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SchwerpunktMärz 2020

01. März 2020
Seite 1/3
Coronavirus: Risikobewertung – Schutzmaßnahmen – ambulantes Management

EILMELDUNGEN

Keine Krankschreibungen mehr via Telefon
– Seit heute ist eine Krankschreibung via Telefon ohne den Patienten persönlich gesehen zu haben, nicht mehr erlaubt. Der Hausärzteverband fodert eine Verlängerung der „Corona“-Sonderregelung (dpa, 01.06.2020).

Trump bricht US-Beziehung zur WHO ab – Weil er die WHO neben China als verantwortlich für die SARS-CoV-2-Pandemie erachtet, hat der US-Präsident den Austritt der USA aus der WHO beschlossen (dpa, 30.05.2020).

Söder wird bedroht – Wie bereits Christian Drosten und Karl Lauterbach vor ihm, hat nun auch Markus Söder eine postalische Drohung erhalten: Ein Umschlag mit einem Reagenzglas „voll“ SARS-CoV-2 und der Aufforderung dies zu trinken, um immun zu werden (dpa, 29.05.2020).

Türkei lockert viele „Corona“-Restriktionen ab 1. Juni – Es besteht wieder Reisefreiheit, Cafés, Restaurants, Schwimmbäder, Sportstudios und Kindergärten öffnen wieder. Auch Strände, Parks und Museen werden wieder zugänglich sein (dpa, 28.05.2020).

Auch Bayern lockert „Corona“-Beschränkungen – Ab dem 15. Juni sollen auch in Bayern unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln Kinos und Theater wieder öffnen (dpa, 26.05.2020).

Bund will Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juli verlängern – Einige Lockerungen sind jedoch vorgesehen (dpa, 25.05.2020).

Obduktionen zeigen massive Lungenschäden als Todesursache bei COVID-19-Patienten, wie eine in JAMA publizierte Studie zeigt (Universität Augsburg, 22.05.2020)

Karlsruher Urteil: Corona-Beschränkungen auch für psychisch Kranke zumutbar.
, Die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln in der Corona-Krise sind nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts auch psychisch kranken Menschen zuzumuten. Zwar seien diese von den Maßnahmen besonders hart getroffen, heißt es in einer Eilentscheidung, die am Freitag, 22.5. veröffentlicht wurde. Die generelle Aufhebung der Beschränkungen und ein möglicher Wiederanstieg der Zahl der Infizierten hätten aber gravierendere Folgen für sehr viele Menschen (Az. 1 BvQ 42/20) (dpa, 22.05.2020).

Krankenkassen wollen Geld für Corona-Tests vom Staat zurück. Als staatliche Aufgabe müssten Tests in diesem Rahmen auch vom Staat finanziert werden. (dpa, 22.05.2020)

Bayern senkt Grenzwert für Hotspots auf 35 – Der Grenzwert des „Corona-Frühwarnsystems“ wurde in Bayern von 50 auf 30 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gesenkt (dpa, 19.05.2020).

Keine Impfpflicht – Die Bundesregierung lehnt eine Impfpflicht gegen SARS-CoV-2 ab, auch das RKI hat sich dagegen ausgesprochen. Hauptgrund ist, dass eine Impfpflicht gegen Artikel 2 des Grundgesetzes verstoßen würde (dpa, 16.05.2020).

Krankschreibungen per Telefon nur noch bis Ende Mai – Ärzte können ihre Patienten nur noch bis Ende Mai telefonisch krankschreiben. Ab 1. Juni 2020 soll dafür wieder eine persönliche Vorstellung notwendig sein (dpa, 14.05.2020).

Bundesregierung beschließt Lockerung der Grenzkontrollen – Ab kommenden Samstag sollen die Kontrollen an den deutschen Grenzen gelockert werden, ein Ende der Grenzkontrollen ist für den 15. Juni 2020 geplant (dpa, 13.05.2020).

