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Medizin

Beiträge zum Thema: Thrombose

Juli 2019

Hämophilie A und B: Umstellung auf Efmoroctocog / Eftrenonacog alfa senkt ABRs

Hämophilie A und B: Umstellung auf Efmoroctocog / Eftrenonacog alfa senkt ABRs
© Henrik Dolle / Fotolia.com

Die Umstellung von einer Bedarfsbehandlung auf die Prophylaxe mit Elocta® (Efmoroctocog alfa, rFVIIIFc) oder Alprolix® (Eftrenonacog alfa, rFIXFc) kann das Behandlungsergebnis für Patienten mit Hämophilie A bzw. B anhaltend verbessern, einschließlich der Lebensqualität und der jährlichen Blutungsraten (ABRs) (1,2). Dies zeigen Studienergebnisse, die vor Kurzem auf dem 27. Kongress der Internationalen Gesellschaft für Thrombose und Hämostase (ISTH) in Melbourne vorgestellt wurden. Auch bei einem Wechsel des...

Pädiatrische VTE: Phase-III-Studie belegt Wirksamkeit und Sicherheit von Rivaroxaban

Pädiatrische VTE: Phase-III-Studie belegt Wirksamkeit und Sicherheit von Rivaroxaban
© 7activestudio - stock.adobe.com

Die Phase-III-Studie EINSTEIN-Jr. schließt das größte Studienprogramm mit Kindern und Thromboembolien mit vergleichbaren Ergebnissen wie bei Erwachsenen ab. Die Studie zeigt bei Kindern, die mit Rivaroxaban behandelt werden, das gleiche niedrige Risiko für eine erneut auftretende venöse Thromboembolie (VTE) wie beim Therapiestandard, mit niedrigem Blutungsrisiko. Es wurde eine 20 mg Rivaroxaban entsprechende Dosierung (angepasst an das Körpergewicht) zur Prävention von erneut auftretenden VTE bei Kindern vom Neugeborenenalter bis 17 Jahre mit...

KHK: Rivaroxaban + ASS senken kardiovaskuläre Ereignisrate besser als ASS-Monotherapie

KHK: Rivaroxaban + ASS senken kardiovaskuläre Ereignisrate besser als ASS-Monotherapie
© yodiyim / Fotolia.com

In einer innovativen, vaskulären Dosierung senken Rivaroxaban + Acetylsalicylsäure (ASS) die kardiovaskuläre Ereignisrate bei koronarer Herzerkrankung (KHK) und symptomatischer peripherer arterieller Verschlusserkrankung (pAVK) gegenüber einer ASS-Monotherapie (1.) Bei nicht valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) und zusätzlich einer eingeschränkten Nierenfunktion ist Rivaroxaban in der reduzierten Dosierung vergleichbar wirksam wie im Gesamtkollektiv und zeigt Sicherheitsvorteile beim Erhalt der Nierenfunktion gegenüber Vitamin-K-Antagonisten (VKA)...

Februar 2019

Antikoagulation: Kasuistiken belegen breite Evidenz von Faktor Xa-Inhibitor bei Patienten mit Komorbiditäten

Entscheidungen zur Prophylaxe thromboembolischer Ereignisse beruhen im Praxisalltag auf der klinischen Evidenz, den Leitlinienempfehlungen sowie auf patientenindividuellen Faktoren. Anhand von typischen Kasuistiken lässt sich verdeutlichen, welche Risikofaktoren in der Praxis häufig vorkommen und welchen Einfluss das auf die Therapieentscheidung hat. Einen hohen Bedarf für eine Thromboembolieprophylaxe haben beispielsweise Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) und Komorbiditäten wie eingeschränkter Nierenfunktion und Diabetes, Patienten mit...

Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH): Wirksamkeitsstudie zu Eculizumab

Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH): Wirksamkeitsstudie zu Eculizumab
© Brian Jackson / Fotolia.com

Die paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) ist eine seltene, erworbene klonale hämatopoetische Zellkrankheit, die durch die Zerstörung hämatopoetischer Zellen durch Aktivierung des Komplementsystems mit Manifestationen gekennzeichnet ist, die lebensbedrohlich sein können, einschließlich Hämolyse, Thrombose und Markversagen. Die allogene hämatopoetische Zelltransplantation (HCT) ist nach wie vor das einzige Heilmittel für PNH. Eculizumab, ein terminaler Komplementinhibitor von C5, wurde seit seiner FDA-Zulassung im Jahr 2007 zur...

