Journal MED

Aktuelles

Medizin
 3 Min|

Antibiotikaresistente Infektionen treten in sozial benachteiligten Regionen häufiger auf

In sozioökonomisch benachteiligten Regionen Deutschlands treten bestimmte antibiotikaresistente Infektionen deutlich häufiger auf als in wohlhabenderen Regionen. Besonders ausgeprägt ist dieser Zusammenhang bei invasiven Infektionen mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA), einem gegen wichtige Antibiotika resistenten Krankheitserreger. Dabei spielt auch das regionale Umfeld eine wesentliche Rolle: Sowohl in Großstädten als auch in dünn besiedelten ländlichen Gebieten ist der Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Benachteiligung und erhöhter MRSA-Infektionshäufigkeit besonders deutlich. Für andere resistente Erreger lässt sich hingegen kein vergleichbarer Zusammenhang nachweisen. Die Ergebnisse sprechen dafür, soziale und regionale Unterschiede bei der Überwachung und Prävention von Antibiotikaresistenzen stärker zu berücksichtigen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|
Fettlebererkrankung: Bluttests erkennen Leberfibrose und Leberzirrhose frühzeitig

Fettlebererkrankung: Bluttests erkennen Leberfibrose und Leberzirrhose frühzeitig

Mehrere Bluttests haben das Potenzial, eine fortgeschrittene Leberfibrose und eine Leberzirrhose zuverlässig und frühzeitig zu erkennen, zeigt die internationale LITMUS-Studie. Im bislang größten und umfassendsten Vergleich dieser Art testete das Forschungsteam mehr als 30 Biomarker und Testkombinationen, um eine nicht-invasive Diagnosemöglichkeit der metabolisch bedingten Fettlebererkrankungen zu finden. Dabei erwies sich der Biomarker Thrombospondin-2 (TSP2), der vom Institut für Translationale Immunologie (TIM) der Universitätsmedizin Mainz entwickelt und validiert wurde, als vielversprechender Einzelmarker.
Lesen Sie mehr 
Kardiologie
 2 Min|

CKM-Syndrom: Interdisziplinäre Versorgung und Prävention gewinnen in neuen Leitlinien an Bedeutung

Neue europäische und US-amerikanische Leitlinien zum kardiovaskulär-renalen-metabolischen (CKM-)Syndrom markieren einen Paradigmenwechsel in der Versorgung von Menschen mit Diabetes, chronischer Nierenerkrankung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen [1-4]. Statt einzelner Organe oder Laborwerte rücken das individuelle Risiko, Komorbiditäten und eine koordinierte, interdisziplinäre Betreuung in den Mittelpunkt. Nach Ansicht von Prof. Dirk Müller-Wieland (Aachen) könnten die Empfehlungen auch wichtige Impulse für eine frühere Prävention und bessere Patientensteuerung geben.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

GLUT1-Erkrankung: Fucose als neuer Behandlungsansatz

Die seltene, angeborene GLUT1-Erkrankung ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der nicht genügend Glukose ins Gehirn gelangt. Fehlt dieser wichtige Energielieferant, kann dies zu schweren Folgen wie epileptischen Anfällen, Bewegungsstörungen und einer Entwicklungsstörung führen. Eine ketogene Ernährung, die sehr kohlenhydratarm und extrem fettreich ist, kann die fehlende Energieversorgung teilweise ausgleichen, indem sie dem Gehirn alternative Energieträger zur Verfügung stellt. Doch bei vielen Betroffenen bleiben Beschwerden bestehen. Ein Forschungsteam der Universität Münster und des Universitätsklinikums Münster hat deshalb mit Partnern aus den USA einen neuen Behandlungsansatz verfolgt [1].
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 2 Min|

Barmer warnt vor überlasteten Notaufnahmen

Die Krankenkasse Barmer hält die vom Bundestag beschlossene Notfallreform nicht für ausreichend, um die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu entlasten. Barmer-Chef Christoph Straub forderte in Berlin die Einführung einer verpflichtenden Telefonberatung. Das vor zwei Wochen verabschiedete Gesetz greife zu kurz, weil es eine vorherige Ersteinschätzung zwar vorsehe, aber nicht zwingend vorschreibe. „Ohne eine klare Vorgabe ist der Erfolg der Reform fraglich“, sagte Straub bei der Vorstellung des Barmer-Krankenhausreports.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Post-COVID-Syndrom: Kann niedrig dosiertes Cortison die Beschwerden lindern?