Berlin setzt auf eigenes „Corona“-Warnsystem: Bei der Berliner „Ampel“ spielen die Reproduktionsrate, die Zahl der Neuinfektionen und die Belegung der Intensivbetten mit COVID-19-Patienten eine Rolle (dpa, 12.05.2020).

Restaurants in Hamburg ab morgen wieder geöffnet – Ab Mittwoch, 13.05.2020, dürfen die Restaurants in Hamburg ihre Gäste drinnen und draußen bewirten. Auflagen: Mund-Nasen-Schutz bei Bedienungen, maximal 2 Familien an einem Tisch (dpa, 12.05.2020).

Japan erwägt Aufhebung des Notstands– In 34 der 47 Präfekturen soll der bis eigentlich Ende Mai verhängte Notstand in weiten Teilen des Landes kommenden Donnerstag aufgehoben werden (dpa, 10.05.2020).

Geplante „Corona“-App erscheint voraussichtlich Mitte Juni – Die umstrittene App, die zur Unterbrechung von Infektionsketten beitragen soll, wird wahrscheinlich Mitte Juni 2020 zur Verfügung stehen (dpa, 07.05.2020).

„Corona“-Regeln werden bundesweit gelockert – Die Bundeskanzlerin einigte sich heute mit den Ministerpräsidenten auf diese bundesweit geltenden Regelungen: Angehörige von 2 Haushalten dürfen sich wieder treffen, unter Auflagen dürfen alle Geschäfte wieder öffnen, Sport im Freien ist wieder erlaubt. Weiterhin gilt aber der 1,5-Meter-Abstand bei Treffen mit Menschen aus anderen Haushalten. Die grundsätzlichen Kontaktbeschränkungen bleiben bis 05. Juni 2020 bestehen (dpa, 06.05.2020).

Söder hebt Beschränkungen für Bayern auf – „Corona ist unter Kontrolle“, sagte der bayerische Ministerpräsident. Ab Mittwoch, 6.05.2020, werden die Beschränkungen größtenteils aufgehoben, Familienbesuche sind erlaubt. Außenbereiche von Gaststätten öffnen wieder am 18.05.2020, Speiselokale im Innenbereich am 25.05.2020, Hotels am 30.05.2020 (dpa, 05.05.2020).

„Es werden keine Engpässe prognostiziert“, sagt Lothar Wieler. In der heutigen Pressekonferenz des RKI sagte Lothar Wieler, dass derzeit keine Engpässe bei der medizinischen Versorgung zu erwarten seien (RKI, 05.05.2020).

Millionenfache Antikörpertests für ganz Deutschland – Noch im Mai sollen rund 3 Millionen Antikörpertests gegen SARS-CoV-2 zur Verfügung stehen, in den Folgemonaten etwa 5 Millionen. Jens Spahn erhofft sich dadurch neue Erkenntnisse über das Ausbruchsgeschehen (dpa, 04.05.2020).

Heinsberg-Studie veröffentlicht – Eine erste Version der Heinsberg-Studie wurde veröffentlicht. Die Sterblichkeit liegt bei 0,37%. Die Dunkelziffer der Infizierten fällt aber wohl deutlich höher aus als gedacht: Hochgerechnet auf Deutschland haben sich 1,8 Millionen Deutsche mit SARS-CoV-2 infiziert (dpa, 04.05.2020).

Bundesländer wollen Lockerung des Kontaktverbots durchsetzen – Auch wenn einige Maßnahmen in der „Corona-Krise“ bereits zurückgenommen wurden, steigt der Druck weitere Lockerungen vorzunehmen: In Bezug auf das Kontaktverbot, die Schließung der Kitas sowie der Verbot des Breitensports (dpa, 04.05.2020).

