Journal MED

Insulin | Beiträge ab Seite 2

Medizin

Zukunftsfähige Diabetesversorgung: Die Krankenhausreform als Scheidepunkt für Menschen mit Diabetes

Bereits heute hat jeder fünfte Klinikpatient einen Diabetes mellitus – das entspricht etwa 3 Millionen stationären Behandlungen pro Jahr. Wie will die Krankenhausreform eine zukunftsfähige Diabetesversorgung sicherstellen? Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) kritisiert, dass die kürzlich von Bundesgesundheitsminister Lauterbach vorgestellten Eckpunkte zur Reform derzeit noch keine ausreichend qualifizierte Diabetesexpertise in allen Versorgungsleveln vorsehen und damit die Behandlungsqualität in Zukunft gefährden. Die Einführung von Vorhaltepauschalen begrüßt die DDG als einen absolut notwendigen Schritt. Sie warnt jedoch davor, dass der Bereich „Komplex Diabetologie/Endokrinologie“ nach den vorgestellten Eckpunkten wie schon vor der Reform unterfinanziert sein wird. Zudem würden diabetologische Leistungen weiterhin nicht angemessen vergütet.
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Medizin

Neue BÄK-Richtlinie: Meilenstein für die Diabetesdiagnostik

Die „Richtlinie der Bundesärztekammer (BÄK) zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen“ (Rili-BÄK) legt grundsätzliche Anforderungen an das Qualitätsmanagement und die Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen in der Heilkunde fest. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) begrüßt eine aktuelle Anpassung durch die BÄK, in der nun auch für die in der Diabetologie am häufigste durchgeführte Messgröße Glukose strengere Vorschriften gelten (1). Auch für Kalium gelten neue Bestimmungen, die für die Versorgung relevant sind. Die Änderungen erhöhen die Messqualität in der Diagnostik und tragen zu einer größeren Patientensicherheit bei.
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Medizin

Ultraschnelles Mahlzeiteninsulin: Mehr Flexibilität und Kontrolle beim Diabetesmanagement

Das ultraschnelle Mahlzeiteninsulin, eine weiterentwickelte Formulierung von Insulin lispro ist seit 3 Jahren verfügbar und hat Einzug in die Therapie des Diabetes mellitus gehalten. Bei einer Veranstaltung gab Prof. Dr. Oliver Schnell, München, ein Update zum Einsatz des Mahlzeiteninsulins. Er erläuterte, dass es im Vergleich zum herkömmlichen Insulin lispro eine verbesserte postprandiale Glukosekontrolle (2, 3) ermöglicht und Patient:innen praktische Vorteile wie eine höhere Flexibilität bei den Mahlzeiten bietet, da kein Spritz-Ess-Abstand eingehalten werden muss (1).
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Typ-2-Diabetes

GLP-1 RA: Dem Gamechanger bei Adipositas und Typ-2-Diabetes auf der Spur

GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1 RA) gelten heute als ein Grundpfeiler der Adipositas- und Typ-2-Diabetes-Therapie. Für ihre Forschungsarbeit an der Entwicklung von Liraglutid hat die Diabetes-Forscherin Lotte Bjerre Knudsen, Kopenhagen, beim Diabetes Kongress in Berlin die Paul-Langerhans-Medaille, die höchste Auszeichnung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), erhalten. Über die langjährige Entwicklung von GLP-1-Rezeptoragonisten und deren Einsatz bei Typ-2-Diabetes und Adipositas diskutierten Journalist:innen bei einem Pressegespräch im Anschluss an die Preisverleihung.
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Medizin

Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankung: Hypertonie, Fettleber, Adipositas, Typ-2-Diabetes

Warum haben schlanke, stoffwechselkranke Menschen ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen als fettleibige, stoffwechselgesunde Menschen? Solch eine Heterogenität im Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch für Typ-2-Diabetes, wird seit einiger Zeit beobachtet. Kürzlich zeigen auch computergestützte „Clusteranalysen“, dass es eine große Variabilität im Risiko für solche Erkrankungen und im Ansprechen der Therapie bei Patienten mit Typ-2-Diabetes gibt. Ein Übersichtsartikel in ‚Lancet Diabetes & Endocrinology‘ zeigt die Ursachen für diese Zusammenhänge und die sich daraus ergebenden Chancen dieser neuartigen Konzepte für die Risikostratifikation auf.
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Medizin

Diabetes und Metabolisches Syndrom: Welche Rolle spielt ein Vitamin-D-Mangel?

