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Aktuelles

Gesundheitspolitik

Pflegeversicherung ist „Sanierungsfall mit Ansage“

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken verteidigt ihre Sparpläne zur Stabilisierung der Pflegeversicherung. „Dies ist keine Reform, die sich eine Gesundheitsministerin wünscht, denn sie ist in Teilen mit unvermeidbaren Härten verbunden“, schrieb die CDU-Politikerin in einem Gastbeitrag für die „Welt am Sonntag“. „Doch diese Reform ist zwingend notwendig, um eine weitere Säule unseres Sozialsystems an die Rahmenbedingungen unserer Zeit anzupassen.“
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Medizin

Chronische Insomnie: Daridorexant zeigt anhaltende Wirksamkeit auch bei Komorbiditäten

Unter einer Chronischen Insomnie versteht man Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen an mehreren Tagen pro Woche, die über mindestens drei Monate andauern und zu klinisch bedeutsamen Beeinträchtigungen der Tagesaktivität führen. Die Erkrankung hat eine erhebliche sozioökonomische Bedeutung und ist mit hohen Belastungen für die Betroffenen verbunden. „Wird eine Chronische Insomnie nicht innerhalb eines Jahres behandelt, steigt das Risiko der Patient:innen für Depressionen, Angst- und Alkohol-Gebrauchsstörungen sowie Demenz und Psychosen deutlich an", betonte Prof. Dr. Dr. Göran Hajak, München, im Rahmen einer Pressekonferenz und forderte dazu auf, die Insomnie adäquat zu behandeln, um weitere psychiatrische Erkrankungen nicht zu begünstigen.
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Medizin

Verlust der Elastizität kann Herzschwäche auslösen

Unser Herz muss nach jedem Schlag blitzschnell in seine Form zurückkehren. Doch was passiert, wenn die elastischen „Federn“ im Herzen versagen? Ein Forschungsteam der Uni Münster hat herausgefunden, dass das Herz dabei auf das Strukturprotein Titin angewiesen ist. Werden diese Fasern beschädigt, kann das Herz nicht mehr nach jedem Schlag in seine Ausgangsform zurückkehren, was zu gestörter Herzfüllung, Herzschwäche und einer raschen Gewebevernarbung führt. Die Studie erschien nun in der Fachzeitschrift Nature Cardiovascular Research [1].
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Gesundheitspolitik

Mehr Freiraum bei Öffnungszeiten für Apotheken

Apotheken sollen flexibler öffnen können. Bisher sind sie zur ständigen Dienstbereitschaft mit Befreiungen verpflichtet, woraus feste Zeiten resultieren - etwa werktags von 8.00 bis 18.30 Uhr. Künftig soll gelten, „dass die Dienstbereitschaft an einem Tag oder mehreren Tagen in der Zeit von Montag bis Freitag für jeweils bis zu sechs Stunden während der ortsüblichen Geschäftszeiten aufrechterhalten bleibt.“ Das sieht eine Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums vor, die am 10. Juli in den Bundesrat kommt. Im Ergebnis könnten Apotheken deutlich freier als bisher festlegen, wann sie öffnen, heißt es zur Erläuterung. Dies erlaube auch einen deutlich flexibleren Personaleinsatz. Bei voller Nutzung der künftigen Möglichkeiten könnten die Wochenöffnungszeiten um rund 25,5 Stunden reduziert werden.
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Gesundheitspolitik

Hitze-Einsätze in Seniorenheimen - mehr Schutz nötig

Angesicht der besonders für alte Menschen riskanten Hitze hat die Stiftung Patientenschutz die Politik in Bund und Ländern zu mehr Investitionen in Pflegeheimen aufgefordert. „Wieder leiden viele der 800.000 Pflegeheimbewohner:innen unter den extremen Temperaturen“, kritisierte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. „Bestandsbauten müssen endlich den klimatischen Bedingungen angepasst werden.“ Bei Neubauten dürfe es nicht wärmer als 25 Grad in den Räumen werden, forderte er.
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Medizin

Ursache chronisch-entzündlicher Darmerkrankung bei Kindern entdeckt

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen nehmen weltweit zu. Trotz großer Fortschritte in Diagnostik und Therapie sind die zugrundeliegenden Ursachen der Erkrankung vielfach noch unzureichend verstanden. Ein internationales Forschungsteam hat eine bislang unbekannte genetische Ursache von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen identifiziert. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Gastroenterology veröffentlicht [1].
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Medizin
Warum manche Plaques in der Halsschlagader gefährlich werden

Warum manche Plaques in der Halsschlagader gefährlich werden

Plaques in der Halsschlagader gehören zu den häufigsten Ursachen für Schlaganfälle. Besonders gefährlich sind dabei nicht unbedingt die größten Plaques, die Gefäße einengen, sondern solche, die leicht aufreißen. Sie können auch dann einen Schlaganfall auslösen, wenn die Gefäßverengung zuvor nicht besonders auffällig war. Für die Betroffenen kommt ein solches Ereignis oft völlig unerwartet. Ein Forschungsteam unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), der Technischen Universität München (TUM) und des TUM Klinikums hat nun erstmals die räumliche Verteilung von Proteinen in verschiedenen Bereichen solcher Plaques untersucht. Die Ergebnisse zeigen, warum manche Plaques instabil werden und leichter aufbrechen können. Gleichzeitig identifizierten die Forschenden mit PCSK9 einen bekannten Regulator des Fettstoffwechsels als möglichen lokalen Marker für besonders gefährliche Plaques.
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Medizin
Adipositastherapie in der Menopause
ECO 2026

Adipositastherapie in der Menopause

Neue Studiendaten, präsentiert beim European Congress on Obesity (ECO 2026), haben die Effekte von Semaglutid speziell bei Frauen mit Übergewicht und mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung oder Adipositas beleuchtet. Die Auswertungen deuten darauf hin, dass die Therapie bei Frauen in verschiedenen Phasen der Menopause mit einer deutlichen Gewichtsabnahme sowie mit einem geringeren Risiko für Migräne, Depressionen und kardiovaskuläre Ereignisse assoziiert sein kann.
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