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Medizin

11. September 2019 Schmerztherapie: Weniger unerwünschte Ereignisse unter Tapentadol

Eine erfolgreiche Schmerztherapie zeichnet sich nicht nur durch ihre Wirksamkeit, sondern auch durch ein überzeugendes Verträglichkeitsprofil aus (1). Wie sich beide Aspekte verbinden lassen, erläuterten Dr. Axel Ruetz, Koblenz, und Dr. Jessica Münchmeyer, Nürnberg, anhand ihrer Erfahrungen mit Tapentadol retard (Palexia® retard) sowohl in der Klinik als auch in der Allgemeinarztpraxis.
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Weniger Nebenwirkungen und höhere Adhärenz

Aus Sicht von Dr. Axel Ruetz, Koblenz·Montabaur, sollen Notfall-Patienten eine schnell wirksame und vor allem eine sichere Therapie erhalten. Auch müsse die Therapie nachhaltig und daher immer die Wiederherstellung der motorischen Funktionalität das Ziel sein. Im Vergleich zu klassischen Opioiden zeigt Tapentadol retard hier Vorteile: Tapentadol-Patienten hatten im Vergleich zu mit Oxycodon Behandelten weniger unerwünschte Ereignisse (2). Bei leichter bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion ist Tapentadol ohne Dosisanpassung einsetzbar und verfügt zudem über ein geringes Interaktionspotenzial (3). „Vigilanzstörungen, die wir beispielsweise unter Hydromorphongabe bei älteren Patienten beobachten, oder gastrointestinale Nebenwirkungen wie Obstipation scheinen unter Tapentadol nicht so ausgeprägt“, ergänzte Ruetz. Gegenüber Oxycodon/Naloxon ist die Obstipation unter Tapentadol retard signifikant reduziert (1). Tapentadol entwickelt seine analgetische Wirkung direkt, also ohne pharmakologisch aktive Metabolite, und weist zudem ein günstiges Interaktionsprofil auf (3, 4). CYP-abhängige Metabolisierungen sind somit für Tapentadol nicht klinisch relevant, wohingegen Schmerzmedikamente wie Tilidin, Codein, Tramadol, Oxycodon, Methadon und Fentanyl diesbezüglich einer erhöhten Aufmerksamkeit bedürfen (5-8). Die gute Verträglichkeit und das günstige Interaktionsprofil bei gleichzeitiger Wirksamkeit wirken sich, so Ruetz, auch positiv auf die Adhärenz der Patienten und den Behandlungserfolg aus. Unter der Therapie mit Tapentadol retard blieben 77% mehr Patienten der Therapie treu als unter der Therapie mit Oxycodon/Naloxon (1).

Verbesserte Lebensqualität

Auch Dr. Jessica Münchmeyer, Fachärztin für Allgemeinmedizin, schätzt die Zuverlässigkeit der Substanz. Vor allem bei multimorbiden polymedizierten Patienten könne das Analgetikum aufgrund des geringen Interaktionspotenzials Vorteile haben. Als Hausärztin und manuelle Therapeutin setzt sie auf einen umfassenden Behandlungsansatz. Um beispielsweise eine Physiotherapie überhaupt zu ermöglichen, braucht es zuerst eine erfolgreiche Schmerzreduktion. Auf lange Sicht soll eine weitere Chronifizierung vermieden und der Patient dauerhaft mobil und somit arbeitsfähig gehalten werden. Ihren Erfahrungen nach ist dies mit Tapentadol retard möglich. Die Lebensqualität könne genauso wie die Mobilität eines berufstätigen multimorbiden und polymedizierten Patienten mit chronischen Rückenschmerzen unter der Therapie mit Tapentadol nachhaltig verbessert werden.

Gode Chlond

Quelle: Pressegespräch „Mit Palexia® retard auf der sicheren Seite?“, 06.09.2019, Hamburg; Veranstalter: Grünenthal

Literatur:

(1) Baron R. et al. Pain Practice 2016; 16 (5): 580-599 / 600-619.
(2) Buynak R et al. Expert Opin. Pharmacother. 2010; 11 (11): 1787-1804.
(3) Fachinformation Palexia® retard, Stand August 2017.
(4) Fachinformation Palexia® retard, Stand November 2018.
(5) Collart L, Luthy S, Favario-Constantin C, Dayer P. Duality of the analgesic effect of tramadol in humans. Schweiz Med Wochenschr. 1993; 123 (47): 2241-3.
(6) Desmeules J et al. Eur J Clin Pharmacol 1991; 41 (1): 23-6.
(7) Flockhart DA. Interactions: Cytochrom P450 Drug Interaction Table. Indiana University School of Medicine, 2007 8 Grün B et al. Br. J Clin Pharmacol 2012; 74 (5): 854-63.
(8) Grün B et al. Br. J Clin Pharmacol 2012; 74 .(5): 854-63.


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