Journal MED

Lebensqualität | Beiträge ab Seite 6

Medizin
 4 Min|

Lancet-Studie zeigt: Weltweite Verdoppelung der Diabetes Typ 1-Fälle bis 2040

Diabetes mellitus ist global auf dem Vormarsch. Eine aktuelle Lancet-Studie prognostiziert nun, dass sich die Erkrankungszahlen für Diabetes Typ 1 bis 2040 von etwa 8,4 Millionen auf bis zu 17,4 Millionen verdoppeln könnten (1). Die Studie gibt 201 Ländern konkrete Zahlen zu ihrer derzeitigen nationalen Diabetes-Lage an die Hand und legt eine Basis für gesundheitspolitisches Handeln. Auch Deutschland solle dringend Konsequenzen aus den aktuellen Studienergebnissen ziehen, mahnt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Es müsse endlich deutlich mehr in die Diabetesversorgung sowie -prävention investiert werden (2). Seit Jahren weist die Fachgesellschaft darauf hin, dass die versteckte Diabetes-Pandemie dramatische Auswirkungen auf das deutsche Gesundheitssystem haben wird.
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Medizin
 2 Min|

Prophylaxe mit Emicizumab jetzt auch bei moderater Hämophilie A

Bislang erhalten überwiegend Patient:innen mit einer schweren Hämophilie eine prophylaktische Behandlung. Im Februar 2023 wurde die Zulassung für Emicizumab auf die moderate Hämophilie mit schwerem Blutungsphänotyp erweitert. In der HAVEN 6-Studie mit Patient:innen mit überwiegend moderater Hämophilie kam es unter Prophylaxe mit Emicizumab zu einer Reduktion der Blutungsrate und zu einer effektiven Kontrolle der Blutungen.
 
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Pneumologie
 5 Min|

Feinstaub: Die unterschätzte Gesundheitsgefahr

Luftverschmutzung ist das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland und Europa und die vierthäufigste Ursache für vorzeitige Todesfälle weltweit. Die größte gesundheitliche Belastung geht von Feinstaub aus, der zu vorzeitigen Todesfällen (ca. 54.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr in Deutschland) und einer Reihe von gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt. Neue Studien zeigen gesundheitliche Auswirkungen auch bei sehr niedrigen Schadstoffkonzentrationen, doch einen sicheren Grenzwert für Feinstaub scheint es nicht zu geben. Im Rahmen eines Pressegesprächs in Berlin informierten Expert:innen der Bundesärztekammer (BÄK), der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) und der Health and Environment Alliance (HEAL) über die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Luftverschmutzung sowie die daraus folgenden politischen Handlungsempfehlungen des Gesundheitssektors.
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Medizin
 3 Min|

Unterdiagnostiziert, unterschätzt, unterbehandelt: Morbus Fabry bei Frauen

„Wir alle haben auf unsere Staatsexamensfestplatte gebrannt: Morbus Fabry ist eine X-chromosomale Erkrankung und wird bei den Frauen wahrscheinlich kein Problem sein. Und das ist eine Annahme, die wahrscheinlich falsch ist“, leitete Prof. Fabian Knebel vom Sana Klinikum Lichtenberg das Symposium „Besonderheiten in der Diagnostik bei Frauen mit seltenen Erkrankungen“ bei den Dresdner Herzkreislauftagen 2023 ein.
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Medizin
 3 Min|

Long-COVID: Aktualisierte Leitlinie für Patient:innen, Angehörige und pflegende Personen

5 bis 10% aller Corona-Infizierten in Deutschland leiden heute unter einem Long/Post-COVID-Syndrom, das durch Symptome wie anhaltender Husten, Atemnot und Erschöpfung gekennzeichnet ist. Häufig treten auch Kreislauf-, Denk-, Schlaf- und Konzentrationsschwierigkeiten auf, verbunden mit Stimmungsschwankungen. Noch ist weitgehend unbekannt, wie es zu diesen Symptomen kommt, Medikamente gegen das Long/Post-COVID-Syndrom gibt es noch nicht. Hilfe bietet jetzt eine aktualisierte Patientenleitlinie, die sich gezielt an Betroffene, Angehörige und Pflegende richtet. „Wir beantworten mit dieser Arbeit in verständlicher Sprache die wichtigsten Fragen zu den wesentlichen Beschwerden, ihren potenziellen Ursachen und den möglichen Therapieansätzen. Unser Ziel ist, den Behandlungsprozess deutlich zu verbessern“, sagt Dr. Christian Gogoll, Koordinator der Patientenleitlinie unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Die jetzt neu publizierte Arbeit beantwortet die 50 wichtigsten Fragen rund um das Long-/Post-COVID-Syndrom. Daneben gibt es Antworten auf dringende Fragen zur fehlenden Belastbarkeit und Erschöpfung sowie Atemnot – aber auch Themengebiete wie Riech- und Schmeckstörungen, Herzerkrankungen, belastende Schmerzen, Augenprobleme und Haarausfall werden beleuchtet. Unter den 32 Autor:innen sind Ärzt:innen sowie Therapeut:innen und zum Teil selbst betroffene Erwachsene sowie Eltern von betroffenen Kindern und Jugendlichen. Unterstützt wird die Leitlinienarbeit von 25 medizinischen Fachgesellschaften und 4 Betroffenenorganisationen.
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Medizin
 3 Min|

