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Allgemeinmedizin | Beiträge ab Seite 7

Medizin

Chronische Migräne: Akutbehandlung mit Botulinumtoxin Typ A

Chronische Migräne-Patient:innen haben mehr Tage mit Kopfschmerzen als kopfschmerzfreie Tage im Monat – ein hoher Leidensdruck für die Betroffenen. Der Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen sind extrem beeinträchtigt. Ziel der Behandlung der chronischen Migräne (CM) ist deshalb die signifikante Reduktion der Kopfschmerztage. Zur akuten Behandlung der chronischen Migräne hat sich Botulinumtoxin Typ A bewährt. Der Wirkstoff ist seit über 10 Jahren für die Behandlung einer CM zugelassen und die Anwendung wird in einer S1-Leitlinie empfohlen. Frau Dr. Myriam Schwickert-Nieswandt, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Schmerztherapeutin und zertifizierte Kopf- und Gesichtsexpertin in Wiesbaden, erläutert im Gespräch die Möglichkeiten der Akutbehandlung mit Botulinumtoxin Typ A.
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News

Fachkräftelücke im Pflegebereich: 81% der Stellen nicht besetzbar

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) fehlen bundesweit derzeit 633.000 Fachkräfte. Auffällig hierbei: 6 der 10 Berufe mit dem größten Fachkräftemangel sind klassische Frauenberufe. Hierunter fallen auch Berufe wie die Alten- und Krankenpflege. Laut IW-Studie existieren für 81% der offenen Stellen im Pflegebereich derzeit keine ausreichend ausgebildeten Arbeitnehmer:innen.
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Medizin

Diabetes-Fortbildungen für hausärztliche Praxen

Die meisten Menschen mit Typ-2-Diabetes werden hauptsächlich durch ihre hausärztliche Praxis betreut. Damit Hausärzt:innen und ihre Praxisteams optimal für die Versorgung und Behandlung dieser Patient:innen ausgestattet sind, starten in diesem Jahr erstmals 2 passgenau zugeschnittene Fortbildungsreihen für die besonderen Anforderungen im hausärztlichen Umfeld – den Campus hausärztliche Praxis. In CME-zertifizierten Fortbildungen für Hausärzt:innen werden in kurzen Modulen Inhalte zur effizienten State of the Art-Therapie von Menschen mit Typ-2-Diabetes kompakt zusammengefasst. Zusätzlich wird eine Fortbildungsreihe speziell für medizinische Fachangestellte (MFAs) angeboten, diese soll Wissen zum Umgang mit Menschen mit Typ-2-Diabetes und ihrer Erkrankung vermitteln. Entwickelt wurden alle Fortbildungsmodule interdisziplinär von Hausärzt:innen, MFAs, Psycholog:innen und Diabetolog:innen.
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Systemischer Lupus erythematodes

Lupus-Nephritis: Erste orale Behandlungsoption mit Calcineurininhibitor

Der systemische Lupus Erythematodes (SLE) ist eine chronische entzündliche Autoimmunerkrankung des Bindegewebes, bei der Gelenke, Nieren, Haut, Schleimhäute oder die Wände der Blutgefäße betroffen sein können. In Deutschland leben etwa 30.000 Menschen mit einem diagnostizierten SLE. Betroffen sind meist junge Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Obwohl Frauen häufiger betroffen sind, könne die Krankheit bei Männern deutlich schwerer verlaufen, führte Prof. Dr. med. Jürgen Floege, Aachen aus. Eine der häufigsten und schwerwiegendsten Organkomplikationen des SLE ist die Nierenentzündung Lupus-Nephritis, die trotz des verbesserten pathogenetischen Verständnisses mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität einhergeht.
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Medizin

