Journal MED

Aktuelles

Gesundheitspolitik
Streit über Gesundheitskosten für Bürgergeldbeziehende

Streit über Gesundheitskosten für Bürgergeldbeziehende

SPD-Chef Lars Klingbeil stemmt sich dagegen, die Krankenkassenbeiträge von Bürgergeldempfänger:innen künftig komplett aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. Die Gesundheitskosten im Bürgergeld ganz aus Steuermitteln statt über Sozialbeiträge zu bezahlen, würde rund zwölf Milliarden kosten, sagte der Bundesfinanzminister der „Süddeutschen Zeitung“. Er habe zwar an sich nichts dagegen, doch der Haushalt habe jetzt schon Lücken, so Klingbeil. „Die werden nicht kleiner, wenn wir noch mehr Geld herausnehmen.“ Der Vorschlag der Expertenkommission zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherungen sei daher keine echte Entlastung, sondern eine „Milchmädchenrechnung“. „Es bringt nichts, Lücken von A nach B zu schieben. Wir müssen die generell schließen“, sagte der Finanzminister.
Lesen Sie mehr 
HIV
Moderne HIV-Therapie – Die ART bleibt selten allein
Münchner AIDS- und Infektiologie-Tage 2026

Moderne HIV-Therapie – Die ART bleibt selten allein

Moderne antiretrovirale Therapien (ARTs) erhöhen heute dank großer Fortschritte in der HIV-Medizin die Chance für Betroffene auf eine nahezu gleiche Lebenserwartung wie in der Allgemeinbevölkerung bei guter Lebensqualität. Mit zunehmendem Alter, Multimorbidität und der Einnahme weiterer Substanzen kann es jedoch zu Wechselwirkungen kommen, die den Therapieerfolg einer ART beeinträchtigen können. Wenn dafür ein Risiko besteht, sollte das Regime vorausschauend umgestellt werden.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Strategischer KI-Einsatz für zukunftsfähige Krankenhäuser

Strategischer KI-Einsatz für zukunftsfähige Krankenhäuser

Wie können Krankenhäuser Künstliche Intelligenz (KI) so einsetzen, dass sie medizinisches Personal nachhaltig entlastet, die Versorgungsqualität verbessert und gleichzeitig regulatorischen Anforderungen gerecht wird? Antworten auf diese Fragen liefert das neue Whitepaper „Künstliche Intelligenz im Krankenhaus – Strategien und Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung", welches das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS anlässlich der DMEA 2026 veröffentlicht [1]. Das Whitepaper richtet sich gezielt an Entscheider:innen im Krankenhaus, die KI strategisch, verantwortungsvoll und nachhaltig einsetzen wollen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Vermeidbare Sterblichkeit in Westeuropa: Deutschland liegt bei Eindämmung weiterhin zurück

Vermeidbare Sterblichkeit in Westeuropa: Deutschland liegt bei Eindämmung weiterhin zurück

Obwohl Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten Fortschritte bei der Reduzierung der vermeidbaren Sterblichkeit erzielen konnte, hat sich der Rückstand zu vielen Regionen in Westeuropa nicht verringert. Im Vergleich zu Regionen und Ländern mit besonders günstiger Entwicklung wie etwa der Schweiz hat sich der Abstand sogar noch vergrößert. Als vermeidbar gelten solche Todesfälle, die bei effizienter medizinischer Behandlung oder durch präventive Maßnahmen hätten verhindert werden können. Für die Studie wurden Daten aus 581 europäischen Regionen im Zeitraum von 2002 bis 2019 ausgewertet [1].
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Heliumknappheit gefährdet Arzneimittelproduktion

Die deutsche Pharmaindustrie warnt vor den Folgen eines andauernden Iran‑Kriegs für die Arzneimittelversorgung: Durch die drohende Knappheit von Helium und anderen petrochemischen Ausgangsstoffen geraten zentrale Analyse‑ und Produktionsprozesse unter Druck, die quer durch die Herstellung von Tabletten, Infusionen und modernen Biologika benötigt werden. Helium ist ein kritischer Querschnittsrohstoff – Deutschland ist nahezu vollständig auf Importe angewiesen, die zu einem großen Teil durch die Straße von Hormus laufen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Mikroprotein BRICK1 repariert und schützt das Herz nach Infarkt

Mikroprotein BRICK1 repariert und schützt das Herz nach Infarkt

Jährlich erleiden mehr als 200.000 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt. Eine häufige Ursache sind verstopfte Herzkranzgefäße. Dadurch wird ein Teil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt, das Gewebe stirbt nach wenigen Stunden ab und vernarbt. Eine massive Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist die mögliche Folge. Anders als die Leber kann sich das Herz eines erwachsenen Menschen kaum regenerieren. Es ist allerdings in der Lage, Reparaturvorgänge in Gang zu setzen. Daran beteiligt sind Monozyten, also weiße Blutkörperchen aus dem Knochenmark und der Milz. Im Herzen reifen diese Immunzellen zu Makrophagen (Fresszellen) heran, beseitigen die abgestorbenen Herzmuskelzellen und fördern die Infarktheilung.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
Termingarantie für Facharzt?

