Journal MED

Diagnostik | Beiträge ab Seite 3

Gesundheitspolitik
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Lauterbach: Deutschland kann mit KI bei Krebsforschung an Weltspitze

Deutschland kann laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in Zukunft ein weltweites Zentrum der Krebsforschung auf Basis von Künstlicher Intelligenz (KI) werden. Die einheitliche Datenbasis und die Fülle der Informationen der Krankenkassen gebe es in dieser Form in anderen europäischen Ländern und auch in den USA nicht – in Verbindung mit den Möglichkeiten der elektronischen Patientenakte sehe er großes internationales Potenzial, sagte Lauterbach am Dienstag am Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ in Heidelberg.
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Medizin
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Schweres Asthma: Website klärt Betroffene und Fachkreise auf

Asthma gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Allein in Deutschland leiden geschätzt 5% der Erwachsenen und 10% der Kinder und Jugendlichen an der anhaltenden Entzündung der Atemwege. Darunter sind rund 650.000 Menschen, die an schwerem Asthma leiden und unter diesen über 50.000, deren schweres Asthma unkontrolliert verläuft. Ursächlich dafür ist zum einen, dass Asthmatiker:innen zum Teil überhaupt nicht in ärztlicher Behandlung sind. Andere werden standardmäßig mit Dauer- und Notfallmedikation versorgt, erreichen aber dennoch keine Symptomfreiheit. Die Folgen sind nicht selten ein durch Luftnot und Anfälle geprägter Alltag, erschwerte Berufstätigkeit und allgemein eingeschränkte Lebensqualität.
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Medizin
 3 Min|

Lipodystrophie: Diagnose-Check für die Sprechstunde

Seit 5 Jahren ist Metreleptin als bislang einzige kausale Therapie der Leptinmangel-bedingten Folgen bei bestätigter generalisierter Lipodystrophie (GL) ab 2 Jahren und bei partieller Lipodystrophie (LP) ab 12 Jahren zugelassen. Bei einer Lipodystrophie (LD) handelt es sich um eine syndromale Stoffwechselerkrankung mit sehr unterschiedlichen Komplikationen und Symptomen. Für die erleichterte Identifikation möglicher Betroffener im Rahmen eng getakteter Sprechstunden wurde anlässlich des 5-jährigen Jubiläums von Metreleptin ein digitaler Diagnose-Check entwickelt.
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Gesundheitspolitik
 3 Min|

Lauterbach plant zusätzliche Kompetenzen für Pflegekräfte

Angesichts des weiter wachsenden Pflegebedarfs will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte mit zusätzlichen Kompetenzen attraktiver machen. „Wir nutzen das fachliche Potenzial der Pflege in Deutschland viel zu wenig“, sagte der SPD-Politiker beim Deutschen Pflegetag in Berlin. Sein Ministerium arbeite daher an einem Gesetz, um zu einem deutlich erweiterten Spielraum der Belange zu kommen, die Pflegekräfte abdecken können. Um dringend benötigtes Pflegepersonal zu gewinnen, ist aus Expertensicht auch eine bessere Bezahlung nötig.
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Medizin
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Versorgung der Alzheimer-Krankheit – Ist die Früherkennung der Schlüssel?

Mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung wird die Zahl der Menschen mit der Alzheimer-Krankheit voraussichtlich weiter stark ansteigen – und damit auch die Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung (1). Wie Expert:innen im Rahmen eines Pressegesprächs erläuterten, könnten in naher Zukunft jedoch eine innovative biomarkerbasierte Diagnostik sowie zielgerichtete Therapiestrategien zur Verfügung stehen, die das Potenzial haben, den Krankheitsverlauf bereits in einem frühen Stadium zu verzögern. Dieses diagnostische „window of opportunity“ für den frühzeitigen Start einer passenden Therapie zu nutzen, könnte helfen, die Lebensqualität und Selbstständigkeit der Betroffenen länger zu erhalten und spätere Kosten im Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit zu reduzieren.
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Patienteninfos
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Wie wirksam ist Psychotherapie bei Essstörungen? Universität Osnabrück sucht Betroffene für Online-Studie

