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20. Dezember 2017 Wenn die Eltern trinken: Über 2,6 Millionen Kinder wachsen mit alkoholabhängigem Elternteil auf

Kinder von alkoholkranken Eltern haben keinen normalen Alltag und ihre Sorgen beschränken sich nicht mehr auf Schule oder Freizeit-Aktivitäten. Oftmals müssen sie sich viel zu früh Aufgaben und Sorgen eines Erwachsenen stellen und sind der Situation ausgeliefert. In Deutschland leben mehr als 2,6 Millionen Kinder in einer solchen Situation. Mindestens ein Elternteil dieser Kinder ist alkoholabhängig.
Um den Schein einer intakten Familie beizubehalten erfinden die Kinder suchtkranker Eltern oft Ausreden, um keine Freunde mit nach Hause nehmen zu müssen. Sie isolieren sich meist von ihrem sozialen Umfeld und geben sich die Schuld für die Sucht ihrer Eltern.

Von der Sucht gesteuert, sagen oder tun Erkrankte häufig Dinge, die verletzend sind oder werden gewalttätig. In anderen Momenten sind sie übermäßig fürsorglich und liebevoll. Diese emotionale Achterbahn verwirrt die Angehörigen nicht nur, sie belastet sie regelrecht und macht die Situation zu Hause unberechenbar.

Gemeinsam eine Lösung suchen

Wichtig ist, zu erkennen, dass sie nicht verantwortlich für die Probleme von Mutter und Vater sind und diese an einer psychischen Erkrankung leiden. Dann können sich die betroffenen Kinder an eine Vertrauensperson wenden oder eine Beratungsstelle kontaktieren. Das erfordert viel Mut, weil sie oftmals das Gefühl haben, dass sie ihren Eltern in den Rücken fallen.

Im weiteren Schritt kann auch das Gespräch mit den Eltern gesucht werden. Manchmal ist es für die Kinder die beste Lösung, für einen gewissen Zeitraum zu Verwandten oder in eine Einrichtung zu ziehen.

In Deutschland gibt es viele Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche und Erkrankte. Auch das Clarimedis-Team der AOK Hessen berät Betroffene gern.

Die AOK Hessen hat weitere Informationen zum Thema „Alkoholmissbrauch in der Familie“ auf der Seite „AOK-erleben“ zusammengestellt.

AOK Hessen


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