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23. November 2016

Internetbasierte Hilfe für Eltern in Bayern mit chronisch kranken Kindern

Rund 100.000 Kinder in Bayern sind von Asthma betroffen, so der aktuelle bayerische Kindergesundheitsbericht. "Das ist nicht nur für die Kleinen belastend, sondern auch für deren Familien", sagt Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern. Mütter, Väter oder Geschwister kommen oft körperlich und psychisch an ihre Grenzen. Hinzu kommt, dass vier von fünf der betroffenen Eltern keine Angebote zur Familienentlastung kennen. "Wir möchten das ändern und mit dem Projekt 'Beratung von Eltern chronisch kranker Kinder im Internet - kurz BEcKI' digital niederschwellige Hilfe anbieten", so Bredl. Partner ist das Universitätsklinikum Ulm, das gemeinsam mit der TK die Kooperation ab sofort auf Bayern ausweitet.
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Gesicherte Online-Plattform ermöglicht Lösungsstrategien
Bei BEcKI stehen zunächst 220 Plätze für Eltern zur Verfügung, deren an Asthma erkranktes Kind im sogenannten Disease-Management-Programm (DMP) der TK eingeschrieben ist. Die Teilnehmer treten über die gesicherte Plattform mit der Ulmer Onlineklinik in Kontakt. Dort stellen Psychologen, Pädagogen oder Gesundheitswissenschaftler über standardisierte Fragen die aktuelle Belastung fest. Über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Wochen werden dann anhand von Schreibaufgaben die Bereiche Krankheitsmanagement, Angstbewältigung und Selbstfürsorge bearbeitet. Zu jeder Aufgabe gibt es ein schriftliches Feedback mit Lösungsstrategien aus der Verhaltenstherapie. Die Berater besprechen diese mit den Eltern und begleiten sie bei der Umsetzung.

Angepasst an Tagesablauf der Familie
Durch diese sogenannte internetbasierte psychologische Intervention betreut ein Therapeut die Teilnehmer persönlich und individuell. "Gleichzeitig müssen durch die Online-Kommunikation keine festen Termine eingehalten werden", erklärt Bredl. "Die Familie kann die Hilfen so ideal in ihren Alltagsablauf einbauen."

BEcKI stärkt Gesundheit von Eltern und Kindern
Mit BEcKI können Eltern belastungsbedingte Gesundheitsprobleme vermeiden und den Gesundheitszustand ihres Kindes verbessern. "Durch dieses telemedizinische Angebot ist die Hemmschwelle deutlich niedriger als bei konventionellen Beratungsangeboten", so der bayerische TK-Leiter. "Mehr Menschen mit chronisch kranken Kindern können damit Hilfen bekommen."

Techniker Krankenkasse


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