Samstag, 23. Januar 2021
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Medizin

Beiträge zum Thema: Typ-2-Diabetes

Mai 2013

DNA-Variante beeinflusst Diabetesrisiko und Behandlungserfolg

Eine DNA-Variante in räumlicher Nähe zu einem Verdauungsenzym hat nicht nur Einfluss auf das Risiko, an Diabetes zu erkranken, sondern auch auf das Ansprechen auf die medikamentöse Behandlung. Diese Ergebnisse veröffentlichte ein europäisches Konsortium mit deutscher Beteiligung in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Diabetes. Ihre Erkenntnisse bieten neue Ansatzpunkte zur individualisierten Diabetesprävention und -behandlung.

DPP4-Inhibitor Vildagliptin: Erfolgreiches Management von manifestem Typ-2-Diabetes durch Kombination mit Metformin

Schon heute sind etwa sieben Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes erkrankt, Tendenz steigend (1). Etwa 90% von ihnen sind Typ-2-Diabetiker (1). Angesichts dieser Zahlen spielt nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Diabetes-Therapie eine entscheidende Rolle. Hoffnung scheint zwar eine aktuelle amerikanische Studie zu geben, die zeigt, dass sich die Behandlung von Diabetes im vergangenen Jahrzehnt deutlich verbessert hat. Im jüngsten Erhebungszeitraum der NHANES-Studie (2007-2010) erreichten 52,2% der Diabetiker den angestrebten HbA1c-Zielwert...

Risikofaktor viszerales Fett: Liraglutid bei Typ-2-Diabetes

Die ESC-Empfehlungen von 2012 sehen als Behandlungsziel des Typ-2-Diabetes einen HbA1c <7% vor sowie die Vermeidung von Hypoglykämien und Gewichtszunahme unter Therapie, sagte Prof. Dr. Nikolaus Marx, Aachen, auf einem "Meet the expert" im Rahmen des Diabetes-Kongresses in Leipzig. Zudem sollte der Blutdruck auf Werte < 140/80 mmHg eingestellt sein (1). Die wichtigsten Risikofaktoren sind neben Hypertonie und Dyslipidämie die endotheliale Dysfunktion sowie die viszerale Adipositas. Bei viszeralem Fettgewebe setzt Liraglutid an: es reduziert das viszerale...

"Insulin-Führerschein" für Typ-2-Diabetiker: Strukturiertes Schulungsprogramm für den Einstieg in die BOT

Erstmals wurde ein strukturiertes Schulungsprogramm speziell für Typ-2-Diabetiker entwickelt, die eine basal unterstützte orale Therapie (BOT) beginnen. Weitere Besonderheiten von "bot leben" sind der modulare Aufbau, der patientenzentrierte Ansatz, die Flexibilität im zeitlichen Ablauf, die effektive Nutzung der Personalressourcen und die Eignung zur sektorenübergreifenden Anwendung. Das von Sanofi unterstützte Programm mit vier Einheiten zu je 60 Minuten wird derzeit evaluiert und in Kürze verfügbar sein.

Typ-2-Diabetes: Bedeutung der Glukosetriade - Nüchternblutzucker, postprandialer Blutzucker und HbA1c

Für ein erfolgreiches Diabetesmanagement ist die richtige Einstellung der Blutzuckerwerte besonders wichtig. Die Leitlinie der International Diabetes Federation (IDF) empfiehlt, den Nüchternblutzucker (NBZ), den postprandialen Blutzucker (PBZ) und den Langzeitblutzucker (HbA1c) zu kontrollieren (1). Die Gesamtheit dieser drei Werte wird als Glukosetriade bezeichnet und dient bei Typ-2-Diabetes zur Überprüfung der individuellen Wirksamkeit der Therapie (2).

Februar 2013

Zulassungsantrag für Lixisenatid von FDA zur Prüfung angenommen

Sanofi gab heute bekannt, dass die US-Zulassungsbehörde FDA (Federal Drug Administration) den Zulassungsantrag für Lixisenatid - dem ersten einmal täglich verabreichten prandialen GLP-1-Rezeptoragonisten zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes mellitus - zur Prüfung angenommen hat. Die Annahme der NDA-Einreichung (New Drug Application) für Lixisenatid folgt der EU-Zulassung der Europäischen Kommission vom 1. Februar 2013.

Diabetes Typ 2: RANKL hat wesentlichen Anteil zur Entstehung der Insulinresistenz

Wie es zur Insulinresistenz kommt, konnte nun ein Wissenschaftlerteam um Prof. Dr. Georg Schett, Direktor der Medizinischen Klinik 3 am Universitätsklinikum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), im Rahmen einer Langzeitstudie für die Entstehung von Diabetes Mellitus Typ 2 entschlüsseln. Die in „Nature Medicine“ veröffentlichten Ergebnisse belegen, dass das Eiweiß RANKL einen wesentlichen Anteil zur Entstehung der Insulinresistenz in der Leber beiträgt. Interessanterweise ist RANKL eigentlich für seine...