„Die Essstörung war meine beste und einzige Freundin.“ Solche oder ähnliche Aussagen werden von fast allen Betroffenen einer Essstörung getätigt und zeigen, wie sehr die Erkrankung zur Isolation führen kann. Die Verbesserung von sozialen Beziehungen ist ein Baustein von vielen, der in der Psychotherapie von Essstörungen aufgegriffen wird. Die Universität Osnabrück untersucht nun, welche Therapiebestandteile von Betroffenen als hilfreich empfunden werden und sucht dafür Studienteilnehmende jeglichen Geschlechts und jeglicher Geschlechtsidentität.
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Gesundheitspolitik
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Pneumologen: „Jeder Versicherte sollte Anspruch auf ein Lungenkrebs-Screening haben“

An Lungenkrebs erkranken jährlich rund 50.000 Menschen in Deutschland. Nur 10 bis 20% der Betroffenen überleben die darauffolgenden 5 Jahre. Damit ist das Lungenkarzinom die Krebserkrankung mit der höchsten Mortalitätsrate unter allen Tumorerkrankungen. „Deswegen brauchen wir dringend eine systematische Früherkennung. Jeder Versicherte im Erwachsenenalter sollte Anspruch auf ein Lungenkrebs-Screening haben“, fordert Professor Torsten Bauer, Past-Präsident und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), zum Welt-Lungenkrebstag am 1. August. „Die Früherkennung eines Lungenkarzinoms durch die Computertomografie senkt die Sterberate signifikant, erste Studien weisen auf eine mögliche Reduzierung bis zu 20% hin“, so der Pneumologe.
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Medizin
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ASMD und Morbus Gaucher: Der Fall Splenomegalie

Ärzt:innen sind auch Detektive – dies bewiesen sie während des Symposiums „The Sherlock Holmes Approach to Differential Diagnosis“ auf dem diesjährigen Kongress der European Hematology Association (EHA). Hämatolog:innen hatten die Aufgabe, sich auf Spurensuche zu begeben – im Mittelpunkt der zu lösenden Fälle: Die Splenomegalie. Der häufige Befund kann auch seltene Ursachen haben – 2 von ihnen sind Morbus Gaucher und ASMD (Acid Sphingomyelinase Deficiency) (1, 2). Der Diagnose auf die Spur zu kommen gelingt, wenn Hinweise erkannt und die richtigen Untersuchungen eingeleitet werden. Die Diagnosesicherung ist relevant, da für Morbus Gaucher und ASMD kausale Therapien existieren (1, 3).
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Gesundheitspolitik
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Schlaganfall-Experten fordern angemessenen Vorhaltekostenanteil für zertifizierte Stroke Units

Weitere 5.000 Schlaganfall-Patienten könnten jährlich in Deutschland das erste Jahr nach einem Hirninfarkt überleben, wenn alle Patienten in Krankenhäusern mit Spezialabteilungen – sogenannten Stroke Units – behandelt würden. Das ist ein zentrales Ergebnis einer aktuellen Analyse der Reformkommission zur Krankenhausversorgung. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft e.V. (DSG) begrüßt das besondere Augenmerk, das auf die Akutversorgung des Schlaganfalls gelegt wird. Neben dem für den Erfolg der Akuttherapie relevanten Zeitfaktor, der für eine regionale Krankenhaus-versorgung spricht, weisen die hohen Anforderungen an fachliche Expertise, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Medizintechnik auf die Notwendigkeit der Zentralisierung der Versorgung hin. Insbesondere für den flächendeckenden Einsatz der mechanischen Thrombektomie ist eine überregionale Zusammenarbeit der Spezialeinrichtungen notwendig. Die DSG fordert daher von der Bundesregierung bei der weiteren Planung der Krankenhausreform an dem bundesweiten Netzwerk an zertifizierten Stroke Units festzuhalten und zudem ausreichend finanzielle, abgestufte Mittel dafür einzuplanen.
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Medizin
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Herzinsuffizienz: Prognose mit Blick in die Augen?

