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Stechmücke sitzt auf dem Arm eines Mensch, bereit zu stechen

West-Nil-Fieber: Nachwuchs-Forschende modellieren Ausbreitung in Deutschland

Wissenschaftler:innen am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) kalkulieren mit Hilfe unterschiedlicher mathematischer Modelle die zu erwartende Ausbreitung des West-Nil-Virus in Deutschland. Außerdem entwickeln sie Vorhersagemodelle, die berechnen, wie sich Stechmückenpopulationen entwickeln und welche Überwachungs- und Präventionsmaßnahmen am vielversprechendsten sind.
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ISTH 2026

Neue Daten zu Faktortherapien bei Hämophilie

Auf dem Kongress der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) 2026 in Paris wurden neue Studiendaten zu Efanesoctocog alfa und Eftrenonacog alfa vorgestellt. Sie betreffen unter anderem den Langzeit- und perioperativen Einsatz sowie den Schutz vor Gelenkveränderungen. Rund zwei Jahre nach der EMA-Zulassung von Efanesoctocog alfa zeigt sich damit auch im klinischen Alltag die Weiterentwicklung der Faktortherapie.
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Neuer Ansatz für sicheren Thromboseschutz

Neuer Ansatz für sicheren Thromboseschutz

Ein Forschungsteam der Experimentellen Biomedizin I des UKW präsentiert in der Fachzeitschrift Signal Transduction and Targeted Therapy einen neuartigen Ansatz zur Vorbeugung von arteriellen Thrombosen und entzündlichen Gewebeschäden, sogenannten thrombo-inflammatorischen Erkrankungen, ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen. Anstatt den Thrombozytenrezeptor Glykoprotein VI zu blockieren, haben die Forschenden ihn teilweise herunterreguliert. Eine gezielte Verringerung der Rezeptordichte auf der Oberfläche der Blutplättchen könnte krankhafte Signale zur Bildung von Blutgerinnseln abschwächen und gleichzeitig die normale Blutgerinnung weitgehend erhalten.
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Blutwert weist auf erhöhten Behandlungsbedarf bei Lungenentzündung hin

Blutwert weist auf erhöhten Behandlungsbedarf bei Lungenentzündung hin

Eine Lungenentzündung zählt trotz guter Behandlungsmöglichkeiten weiterhin zu den häufigsten infektionsbedingten Todesursachen. Marburger Forschende haben nun einen Weg gefunden, früher vorherzusagen, welche Patient:innen ein höheres Risiko für eine Behandlung auf der Intensivstation haben oder länger im Krankenhaus bleiben werden. Das Forschungsteam um Dr. Barbara Weckler und Prof. Dr. Bernd Schmeck vom Institut für Lungenforschung der Philipps-Universität hat einen bereits routinemäßig bestimmten Blutwert identifiziert, der dabei helfen könnte. Ihre Studienergebnisse veröffentlichen die Forschenden in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins CHEST.
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Studie zeigt Wirksamkeit digitaler Migräneprophylaxe

Studie zeigt Wirksamkeit digitaler Migräneprophylaxe

Im Fachjournal Cephalalgia sind die Ergebnisse einer offenen, randomisierten kontrollierten Studie zur digitalen Migräneprophylaxe mit sinCephalea erschienen. Untersucht wurde die Wirksamkeit der Anwendung bei Erwachsenen mit episodischer Migräne. In der am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und an der Universität zu Lübeck durchgeführten Studie reduzierte sinCephalea die Zahl der Migränetage nach zwölf Wochen signifikant stärker als eine designgleiche Kontroll-App. Die Ergebnisse liefern Evidenz für die Wirksamkeit dieser nicht-medikamentösen Option in der Migräneprophylaxe und zeigen, dass ein digital unterstützter, personalisierter Ernährungsansatz die Frequenz episodischer Migräne reduzieren kann.
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Vitamin B12 beim Verheij-Syndrom im Fokus

