Journal MED

Aktuelles

Für schnellere Facharzttermine in Deutschland sieht die Deutsche Stiftung Patientenschutz auch die Ärzt:innen selbst gefordert. Vertraglich zugesichert seien wöchentlich 25 Stunden Präsenzzeiten für Kassenpatient:innen, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Diese müssten auch eingehalten werden. Die Patient:innen stattdessen in Krankenhäusern behandeln zu lassen, gehe wegen deren Überlastung dagegen an der Realität vorbei.
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Die medikamentöse Adipositas-Behandlung muss Kassenleistung werden. Das fordert die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in einem im Januar 2026 veröffentlichten Policy Brief [1]. Und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont in einer im Dezember 2025 veröffentlichten Leitlinie, dass GLP-1-Therapien und verwand­te Medikamente eine wichtige Innovation zur Behandlung von Patient:innen mit Adipositas sind [2]. Dies kommen jedoch (noch) nicht bei den Patient:innen an: In einer Umfrage äußerte die Mehrheit den Wunsch nach Zugang zur modernen Adipositas-Medizin [3].
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Die CAR-T-Zelltherapie wurde ursprünglich für hämatologische Neoplasien entwickelt, gewinnt derzeit aber auch zunehmend an Bedeutung für die Behandlung autoimmuner rheumatischer Erkrankungen. Durch eine genetische Umprogrammierung von T-Zellen werden Autoantikörper-produzierende B-Zellen gezielt eliminiert. Erste klinische Studien berichten über rasche und anhaltende Remissionen mit Normalisierung immunologischer Parameter. Die klinische Anwendung befindet sich aber noch in einem frühen Entwicklungsstadium und ist mit Herausforderungen wie Sicherheitsrisiken, hohen Kosten und komplexer Herstellung verbunden. Ergänzend werden CAR-basierte Plattformen der nächsten Generation, darunter genetisch modifizierte natürliche Killerzellen (CAR-NK-Zellen), chimäre Autoantikörper-Rezeptor-T-Zellen (CAAR-T-Zellen) und chimäre Antigen-Rezeptor regulatorische T-Zellen (CAR-Tregs), entwickelt, um Spezifität und Sicherheit weiter zu verbessern.
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Gesundheitspolitik
Zum Facharzttermin in sechs Wochen: Warken gelobt Besserung

Zum Facharzttermin in sechs Wochen: Warken gelobt Besserung

Patient:innen müssen immer länger auf einen Facharzttermin warten. Die Wartezeiten sind nach aktuellen Zahlen auf sechs Wochen im Schnitt angestiegen. Der Ruf nach Verbesserungen wird lauter. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) verspricht den Versicherten künftig schnellere Termine bei tatsächlichem Bedarf. „Wenn ein schneller Termin medizinisch notwendig ist, so soll er auch gewährt werden“, sagte Warken in Berlin.
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Gesundheitspolitik
CDU gegen Zahnarztkosten-Vorstoß

CDU gegen Zahnarztkosten-Vorstoß

Der Vorschlag des CDU-Wirtschaftsrats nach Streichung der Krankenkassen-Zahnarzt-Bezahlung wird in der CDU bis in die Führung hinein breit abgelehnt. „Einzelne Vorschläge wie die jüngste Debatte um die Zahnarztkosten sind nicht zielführend“, sagte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann dem „stern“. CDU-Gesundheitsministerin Nina Warken stellte fest: „Die Forderung, Zahnbehandlungen aus dem Leistungskatalog der GKV zu streichen, wird nicht umgesetzt.“ Bereits der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer hatte gesagt: „Derartige Pläne gibt es in der Bundesregierung nicht.“
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Medizin
Digitale Technologien bei Schizophrenie: Neue Erkenntnisse zur Diagnostik

Digitale Technologien bei Schizophrenie: Neue Erkenntnisse zur Diagnostik

Forscher:innen am Institut für Systemische Neurowissenschaften der Medizinischen Universität Innsbruck zeigen in einer systematischen Übersichtsarbeit das ungenutzte Potenzial digitaler Technologien bei Schizophrenie. Sie erklären, wie Smartphones und Wearables die Diagnostik und Vorhersage von Schizophrenie-Spektrum-Störungen revolutionieren könnten und wo die aktuellen Grenzen liegen. Das Fachjournal npj Digital Medicine hat die Studie kürzlich veröffentlicht [1].
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Ernährung und Lebensstil