Krankschreibungen per Telefon bis 18. Mai möglich – Die Ausnahmeregelung wegen der „Corona-Krise“, dass eine Krankschreibung auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt möglich ist, wurde erneut verlängert. Rechtzeitig vor dem 18. Mai wird über eine eventuelle weitere Verlängerung entschieden (G-BA, 29.04.2020).

Auch schwere Verläufe erfolgreich therapierbar – In 70% der COVID-19 Fälle, die eine intensivmedizinische Versorgung gefordert haben, genesen die Patienten vollständig. Dies bestätigen die Daten des Deutschen Intensivregisters (DGIIN, 29.04.2020).

Mecklenburg-Vorpommern führt Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in Arztpraxen ein – Patienten in Mecklenburg-Vorpommern müssen künftig auch in Arztpraxen einen Mund-Nasen-Schutz tragen (dpa, 28.04.2020).

Österreich hebt Ausgangsbeschränkungen auf – Aufgrund der günstigen Entwicklung in der „Corona-Krise“ hebt Österreich sämtliche Ausgangsbeschränkungen ab dem 1. Mai 2020 auf. Lediglich ein Mindestabstand von 1 Meter zu Menschen, die nicht im selben Haushalt leben, ist weiterhin verpflichtend (dpa, 28.04.2020).

Verkaufsverbot für große Geschäfte in Bayern verfassungswidrig – Bayerns höchstes Verwaltungsgericht hat das in der „Corona-Krise“ verhängte Verkaufsverbot für Geschäfte mit mehr als 800 qm für verfassungswidrig erklärt. Wegen der Ungleichbehandlung sehen die Richter darin einen Verstoß gegen das Grundgesetz. Das Gericht setzte die Vorschrift aber dennoch nicht außer Kraft (dpa, 27.04.2020).

„Corona-Warn“-App mit dezentraler Speicherung – Einführungsdatum ungewiss: Am Wochenende entschied sich die Bundesregierung aufgrund der massiven Kritik von Datenschützern nun doch für eine dezentrale Speicherung. Wann genau die App, die auf Abstandsmessung via Bluetooth basiert, zur Verfügung stehen wird, ist noch unklar (dpa, 27.04.2020).

Söder für deutschlandweite Impfpflicht gegen SARS-CoV-2 – Der bayerische Ministerpräsident hat sich, noch bevor ein Impfstoff gegen das SARS-CoV-2 zur Verfügung steht, bereits für eine Impfpflicht ausgesprochen (dpa, 23.04.2020).

Entscheidung für Corona-App pro Pepp-PT gefallen – Die geplante Corona-Warn-App soll mit dem technischen Konzept der Initiative Pepp-PT entwickelt werden. Aufgrund der Debatte um ein geeignetes Datenschutzkonzept steht Pepp-PT in der Kritik (dpa, 23.04.2020).

Bundesweite Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz in öffentlichen Nahverkehrsmitteln und Geschäften – Als letztes Bundesland hat nun auch Bremen eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht eingeführt (dpa, 22.04.2020).

Erste klinische Prüfung von Impfstoff in Deutschland gestartet – Erstmals in Deutschlands wurde durch das Paul-Ehrlich-Institut die Zulassung für die klinische Prüfung eines Impfstoffkandidaten gegen SARS-CoV-2 erteilt. Zunächst sollen 200 gesunde Probanden den Impfstoff des Unternehmen Biontech erhalten, in einer möglichen zweiten Phase 500 Menschen aus der Risikogruppe (Vorerkrankung / Alter > 55 Jahre) (dpa, 22.04.2020).