Termingarantie für Facharzt?

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat die Forderung nach einer Garantie für Facharzttermine innerhalb von drei Wochen mit derben Worten zurückgewiesen. KBV-Chef Andreas Gassensprach von „Bullshit“ und „sozialistischer Regelungswut“. „Unser System wird vor die Wand fahren, wenn wir nicht endlich verbindliche Regeln schaffen, die auf dem medizinischen Bedarf beruhen und nicht auf persönlichen Wünschen von wem auch immer“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Lesen Sie mehr 
Medizin
Diabetes erhöht Parkinson-Risiko deutlich
Welt-Parkinson-Tag

Diabetes erhöht Parkinson-Risiko deutlich

Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag. Der Aktionstag stellt die Prävention dieser neurodegenerativen Erkrankung in den Mittelpunkt. Bekannt ist, dass auch die Ernährung eine Rolle bei der Entstehung von Parkinson spielt. Weniger bekannt ist jedoch, dass Diabetes mellitus – und sogar seine Vorstufen – das Risiko erhöhen, im Laufe des Lebens an Parkinson zu erkranken. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung kann vor Typ-2-Diabetes schützen und dadurch zugleich das Parkinson-Risiko senken. Die DGN unterstützt daher die Initiativen der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) für eine gesündere Ernährung.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Adrenalinhaltiges Nasenspray zur Notfallbehandlung von Anaphylaxie bei Kindern zwischen 15 und 30 kg erhält EU-Zulassung

Adrenalinhaltiges Nasenspray zur Notfallbehandlung von Anaphylaxie bei Kindern zwischen 15 und 30 kg erhält EU-Zulassung

Die Europäische Kommission hat ein adrenalinhaltiges Nasenspray in einer Dosierung von 1 mg zur Notfallbehandlung allergischer Reaktionen in der Europäischen Union zugelassen. Das Präparat ist indiziert bei Anaphylaxie infolge von Insektenstichen/-bissen, Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Allergenen sowie bei idiopathischer oder belastungsinduzierter Anaphylaxie bei Kindern mit einem Körpergewicht von 15 kg bis 30 kg.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Intravenöses Eisenpräparat erhöht Knochenbruch-Risiko

Intravenöses Eisenpräparat erhöht Knochenbruch-Risiko

Eisenmangel ist ein globales Gesundheitsproblem, das allein in Europa jede vierte Frau im gebärfähigen Alter betrifft. Moderne intravenöse Eisentherapien können den Mangel zwar schnell und effektiv beheben, doch nun warnen Forschende der Medizinischen Universität Innsbruck vor den möglichen Langzeitfolgen eines dieser Präparate: Ihre internationale Beobachtungsstudie zeigt, dass die häufig eingesetzte Eisencarboxymaltose das Risiko für Knochenbrüche im Vergleich zu alternativen Wirkstoffen mehr als verdoppelt.
Lesen Sie mehr 
Medizin

HIIT-Training: Cochrane Review zeigt Vorteile

Fast ein Drittel der Weltbevölkerung bewegt sich weniger als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt – also pro Woche weniger als 150 Minuten in moderater Intensität bzw. weniger als 75 Minuten intensiv. Ein aktueller Cochrane Review hat jetzt untersucht: Inwiefern profitieren gesunde Menschen, denen es nach WHO-Standards bislang an Bewegung mangelte, von mehreren kurzen, aber intensiven Trainingsintervallen mit kurzen Pausen dazwischen?
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
Terminbuchungen über E-Patientenakten geplant

Terminbuchungen über E-Patientenakten geplant

Für Patient:innen soll es nach Plänen des Bundesgesundheitsministeriums bald einen zentralen digitalen Weg zu Behandlungen und Terminen in den Praxen geben. Laufen soll das über die Apps der elektronischen Patientenakten (ePA), wie ein Gesetzentwurf des Ressorts vorsieht. Dort sollen die Krankenkassen spätestens ab Februar 2028 Funktionen für einen „digitalen Versorgungseinstieg“ einrichten - etwa zum Buchen von Terminen und mit einem Zugang zu einer standardisierten ersten Einschätzung von Beschwerden, nach der man weiter gelotst werden kann.
Lesen Sie mehr