Behçet-Syndrom: MR-Venographie zur Diagnostik einer chronischen Thrombose

Behçet-Syndrom: MR-Venographie zur Diagnostik einer chronischen Thrombose
© Kateryna_Kon / Fotolia.com

Venenthrombose der unteren Extremität (DVT) ist die häufigste vaskuläre Manifestation des Behçet-Syndroms (BS). Derzeit ist die Doppler-Sonographie (USG) die am häufigsten bevorzugte Bildgebungsmodalität bei der Diagnose und Überwachung von Patienten mit akuter und chronischer Tiefen Venenthrombose (TVT). Die Magnetresonanz (MR)-Venographie, eine schnelle und nichtinvasive Bildgebungsmodalität, wird erfolgreich zur Erkennung von DVT in verschiedenen Einstellungen eingesetzt. Bislang lagen keine Studien mit MR-Venographie bei BS vor. Diese...

Oktober 2018

Antiblockiersystem in Arterien schützt vor Herzinfarkt

Tübinger Biochemiker haben einen körpereigenen Mechanismus entdeckt, der die Entstehung gefährlicher Blutgerinnsel im Inneren von Blutgefäßen, sog. Thrombosen, verhindern kann. Bislang wurde dieses natürliche Antiblockiersystem für Arterien vor allem an Mäusen untersucht. Erste Untersuchungen mit menschlichen Zellen haben die Ergebnisse bestätigt, sodass sie sehr wahrscheinlich auf Menschen übertragbar sind. Thrombosen zählen weltweit zu den häufigsten Todesursachen, weil sie Blutgefäße verstopfen und damit zu...

Biomarker zeigt Thrombose-Risiko bei Krebspatienten

Biomarker zeigt Thrombose-Risiko bei Krebspatienten
© tibanna79 / fotolia.com

Kürzlich evaluierte eine Studie das Verhalten neutrophiler Granulozyten und deren Einfluss auf ein erhöhtes Thromboserisiko bei Krebspatienten. Die CATS-Studie, die den Zusammenhang zwischen einem aktivierten Immunsystem bei Krebspatienten und ihrem Thromboserisiko untersucht, zeigte, dass citrulliniertes Histon 3 (H3Cit), ein Protein, das von spezialisierten Immunzellen ins Blut freigesetzt wird, mit einem erhöhten Thrombose-Risiko korreliert (1).

Aktionsbündnis Thrombose: Thrombose kann auf Tumorerkrankung hinweisen

Die Diagnose Krebs ist für alle Betroffenen ein Schicksalsschlag, die Therapie aufwendig. 20% der Krebspatienten entwickeln im Laufe ihrer Erkrankung zusätzlich eine Thrombose. „Deren Folgeerkrankung, die Lungenembolie ist eine der häufigsten Todesursachen bei Krebspatienten“, so Prof. Dr. Hanno Riess, Onkologe und Hämatologe aus der Berliner Charité. Da häufig mehrere starke Risikofaktoren wie Operation, Bettlägerigkeit, Chemotherapie, Bestrahlung oder Infektionen vorliegen, ist die Thromboseprophylaxe weniger effektiv. Ein Tumorleiden...

September 2018

Rivaroxaban + ASS verbessert Prophylaxe bei Patienten mit KHK oder symptomatischer pAVK und hohem Ischämierisiko

Patienten mit koronarer Herzerkrankung (KHK) oder peripherer arterieller Verschlusserkrankung (pAVK) haben trotz Standardprophylaxe mit Thrombozytenaggregationshemmern ein hohes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse (1). In der Phase-III-Studie COMPASS senkte Rivaroxaban (Xarelto®) + Acetylsalicylsäure (ASS) bei diesen Patienten die Rate von schwerwiegenden unerwünschten kardiovaskulären Ereignissen vs. ASS allein signifikant um 24% und verbesserte den klinischen Nettonutzen um 20% (p jeweils <0,001) (2). Die Studie wurde wegen überlegener...

Fortbildung der GTH: Highlights 2019 – aktuelle Entwicklungen in der Hämostaseologie

Mit den „Highlights 2019“ startet die Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) im kommenden Jahr ein neues, jährlich stattfindendes Fortbildungsformat. Unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Tiede werden Experten am 15. und 16. März 2019 im HCC Hannover Congress Centrum über die neuesten Erkenntnisse zum Thema Hämostaseologie berichten. Gemeinsam mit den Teilnehmern – eingeladen sind alle GTH-Mitglieder und hämostaseologisch tätige Ärzte – werden sie den State of the Art sowie die neuesten...

Rivaroxaban kann das Risiko für Schlaganfälle und systemische Embolien bei gebrechlichen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern signifikant senken

Daten für Xarelto® (Rivaroxaban) deuten darauf hin, dass das Risiko für Schlaganfälle und systemische Embolien in der zweijährigen Nachbeobachtung im Vergleich zu Warfarin um 32% gesenkt wurde, ohne signifikante Unterschiede bezüglich schwerer Blutungen. In der Analyse wurden Rivaroxaban, Apixaban und Dabigatran im Vergleich zu Warfarin untersucht.

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