Mund-Nasen-Schutz-Pflicht: Überblick nach Bundesländern
BADEN-WÜRTTEMBERG: Maskenpflicht ab Montag (27. April) – BAYERN: Maskenpflicht ab Montag (27. April); in einigen Kommunen früher – BERLIN: Maskenpflicht ab Montag (27. April), nur im Nahverkehr – BREMEN: Entscheid über Maskenpflicht am Freitag (24. April) geplant – HAMBURG: Maskenpflicht ab Montag (27. April) – HESSEN: Einführung der Maskenpflicht geplant, Start noch offen – MECKLENBURG-VORPOMMERN: Maskenpflicht ab Montag (27. April), nur im Nahverkehr – SACHSEN: Maskenpflicht gilt bereits seit Montag (20. April) – SACHSEN-ANHALT: Maskenpflicht ab Donnerstag (23. April) – SCHLESWIG-HOLSTEIN: Maskenpflicht ab Mittwoch (29. April) – THÜRINGEN: Maskenpflicht ab Freitag (24. April) (dpa, 21.04.2020).

Auch Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt führen Mund-Nasen-Schutz-Pflicht ein – Nach Sachsen, Bayern und Thüringen folgen nun auch Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt bei der Einführung einer Mund-Nasen-Schutz-Pflicht. Ab kommenden Montag, bzw. schon übermorgen, muss auch in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt beim Einkaufen und in Öffentlichen Verkehrsmitteln ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden (dpa, 21.04.2020).

Thüringen führt Mund-Nasenschutz-Pflicht ab kommenden Freitag ein – Bei der umstrittenen Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zieht nun auch Thüringen nach: Ab 24. April 2020 muss in allen Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Sachsen hat diese Neuerung bereits seit vergangenem Montag durchgesetzt, Bayern folgt nächste Woche (dpa, 21.04.2020).

Telefonische Krankschreibung wegen Erkältung nun doch weiterhin möglich – Nach massiver Kritik teilte Josef Hecken, Vositzender des G-BA, mit, dass Ärzte nun bis voraussichtlich 04. Mai Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen aufgrund telefonischer Anamnese ausstellen dürfen (dpa, 20.04.2020).

Bayern führt Mund-Nasen-Schutz-Pflicht ein – Ab kommender Woche muss in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, sagte Markus Söder in einer Regierungserklärung (dpa, 20.04.2020).

Änderungen ab heute, 20.04.2020: Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von 800 qm dürfen wieder öffnen, außerdem Buchhandlungen, Auto- und Fahrradhändler sowie Zoos – An Hochschulen finden wieder Prüfungen statt – Krankschreibungen per Telefon sind NICHT mehr möglich – Sachsen führt flächendeckende Mund-Nasen-Schutz-Pflicht ein (dpa, 20.04.2020).

Einschränkung der Grundrechte nicht hinnehmbar – Die Grünen in Bayern halten die einschneidenden Einschränkungen der Grundrechte als Reaktion auf die Ausbreitung des SARS-CoV-2 für nicht hinnehmbar. Bayern solle sich andere Bundesländer zum Vorbild nehmen, mahnte Landtagsfraktionschefin Katharina Schulze (dpa, 19.04.2020).

SARS-CoV-2 in Herzgewebe gesichtet – Bei einem mit SARS-CoV-2 infizierten Mann mit progredienter Ateminsuffizienz und kardiogenem Schock wurden Virus-Partikel in interstitiellen Makrophagen und deren Umgebung gefunden. In den Myozyten selbst konnte das Virus nicht nachgewiesen werden (European Journal of Heart Failure, 18.04.2020, https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/ejhf.1828).

Mundschutzpflicht in Sachsen
– Ab kommenden Montag, 20. April, gilt in Sachsen im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel eine Mund-Nasenschutz-Pflicht. Ein einfaches Tuch oder ein Schal seien ausreichend, betonte Ministerpräsident Michael Kretschmer (dpa, 17.04.2020).

Spahn: Ausbruch ist beherrschbar geworden – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte: „Der Ausbruch ist – Stand heute – wieder beherrschbar geworden.“ (dpa, 17.04.2020)

Reproduktionsrate in Deutschland sinkt auf 0,7 – Nach Angaben des RKI ist die Reproduktionsrate bei SARS-CoV-2 in Deutschland auf 0,7 gesunken (dpa, 17.04.2020).

