Sonntag, 16. Juni 2024
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Medizin

DMKG-App und Kopfschmerzregister: Kopfschmerzkalender für Betroffene und Forschung

von David Meier

DMKG-App und Kopfschmerzregister: Kopfschmerzkalender für Betroffene und Forschung
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Die App der DMKG (Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft) ermöglicht Kopfschmerzpatient:innen nicht nur die Interaktion mit ihren Ärzt:innen – die Real-World-Daten fließen auch anonymisiert in ein wissenschaftliches Kopfschmerzregister ein, um die Versorgungsrealität besser zu verstehen und Diagnostik und Therapie zu optimieren. Im Rahmen des Kopfschmerztages am 5. September stellte Dr. Victoria Ruschil, Neurologin am Universitätsklinikum in Tübingen, die DMKG-App und das Kopfschmerzregister vor und erläuterte die zugrunde liegenden Strukturen.

DMKG-App: Kopfschmerzkalender für jedermann

Die DMKG hat sich zum Ziel gesetzt eine deutschlandweite Datenbank zu Kopfschmerzerkrankungen aufzubauen und sie für wissenschaftliche Fragestellungen aus der Versorgungsforschung zu nutzen. Dazu wird nun ein digitaler Kopfschmerzkalender in Form einer Kopfschmerz-App zur Verfügung gestellt. „Die DMKG-App ist der Kopfschmerzkalender für jedermann und bildet den zentralen Bestandteil des Kopfschmerzregisters“, so Ruschil. „Mehr als 11.000 Personen nutzen die App bereits.“ Die App kann kostenfrei aus den App-Stores geladen und zur Dokumentation von Kopfschmerztagen genutzt werden. Besonderer Fokus liegt dabei auf einer einfachen, zeitsparenden Erfassung von behandlungsrelevanten Informationen wie Art und Frequenz der Kopfschmerzen, Medikamenteneinnahme und Therapieerfolg. Bei einer Umfrage unter den Nutzer:innen wurde besonders die Übersichtlichkeit der App und die Möglichkeit der grafischen Auswertung der erfassten Informationen gelobt.

Kopfschmerzregister: Digitale Vernetzung von Patient:innen und Ärzt:innen

Das Kopfschmerzregister ermöglicht den Teilnehmenden in Ergänzung zur DMKG-App eine digitale Vernetzung mit den behandelnden Ärzt:innen über ein Internetportal. Die dabei dokumentierten klinischen Daten stehen für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung und tragen so zu einem besseren Verständnis seltener Kopfschmerzerkrankungen und unterschiedlicher Krankheitsverläufe bei.
 
 

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Seltene Kopfschmerzformen: Clusterkopfschmerz-Modul und -App

Am Kopfschmerzregister nehmen vor allem Patient:innen mit Migräne teil, da sie die häufigste Kopfschmerzerkrankung darstellt. Jedoch wurden im Dezember 2022 ein zusätzliches Clusterkopfschmerz-Modul, welches das Kopfschmerzregister ergänzt und eine Cluster-App, welche speziell zur Dokumentation für Clusterkopfschmerz-Patient:innen geeignet ist, entwickelt.

Ergebnisse des Kopfschmerzregisters

Behandlungsrelevante Fragestellungen, etwa wie unterschiedlich Personen mit Kopfschmerzattacken auf das gleiche Schmerzmittel ansprechen, konnten von der DMKG bereits wissenschaftlich ausgewertet werden. Ergebnisse sind eine große Heterogenität bei der Wirkung und Verträglichkeit von Triptanen sowie eine eingeschränkte Effektivität der Akuttherapie bei Patient:innen mit bereits chronifizierter Migräne.

Quelle: Online-Pressekonferenz „Kopfschmerztag 2023: Aktuelle Herausforderungen in der Kopfschmerzversorgung“, 05.09.2023, Veranstalter: DMKG



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