Typ-2-Diabetiker können gleich nach dem Spritzen essen/ Blutzuckerspiegel nicht negativ beeinflusst

Rund 7% der Deutschen leiden an Diabetes, die meisten davon an einem Altersdiabetes. Bei diesem Typ ist der Blutzuckerwert anfänglich nur nach den Mahlzeiten zu stark erhöht, später dann dauerhaft. Am Anfang ist eine Ernährungsumstellung als Behandlung ausreichend, später werden blutzuckersenkende Tabletten benötigt. Nach einer Krankheitsdauer von etwa 10 Jahren reicht das Insulin, das die eigene Bauchspeicheldrüse produziert, nicht mehr aus und die Betroffenen benötigen Insulininjektionen, um den Blutzucker zu senken.

Typ-2-Diabetes-Pathogenese: Protein RANKL hemmt die Wirkung von Insulin

Das Protein RANKL (receptor activator of nuclear factor-κB) hat maßgeblichen Einfluss auf die Entstehung der Stoffwechselerkrankung Diabetes Mellitus Typ 2. Diese aus Daten der bekannten Bruneck-Studie und speziellen Laboruntersuchungen gewonnene Erkenntnis eines großen internationalen Konsortiums unter Leitung von Tiroler Forschungsgruppen wird die Prävention und Therapie bei Diabetes Typ 2 verändern. Die Ergebnisse wurden jetzt im hochrangigen Wissenschaftsmagazin Nature Medicine veröffentlicht.

Neue Protein-Biomarker zu Typ 2-Diabetes entdeckt

Drei Proteine, die im Blutplasma gemessen werden können, korrelieren mit Typ-2-Diabetes und sind damit potentielle neue Biomarker für die Erkrankung. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Abteilungen Proteinanalytik (PROT) und Scientific Computing (ASC) sowie des Instituts für Experimentelle Genetik (IEG) am Helmholtz Zentrum München. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Journal of Proteome Research.

Lixisenatid als einmal täglich verabreichte prandiale für Behandlung von Typ-2-Diabetes in Europa zugelassen

Sanofi gab bekannt, dass die Europäische Kommission die Zulassung für Lyxumia® (Lixisenatid) in Europa erteilt hat. Lixisenatid ist der erste, einmal täglich verabreichte prandiale GLP-1-Rezeptoragonist zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes mellitus als Kombinationstherapie mit oralen glukosesenkenden Medikamenten und /oder Basalinsulin zur Blutzuckereinstellung, wenn diese Medikamente allein - zusammen mit Ernährungsumstellung und genügend Bewegung - nicht ausreichen, um eine adäquate Blutzuckereinstellung zu erreichen.

Januar 2013

Typ-2-Diabetiker: Schlaf, Bewegung, Motivation - Wie der Lebensstil den Blutzucker bestimmt

„Diabetesbehandlung: Zwischen Versorgung und Management“, so lautete das Motto der Herbsttagung 2012 der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). In diesem Spannungsfeld bewegt sich auch die Frage, wie bei Patienten mit Typ-2-Diabetes nachhaltig eine Änderung des Lebensstils erreicht werden kann. In einem mit namhaften Experten besetzten Satellitensymposium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Werner Kern wurden die Schwerpunkte Schlaf und Bewegung diskutiert und die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung des Patienten über die reine HbA1c -Einstellung hinaus betont.

Therapie des Typ-2-Diabetes: Diabetestherapie sollte mit Metformin starten

Das blutzuckersenkende Medikament Metformin schützt Patienten mit Typ-2-Diabetes besser vor Herzinfarkten und Schlaganfällen als Medikamente aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe. Dies ergab eine US-amerikanische Studie, die kürzlich in den Annals of Internal Medicine veröffentlicht wurde. Demnach liegt das Risiko für Herzkreislauferkrankungen unter einer Therapie mit Sulfonylharnstoffen um 21 Prozent höher als bei einer Metformin-Behandlung. Aus Sicht der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) untermauern die Studienergebnisse die Empfehlung, die...

diabetesDE kritisiert IQWIG-Urteil zu Linagliptin: "Von DPP4-Hemmern profitieren hier 650 000 Menschen"

diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe und ihre Mitgliedsorganisationen sehen in der Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 mit Linagliptin klare Vorteile gegenüber vergleichbaren Medikamenten. In einer Stellungnahme widersprechen sie jetzt der erneuten Nutzenbewertung durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG). Dessen Urteil besagt, dass der Wirkstoff Linagliptin keinen Zusatznutzen bietet. Laut diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe ist das Medikament sehr therapiesicher und weise ein geringes Risiko auf, dass Patienten -...

EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • COVID-19-Impfstoffkandidat JNJ-78436735 zur 1x-Gabe: Interimsdaten der Phase 1/2a
  • COVID-19-Impfstoffkandidat JNJ-78436735 zur 1x-Gabe: Interimsdaten der Phase 1/2a