Tagesaktuelle Meldung der Intensivbetten ab sofort Pflicht – Bis 9 Uhr morgens ist ab sofort jede deutsche Klinik mit Intensivstation verpflichtet, die Anzahl der verfügbaren Intensivbetten an das DIVI-Register zu melden (DIVI, 16.04.2020).

Zusammenfassung des Tages: Kontaktbeschränkungen gelten bis mindestens 3. Mai – Gastronomiebetriebe bleiben vorerst geschlossen – Öffnung der Friseurläden am 4. Mai – Versammlungsverbot in Kirchen bleibt bestehen – Grenzkontrollen bis 4. Mai verlängert – Trump stoppt Zahlungen an WHO (dpa, 15.04.2020).

Bund will Öffnung von Geschäften bis 800 Quadratmeter ermöglichen – Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmeter sollen nach der Beschlusslage des „Corona-Kabinetts“ wieder öffnen. Die Kontaktbeschränkungen sollen aber grundsätzlich bis zum 3. Mai 2020 verlängert werden (dpa, 15.04.2020).

Aktuell 5 Wirkstoffkandidaten gegen SARS-CoV-2 in klinischen Phase-I-Studien: mRNA-127 (mRNA vaccine, encoding S protein), Ad5-nCoV (Adenovirus vector, expressing S protein), INO-4800 (DNA plasmid, encoding S protein delivered by electroporation), LV-SMENP-DC (DCs modified with lentiviral vector, expressing domains of selected viral proteins), Pathogen-specific aAPC (APCs modified with lentiviral vector, expressing domains of selected viral proteins) (GSK, 15.04.2020).

Offener Brief des Hausärzteverbands Baden-Württemberg – Sinnvolles Testen, keine Massentests – Beendigung der Kontaktsperre für alle – häuslicher Gewalt vorbeugen – Schutz vulnerabler Patientengruppen (Hausärzteverband Baden-Württemberg, 14.04.2020).

RKI vorsichtig optimistisch – Das Robert-Koch-Institut zeigt sich das erste Mal seit Beginn der SARS-CoV-2-Pandemie wieder optimistisch: Bislang gebe es keine Engpässe in deutschen Kliniken. Wiehler mahnt dennoch weiter zur Disziplin (Pressekonferenz RKI, 14.04.2020).

Leopoldina legt konkreten Plan für Ende der Kontaktsperren vor – Nationalakademie spricht Handlungsempfehlung aufgrund medizinischer, ökonomischer, verfassungsrechtlicher und psychologischer Abwägungen aus: Baldige Rückkehr zur Schule, Einhaltung der erlernten Hygiene- und Abstandsmaßnahmen, Kitas nur Notbetrieb bis Ende der Sommerferien, Einführung der Maskenpflicht (dpa, 13.04.2020). 

Erneuter Anstieg in China – Die Zahl der Neuinfizierten in China steigt wieder an. Es wurden 108 Fälle gemeldet, der höchste Wert seit 5 Wochen (dpa, 13.04.2020). 

Johnson verlässt Krankenhaus  – Nur 3 Tage nachdem er die Intensivstation verlassen konnte, wurde der britische Premierminister Boris Johnson heute aus dem Krankenhaus entlassen. Auf ärztlichen Rat hin wird er die Regierungsgeschäfte bis auf Weiteres nicht führen (dpa, 12.04.2020). 

Scheuer will Schutzmaterial mit der Bahn aus China holen – Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will mit einer „Eisenbahnbrücke“ Schutzmaterial nach Deutschland bringen. Damit sollen wöchentlich 20-40 Tonnen Schutzmaterial beschafft werden (dpa, 12.04.2020). 

Ausgangssperre in der Türkei – Mit nur 2-stündiger Vorwarnung hat die türkische Regierung seit 11.04., 0 Uhr, eine Ausgangssperre über 31 Kommunen verhängt. Panikkäufe waren die Folge. In der Türkei galten bereits Ausgangssperren für junge Menschen bis einschließlich 20 Jahre, ältere ab 65 Jahre sowie chronisch Kranke (dpa, 11.04.2020).

