Journal MED

Krankenkassen | Beiträge ab Seite 12

Gesundheitspolitik
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Krankenkassen melden deutlich mehr Krankschreibungen in Omikron-Welle

Während der aktuellen Corona-Welle sind nach einer Auswertung der Krankenkasse Barmer mehr Menschen arbeitsunfähig als jemals seit Beginn der Pandemie. Vom 13. bis zum 19. Februar waren 52.100 bei der Barmer versicherte Beschäftigte wegen einer Corona-Infektion krankgeschrieben, wie die Krankenkasse am Dienstag mitteilte. Zu Spitzenzeiten der ersten Corona-Welle seien es bis zu 25.100 Erwerbstätige gewesen – und damit etwa halb so viele. Im vergangenen Jahr hatten pro Woche durchschnittlich etwa 10.430 Barmer-Versicherte Anspruch auf Krankengeld wegen einer Infektion mit dem Virus.
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Gesundheitspolitik
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DGS: Bedarfsplanung soll Schmerzmedizin berücksichtigen

Die Bedarfsplanung für die vertragsärztliche Versorgung soll künftig den Bedarf in der Schmerzmedizin berücksichtigen. Sich dafür einzusetzen, versprachen am Samstag die Vertreter der Ampelkoalition Prof. Dr. Armin Grau (MdB, Bündnis 90/Die Grünen) und Prof. Dr. Andrew Ullmann (MdB, FDP). Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) und ihr Präsident Dr. Johannes Horlemann fordern weiterhin die Einführung des Facharztes für Schmerzmedizin, um die Nachbesetzung schmerzmedizinischer Praxen zu sichern. Mit dieser gesundheitspolitischen Diskussion endete der diesjährige Deutsche Schmerz- und Palliativtag, der von Dienstag bis Samstag mit knapp 3.500 Teilnehmern online stattfand.
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Gesundheitspolitik
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Arbeitgeber und Gewerkschaften gegen höhere Krankenkassenbeiträge

Arbeitgeber und Gewerkschaften haben vor höheren Krankenkassenbeiträgen im kommenden Jahr gewarnt. „Die richtige und gerechte Lösung ist die Erhöhung des Bundeszuschusses“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger verwies auf gewaltige Belastungen für Unternehmen und Bürger durch die Folgen des Ukraine-Krieges. „In einer solchen Situation höhere Sozialbeiträge für Arbeitgeber und Beschäftigte anzukündigen, wird diesen Herausforderungen nicht gerecht.“
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Gesundheitspolitik
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Homeoffice: Frauen und Männer ticken unterschiedlich

In vielen Unternehmen hat sich die coronabedingte Arbeit am heimischen Schreibtisch längst als zukunftsweisendes Arbeitsmodell etabliert – auch wenn zum 20. März die Homeoffice-Pflicht beendet wurde. Wie eine forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigt, wirkt sich das Heimbüro offenbar stärker auf Frauen aus. So gibt zwar jede zweite Frau, aber nur jeder dritte Mann mit Homeoffice-Erfahrung an, dass sich die Arbeit zu Hause gesundheitlich bemerkbar macht. Jeder vierten Frau geht es im Gegensatz zu jedem sechsten Mann damit körperlich und geistig besser.
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Gesundheitspolitik
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Neues telemedizinisches Gesundheitsprogramm für Versicherte mit Vorhofflimmern

Zum 01. März 2022 hat die AOK Rheinland/Hamburg als erste gesetzliche Krankenkasse mit dem Startup iATROS sowie der Johanniter GmbH einen Versorgungsvertrag für ein telemedizinisches Angebot zur Nachsorge von Versicherten mit der Diagnose Vorhofflimmern geschlossen. Ziel des Vertrages ist es, ein innovatives digitales Gesundheitsprogramm zu etablieren, in dem Patientinnen und Patienten nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus künftig engmaschiger begleitet werden können.
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Gesundheitspolitik
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Orphan Drugs: Erstattungs- und Versorgungsherausforderungen

Seit 2011 wird die Nutzungsbewertung von Arzneimitteln, die sich an die Zulassung anschließt, in Deutschland durch das Arzneimittelneuordnungsgesetz, kurz AMNOG geregelt. Diese Nutzungsbewertung hat einen großen Einfluss auf den Preis, der durch die gesetzlichen Krankenkassen für ein neues Arzneimittel bezahlt wird, da sie als Grundlage für Verhandlungen mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen dient. 28% dieser neuzugelassenen Arzneimittel sind Orphan Drugs. Sie ermöglichen die Behandlung seltener Erkrankungen und bieten somit, häufig zum ersten Mal, die Möglichkeit zu einer zielgerechten Behandlung. Für die Betroffenen bedeutet das in vielen Fällen eine Chance auf Heilung oder zumindest dauerhafte Linderung. Jedoch stellen die hohen Preise dieser Therapien das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen.
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Gesundheitspolitik
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AMNOG-Report 2022: Preisexplosion bei Arzneimitteln geht weiter