Post-COVID-Syndrom: Kann niedrig dosiertes Cortison die Beschwerden lindern?

PreVitaCOV ist eine der ersten großen Therapiestudien zu Post-COVID in Deutschland. Drei Institute für Allgemeinmedizin testeten unter Federführung des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) Prednisolon und B-Vitamine bei mehreren hundert Patient:innen. Unter niedrig dosiertem Prednisolon gingen die Symptome nach vier Wochen statistisch signifikant stärker zurück als ohne Behandlung – am deutlichsten bei der Fatigue. Ob dieser Effekt im Alltag spürbar ist, bleibt jedoch offen. Die Ergebnisse sind im Fachjournal eClinicalMedicine erschienen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Suizidassistenz: Neue Leitlinie gibt Fachkräften Orientierung bei Anfragen

Suizidassistenz: Neue Leitlinie gibt Fachkräften Orientierung bei Anfragen

Wie sollen Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen reagieren, wenn Menschen den Wunsch nach assistiertem Suizid äußern? Eine neue Leitlinie bietet mit 45 Empfehlungen Orientierung in dieser ethisch und rechtlich komplexen Situation. Die Empfehlungen wurden fachübergreifend abgestimmt: Mehr als 30 Fachgesellschaften und Organisationen haben an der Leitlinie mitgewirkt. Die DGPPN hat die Leitlinie mitinitiiert und als Teil der Koordinationsgruppe insbesondere dafür Sorge getragen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen durch die Empfehlungen ausreichend geschützt werden.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion: Kardio-MRT zeigt unterschiedliche Mechanismen der gestörten Herzfüllung

Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion: Kardio-MRT zeigt unterschiedliche Mechanismen der gestörten Herzfüllung

Menschen mit Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion könnten künftig genauer danach unterschieden werden, welche Veränderungen des Herzmuskels ihrer Erkrankung zugrunde liegen. Die DZHK-Studie DECIPHER HFpEF zeigt, dass spezielle MRT-Verfahren solche Unterschiede erfassen können. Das könnte langfristig helfen, Therapien gezielter auszuwählen.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 2 Min|

Krankenhausstatistik 2025: Rund 17,7 Millionen Patient:innen vollstationär behandelt

Rund 17,7 Millionen Patient:innen wurden vergangenes Jahr in Deutschland vollstationär in einem Krankenhaus behandelt. Das waren 1,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die Zahlen liegen weiter deutlich unterhalb des Vor-Corona-Niveaus: Zwischen 2014 und 2019 waren jedes Jahr mehr als 19 Millionen Menschen in Krankenhäusern behandelt worden.
Lesen Sie mehr 
Infektiologie
 2 Min|
DGGG-Kongress 2026

Impflücken in der Schwangerschaft schließen

Wie kann man Impfungen in der Gynäkologie am besten umsetzen? „Wichtig ist, dass Sie in der Praxis impfen wollen und das zum Thema machen“, riet Dr. Michael Wojcinski, Steinhagen. An das Aufklärungsgespräch kann sich die Impfung direkt anschließen, ohne weitere Termine auszumachen: „Impfen sie am selben Tag“ riet der Sprecher der AG Impfen in der Gynäkologie: „Die Infektionsprophylaxe ist die wichtigste Prophylaxe, die wir unseren Patientinnen anbieten können!“
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Zwei Studien bestätigen Wirksamkeit von Remibrutinib bei schubförmiger MS

Zwei Studien bestätigen Wirksamkeit von Remibrutinib bei schubförmiger MS

Zwei randomisierte Phase-III-Studien, die in The Lancet publiziert wurden [1], verglichen Wirksamkeit und Sicherheit von Remibrutinib der moderat wirksamen DMT mit Teriflunomid bei schubförmiger MS. Der hochselektive BT-Inhibitor reduzierte signifikant annualisierte Schubrate, Behinderungsprogression und entzündliche Läsionen im Gehirn. Neue Sicherheitssignale wurden nicht beobachtet. Der Wirkstoff könnte somit das Therapiespektrum erweitern - ausstehend ist jedoch ein direkter Vergleich mit bereits zugelassenen hochaktiven DMTs, wie z. B. Anti-CD20-Antikörpern.
Lesen Sie mehr