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Allgemeinmedizin | Beiträge ab Seite 7

News

Fachkräftelücke im Pflegebereich: 81% der Stellen nicht besetzbar

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) fehlen bundesweit derzeit 633.000 Fachkräfte. Auffällig hierbei: 6 der 10 Berufe mit dem größten Fachkräftemangel sind klassische Frauenberufe. Hierunter fallen auch Berufe wie die Alten- und Krankenpflege. Laut IW-Studie existieren für 81% der offenen Stellen im Pflegebereich derzeit keine ausreichend ausgebildeten Arbeitnehmer:innen.
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Medizin

Diabetes-Fortbildungen für hausärztliche Praxen

Die meisten Menschen mit Typ-2-Diabetes werden hauptsächlich durch ihre hausärztliche Praxis betreut. Damit Hausärzt:innen und ihre Praxisteams optimal für die Versorgung und Behandlung dieser Patient:innen ausgestattet sind, starten in diesem Jahr erstmals 2 passgenau zugeschnittene Fortbildungsreihen für die besonderen Anforderungen im hausärztlichen Umfeld – den Campus hausärztliche Praxis. In CME-zertifizierten Fortbildungen für Hausärzt:innen werden in kurzen Modulen Inhalte zur effizienten State of the Art-Therapie von Menschen mit Typ-2-Diabetes kompakt zusammengefasst. Zusätzlich wird eine Fortbildungsreihe speziell für medizinische Fachangestellte (MFAs) angeboten, diese soll Wissen zum Umgang mit Menschen mit Typ-2-Diabetes und ihrer Erkrankung vermitteln. Entwickelt wurden alle Fortbildungsmodule interdisziplinär von Hausärzt:innen, MFAs, Psycholog:innen und Diabetolog:innen.
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Systemischer Lupus erythematodes

Lupus-Nephritis: Erste orale Behandlungsoption mit Calcineurininhibitor

Der systemische Lupus Erythematodes (SLE) ist eine chronische entzündliche Autoimmunerkrankung des Bindegewebes, bei der Gelenke, Nieren, Haut, Schleimhäute oder die Wände der Blutgefäße betroffen sein können. In Deutschland leben etwa 30.000 Menschen mit einem diagnostizierten SLE. Betroffen sind meist junge Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Obwohl Frauen häufiger betroffen sind, könne die Krankheit bei Männern deutlich schwerer verlaufen, führte Prof. Dr. med. Jürgen Floege, Aachen aus. Eine der häufigsten und schwerwiegendsten Organkomplikationen des SLE ist die Nierenentzündung Lupus-Nephritis, die trotz des verbesserten pathogenetischen Verständnisses mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität einhergeht.
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Medizin

Welt-Adipositas-Tag: Diskriminierung von Betroffenen im Alltag

Die chronische Erkrankung Adipositas ist auch in Europa weiterhin ungebremst auf dem Vormarsch und hat inzwischen Pandemie-Charakter (1). Zum Welt-Adipositas-Tag am 4. März 2023 rückt dieser Umstand wieder verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Hierzulande ist fast jede:r 4. Erwachsene von der Erkrankung betroffen, bei Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 19 Jahren sind es etwa 10% (1). Neben den unmittelbaren gesundheitlichen Aspekten – Adipositas ist mit etwa 200 Komorbiditäten und Komplikationen assoziiert (2) – leiden Betroffene oft auch unter den psychosozialen Folgen ihres Gewichts. „Diskriminierung und Stigmatisierung gehören leider für viele zum Alltag“, sagt Prof. Dr. Anja Hilbert, psychologische Leiterin der Adipositasambulanz, Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) Adipositas-Erkrankungen, Universitätsklinikum Leipzig. Dabei sind Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz und im Gesundheitssystem häufig vernachlässigte Punkte.
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COVID-19

Update: Prophylaxe und Therapie SARS-CoV-2-assoziierter Erkrankungen

Die COVID-19-Pandemie scheint vorbei zu sein. Das Ende der Pandemie bedeutet jedoch nicht das Ende SARS-CoV-2-assoziierter Erkrankungen und kritischer Verläufe. Impfungen, Individualschutz zur Prophylaxe und therapeutische Ansätze bleiben daher wichtig. Zudem ist die Diagnose bzw. Therapie von Post-COVID-Erkrankungen weiterhin eine Herausforderung. Aufgrund der ungebrochenen Aktualität zählten SARS-CoV-2-assoziierte Erkrankungen auf der Fortbildungsveranstaltung „Infektiologie interaktiv“ auch 2023 zu den meist diskutierten Themen.
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Medizin

Knochenbrüche sicher mit Ultraschall diagnostizieren – Neue S2e-Leitlinie zur Fraktursonografie

Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) hat Anfang Februar 2023 in Zusammenarbeit mit 8 weiteren Fachgesellschaften eine neue S2e-Leitlinie zur Fraktursonografie veröffentlicht. Sie gibt einen Überblick, bei welchen Knochenbrüchen der Ultraschall eine Alternative oder Ergänzung zur Röntgenuntersuchung darstellt. Insbesondere bei Kindern eignet sich die Sonografie zur Diagnose, da sie schnell einsetzbar, schmerzarm in der Durchführung und gänzlich frei von ionisierender Strahlung ist. Im Wachstumsalter sieht die DEGUM es als lohnendes Ziel an, Strahlenbelastung möglichst weit zu reduzieren.
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Gesundheitspolitik

Experte sieht keinen allgemeinen Ärztemangel in Deutschland

In Deutschland gibt es nach Ansicht des scheidenden Vorsitzenden des Sachverständigenrats Gesundheit und Pflege, Prof. Dr. med. Ferdinand Gerlach, nicht wie oft geäußert, zu wenig Ärztinnen und Ärzte. „Wir haben keinen allgemeinen Ärztemangel“, sagte Gerlach der „Ärzte Zeitung“. „Wir liegen international in der Arzt-Einwohner-Relation ganz weit vorn und haben in unserem System vor allem eine groteske Fehlverteilung“, fügte er hinzu.
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GenderMed – Geschlechter-sensible Medizin!

Geschlechter-Bias in der Pharmakotherapie

Ob ein Arzneistoff von einem männlichen Körper oder einen weiblichen Körper aufgenommen wird, macht einige Unterschiede. Aber welche Unterschiede sind das genau und wie findet man diese heraus? Fachkundige Antworten gibt Prof. Dr. Stefan Engeli, Uni Greifswald. Der Pharmakologe und erfahrene Prüfarzt zeigt auch die zahlreichen Wissenslücken in diesem Bereich auf. Zum Schluss gibt er noch praktische „Hacks“ für eine geschlechter-sensible Pharmakotherapie in der Praxis.
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Medizin

European Health Data Space (EHDS): Gesundheitsdaten going Europe

Die COVID-19-Pandemie hat überdeutlich gezeigt, dass globale Gesundheitsthemen nicht mehr im nationalen Alleingang gelöst werden können. Bisherige Anstrengungen, in Europa grenzüberschreitend elektronische Gesundheitsdienste zu implementieren, sind jedoch kaum vorangekommen. So wurde die Plattform MyHealth@EU bisher erst in 10 Mitgliedstaaten realisiert (1). Die Schaffung eines europäischen Raums für Gesundheitsdaten (European Health Data Space, EHDS) soll endlich einen Durchbruch bringen. Im Frühjahr 2022 legte die Europäische Kommission einen entsprechenden Entwurf vor. Ziel des Großprojekts ist es, einen gemeinsamen Standard für die Erhebung und Verarbeitung von Gesundheitsdaten zu schaffen. Auf der Digital Health Conference (DHC) im November 2022 in Berlin zeigte sich in einer Paneldiskussion, dass hinsichtlich der Umsetzung noch viele Fragen offen sind.
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Schwerpunkte

2022 – Der medizinische Jahresrückblick

Das Jahr 2022 war vom Auslaufen der COVID-19-Pandemie und von gelockerten Maßnahmen geprägt. Trotzdem gab es einige Neuerungen. Auch in anderen medizinischen Bereichen hat sich im letzten Jahr viel Neues getan. Welche Medikamente zugelassen wurden, welche neuen Leitlinien es gibt und wie der Stand bei Medikamenten und Impfstoffen gegen COVID-19 ist, lesen Sie hier bei uns – in einer kompakten Zusammenfassung des Jahres 2022.
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Medizin

E-Rezepte für mehr Komfort bei Patient:innen und Ärzt:innen

CLICKDOC – die digitale Kommunikationsplattform für Gesundheitsprofis und Patient:innen – bietet bereits seit Jahren bewährte digitale Lösungen für Online-Terminbuchungen, Terminerinnerungen und Videosprechstunden an. Ab sofort erleichtert CLICKDOC die Übermittlung und das Einlösen von E-Rezepten. Mit dem CLICKDOC E-REZEPT können Ärzt:innen den Zugriff auf elektronische Rezepte (E-Rezepte) zukünftig sicher, einfach und kostenfrei direkt aus der Praxissoftware übermitteln. Patient:innen werden per SMS oder E-Mail über das E-Rezept informiert und können digital mit dem Smartphone oder per Computer auf das E-Rezept zugreifen.
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Medizin

Die neue Generation des Dupilumab-Fertigpens

Gleichzeitig mit dem 5-jährigen Jubiläum von Dupilumab kommt im Januar 2023 das neue Modell des Dupilumab-Fertigpens auf den Markt. Der monoklonale Antikörper, der durch eine duale Rezeptorblockade die Signalwege der Interleukine IL-4 und IL-13 hemmt, ist bereits seit dem 1. März 2020 als Fertigpen verfügbar (1). Das neue Modell erleichtert Patient:innen die Selbstinjektion des Biologikums. Es ist unter anderem ergonomischer und ermöglicht so eine noch bessere Kontrolle während der Injektion. Dabei ist die Anwendung von Dupilumab in derselben Dosierung und mit derselben Wirksamkeit und Sicherheit wie bei der vorher verwendeten Applikationsform gewährleistet.
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