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Praxismanagement

29. April 2020 Kurzarbeit in der Arztpraxis: Antrag – Schwierigkeiten – Ablauf

Viele Praxisinhaber sind aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie gezwungen über Kurzarbeit nachzudenken, da Termine für Vorsorgeuntersuchungen und Routinebehandlungen gehäuft abgesagt werden. Hier erfahren Sie, unter welchen Bedingungen Sie Kurzarbeit in Ihrer Praxis anmelden können.
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Fachinformation
Definition Kurzarbeit

Kurzarbeit bedeutet die vorübergehende Kürzung der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit als Konsequenz wirtschaftlicher Einbrüche oder unabwendbarer Ereignisse, wie sie mit der derzeitigen „Corona-Krise“ einhergehen. Die Arbeitszeit der Mitarbeiter verkürzt sich oder wird auf 0 reduziert. Der daraus entstehende Gehaltstverlust wird partiell über das Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit abgefedert: Arbeitnehmer ohne Kinder erhalten 60% der Differenz ersetzt, Arbeitnehmer mit Kindern 67%. Sozialversicherungsbeiträge werden zu 100% erstattet.

Wann Sie Kurzarbeit beantragen können

Sie haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld, wenn wenigstens 10% der Beschäftigten einen Arbeitsentgeldausfall von mehr als 10% haben. Wenn Ihre geschlossenen Arbeitsverträge keine Klauseln zur Kurzarbeit enthalten, müssen Sie mit Ihren Mitarbeitern Ergänzungen zum Arbeitsvertrag vereinbaren. Beachten Sie: Die Tarifverträgen für MFA enthalten keine Regelungen zur Kurzarbeit!

Wenn sich Ihre Mitarbeiter weigern

Sollten sich Ihre Mitarbeiter weigern, die Vereinbarung zur Kurzarbeit zu unterschreiben, bleibt Ihnen als Option noch die Änderungskündigung oder die ordentliche Kündigung unter Einhaltung der Kündigungsfrist.

Ablauf der Kurzarbeit
  1. Zusatzvereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer abschließen
  2. Urlaub und Überstunden abbauen.
  3. Behörde benachrichtigen (Bundesagentur für Arbeit)
  4. Kurzarbeit anordnen (unbedingt Bescheid der Bundesagentur für Arbeit abwarten!)
  5. Lohn und Kurzarbeitergeld auszahlen (verringertes Gehalt + 60/67% der Lohndifferenz; Erstattung durch Bundesagentur für Arbeit).

SM

Quelle: Bundeagentur für Arbeit


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