Spesolimab zur Prävention von GPP-Schüben: Klinische Studie erreicht primären und wichtigsten sekundären Endpunkt

In der EFFISAYIL 2 Studie konnte Spesolimab das Auftreten von neuen Schüben der Generalisierten Pustulösen Psoriasis (GPP) für bis zu 48 Wochen verhindern (1, 2). Die Ergebnisse bauen auf den Daten der EFFISAYIL 1 Studie auf. Diese belegt eine schnelle und anhaltende Pustel- und Hautabheilung bei erwachsenen Patient:innen mit GPP-Schüben, die mit Spesolimab behandelt wurden (3). GPP ist eine systemische Hauterkrankung, deren Verlauf schwer vorherzusehen ist. Sie unterscheidet sich sowohl im Krankheitsmechanismus als auch im Schweregrad von der Plaque-Psoriasis (4).
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Praxismanagement
 3 Min|

PARTNER–Studie: Verbesserung der Medikationssicherheit durch Kooperation von Hausarztpraxen und Apotheken

Fast 9 Millionen Einweisungen ins Krankenhaus pro Jahr werden in Europa durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen hervorgerufen, von denen etwa die Hälfte vermeidbar sind. Auch in Deutschland wurden laut einer Studie an 4 großen Universitätskliniken 6,5% aller Behandlungsfälle in der Notaufnahme auf eine unerwünschte Arzneimittelwirkung zurückgeführt. Das Risiko ist insbesondere bei älteren Patient:innen (65+) mit Multimedikation erhöht.
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Patienteninfos
 4 Min|

Long/Post-COVID: Aktualisierte Leitlinie für Betroffene

5 bis 10% aller Corona-Infizierten in Deutschland leiden heute unter einem Long/Post-COVID-Syndrom. Die Betroffenen leiden unter anhaltendem Husten, Atemnot und sind oft erschöpft. Häufig treten auch Kreislauf-, Denk-, Schlaf- und Konzentrationsschwierigkeiten auf, verbunden mit Stimmungsschwankungen. Noch ist weitgehend unbekannt, wie es zu diesen Symptomen kommt, Medikamente gegen das Long/Post-COVID-Syndrom gibt es noch nicht. Hilfe bietet jetzt eine aktualisierte Patient:innenleitlinie, die sich gezielt an Betroffene, Angehörige und Pflegende richtet. „Wir beantworten mit dieser Arbeit in verständlicher Sprache die wichtigsten Fragen zu den wesentlichen Beschwerden, ihren potenziellen Ursachen und den möglichen Therapieansätzen. Unser Ziel ist, den Behandlungsprozess deutlich zu verbessern“, sagt Dr. Christian Gogoll, Koordinator der Patient:innenleitlinie unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).
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Medizin
 5 Min|

COPD: Dyspnoe reduzieren mit LAMA/LABA-Fixkombinationen

Menschen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) reduzieren häufig ihre Alltagsaktivität, u. a. abhängig von ihrer Krankheitsschwere und Atemnot (1). Die internationalen GOLD-Empfehlungen (2) und nationale Leitlinien, wie von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) (3), sprechen sich dabei für Bewegung als ergänzende, nicht-pharmakologische Maßnahme bei COPD aus. Die LAMA (langwirksame Anticholinergika)/LABA (langwirksame Beta-2-Agonisten)-Fixkombination Aclidinium/Formoterol kann die Bronchien erweitern und somit Luftnot reduzieren (4).
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Medizin
 5 Min|

Dupilumab als 1. zielgerichtete Biologika-Therapie bei Eosinophiler Ösophagitis zugelassen

Die Europäische Kommission hat die Zulassung von Dupilumab in der EU auf die Behandlung von Eosinophiler Ösophagitis (EoE) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit einem Mindestgewicht von 40 kg, die mit einer konventionellen medikamentösen Therapie unzureichend therapiert sind, diese nicht vertragen oder für die eine solche Therapie nicht in Betracht kommt, erweitert. Die EoE ist eine progrediente chronisch-entzündliche Erkrankung, die den Ösophagus schädigt und in der Funktion beeinträchtigt (1-4). Mit der Zulassung ist Dupilumab in der EU die erste und einzige zielgerichtete Biologika-Therapie für EoE. In den USA ist Dupilumab seit Mai 2022 zur Behandlung der EoE zugelassen.
 
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Medizin
 3 Min|

Spesolimab als 1. Therapie bei GPP-Schüben zugelassen

Die Europäische Kommission hat eine bedingte Zulassung für Spesolimab auf Grundlage der Studie EFFISAYIL-1 erteilt. Die Studie belegte, dass über die Hälfte der mit Spesolimab behandelten Patient:innen eine Woche nach Gabe einer Einzeldosis frei von Pusteln war (1, 2). Die Generalisierte Pustulöse Psoriasis (GPP) unterscheidet sich hinsichtlich der Krankheitsmechanismen als auch von der Schwere signifikant von der Psoriasis vulgaris (2,3,4). Die Entscheidung der Europäischen Kommission folgt bestehenden Zulassungen in den USA und Japan (5).
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