Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO) | Beiträge ab Seite 2
Arzt-Patienten-Kommunikation: Komplexe Diagnosen
Polyneuropathien: Das verkannte Sjögren-Syndrom
Schmerzmanagement: Wirkstoffkombination Oxycodon + Naloxon bietet preisbewusste Option zur Behandlung starker Schmerzen
Allergische Rhinitis: Therapiealgorithmus für die optimale Behandlung
Interdisziplinärer Ansatz für Tinnitus-Patienten
EU fördert mit ESIT-Programm interdisziplinäre Tinnitus-Forschung
HODOKORT-Studie untersucht Wirksamkeit von Glukokortikoid-Therapien beim Hörsturz
Der plötzliche Verlust des Gehörs, der sogenannte Hörsturz, ist eine beängstigende Situation. In Deutschland sind jährlich 100 bis 400 Menschen von 100.000 davon betroffen. Obwohl dieses Krankheitsbild seit langem bekannt ist, sind weder die Ursache noch die zugrundeliegenden Mechanismen vollständig erforscht, erklärt Prof. Dr. Stefan Plontke, Direktor der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie. Er leitet eine bundesweite Studie, welche sich mit der Therapie des Hörsturzes beschäftigt – die sogenannte HODOKORT-Studie. Als erstes von etwa 40 Prüfzentren der Studie ist jenes der Universitätsmedizin Halle (Saale) nun initiiert worden.
Hörsturz: Ruhe bewahren
Plötzlich macht ein Ohr dicht, als hätte jemand am Lautstärkeknopf gedreht: "Die meist einseitig auftretende Hörminderung ist typisch für einen Hörsturz", sagt Prof. Gerhard Hesse, Chefarzt des Ohr- und Hörinstituts im hessischen Bad Arolsen und Sprecher des Fachlichen Beirats der Deutschen Tinnitus-Liga. Die Schwerhörigkeit kommt aus dem Nichts, ohne Vorwarnung, "oft morgens direkt nach dem Aufstehen, oft auch in belastenden, stressigen Situationen". Warum das so ist und was genau im Ohr passiert, hat die Wissenschaft bisher nicht herausfinden können. Ob Stress tatsächlich eine Rolle spielt, ist ebenfalls nach wie vor unklar. Ein Hörsturz galt früher als Notfall, mit dem man so schnell wie möglich zum Arzt sollte. Solche Hektik, die schnell in Panik umschlägt, ist laut den aktuellen Empfehlungen nicht notwendig und eher kontraproduktiv - es sei denn, das Ohr ist komplett taub, sagt Hesse.
Morbus Osler – eine seltene Erkrankung aus HNO-ärztlicher Sicht
Gutartige Tumoren der Ohrspeicheldrüse werden oft zu radikal operiert
Rund 80% der Tumoren an der Ohrspeicheldrüse sind gutartig. Doch auch diese Geschwulste sollten entfernt werden, da sie zu bösartigen Tumoren mutieren und Schäden an umliegenden Blutgefäßen oder Nerven anrichten können. Eine komplette Entfernung der Speicheldrüse, wie sie derzeit noch häufig angewandt wird, birgt jedoch besonders hohe Risiken, etwa für eine Gesichtslähmung. Mithilfe einer schonenden Operationstechnik ist es möglich, die Komplikationsrate zu senken und die Tumorzellen dennoch vollständig zu entfernen. Auf der morgigen Pressekonferenz in Nürnberg, stellen Experten der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde diese Methode vor und plädieren für ihren vermehrten Einsatz in ihrem Fachgebiet.
Infekt, Karzinom - oder nur trockene Heizungsluft? Halsschmerzen vom HNO-Arzt abklären lassen
Akute Halsbeschwerden haben zwar meist eine virale oder bakterielle Infektion als Ursache. Es können aber auch ernsthafte onkologische oder neurologische Erkrankungen dahinter stecken. Und in anderen Fällen ist die Ursache ausgesprochen harmlos: Zigarettenrauch, trockene Heizungsluft oder ein übermäßiger Gebrauch der Stimme haben die Rachenschleimhaut austrocknen lassen. In jedem Fall bedürfen Halsbeschwerden, die länger als vier Wochen andauern, einer Abklärung durch den Facharzt. Dieses Fazit zog Dr. Thorsten Zehlicke, Oberarzt der HNO-Abteilung am Hamburger Bundeswehrklinikum, auf einer Pressekonferenz der Firma Pohl-Boskamp am 26. März 2013.