Augen sagen mehr als tausend Worte. Sie sind nicht nur Spiegel der Seele, sondern lassen bisweilen den Zustand innerer Organe erkennen. Einige Krankheiten wie etwa Alzheimer, Morbus Parkinson, Depressionen, Diabetes, Rheuma, Fettstoffwechselstörungen, Schilddrüsenerkrankungen oder Bluthochdruck lassen sich auch mit einem Blick in die Augen ablesen. Doch lässt sich auch der Verlauf einer Herzinsuffizienz anhand der Pupillengröße und der Reaktion der Pupille auf einen Lichtreiz vorhersagen? Ein Team aus Ärzt:innen und Forschenden am Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg, Universitätsklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg, geht dieser Frage in einer umfassenden Studie nach.
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Medizin
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Status Quo der Elimination von Hepatitis C in Deutschland

In Deutschland gibt es mehr Patient:innen, die neu mit dem Hepatitis C-Virus (HCV) diagnostiziert werden als jene, die behandelt werden. Das zeigt nun erstmals der HCV-Tracker, ein übersichtliches Dashboard, das quartalsaktuell den Stand der angestrebten HCV-Elimination darstellt – auch auf Bundeslandebene. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) (1) und die Bundesregierung (2) haben das Ziel ausgerufen, bis 2030 HCV zu eliminieren. Das Thema HCV-Elimination war auch Thema einer Fortbildungsveranstaltung im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM).
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Gesundheitspolitik
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VDGH-Diagnose: Behandlungsbedarf bei den Gesetzentwürfen

Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) begrüßt ausdrücklich die Bemühungen des Ministeriums, die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzutreiben. Bei den Entwürfen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) für das Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG) und das Gesetz zur Beschleunigung der Digitalisierung des Gesundheitswesens (Digital-Gesetz) sieht der VDGH aber noch Handlungsbedarf.
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Praxismanagement
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Digitale Akutsprechstunde – Vorteile der hybriden Patient:innenbehandlung

Seit dem 21.04.2023 können Patient:innen der allgemeinmedizinischen Praxis MVZ Lichtenberg die Akutsprechstunde nicht nur wie bisher gewohnt in der Praxis, sondern jetzt auch täglich digital über die Doktor.De-App besuchen – und sprechen dabei mit ihrem sie normalerweise in der physischen Praxis behandelnden Arzt. Das Angebot der telemedizinischen Akutsprechstunde soll nach einer Evaluierungsphase auf weitere Arztpraxen ausgeweitet werden.
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Medizin
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Ernährungsmedizin in der ärztlichen Praxis: Expert:innen fordern Lehrstühle für eine bessere Versorgung

Der Deutsche Ärztetag hat 2019 die Aufnahme der Ernährungsmedizin in die Weiterbildungsordnung für Ärzt:innen beschlossen. Bundesärztekammer und Landesärztekammern setzen diesen Beschluss jetzt erfolgreich in die Praxis um. Neben der Weiterbildung Ernährungsmedizin braucht es aber auch eine Ausbildung junger Ärzt:innen im Studium an den Universitäten. Lehrstühle gewährleisten Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Nur so kann evidenzbasiertes Wissen für die Anwendung in ein Fachgebiet geschaffen werden. Der Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner e.V. (BDEM), die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM) und die Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin e.V. (DAEM) setzen sich energisch für die Schaffung von Lehrstühlen für Ernährungsmedizin ein.
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Medizin
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Umfrage: Ärzt:innen unsicher, ob sie fehlerhafte Diagnosen gestellt haben

Mehr als die Hälfte (55%) der niedergelassenen Allgemeinmediziner:innen und Internist:innen ist sich nicht sicher, ob sie in der Vergangenheit bereits eine fehlerhafte Diagnose aufgrund geschlechtsspezifischer Unterschiede gestellt hat. Eine Mehrheit von 78% der Deutschen glaubt hingegen nicht, dass ihnen das bereits widerfahren ist. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Befragung im Auftrag von AXA, in der 2 repräsentative Umfragen der Meinungsforschungsinstitute YouGov und DocCheck Insights unter niedergelassenen Allgemeinmediziner:innen und Internist:innen sowie der Gesamtbevölkerung gegenübergestellt wurden. Gleichzeitig sind 4% der Deutschen davon überzeugt, dass sie bereits eine falsche Diagnose aufgrund ihres Geschlechts erhalten haben. 5% der Hausärzt:innen sagen, dass sie bereits Patient:innen behandelt haben, die zuvor in einer anderen Praxis eine falsche Diagnose aufgrund ihres Geschlechts erhalten haben. Immerhin 4% der befragten Mediziner:innen sagen, dass sie in der Vergangenheit bereits selbst eine fehlerhafte Diagnose gestellt haben.
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