Journal MED

Aktuelles

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind noch immer weltweit die häufigste Todesursache. Ein ischämisches Ereignis ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Die zugrundeliegende Atherosklerose besteht dann meist schon seit vielen Jahren. Die kumulative Belastung durch hohe LDL-Cf-Werte ist hierfür ein kausaler Risikofaktor. Dementsprechend bringt LDL-C-Senkung zu jedem Zeitpunkt eine Risikoreduktion mit sich. „Je früher wir aktiv werden, desto mehr Lebensjahre können wir potenziell gewinnen", erklärte Prof. Dr. Ingo Eitel, Lübeck, auf einer Pressekonferenz.
Lesen Sie mehr 
Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der an zahlreichen grundlegenden Prozessen im menschlichen Körper beteiligt ist. Als Cofaktor von mehr als 300 enzymatischen Reaktionen spielt es eine zentrale Rolle bei der Energiegewinnung, der Proteinsynthese und dem Kohlenhydratstoffwechsel. Darüber hinaus ist Magnesium für die Bildung von DNA und RNA sowie für die normale Funktion von Nerven und Muskeln unverzichtbar. Auch für die Herzgesundheit und den Knochenstoffwechsel ist der Mineralstoff von großer Bedeutung, da er unter anderem die Regulation des Calcium- und Kaliumhaushalts unterstützt. Seine vielfältigen Aufgaben machen Magnesium zu einem essenziellen Baustein für die Gesundheit und das reibungslose Zusammenspiel zahlreicher Körperfunktionen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Neue S2k-Leitlinie der DGOU zu osteoporotischen Wirbelfrakturen

Neue S2k-Leitlinie der DGOU zu osteoporotischen Wirbelfrakturen

Hunderttausende Menschen erleiden jedes Jahr einen Wirbelbruch durch Knochenschwäche infolge von Osteoporose. Viele merken dies zunächst nicht einmal. Mit einer neuen Leitlinie zu osteoporotischen Wirbelfrakturen [1] gibt die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) jetzt erstmals klare Empfehlungen, wie diese häufig übersehenen Verletzungen besser diagnostiziert und behandelt werden können. „Mit der neuen Leitlinie wollen wir die Versorgung weiter verbessern, um die Lebensqualität älterer Menschen zu erhalten. Denn ein stabiler Rücken bedeutet vor allem eines: Beweglichkeit, Selbstständigkeit und Teilhabe im Alltag“, so DGOU-Präsident Prof. Dr. Frank Hildebrand.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 5 Min|
ADHS bei Kindern in Bayern: Erstdiagnosen steigen deutlich

ADHS bei Kindern in Bayern: Erstdiagnosen steigen deutlich

Immer mehr Kinder und Jugendliche erhalten im Freistaat eine ADHS-Neudiagnose. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2024 einen Anstieg um 17%. Hochgerechnet wurde somit landesweit bei rund 34.300 jungen Menschen erstmals ADHS diagnostiziert. Das ist das Ergebnis des aktuellen Kinder- und Jugendreports der DAK-Gesundheit für Bayern. Besonders auffällig ist die Geschlechterverteilung: Jungen bekommen etwa doppelt so häufig eine Erstdiagnose wie Mädchen. Gleichzeitig steigen die Neudiagnosen bei Jungen mit einem Zuwachs von rund 20% stärker an als bei Mädchen mit 13%. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse betont DAK-Landeschef Rainer Blasutto, wie wichtig eine stärkere Vernetzung in der Versorgung junger Menschen ist.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 4 Min|
Darmmikroben beeinflussen, wie der Körper auf Impfungen reagiert

Darmmikroben beeinflussen, wie der Körper auf Impfungen reagiert

Impfungen sind eine der wichtigsten und wirksamsten Maßnahmen, um die Gesundheit der gesamten Bevölkerung zu schützen und schwere Infektionskrankheiten einzudämmen. Trotz Verwendung gleicher Impfstoffe reagieren verschiedene Menschen jedoch sehr unterschiedlich auf die Impfung: Während einige nach der Impfung Fieber oder grippeähnliche Symptome entwickeln, bleiben andere völlig unbeeinträchtigt. Das Risiko von Nebenwirkungen wie Fieber kann bei vielen Menschen Zweifel und Angst auslösen und die Impfbereitschaft beeinträchtigen. Bisher war unklar, warum nur manche Menschen nach Impfungen Fieber bekommen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 4 Min|