Versorgungsprobleme an der Wurzel packen mit Value-Based Care

Im deutschen Gesundheitssystem wird viel Geld ausgegeben, trotzdem liegt die mittlere Lebenserwartung EU-weit nur im Mittelfeld. Ein Grund dafür sind systematische Fehlanreize. Kann ein neuer sektorenunabhängiger Versorgungsbereich, der sich an Value-based Healthcare orientiert, dieses Dilemma beheben? Vieles spricht dafür, wie die Diskussion eines Impulspapiers beim Kongress des Bundesverbands Managed Care (BMC) in Berlin zeigte.
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Gesundheitspolitik

Push-Mitteilungen bei E-Patientenakten geplant

Die neuen elektronischen Patientenakten (ePA) sollen für Versicherte attraktiver werden. Ab Herbst soll es in der App eine Funktion mit Push-Benachrichtigungen geben, wie das Bundesgesundheitsministerium auf eine Kleine Anfrage der Grünen antwortete. „Dadurch erhalten Versicherte umgehend die Information zu neuen Dokumenten und Inhalten in ihrer ePA und können sich aktiv damit befassen.“ Ab Jahresende soll für Ärzt:innen außerdem eine Volltextsuche verfügbar sein, was einen großen Mehrwert im Praxisalltag biete.
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Ernährung und Lebensstil

Prävention: Gesund leben einfach machen – aber wie?

Zehn Jahre nach dem Inkrafttreten des Präventionsgesetzes ist die Bilanz ernüchternd. Im aktuellen Public Health Index (PHI) landete Deutschland im Vergleich mit anderen europäischen Ländern auf den hinteren Plätzen. Das Thema hat großen Rückhalt in Politik und Bevölkerung. Warum sind die Ergebnisse dann so schlecht? Dieser Frage gingen die Teilnehmer:innen einer Podiumsdiskussion auf dem Kongress des Bundesverbands Managed Care e.V. (BMC) in Berlin nach.
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Gesundheitspolitik
500 Millionen für Postinfektions-Erkrankungen

500 Millionen für Postinfektions-Erkrankungen

Die Bundesregierung will gemeinsam mit der Wissenschaft und Betroffenenvertreter:innen die Erforschung von Folgeerkrankungen von Infektionen vorantreiben. Forschungsministerin Dorothee Bär rief dazu gemeinsam mit Expert:innen in Berlin eine sogenannte nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen aus. Die CSU-Politikerin kündigte für die kommenden zehn Jahre Forschungsmittel in Höhe von 500 Millionen Euro aus dem laufenden Haushalt ihres Ministeriums an.
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Medizin
Neue Leitlinie zu Narkolepsie soll Versorgung verbessern

Neue Leitlinie zu Narkolepsie soll Versorgung verbessern

Plötzliche Einschlafattacken am Tag, eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit, ein gestörter Nachtschlaf oder ein schlagartiger Verlust der Muskelspannung bei starken Emotionen: Narkolepsie ist eine chronische neurologische Erkrankung, die oft erhebliche Auswirkungen auf Alltag, Schule, Beruf und soziale Teilhabe hat. Betroffen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Da es sich um eine seltene Erkrankung handelt, wird sie häufig spät erkannt und ist vielen Mediziner:innen außerhalb spezialisierter Zentren nur eingeschränkt vertraut.
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Gesundheitspolitik
Chroniker:innen warten auf vereinfachte Rezeptausstellung

Chroniker:innen warten auf vereinfachte Rezeptausstellung

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz beklagt Verzögerungen bei einer gesetzlichen Neuregelung, die chronisch Kranken häufige Praxisbesuche nur zum Rezeptholen ersparen soll. „Es kann nicht sein, dass eine sinnvolle Lösung für Patient:innen weiter auf die lange Bank geschoben wird“, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Er rief Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zum Eingreifen auf.
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