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01. Juli 2020
Seite 2/9

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Entsprechend ist die Erarbeitung eines histologischen Musters von Schmitz/Dirschka zu werten, welche AK anhand ihres basalen Wachstumsmusters – über ein „crowding“ (=Pro I) und damit Zusammendrängen basaler, atypischen Keratinozyten, ein „budding“ (=Pro II) als einem halbkugeligen „Knospen“ in Richtung papilläre Dermis gefolgt von Pro III, „papillary sprouting“, mit der dermal tief reichenden papillären Proliferation atypischer Keratinozyten – einteilt (18). Ein Paradigmenwechsel hin zur verbesserten frühen Diagnose wird durch derartige Projekte wie auch Untersuchung zu Biomarkern und methodischen Ergänzungen wie Rasterkraftmikroskopie verdeutlicht (19). Änderungen der AK hinsichtlich der Zelloberfläche und strukturelle Umfeldänderungen wie Fillagrindegradierung im Sinne einer Feldkanzerisierung werden thematisiert.

Diagnostik

Die Diagnose einer AK wird primär klinisch gestellt. Ergänzend können die Dermatoskopie, konfokale Lasermikroskopie und optische Kohärenztomographie als nicht-invasive Maßnahmen zur Diagnosestellung und Abgrenzung möglicher Differentialdiagnosen wie z.B. einem initialen sklerodermiformen BZK verwendet werden (1). Eine histologische Sicherung ist nicht obligat, jedoch bei unklarem Befund, möglichen Differentialdiagnosen, einer ausgeprägten Therapieresistenz oder Progression dringlich (1).

Liegt der Fokus auf einer Sicherung der AK, so wird in der alltäglichen Praxis gerne eine flache Abtragung (Shave-Exzision) mit anschließender Elektrokaustik oder Laserbehandlung durchgeführt, sodass die histologische Sicherung gleich mit einem zumeist therapeutisch ausreichenden Konzept verbunden ist. Tiefer liegende und mögliche invasive Tumoranteile werden dabei nicht erfasst, daher sind bei entsprechender Verdachtsdiagnose Biopsie und Exzision zu erwägen.

Wechselnde Ortho- und Hyperkeratose, Dyskeratosen, eine Schichtungsstörung der Epidermis, atypische Keratinozyten, basale Proliferation und aktinische Elastose sind u.a. histologische Kriterien zur Diagnose einer AK (20).
 
Abb. 2: Histologie einer aktinischen Keratose im HE-Schnitt (100fache Vergrößerung) mit Wechsel von Hyperkeratose zu Hyperparakeratose sowie Reifungs- und Schichtungsstörung in der Epidermis (I).
Abb. 2: Histologie einer aktinischen Keratose im HE-Schnitt (100fache Vergrößerung) mit Wechsel von Hyperkeratose zu Hyperparakeratose sowie Reifungs- und Schichtungsstörung in der Epidermis (I).
 

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  • Bundesweite Kontaktbeschränkungen ab 02. November 2020 – Früher als angekündigt soll die Pandemie mit massiven Kontaktbeschränkungen gestoppt werden (dpa, 28.10.2020).
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