USA: Mehr als 500.000 nachgewiesene Infektionen, 2.000 Verstorbene in 24 Stunden – Die USA erreichen in der SARS-CoV-2-Pandemie den (vorläufigen) Höhepunkt. Inzwischen haben sich über eine halbe Million Menschen infiziert. Innerhalb von 24 Stunden (Stand: 10.04., 23:00 Uhr) verstarben erstmals mehr als 2.000 Menschen. Dies markiert den höchsten Anstieg an Toten binnen eines Tages in einem Land seit dem Beginn der Pandemie (Johns Hopkins University, 11.04.2020). 

Sachsen will Quarantäne-Verweigerer in Haft nehmen – Nachweislich mit SARS-CoV-2 Infizierte, müssen in Quarantäne. Wer dagegen verstößt, wird in Zwangsquarantäne untergebracht. Die sächsische Landesregierung hat hierfür 22 Zimmer in 4 psychiatrischen Kliniken räumen lassen (dpa, 10.04.2020).

Boris Johnson hat Intensivstation verlassen – Der britische Premierminister benötigt keine intensivmedizinische Behandlung mehr. Aus der Dowing Street hieß es, er sei „außerordentlich guten Mutes“ (dpa, 10.04.2020).

Statement Jens Spahn zur aktuellen Lage – Kurve der Neuinfizierten flacht ab – 40% der Intensivbetten in Deutschland frei – 6 von 7 COVID-19-Patienten benötigen nur ambulante Therapie – von Alltag wie vor der Pandemie noch weit entfernt – Bitte, auch über Ostern konsequent zu bleiben, dann steigt Wahrscheinlichkeit für baldige Lockerung der Maßnahmen (Pressekonferenz BGM, 09.04.2020).

Betrugsverdacht: NRW stoppt Auszahlung von Soforthilfen – Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium stoppt wegen mutmaßlich betrügerischer Internetseiten die Soforthilfe-Auszahlungen für Selbstständige und Unternehmen in der „Corona“-Krise (dpa, 09.04.2020).

Spahn hält schrittweise Rückkehr zur Normalität nach Ostern für möglich – Aufgrund des positiven Trends der Infektionszahlen (dpa, 09.04.2020)

Äthipien ruft Notstand aus – Dadurch können bereits bestehende Einschränkungen weiter verschärft werden. Die für den 29. August geplante Parlamentswahl wurde bereits verschoben. Ein Datum steht noch nicht fest. (dpa, 08.04.2020)

Eilantrag gegen bayerische SARS-CoV-2-Verordnung in Karlsruhe abgewiesen – Das Bundesverfassungsgericht hat den Eilantrag gegen die Beschränkung der Grundrechte in Bayern abgelehnt. Begründung: Die Gefahren für Leib und Leben wögen schwerer als die Einschränkung der persönlichen Freiheit (dpa, 08.04.2020).

Mehrere Länder lockern ihre „Corona-Maßnahmen“ – Darunter Vorreiter Österreich, Dänemark, Tschechien, Litauen, Norwegen, China und der Iran (dpa, 08.04.2020).

Montgomery skeptisch bei Maskenpflicht – Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery steht der Maskenpflicht skeptisch gegenüber. „Wer das Virus in sich trägt, sollte eine Maske tragen. Aber das sind ja nicht 83 Millionen, die Herr Söder mit seiner Maskenpflicht beglücken will, sondern im Moment nur 130.000.“ (dpa, 08.04.2020).   

Japans Regierungschef verhängt Ausnahmezustand
Japans Regierungschef Shinzo Abe hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand für Tokio und 6 weitere Provinzen ausgerufen. Ab morgen werden Schulen und andere Einrichtungen geschlossen. Die Behörden dürfen die Bürger anweisen, in ihren Häusern zu bleiben (dpa, 07.04.2020).