Die Preisexplosion bei Arzneimitteln geht unvermindert weiter: Die Kosten für neu zugelassene Orphan Drugs – also Therapien für seltene Krankheiten – haben sich seit 2011 verfünffacht und liegen im Jahr 2020 im Durchschnitt bei 540.000 Euro pro Jahr und Patient. Das geht aus dem aktuellen AMNOG-Report 2022 der DAK-Gesundheit hervor. Der Vorstandschef der DAK-Gesundheit Andreas Storm begrüßt die Verfügbarkeit neuer Therapieformen, kritisiert jedoch die Preisfindung insbesondere bei Orphan Drugs. Um „Mondpreisen“ künftig effektiv entgegenzuwirken, sollten Orphan Drugs bei Markteintritt vollumfänglich der Nutzenbewertung unterzogen werden. Damit unterstützt die DAK-Gesundheit die jüngsten Forderungen des IQWiG.
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Gesundheitspolitik
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Ambulante Operationen – Gleiche Bedingungen für gleiche Leistungen

„Vor 2 Jahren hat der Gesetzgeber die Spitzenverbände der Krankenkassen, der Krankenhäuser und der niedergelassenen Ärzte beauftragt, eine neu überarbeitete Liste aller ambulant erbringbaren und stationsersetzenden Untersuchungen und Behandlungen aufzustellen, die ohne einen stationären Aufenthalt durchgeführt werden können“, sagt Dr. Albert Beyer, der Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. „Die dort verzeichneten Leistungen sollen dann von Kliniken und Praxen unter einheitlichen Bedingungen angeboten werden. Von einer Umsetzung sind wir allerdings immer immer noch weit entfernt.“
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Gesundheitspolitik
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Klassifikationen: BfArM veröffentlicht endgültige Fassung der ICD-10-GM 2022

Das BfArM hat die endgültige Fassung der ICD-10-GM Version 2022 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification) veröffentlicht. Die ICD-10-GM bildet zusammen mit dem Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) die Basis für die Entgeltsysteme in der ambulanten und stationären Versorgung sowie weiteren Anwendungsbereichen. In die neue Version flossen 46 Vorschläge ein, zumeist von medizinischen Fachgesellschaften, Fachleuten aus der Ärzteschaft, Krankenkassen und Kliniken sowie aus weiteren Organisationen der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen.
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Gesundheitspolitik
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Urologen schränken Zystoskopien in den Praxen ein

In den nächsten Wochen werden die niedergelassenen Urologen in Nordrhein Zystoskopien nur noch auf sehr dringende und akute Fälle beschränken, dies teilte die Uro-GmbH Nordrhein, ein Zusammenschluss niedergelassener Urologen, mit. Hintergrund ist ein seit 2018 andauernder Streit mit den Kostenträgern über die Gegenfinanzierung gestiegener Hygienemaßnahmen. Eine betriebswirtschaftliche Analyse seitens des BvDU unterstrich bereits 2019 die Forderungen. Es ergab, dass Zystoskopien für Niedergelassene hoch defizitäre Untersuchungen sind.
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Gesundheitspolitik
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E-Rezept weckt Hoffnungen bei Versicherungsnehmern

Für drei Viertel (75,2%) der Versicherungsnehmer in Deutschland steht die Einführung des E-Rezepts ganz im Zeichen des digitalen Fortschritts. Etwas mehr als die Hälfte (53,8%) befürchtet gleichzeitig, zum gläsernen Patienten zu werden. Das geht aus der repräsentativen Umfrage „Datapuls 2021“ des Praxis-WLAN- und Kommunikationsdienstleisters Socialwave hervor, der in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork 1.005 Menschen über 18 Jahre zur Digitalisierung des Gesundheitswesens befragt hat.
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Gesundheitspolitik
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#rehamachtsbesser – Über 4.000 Unterstützer für die Reha

„Reha. Macht´s besser!“ – unter diesem Motto startete im Jahr 2019 eine Initiative, die die gesellschaftliche Relevanz der Rehabilitation als wichtige Säule der Gesundheitsversorgung stärker in den Fokus von Politik und Öffentlichkeit rückt. Mehr als 250 Reha- und Vorsorgeeinrichtungen, der BDPK e.V., der Arbeitskreis Gesundheit e.V. und weitere Verbände von Reha-Leistungserbringern gehören zu den Initiatoren der bundesweiten Kampagne.
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Patienteninfos
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Krampfadern: Wann Beinvenen behandelt werden müssen

Viele Eingriffe an Krampfadern, die für den Winter 2020/2021 geplant waren, sind aufgrund der Coronapandemie verschoben worden und werden jetzt in den kühleren Frühlingsmonaten nachgeholt. Wer unter hervortretenden Venen am Bein leidet und sie entfernen lassen will, dem stellt sich die Frage: Stripping, Radiowelle oder Laser – welche Eingriffstechniken sind wann empfehlenswert? Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e. V. (DGG) klärt auf, wann Krampfadern behandelt werden sollten und warum Venenkleber in Zukunft eine größere Rolle spielen könnten. 
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