Vitamin B12 beim Verheij-Syndrom im Fokus

Das Verheij-Syndrom ist eine seltene genetische Erkrankung, die durch fehlerhaftes Spleißen, einem zentralen Prozess der RNA-Verarbeitung, ausgelöst wird. Forschende des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns zeigen nun im Modellorganismus Caenorhabditis elegans, dass diese Störung Stoffwechselwege beeinflusst, die auf Vitamin B12 angewiesen sind. Die Gabe von Vitamin B12 stellte im Wurm-Modell zentrale Stoffwechselprozesse wieder her und korrigierte Entwicklungsstörungen der mutierten Tiere. Analysen menschlicher Zellen und Blutproben von Patient:innen liefern Hinweise auf vergleichbare Stoffwechselveränderungen. Die Ergebnisse könnten neue Ansatzpunkte für mögliche gezielte Therapien beim Verheij-Syndrom eröffnen.
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Hepatitis A: Prävention bleibt bei Risikogruppen entscheidend

Hepatitis A: Prävention bleibt bei Risikogruppen entscheidend

Hepatitis A ist eine der ältesten bekannten Virushepatitiden [1] und zugleich eine der am meisten unterschätzten. Denn: Verbesserte Hygienebedingungen haben in Europa und Nordamerika zwar zu einem deutlichen Rückgang der Erkrankungen geführt, gleichzeitig jedoch den Anteil nicht immuner Personen erhöht. Dadurch besteht insbesondere bei Reisen in Endemiegebiete oder beim Konsum kontaminierter Lebensmittel weiterhin ein relevantes Infektionsrisiko. In der klinischen Praxis zeigt sich, dass Hepatitis A keineswegs harmlos ist, insbesondere bei Erwachsenen mit Vorerkrankungen oder Immunsuppression. Anhand von drei Kasuistiken wird deutlich, wie unterschiedlich Infektionswege, Krankheitsverläufe und klinische Konsequenzen sein können.
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Tirzepatid bei Typ-2-Diabetes und Adipositas senkt Herz- und Infektionsrisiken

Tirzepatid bei Typ-2-Diabetes und Adipositas senkt Herz- und Infektionsrisiken

Menschen mit Typ-2-Diabetes und Adipositas können von einer Behandlung mit dem Medikament Tirzepatid profitieren. Im Vergleich zu einem klassischen Diabetes-Medikament kann Tirzepatid, das unter dem Namen Mounjaro vertrieben wird, Risiken für Herzinfarkte und Krankenhauseinweisungen infolge von Infektionen um jeweils rund ein Drittel verringern. Das haben Forschende der Technischen Universität München (TUM) und der Harvard Medical School anhand von Versichertendaten nachgewiesen [1].
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12-Monats-Daten bestätigen Wirksamkeit von Foslevodopa/Foscarbidopa bei fortgeschrittener Parkinson-Krankheit

12-Monats-Daten bestätigen Wirksamkeit von Foslevodopa/Foscarbidopa bei fortgeschrittener Parkinson-Krankheit

Während des diesjährigen Kongresses der European Academy of Neurology wurden neue Daten aus der Real-world-Studie ROSSINI zur Wirksamkeit und Sicherheit der kontinuierlichen subkutanen Foslevodopa/Foscarbidopa-Infusion bei fortgeschrittener Parkinson-Krankheit vorgestellt [1, 2]. Ergänzt durch Erfahrungen aus der klinischen Praxis deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Therapie auch im Versorgungsalltag relevant ist und dass insbesondere ein frühzeitiger Therapiebeginn im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf motorische Symptome und Lebensqualität verbessern kann [3].
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Malaria-Infektion schädigt Makrophagen in der Milz langfristig