Johnson nicht beatmet
Der seit gestern Abend intensivmedizinisch betreute britische Premierminister Boris Johnson muss nicht beatmet werden. Er erhält zwar Sauerstoffunterstützung, ist aber nicht an ein Beatmungsgerät angeschlossen (dpa, 07.04.2020).

Aktuelles RKI-Statement
Der Präsident des RKI, Lothar H. Wieler, hat sich in der gerade stattgefundenen Pressekonferenz eindeutig für die umstrittene „Datenspende“-App ausgesprochen und hofft auf die Teilnahme möglichst vieler Menschen (Pressekonferenz RKI, 07.04.2020).

Britischer Premierminister Boris Johnson auf Intensivstation verlegt
Da sich die Symptomatik seiner COVID-19-Erkrankung verschlechtert hat, erhält Boris Johnson nun intensivmedizinische Versorgung. (dpa, 06.04.2020).

Kein Stichtag für den Exit in Deutschland
Die Bundesregierung hält trotz der österreichischen Exitstrategie daran fest, weiter kein Datum zu nennen, an dem Deutschland die verordneten Maßnahmen lockert. Kanzlerin Merkel halte ein solches Versprechen für unverantwortlich, da noch nicht absehbar sei, ob die Infektionszahlen in Deutschland eine Lockerung nach dem 19.04.2020 zuließen. (Pressekonferenz der Bundesregierung, 06.04.2020)

Intensivbetten: Verordnungsentwurf für Meldepflicht
Jens Spahn möchte eine verpflichtende Meldung an ein zentrales Register, wie viele Intensivbetten zur Verfügung stehen. Alle Krankenhäuser sollen an das Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) melden. (dpa, 06.04.2020)

Österreich: Schrittweise Lockerung der Maßnahmen ab 14. April
Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat angekündigt, die bestehenden Maßnahmen ab dem 14. April lockern zu wollen. Zuerst sollen Geschäfte wieder eröffnen, anschließend Restaurants. Trotzdem werden die Ausgangsbeschränkungen bis Ende April aufrecht erhalten werden. Die Mundschutzpflicht gilt nun auch in öffentlichen Verkehrsmitteln (dpa, 06.04.2020)

Bislang größte Querschnittsstudie startet in München
In der am schwersten betroffenen Region Deutschland München startet die bislang größte Querschnittsstudie mit Tausenden Testungen. Die Forscher erhoffen sich Antworten auf die bislang ungeklärten Fragen, wie viele Menschen sich tatsächlich infiziert haben und wie viele dadurch verstorben sind. (dpa, 03.04.2020)
 
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Zahl bestätigter Infektionen

Die aktuellen Fallzahlen werden Ihnen von der Johns Hopkins University zur Verfügung gestellt:
https://www.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6

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RKI: Personengruppen, die nach bisherigen Erkenntnissen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben:
 
  • Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt ab 50-60 Jahren stetig mit dem Alter an. Insbesondere ältere Menschen können, bedingt durch das weniger gut reagierende Immunsystem, nach einer Infektion schwerer erkranken (Immunseneszenz). Da unspezifische Krankheitssymptome wie Fieber die Antwort des Immunsystems auf eine Infektion sind, können diese im Alter schwächer ausfallen oder fehlen, wodurch Erkrankte dann auch erst später zum Arzt gehen.
  • Auch verschiedene Grunderkrankungen wie z.B. Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen scheinen unabhängig vom Alter das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen.
  • Bei älteren Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher, als wenn nur ein Faktor (Alter oder Grunderkrankung) vorliegt; wenn mehrere Grunderkrankungen vorliegen (Multimorbidität) dürfte das Risiko höher sein als bei nur einer Grunderkrankung.
  • Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z.B. Cortison) besteht ein höheres Risiko.
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