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01. März 2019
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Studienergebnisse

Von den 132 Rückläufern mussten 8 Teilnehmer von der Studie ausgeschlossen werden, da die Angaben unvollständig oder fehlerhaft gemacht worden waren. Eine Überprüfung der übrigen Daten, hinsichtlich ihres objektiven Wahrheitsgehalts, konnte naturgemäß nicht erfolgen. Vor dem Hintergrund ähnlicher Studien und nach einer kritischen Würdigung des Datenmaterials kann aber davon ausgegangen werden, dass die erhobenen Daten plausibel sind.

Anthropometrische Daten

Es nahmen 101 Profisportler und 23 Amateursportler und somit insgesamt 124 Spieler an der Umfrage teil. Aus diesen Daten ließ sich ein Durchschnitt ermitteln.  Der durchschnittliche männliche Profispieler war zum Zeitpunkt seiner Kreuzbandverletzung 23,67 Jahre alt, 77,86 kg schwer und 183,68 cm groß. Bei den männlichen Amateursportlern war der durchschnittliche Spieler 23,91 Jahre alt, er hatte ein Gewicht von 77,74 kg bei einer Größe von 183,13 cm. Die weibliche Profispielerin war 22,68 Jahre alt, bei einem Gewicht von 60,16 kg und einer Größe von 168,47 cm.

Daten zum Schuh

Betrachtet man nun, mit welcher Sohle sich die Probanden Verletzungen zugezogen haben, ergibt sich folgendes Bild: Die meisten Rupturen traten bei 33,1% aller Verletzungen mit kurzen (kurz bedeutet hier eine Stollenlänge bis einschließlich 14 mm) Plastikstollen auf. 26,6 % trugen lange Metallstollen und 24,2% lange Plastikstollen. 9 Spieler und damit 7,3% spielten zum Zeitpunkt ihrer Verletzung mit Multinoppen. 5,6% der Spieler trugen Schuhe mit einer glatten Sohle, also keine Stollen.

Zum Zeitpunkt der Verletzung trugen 29% der Teilnehmer trapezförmige Plastikstollen gefolgt von 16,1%, die runde Metallstollen verwendeten. 13,7% der Teilnehmer berichteten von ovalen Plastikstollen und 9,7% von ovalen Metallstollen.

63,7% der Spieler gaben an, mit „gebrauchten“ Schuhen gespielt zu haben. 30,6% spielten zum Zeitpunkt ihrer Verletzung mit „neuen“ Schuhen, unter 5% der Spieler erlitten Verletzungen mit Schuhen, die der Spieler selbst als „stark abgenutzt“ beurteilte. Dabei bedeutete „gebraucht“, dass die Schuhe aufgrund mehrfacher Benutzung bereits Gebrauchsspuren zeigten, sie also in Form und Farbe nicht mehr dem Originalzustand bei Auslieferung entsprachen und erste Abnutzungserscheinungen, wie verblassende Farben, ausgeweitete Schuhform oder Abriebspuren an Sohle oder Stollen sichtbar wurden. Neue Schuhe waren demnach als solche ohne Gebrauchsspuren anzusehen. Stark abgenutzte Schuhe lagen dann vor, wenn Beschädigungen bestanden, die jederzeit bei Belastung zu Unbrauchbarkeit führen konnten, so z.B. eine angebrochene Sohle oder eine bereits eingerissene Naht, die unter Druck weiter brechen, bzw. reißen konnte.

Untergrundeigenschaften

Die Angaben der Teilnehmer zur Beschaffenheit des Untergrundes lässt sich in der folgenden Tabelle zusammenfassen:

 
Tabelle 1 zeigt den Zusammenhang zwischen Feuchtegrad und Art des Untergrundes im Augenblick der Verletzung. Auffällig ist hierbei, dass die Verletzungen mit dem Feuchtegrad stark ansteigen.
  ZUSTAND  
trocken feucht nass Gesamt
Rasen
Anzahl
% der Gesamtzahl
14
11,3%
42
33,9%
26
21,0%
82
66,1%
Kunstrasen
Anzahl
% der Gesamtzahl
0
0,0%
5
4,0%
22
17,7%
27
21,8%
Asche
Anzahl
% der Gesamtzahl
2
1,6%
4
3,2%
2
1,6%
8
6,5%
Halle
Anzahl
% der Gesamtzahl
0
0,0%
0
0,0%
6
4,8%
6
4,8%
Tartan
Anzahl
% der Gesamtzahl
0
0,0%
0
0,0%
1
0,8%
1
0,8%
Gesamt Anzahl
% der Gesamtzahl
16
12,9%
51
41,1%
57
46,0%
124
100,0%



Art und Zeitpunkt der Verletzung

Bei Betrachtung der ligamentären Schädigungen des Kniegelenks zeigt sich, dass das vordere
Kreuzband häufiger verletzt war als das hintere. Dieses betraf sowohl die männlichen und weiblichen Profispieler als auch die Amateurspieler.

Mit einem Anteil von 3,5% bei den männlichen Profispielern und 10,5% bei den weiblichen Profispielern war die hintere Kreuzbandverletzung eher die Ausnahme.

Für die männlichen Spieler stieg das Risiko einer Verletzung ab der 46. Minute des Spiels oder Trainings stark an. Bei den weiblichen Spielern begann der Anstieg des Verletzungsrisikos schon ab der 11. Minute.  Bei beiden Geschlechtern war die Selbsteinschätzung der körperlichen Fitness, gemessen nach Schulnoten, relativ gleich verteilt und zwar zwischen den Noten 2-4 (Männer) bzw. 2-3 (Frauen).

Auffällig war, dass bei den Frauen 50% der Verletzungen ihre Ursache in einer Fremdeinwirkung hatten, während bei den Männern im Durchschnitt nur bei 33,7% Fremdeinwirkung vorlag.

 

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