. Nicht selten führt das zu Chronifizierung und neuen Kopfschmerzen, denn Schmerzmedikamente können bei häufiger Einnahme Kopfschmerzen verursachen oder verstärken. Dabei lasse sich durch eine leitliniengerechte und individualisierte Therapie...

Umgang mit Alzheimer-Patienten: Feste Abläufe helfen Patienten und Angehörigen

Umgang mit Alzheimer-Patienten: Feste Abläufe helfen Patienten und Angehörigen
© Nottebrock / Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Bei der Alzheimer-Krankheit ist bereits in einem frühen Stadium das Kurzzeitgedächtnis betroffen. Deshalb hilft den Patienten das Festhalten an bekannten Handlungsroutinen und Abläufen. Das empfiehlt die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) in ihrem kostenlosen Ratgeber „Leben mit der Diagnose Alzheimer“, der unter der Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0 oder www.alzheimer-forschung.de/diagnose-alzheimer bestellt werden kann.

17. Patientenforum Lunge in Stuttgart

17. Patientenforum Lunge in Stuttgart
© adimas / Fotolia.com

Am 25. März veranstaltet der Lungeninformationsdienst zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung in Stuttgart sein 17. Patientenforum Lunge. Das Thema: „Aktuelles zu klinischen Studien in der Lungenforschung – Wie nützen sie den Patienten?“ Erstmals findet die Veranstaltung im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin statt. Ein weiterer Kooperationspartner ist der Deutsche Lungentag.

Wenn Verwandte von Krankheitserregern Gutes tun

Wenn Verwandte von Krankheitserregern Gutes tun
© science photo / fotolia.com

Es gibt Bakterien, die Wasserstoff und Naturstoffe produzieren, was sowohl für die Umwelt als auch für die Medizin wichtig ist. In Jena hat ein Forschungsteam nun die Fähigkeit zur Wasserstoff- und Naturstoffproduktion in einer Gruppe von Bakterien nachgewiesen, die bis dahin eher als Krankheitserreger bekannt waren. In Gemeinschaft mit einem methanproduzierenden Bakterium konnten diese Bakterien Milchsäure zu Methan umwandeln.