Bisher gilt eine gute Vitamin-D-Versorgung vor allem als wichtiger Faktor zum Schutz vor Osteoporose und für eine gute Infektabwehr (1, 2). Doch Studien rücken das Sonnenvitamin auch in Zusammenhang mit Diabetes mellitus und dem Metabolischen Syndrom in den Fokus (3, 4). Welche Bedeutung ein adäquater Vitamin-D-Spiegel für die Prävention dieser chronischen Stoffwechselerkrankungen hat und warum dieser ohne Supplementierung kaum zu erreichen ist, lesen Sie hier.
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Medizin

Richtige Ernährung bei Diabetes: Gesünder unter 7 PLUS

Bei der Behandlung von Diabetes spielt Insulin eine bedeutende Rolle. Gleichzeitig ist das Thema Ernährung bei Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes ein wichtiger Aspekt, mit dem selbstbestimmt die Therapie unterstützt werden kann. Dazu hat die Aufklärungskampagne „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ informiert. Wie kann ich mich gut und ausgewogen ernähren? Auf was muss ich als Mensch mit Diabetes besonders achten? Antworten darauf lieferte der virtuelle Expertentalk #DiabetesDialog im Minutentakt.
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Medizin

Diabetes-Fortbildungen für hausärztliche Praxen

Die meisten Menschen mit Typ-2-Diabetes werden hauptsächlich durch ihre hausärztliche Praxis betreut. Damit Hausärzt:innen und ihre Praxisteams optimal für die Versorgung und Behandlung dieser Patient:innen ausgestattet sind, starten in diesem Jahr erstmals 2 passgenau zugeschnittene Fortbildungsreihen für die besonderen Anforderungen im hausärztlichen Umfeld – den Campus hausärztliche Praxis. In CME-zertifizierten Fortbildungen für Hausärzt:innen werden in kurzen Modulen Inhalte zur effizienten State of the Art-Therapie von Menschen mit Typ-2-Diabetes kompakt zusammengefasst. Zusätzlich wird eine Fortbildungsreihe speziell für medizinische Fachangestellte (MFAs) angeboten, diese soll Wissen zum Umgang mit Menschen mit Typ-2-Diabetes und ihrer Erkrankung vermitteln. Entwickelt wurden alle Fortbildungsmodule interdisziplinär von Hausärzt:innen, MFAs, Psycholog:innen und Diabetolog:innen.
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Medizin

100 Jahre Novo Nordisk: Innovationen für Menschen mit chronischen Erkrankungen

„Das Jahr 2023 hat für uns eine besondere Bedeutung“, erklärt Jesper Wenzel Larsen, Geschäftsführer von Novo Nordisk Deutschland. „Novo Nordisk feiert sein 100-jähriges Bestehen.“ Sein 100-jähriges Jubiläum nimmt Novo Nordisk aber nicht nur zum Anlass, auf Geleistetes zurückzublicken. Vielmehr richtet es den Blick nach vorne und bekräftigt sein Engagement für eine bessere Gesundheit, das über die vergangenen 100 Jahre stets richtungsweisend war: „Wir werden auch weiter entschlossen daran arbeiten, Veränderungen voranzutreiben, um Menschen mit chronischen Erkrankungen ein besseres und gesünderes Leben zu ermöglichen“, betont Larsen. Denn heute geht es nicht mehr allein um die Rettung von Leben, sondern um bessere Gesundheit insgesamt und mehr Wohlbefinden. „Natürlich müssen wir alles dafür tun, dass Menschen gar nicht erst krank werden“, erklärt er. „Aber wir müssen uns auch um diejenigen kümmern, die bereits erkrankt sind, und ihnen ein gesünderes Leben ermöglichen.“  Gerade im Bereich chronischer Erkrankungen ist es entscheidend, frühzeitig zu behandeln und somit das Fortschreiten der Krankheit und mögliche Folgeerkrankungen zu verhindern.
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Medizin

