Donnerstag, 29. Juli 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
FSME
FSME
Praxismanagement
26. August 2020

Telemedizin: Chancen der Videosprechstunde

Die digitale Transformation des deutschen Gesundheitssystems schreitet kontinuierlich voran und hat im Zuge der COVID-19-Pandemie einen starken Aufschwung erfahren. Die Online-Arztpraxis Zava hat deshalb das Thema Telemedizin in Deutschland anhand aktueller Zahlen und Studienergebnisse untersucht und in einem umfassenden interaktiven Online-Report aufbereitet. Der Report betrachtet den Status quo, zukünftige Herausforderungen und Chancen für unser Gesundheitssystem sowie den Einsatz künstlicher Intelligenz in Verwaltung und Diagnostik.
Anzeige:
Tresiba
 
Corona-Krise treibt Digitalisierung der Arztpraxen voran
 
Nutzten im Februar 2020 schon 1.700 Arztpraxen in Deutschland Videosprechstunden, stieg diese Zahl bis April auf 25.000 an, was einem extremen Wachstum von 1.370%  entspricht. „Die Digitalisierung setzt sich durch im Patienten- und Arzt-Alltag: Telemedizinische Beratung und Behandlung sind nicht nur bequemer und zeitsparender, sondern in Zeiten einer Pandemie vor allem auch sicherer,“ sagt Zava CEO David Meinertz. Wie der Telemedizin Report anhand von interaktiven Diagrammen zeigt, wird das gesteigerte Interesse an der digitalen Sprechstunde auch durch den Anstieg entsprechender Google-Suchanfragen wie etwa „Sprechstunde online“ deutlich. Die Umstellung auf die digitale Praxis scheint zu funktionieren: 4 von 5 Deutschen, die die Videosprechstunde bereits genutzt haben, würden dies erneut tun.
 
Im Europa-Vergleich hinkt Deutschland deutlich hinterher
 
Auch wenn Deutschland die Digitalisierung des Gesundheitssystems unter hohem Druck zu meistern scheint, besteht im Vergleich zu anderen europäischen Staaten noch erheblicher Nachholbedarf. Im „Digital Health Index“-Ranking, welches den Digitalisierungsgrad beschreibt, belegt Deutschland von 14 Ländern den vorletzten Platz. Eine besonders große Hürde stellt hierzulande das Thema Datenschutz dar: Nach Einschätzung von Frau Dr. Lena Harmann, Head of Legal bei Zava, liegen die Gründe hierfür in den vergleichsweise strengen Regelungen der Datenschutzgesetze auf Bundes- und Landesebene sowie der Tatsache, dass jedes Bundesland über eine eigene Datenschutzbehörde verfügt. Dies führe „zu zusätzlichen Unwägbarkeiten in der Anwendung und Auslegung der Datenschutzvorgaben,“ sagt die promovierte Juristin, die mit ihrem Team die EU-Datenschutz-Grundverordnung und die unterschiedlichen Anwendungsvorgaben der Mitgliedstaaten besonders im Segment Health kennt.
 
In der Verwaltung setzt die Medizin bereits auf KI – in Diagnostik und Patientenbehandlung besteht Potenzial

 
Technologische Innovationen im Bereich KI sind in der Verwaltung (etwa bei der Transkribierung von Behandlungsprotokollen) bereits auf breiter Ebene angekommen, doch gerade in Diagnostik, Behandlung und Nachversorgung kann KI der Medizin neue Möglichkeiten eröffnen. Dies zeigen unter anderem aktuelle Forschungsprojekte wie „Enhanced Recovery after Intensive Care“ (ERIC) und TrueBrainConnect der Charité Berlin. Das große Potenzial von Innovationen im eHealth-Bereich haben internationale Tech-Giganten wie Google und Microsoft längst erkannt und investieren bereits hohe Summen in entsprechende Startups.
 
Telemedizin verändert Arbeitsmarkt
 
Die Entwicklung hin zum digitalen Gesundheitssystem führt zu neuen Anforderungen an den Beruf des Arztes. Um reibungslose Abläufe sicherstellen zu können, muss dieser sich nun mit der nötigen Technologie auseinandersetzen. Darüber hinaus könnten in Zukunft neue Berufsbilder entstehen. Die Münch Stiftung plädiert für die Etablierung von drei neuen Gesundheitsberufen: die Fachkraft für digitale Gesundheit, der Prozessmanager für digitale Gesundheit und der Systemarchitekt für digitale Gesundheit. Diese sollen dabei helfen, die digitale Transformation besser voranzubringen. Wie der Report eindrücklich dokumentiert, ist hierfür jedoch weit mehr notwendig – nämlich die Schaffung technischer Infrastrukturen durch den Breitbandausbau und durch die gesetzlichen  Rahmenbedingungen, die den Fortschritt unterstützen, statt ihn zu bremsen.
 
Den vollständigen Telemedizin-Report von Zava finden Sie hier.

Quelle: Zava


Anzeige:
OFEV
OFEV

Das könnte Sie auch interessieren

Schuppenflechte in Gelenken: Neue Therapien bei Psoriasis-Arthritis

Schuppenflechte in Gelenken: Neue Therapien bei Psoriasis-Arthritis
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Mit Rheuma werden gemeinhin Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen bezeichnet, oft einhergehend mit einer Einschränkung der Funktionsfähigkeit. Etwa 200 bis 400 einzelne Erkrankungen werden mittlerweile unter Rheuma verzeichnet, die sich im Beschwerdebild, dem Verlauf und der Prognose sehr unterscheiden. Entgegen weit verbreiteter Meinung ist es keine Erkrankung nur älterer Menschen, betont Prof. Christoph Baerwald, 1. Sprecher des Rheumazentrums am Universitätsklinikum Leipzig anlässlich des...

Algorithmus für schuhbasiertes Blindenassistenzsystem

Algorithmus für schuhbasiertes Blindenassistenzsystem
©Africa Studio - stock.adobe.com

Ein Schuh, der sagt wo’s lang geht: Die Niederösterreichische Firma Tec-Innovation hat einen intelligenten Schuh zur Erkennung von Hindernissen entwickelt. Der als „InnoMake“ bezeichnete Schuh ist seit kurzer Zeit als zugelassenes Medizinprodukt am Markt und soll die persönliche Mobilität von blinden und sehbeeinträchtigten Menschen sicherer gestalten. „Ultraschall-Sensoren an der Schuhspitze erkennen Hindernisse in bis zu 4 Metern Entfernung. Der Träger wird daraufhin per Vibration und/oder akustischen Signalen gewarnt. „Das funktioniert sehr gut und ist auch mir persönlich schon eine...

Preisgekrönte App „Rootd" gegen Angst und Panikattacken jetzt auf Deutsch verfügbar

Preisgekrönte App „Rootd" gegen Angst und Panikattacken jetzt auf Deutsch verfügbar
©shintartanya - stock.adobe.com

Rootd, eine führende App gegen Angstzustände und Panikattacken, wird von Hunderttausenden zufriedenen Nutzern auf der ganzen Welt verwendet und hilft ihnen in den Momenten, in denen sie es am dringendsten benötigen, mit interaktiven Übungen und auf kognitiver Verhaltenstherapie basierenden Lehrplänen. Ania Wysocka, die Rootd aufgrund direkter Erfahrungen mit Angstzuständen gründete, sagt, dass diese Übersetzung eine direkte Reaktion auf die Nachfrage der Benutzer in Deutschland ist, verbunden mit der weltweit erhöhten Angst und...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Telemedizin: Chancen der Videosprechstunde"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)