Welt-Adipositas-Tag: Diskriminierung von Betroffenen im Alltag

Die chronische Erkrankung Adipositas ist auch in Europa weiterhin ungebremst auf dem Vormarsch und hat inzwischen Pandemie-Charakter (1). Zum Welt-Adipositas-Tag am 4. März 2023 rückt dieser Umstand wieder verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Hierzulande ist fast jede:r 4. Erwachsene von der Erkrankung betroffen, bei Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 19 Jahren sind es etwa 10% (1). Neben den unmittelbaren gesundheitlichen Aspekten – Adipositas ist mit etwa 200 Komorbiditäten und Komplikationen assoziiert (2) – leiden Betroffene oft auch unter den psychosozialen Folgen ihres Gewichts. „Diskriminierung und Stigmatisierung gehören leider für viele zum Alltag“, sagt Prof. Dr. Anja Hilbert, psychologische Leiterin der Adipositasambulanz, Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) Adipositas-Erkrankungen, Universitätsklinikum Leipzig. Dabei sind Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz und im Gesundheitssystem häufig vernachlässigte Punkte.
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COVID-19

Update: Prophylaxe und Therapie SARS-CoV-2-assoziierter Erkrankungen

Die COVID-19-Pandemie scheint vorbei zu sein. Das Ende der Pandemie bedeutet jedoch nicht das Ende SARS-CoV-2-assoziierter Erkrankungen und kritischer Verläufe. Impfungen, Individualschutz zur Prophylaxe und therapeutische Ansätze bleiben daher wichtig. Zudem ist die Diagnose bzw. Therapie von Post-COVID-Erkrankungen weiterhin eine Herausforderung. Aufgrund der ungebrochenen Aktualität zählten SARS-CoV-2-assoziierte Erkrankungen auf der Fortbildungsveranstaltung „Infektiologie interaktiv“ auch 2023 zu den meist diskutierten Themen.
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Medizin

Knochenbrüche sicher mit Ultraschall diagnostizieren – Neue S2e-Leitlinie zur Fraktursonografie

Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) hat Anfang Februar 2023 in Zusammenarbeit mit 8 weiteren Fachgesellschaften eine neue S2e-Leitlinie zur Fraktursonografie veröffentlicht. Sie gibt einen Überblick, bei welchen Knochenbrüchen der Ultraschall eine Alternative oder Ergänzung zur Röntgenuntersuchung darstellt. Insbesondere bei Kindern eignet sich die Sonografie zur Diagnose, da sie schnell einsetzbar, schmerzarm in der Durchführung und gänzlich frei von ionisierender Strahlung ist. Im Wachstumsalter sieht die DEGUM es als lohnendes Ziel an, Strahlenbelastung möglichst weit zu reduzieren.
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Gesundheitspolitik

Experte sieht keinen allgemeinen Ärztemangel in Deutschland

In Deutschland gibt es nach Ansicht des scheidenden Vorsitzenden des Sachverständigenrats Gesundheit und Pflege, Prof. Dr. med. Ferdinand Gerlach, nicht wie oft geäußert, zu wenig Ärztinnen und Ärzte. „Wir haben keinen allgemeinen Ärztemangel“, sagte Gerlach der „Ärzte Zeitung“. „Wir liegen international in der Arzt-Einwohner-Relation ganz weit vorn und haben in unserem System vor allem eine groteske Fehlverteilung“, fügte er hinzu.
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GenderMed – Geschlechter-sensible Medizin!

Geschlechter-Bias in der Pharmakotherapie

Ob ein Arzneistoff von einem männlichen Körper oder einen weiblichen Körper aufgenommen wird, macht einige Unterschiede. Aber welche Unterschiede sind das genau und wie findet man diese heraus? Fachkundige Antworten gibt Prof. Dr. Stefan Engeli, Uni Greifswald. Der Pharmakologe und erfahrene Prüfarzt zeigt auch die zahlreichen Wissenslücken in diesem Bereich auf. Zum Schluss gibt er noch praktische „Hacks“ für eine geschlechter-sensible Pharmakotherapie in der Praxis.
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