Samstag, 15. Mai 2021
Navigation öffnen
Patientenbereich
17. November 2016

Migräne-App hilft Betroffenen

Ärzte schrieben im vergangenen Jahr wegen Migräne die bei der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern versicherten Erwerbspersonen für über 33.000 Tage krank. "Hochgerechnet fehlen somit jeden Tag rund 800 Menschen im Freistaat am Arbeitsplatz wegen starker Kopfschmerzen", sagt Christian Bredl, Leiter TK in Bayern. Er bezieht sich auf den Gesundheitsreport 2016 seiner Kasse.
Anzeige:
Eigenwerbung
 
Die ärztliche Behandlung der Betroffenen vor Ort bekommt nun eine digitale Unterstützung in Form einer Applikation fürs Mobiltelefon - kurz "Migräne-App" genannt. Die digitale Anwendung wurde gemeinsam von Experten der Schmerzklinik Kiel sowie dem bundesweiten Kopfschmerzbehandlungsnetz und der TK entwickelt. Kopfschmerzexperten sehen dies als Meilenstein in der Vorsorge und Behandlung von Migräne.

Selbsthilfe digital neu definiert

Mit der App lässt sich individuell der Verlauf der Beschwerden dokumentieren, beispielsweise wann und wie häufig der Kopfschmerz eintritt oder wie stark er ist. Der Nutzer sieht auf der Startseite über eine Art "Cockpit" seine relevanten Daten zur Behandlung und Vorbeugung. Stellt er diese seinem behandelnden Arzt zur Verfügung, kann der Mediziner eine effektive, auf die Person abgestimmte Therapie einleiten. "Patienten können so selbst das enorme Potenzial der Digitalisierung für Ihre Gesundheit nutzen", so Bredl. "Sie erkennen dabei auch, warum Migräne und Kopfschmerzen auftreten und wie sie die Beschwerden mindern können." Der bayerische TK-Leiter weiter: "Das ist Selbsthilfe im 21. Jahrhundert."

Tipps sowie schneller Austausch mit Betroffenen und Ärzten

Mit der "Migräne-App" kann der Patient mittels Schnelltest zusätzlich seinen Kopfschmerztyp feststellen. Er bekommt auch Tipps zum richtigen Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme, zu geeigneten Entspannungsmethoden und gesunder Ernährung. Außerdem bietet die App die Möglichkeit zum bundesweiten Austausch der Betroffenen untereinander und mit Ärzten.

Die "Migräne-App" ist für iOS kostenlos und im App-Store erhältlich. Eine Version für Android-Betriebssysteme ist in Vorbereitung und wird in der ersten Jahreshälfte 2017 erhältlich sein.

Techniker Krankenkasse


Anzeige:
Eigenwerbung
 
Weitere Beiträge zum Thema
Schlaganfall Rehabilitation: Technologische Unterstützung durch Roboter und funktionelle Elektrostimulation am Prüfstand
Schlaganfall Rehabilitation: Technologische Unterstützung durch Roboter und funktionelle Elektrostimulation am Prüfstand
©kras99 - stock.adobe.com

Einige Roboter können bei der Rehabilitation von Schlaganfall-PatientInnen als Ergänzung einer Standardtherapie einen klinischen Zusatznutzen schaffen. Für eine andere Methode, die funktionelle elektrische Stimulation einzelner Muskeln oder Muskelgruppen, kann ein solcher Zusatznutzen nicht nachgewiesen werden. Das sind die Ergebnisse einer auf wissenschaftlicher Evidenz basierenden Studie, die das Austrian Institute for Health Technology Assessment (AIHTA) gemeinsam mit einer deutschen Leitlinienarbeitsgruppe durchgeführt und nun veröffentlicht hat. Nach...

Mit Online-Selbsthilfe von Selfapy Wege aus der Trauer finden
Mit Online-Selbsthilfe von Selfapy Wege aus der Trauer finden
© DREIDREIEINS Foto / Fotolia.com

Der Verlust eines geliebten Menschen – ganz gleich ob unvermittelt oder nach einem schweren Leidensweg – reißt Hinterbliebenen den Boden unter den Füßen weg. Nicht selten wird der Schmerz zur unerträglichen Belastung, die Trauer nimmt überhand und ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Leere stellt sich ein, während der Alltag unerträglich wird. Das Online Selbsthilfe Portal Selfapy nimmt sich der Hilflosigkeit Betroffener an und zeigt Wege aus dem Kummer auf. Individuelle Kursangebote und das Erlernen spezieller Bewältigungsmechanismen helfen...