Hämophilie: Rebalancing-Therapien als Antwort auf Lebensqualitätseinschränkungen

Moderne Therapien bieten Patient:innen mit Hämophilie A oder B heute einen zuverlässigen Blutungsschutz. Standard zur Blutungsprophylaxe bei Hämophilie A oder B ist jedoch noch immer die Behandlung mit Faktorkonzentraten. Für viele Betroffene im Alltag ist die Belastung durch die Therapie daher weiterhin stark spürbar: 80% der Behandler:innen – und damit deutlich mehr als im Vorjahr (66%) – berichten in einer aktuellen Befragung, dass ihre Patient:innen sich durch die Faktorersatztherapie in ihrer Lebensqualität eingeschränkt fühlen. Gleichzeitig wächst das Interesse an innovativen Rebalancing-Therapien.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|

Lupus-Nephritis: Obinutuzumab zeigt tiefe B-Zell-Depletion und histologische Remission

Eine explorative Analyse der REGENCY-Studie verdeutlicht, dass Obinutuzumab zu einer tiefen B-Zell-Depletion im Nierenparenchym führt und eine histologische Remission bewirkt. Unter Obinutuzumab zusätzlich zur Standardtherapie erreichten in Woche 76 signifikant mehr Patient:innen eine komplette histologische Remission – definiert als ein NIH Activity Index von null (AI=0: 46.9% vs. 18.8%; p=0.0111) – als unter Placebo plus Standardtherapie [1].
Lesen Sie mehr 
Adipositas
 2 Min|

Adipositas: Therapiefortschritte durch moderne Inkretinanaloga

Adipositas ist mit über 200 Komorbiditäten assoziiert. Die Zahl der Betroffenen wächst ständig; mittlerweile leben in Deutschland etwa 16 Millionen Menschen mit einem BMI von mindestens 30 kg/m2. Seit 2020 gilt Adipositas offiziell als Krankheit. Die bariatrische Chirurgie hilft vielen Patient:innen, und im Bereich der konservativen Therapien können moderne Inkretinanaloga die dauerhafte Gewichtsreduktion unterstützen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Grafik Darmmikrobiom

Ballaststoffe wirken im Mikrobiom nicht allein

Warum unterscheiden sich die Darmmikrobiome von Menschen aus industrialisierten und nicht-industrialisierten Regionen? Eine Studie des Forschungsteams um DZIF-Wissenschaftler Prof. Till Strowig vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), der Universität Trient (Italien) und der Universität Tübingen zeigt, dass die Ernährung allein die Unterschiede nicht erklärt. In künstlich zusammengesetzten Darmgemeinschaften untersuchte das Team zahlreiche Nahrungsbestandteile und zeigte, dass pflanzliche Ballaststoffe das Gleichgewicht zugunsten des Bakteriums Segatella copri verschoben, das besonders in nicht-industrialisierten Regionen häufig vorkommt. Der Effekt hing jedoch auch davon ab, welche weiteren Bakterien vorhanden waren. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Microbiology veröffentlicht [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Argyrin B bekämpft Clostridium difficile und schont das Mikrobiom

Argyrin B bekämpft Clostridium difficile und schont das Mikrobiom

Die Behandlung mit Breitbandantibiotika bringt oft Nebenwirkungen mit sich, da sie neben den Krankheitserregern auch die „guten“ Bakterien im Darm in Mitleidenschaft zieht. Ein Forschungsteam von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), dem Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) und dem Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) konnte nun zeigen, dass der Naturstoff Argyrin B eine starke Wirksamkeit gegen den Erreger Clostridioides difficile hat und gleichzeitig das nützliche Darmmikrobiom weitestgehend verschont. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden in der Fachzeitschrift npj Antimicrobials and Resistance.
Lesen Sie mehr