SGLT2-Hemmer: Prävention von Übergewicht, Fettleber oder Diabetes

In der Therapie von Patient:innen mit Diabetes mellitus Typ 2 werden seit einigen Jahren erfolgreich SGLT2 (Sodium-glucose cotransporter)-Hemmer eingesetzt. Auch zur Behandlung der chronischen Herz- und Niereninsuffizienz finden diese Antidiabetika breite Anwendung. Mit den neuesten Forschungsergebnissen eines Teams um die Endokrinologin und Diabetologin Susanne Kaser von der Univ.-Klinik für Innere Medizin I kann SGLT2-Hemmern nun auch eine bislang unerforschte Funktion für die Vorbeugung von Übergewicht, Fettleber oder Diabetes zugeschrieben werden.
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Medizin

Hautprobleme sind häufige Begleiterscheinungen bei Diabetes Typ 1 und Typ 2

Bis zu 80% aller Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 haben krankhafte Hautveränderungen. Bei Typ-1-Diabetes kommt es nicht selten zu Hautreaktionen auf Pflasterklebstoffe von Glukosesensoren und Insulinpumpen. Viele Betroffene mit Typ-2-Diabetes berichten über zu trockene, gerötete, juckende und schuppende Haut. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe rät Menschen mit Diabetes, ihre Haut besonders sorgfältig zu schützen und zu pflegen. Veränderungen sollten sie mit den behandelnden Ärzt:innen besprechen, Irritationen und Allergien auf Klebstoffe von technischen Hilfsmitteln auch den Herstellern melden.
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Medizin

InRange-Studie zu Typ-1-Diabetes: Zeit im Zielbereich als primärer Endpunkt

„Die Zahl der Menschen, die von einem Typ-1-Diabetes betroffen sind, steigt seit Jahren stetig an – dies unterstreicht den Bedarf an evidenzbasierten und wirksamen Therapieoptionen“, erklärte Prof. Dr. Thomas Danne, Hannover, im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz. Eine breite Evidenz aus der klinischen Forschung sowie aus Real-World-Studien liegt für das Basalanaloginsulin der 2. Generation Insulin glargin 300 Einheiten (E)/ml vor. „InRange war die 1. randomisierte kontrollierte Studie, die Insulin glargin 300 E/ml und Insulin degludec 100 E/ml bei Menschen mit Typ-1-Diabetes verglich und dabei die Zeit im Zielbereich als primären Endpunkt nutzte“, so Danne über die im Oktober 2022 publizierte InRange-Studie (1).
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Medizin

Bewegung drosselt die Aktivität der Insulin-produzierenden Zellen

Insulin ist für den Menschen und viele andere Lebewesen ein essenzielles Hormon. Seine wohl bekannteste Aufgabe ist es, den Zuckerstoffwechsel zu regulieren. Wie es diese Aufgabe erledigt, ist gut erforscht. Weitaus weniger ist darüber bekannt, wie die Aktivität der Insulin-produzierenden Zellen und folglich die Ausschüttung von Insulin kontrolliert wird. Neuigkeiten zu dieser Frage stellt ein Team aus dem Biozentrum der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg jetzt im Fachjournal Current Biology vor (1). Als Untersuchungsobjekt verwendete die Gruppe von Dr. Jan Ache die Fruchtfliege Drosophila melanogaster. Denn interessanterweise schüttet auch diese Fliege nach einer Mahlzeit Insulin aus – bei ihr kommt das Hormon aber nicht aus der Bauchspeicheldrüse wie beim Menschen, sondern aus Nervenzellen im Gehirn.
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