Malaria-Infektion schädigt Makrophagen in der Milz langfristig

Makrophagen, die im Knochenmark gebildet werden, können die Funktion embryonaler Fresszellen nur bedingt übernehmen. Das zeigt eine Studie der Universität Bonn und des Peter Doherty Institute for Infection and Immunity der University of Melbourne. Die Forschenden haben nachgewiesen, dass eine Malaria-Infektion residente CD163-Makrophagen in der Milz dauerhaft schädigt, die für die Reinigung des Blutes und das Recyceln von Eisen zuständig sind und darüber hinaus mit weiteren Zellen der Immunabwehr kommunizieren. Die Ergebnisse könnten nicht nur für wirksamere Malaria-Impfungen interessant sein, sondern auch für die Entwicklung von Medikamenten und Therapien gegen andere Infektionskrankheiten [1].
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Blutmarker liefert Hinweise auf schleichende Progression bei Multipler Sklerose

Blutmarker liefert Hinweise auf schleichende Progression bei Multipler Sklerose

Moderne Therapien können Schübe bei Multipler Sklerose (MS) heute wirksam verhindern. Dennoch kann die Erkrankung auch ohne Schübe voranschreiten. Dies früh zu erkennen und zu behandeln, gehört zu den größten Herausforderungen in der MS-Medizin. Forschende berichten nun über einen Blutmarker, mit dem sich dieser Aspekt des Krankheitsverlaufs und möglicherweise auch der Behandlungserfolg verfolgen lassen [1].
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Neuer Therapieansatz bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten

Neuer Therapieansatz bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten

Ein Forschungsteam aus der Schweiz und Deutschland hat den kombinierten Einsatz von Phagen- und Darmfloratransplantationstherapie zur Behandlung von Patientinnen mit wiederkehrenden Harnwegsinfektionen, die auf herkömmliche Therapien nicht ansprechen, untersucht. Die vielversprechenden ersten Ergebnisse wurden in Nature Microbiology veröffentlicht und bilden die Grundlage für eine geplante klinische Studie [1].
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Schwangerschaft nach CAR-T-Zelltherapie

Schwangerschaft nach CAR-T-Zelltherapie

Autoimmunerkrankungen wie der systemische Lupus erythematodes (SLE) betreffen vor allem junge Frauen, häufig in einer Lebensphase, in der ein Kinderwunsch besteht. Die Erkrankung selbst sowie notwendige immunsuppressive Therapien erschweren eine Schwangerschaft oder machen sie zeitweise unmöglich. CAR-T-Zellen können hier einen entscheidenden Vorteil für diese jungen Frauen bieten, da diese Therapie die Autoimmunerkrankung nachhaltig zum Stillstand bringen kann. Eine internationale Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Schett (Direktor der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Universitätsklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)) zeigt erstmalig, dass Frauen mit Autoimmunerkrankungen nach einer erfolgreichen CAR-T-Zelltherapie eine normale und unproblematische Schwangerschaft erleben und gesunde Kinder zur Welt bringen können. Diese Ergebnisse wurden nun im New England Journal of Medicine veröffentlicht.
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HIV-Therapie mit nur einer Tablette pro Woche wirksam

HIV-Therapie mit nur einer Tablette pro Woche wirksam

Eine internationale klinische Studie, an der das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und die Universität Bonn maßgeblich beteiligt waren, hat gezeigt, dass eine einmal wöchentlich einzunehmende orale HIV-Behandlung genauso wirksam ist wie eine der derzeit führenden täglichen Therapien. Damit eröffnet sich das Potenzial für eine neue Behandlungsoption, die die Belastung durch die lebenslange tägliche Einnahme von Tabletten verringern könnte. Die Ergebnisse, die jetzt im New England Journal of Medicine veröffentlicht und auf der Internationalen AIDS-Konferenz in Rio de Janeiro vorgestellt wurden, stammen aus der Phase-III-Studie ISLEND-1, in der eine einmal wöchentlich einzunehmende Tablette mit einer Kombination aus Islatravir und Lenacapavir bei Erwachsenen untersucht wurde, deren HIV-Infektion bereits gut unter Kontrolle war.
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