Internetbasierte Hilfe für Eltern in Bayern mit chronisch kranken Kindern
Internetbasierte Hilfe für Eltern in Bayern mit chronisch kranken Kindern
© bubutu / Fotolia.com

Rund 100.000 Kinder in Bayern sind von Asthma betroffen, so der aktuelle bayerische Kindergesundheitsbericht. "Das ist nicht nur für die Kleinen belastend, sondern auch für deren Familien", sagt Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern. Mütter, Väter oder Geschwister kommen oft körperlich und psychisch an ihre Grenzen. Hinzu kommt, dass vier von fünf der betroffenen Eltern keine Angebote zur Familienentlastung kennen. "Wir möchten das ändern und mit dem Projekt 'Beratung von Eltern chronisch kranker Kinder...

App FURDY hilft, kommunikative Barrieren zu überwinden und kognitive Fähigkeiten zu fördern
App FURDY hilft, kommunikative Barrieren zu überwinden und kognitive Fähigkeiten zu fördern
© Christoph Noll (TAU)

Zum 11-jährigen Jubiläum des Masterstudiengangs Barrierefreie Systeme (BaSys) unter dem Motto „Eine Dekade BaSys 10+“ lädt die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) alle Interessierten ein, über eine inklusive Welt zu diskutieren. Erwartet werden dazu am 22. November 2016 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Vertreter/-innen verschiedener Interessenverbände, Studieninteressierte und Alumni. Auch Absolvent Benjamin Göddel wird vor Ort seine App FURDY präsentieren, die er entwickelt hat, um Autisten und...

Das könnte Sie auch interessieren

Diabetiker sollten regelmäßig ihren Puls messen

Diabetiker sollten regelmäßig ihren Puls messen
© closeupimages / Fotolia.com

Oft werden Menschen von einem Schlaganfall getroffen, weil sie Vorhofflimmern haben, ohne es zu wissen. Vorhofflimmern tritt bei über der Hälfte aller Patienten ohne Symptome oder Beschwerden auf. Unbehandelt und ohne schützende Wirkung gerinnungshemmender Medikamente sind sie schutzlos dem Schlaganfall ausgesetzt. Jedes Jahr verursacht Vorhofflimmern etwa 30.000 Schlaganfälle. Vorhofflimmern ist auch eine häufige Herzrhythmusstörung bei Diabetikern, die Schätzungen zufolge ein um 34% erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern haben.

Orthopäden und Unfallchirurgen setzen sich für aktiven Lebensstil ein

Orthopäden und Unfallchirurgen setzen sich für aktiven Lebensstil ein
@ Von Schonertagen / Fotolia.com

Jedes Jahr verletzen sich 1,25 Millionen Bundesbürger beim Sport so schwer, dass sie ärztlich versorgt werden müssen (1). Überbelastung, hohe Risikobereitschaft und eine mangelnde Vorbereitung auf das Training führen immer wieder zu Unfällen. Gleichzeitig leben in Deutschland viele Millionen Menschen, die sich aufgrund einer Erkrankung nicht mehr schmerzfrei bewegen können. Auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) stellen Experten vom 24. bis 27. Oktober Therapien vor, mit denen sie Beweglichkeit bis ins hohe Alter...

Tag gegen den Schlaganfall: COVID-19 kann einen Hirninfarkt begünstigen

Tag gegen den Schlaganfall: COVID-19 kann einen Hirninfarkt begünstigen
©SciePro - stock.adobe.com

Schwere Atemwegserkrankungen und Lungenentzündungen – das sind bekannte gravierende Auswirkungen von COVID-19. Doch das Virus kann – insbesondere bei schweren Verläufen – auch zu einem Schlaganfall führen. Darauf macht die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich des Tages gegen den Schlaganfall aufmerksam, der am 10. Mai als bundesweiter Aktionstag stattfindet. Zudem betont die DSG, dass ein Schlaganfall immer ein medizinischer Notfall ist und Erkrankte ihre Anzeichen ernst nehmen und sich in Behandlung begeben sollten – auch...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Migräne-App hilft Betroffenen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Corona-Regeln werden für Geimpfte und Genesene gelockert
  • Corona-Regeln werden für Geimpfte und Genesene gelockert