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Praxismanagement
03. April 2020

Kodierung von COVID-19-Fällen: Anpassung zum 01. April 2020

Zum 01. April 2020 wurden die Kodes für die Verschlüsselung von COVID-19 in der Abrechnung und auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen angepasst. Fälle, in denen das Virus labordiagnostisch nachgewiesen wurde, werden weiterhin mit dem Diagnoseschlüssel U07.1 ! kodiert. Neu hinzugekommen ist der Kode für klinisch-epidemiologisch gesicherte COVID-19-Erkrankungen, der zur besseren Unterscheidung der Fälle von der  Weltgesundheitsorganisation eingeführt wurde. Die Empfehlungen gelten sowohl für die Verschlüsselung von Diagnosen im Rahmen der Abrechnung als auch für die Angabe von Diagnoseschlüsseln auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Eine Anpassung der Praxissoftware ist unbedingt nötig.
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Mit dem neuen Kode U07.2 ! werden ab dem 2. Quartal die „Verdachtsfälle“ verschlüsselt, bei denen eine klinisch-epidemiologische COVID-19-Erkrankung nach der Falldefinition des Robert Koch-Institutes (RKI) diagnostiziert, aber SARS-CoV-2 nicht mit einem Labortest nachgewiesen wurden. Mit U07.1 ! werden nur noch die im Labor bestätigten Fälle kodiert.

Ausrufezeichen wird nicht kodiert

Bei beiden COVID-19-Kodes handelt es sich nach der ICD-10-GM um Zusatzkodes, also Ausrufezeichenkodes (!). Damit ist geregelt, dass diese Kodes eine ergänzende Information enthalten und mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden müssen. Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben (U07.1 statt U07.1 !).

Nur Zusatzkennzeichen „G“– „V“, „A“ und „Z“ nicht benutzen

Beide Kodes werden ab dem 1. April ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G“ (gesichert) für die Diagnosesicherheit versehen. Also COVID-19-Erkrankung liegt vor: Virus nachgewiesen U07.1 beziehungsweise Virus nicht nachgewiesen U07.2.
Nicht mehr anzuwenden sind die Zusatzkennzeichen „V“ für „Verdacht“, „A“ für Ausschluss einer COVID-19-Erkrankung oder „Z“ für Zustand nach einer COVID-19-Erkrankung.   

Achtung: Anpassung in der Praxisverwaltungssoftware erforderlich

Sie können die neuen Kodes erst dann in der Praxissoftware kodieren, wenn Sie die entsprechend angepasste Verseion der ICD-10-GM hinterlegt haben. Die KBV stellt diese Software zur Verfügung. Bei Problemen, können Sie sich an Ihren PVS-Hersteller wenden.

Hier finden Sie weitere Kodierbeispiele.

Quelle: KBV


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