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01. April 2021
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Die COVID-19-Pandemie stellt eine enorme psychische Belastung dar, was auch bei der ärztlichen Begleitung von Menschen mit Diabetes berücksichtigt werden muss. Eine Studie aus Dänemark zeigte eine erhebliche Zunahme von Sorgen bei Menschen mit Diabetes während der Pandemie. Die Befürchtungen entstanden aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Hochrisikogruppe sowie von Ängsten einer eingeschränkten Diabetesversorgung (12). Eine Auswertung von Apothekendaten in Deutschland zeigte im März 2020 im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 27% bei Rezepten für orale Glukosesenker und 18% für Insuline (13). Die Angst vor Apotheken- und Praxisschließungen führte zur Bevorratung von Arzneimitteln.
 

Indirekte gesundheitliche Folgen des Lockdowns

In Deutschland ist die Anzahl behandelter Menschen mit Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und psychischen Störungen während der frühen Phase der COVID-19-Pandemie und des Lockdowns zurückgegangen (14). Internationale Studien zeigen gesundheitliche Folgen. In UK wurde ein Rückgang um 40% der Krankenhauseinweisungen für akutes Koronarsyndrom zwischen Mitte Februar und Ende März 2020 im Vergleich zum Vorjahr beobachtet (15). Patientinnen und Patienten mit akutem Koronarsyndrom, die nicht rechtzeitig ins Krankenhaus kommen, haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen und Mortalität. Während der Lockdown-Phase hatte sich in Paris die Anzahl der nichtstationären Notfälle mit akutem Herzstillstand verdoppelt (16). Der Anteil der Überlebenden bis zur Krankenhausaufnahme war deutlich reduziert (12,8% vs. 22,8%) (16). Nach Aussage des Bundesverbandes niedergelassener Kardiologen wurden auch in Deutschland einige der kardiologischen Patientinnen und Patienten, die Termine abgesagt hatten, später als Notfälle behandelt (14). Krankenhausaufnahmen wegen eines
akuten Myokardinfarkts oder einer Herzinsuffizienz lagen von März bis April 2020 nach AOKVersichertendaten deutlich niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (14). Die Verzögerungen bei diagnostischen Abklärungen und Akutbehandlungen haben sehr wahrscheinlich
zu schlechteren Behandlungsergebnissen und längerfristigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen geführt.
 

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"Diabetes und COVID-19: Management, Risiko und Versorgung in Lockdown-Zeiten"

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