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Medizin
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Julia Nicke (links) und Dr. Mona Malek Mohammadi (rechts) - haben einen bislang unbekannten Signalweg im Immunsystem entdeckt, der neugeborenen Herzzellen hilft, nach Verletzungen zu überleben und sich zu regenerieren.

Interaktion zwischen Immunsystem und Herzmuskel ermöglicht Regeneration im neonatalen Herzen

Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben einen bislang unbekannten Signalweg im Immunsystem entdeckt, der neugeborenen Herzzellen hilft, nach Verletzungen zu überleben und sich zu regenerieren. Die Ergebnisse könnten langfristig neue Therapieansätze eröffnen, um geschädigte Herzen nach einem Herzinfarkt oder bei chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reparieren. Die Studie ist jetzt im Fachjournal Cell Communication and Signaling erschienen.
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Medizin
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Neue Empfehlung zur Erstlinientherapie bei Vitiligo

Neue Empfehlung zur Erstlinientherapie bei Vitiligo

Mit der Aktualisierung der S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Vitiligo gibt es eine neue Empfehlung für Patient:innen ab dem zwölften Lebensjahr: Das Leitlinien-Update zur Vitiligo empfiehlt mit starkem Konsens und der höchsten Empfehlungsstärke, bei nichtsegmentaler Vitiligo (NSV) mit Gesichtsbeteiligung Ruxolitinib-Creme als Erstlinientherapie anzubieten. Damit liegt erstmals eine deutsche Leitlinien-Empfehlung vor, die eine wissenschaftlich fundierte Orientierung zum therapeutischen Stellenwert von Ruxolitinib bietet und die Verordnungssicherheit im Praxisalltag unterstützen kann.
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Gesundheitspolitik
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E-Rezept für Heil- und Hilfsmittel stößt auf breite Zustimmung

E-Rezept für Heil- und Hilfsmittel stößt auf breite Zustimmung

Das elektronische Rezept für Medikamente ist mittlerweile Alltag. Laut einer aktuellen bevölkerungsrepräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa sind 83 Prozent der Menschen in Deutschland dafür, dass auch andere Verordnungen wie zum Beispiel für Physiotherapie oder Kompressionsstrümpfe künftig digital ausgestellt werden können. Die höchsten Zustimmungswerte gibt es bei jüngeren Erwachsenen bis 39 Jahre (91 Prozent). Auch eine große Mehrheit der älteren Befragten ab 60 Jahren (74 Prozent) befürwortet die elektronische Variante. Hohe Zustimmungswerte gibt es auch bei den Erwerbstätigen (90 Prozent).
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Medizin
 4 Min|
Neue McDonald-Kriterien verbessern MS-Früherkennung

Neue McDonald-Kriterien verbessern MS-Früherkennung

Bei der Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose ist eine schnelle Diagnose wichtig, um Nervenschädigungen in Schach zu halten. Hilfreich dabei sind die 2024 überarbeiteten McDonald-Kriterien. Ein Forschungsteam der MHH hat nun in einer Studie untersucht, wie sich die neu hinzugefügten Diagnosepunkte – etwa die Schädigung des Sehnervs – auf die Früherkennung von MS auswirken. Das Ergebnis: Die Erweiterung der Diagnosekriterien trägt erheblich dazu bei, dass sich der Anteil an Erstdiagnosen erhöht. Es werden also mehr MS-Fälle rechtzeitig entdeckt, die zuvor länger unerkannt geblieben sind.
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Medizin
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Birken- und Gräserpollen erhöhen die Asthmabelastung in Bayern

Birken- und Gräserpollen erhöhen die Asthmabelastung in Bayern

Eine Studie des Instituts für Umweltmedizin und Integrative Gesundheit der Universität Augsburg zeigt, dass Birken- und Gräserpollen signifikant zur Zahl ambulanter Asthma-Notfallbehandlungen in Bayern beitragen. Mithilfe automatisierter Pollenmessungen konnte das interdisziplinäre Forschungsteam den Zusammenhang zwischen verschiedenen Pollenarten und der Asthmabelastung präziser untersuchen als bislang möglich. Zwar ist seit Langem bekannt, dass Pollen Asthmabeschwerden auslösen oder verstärken können. Bislang waren die Forschungsergebnisse jedoch uneinheitlich. Insbesondere war oft nicht klar, welche Pollenarten besonders stark zur Asthmabelastung beitragen.
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Medizin
 3 Min|
Epilepsie kann zu häufigem nächtlichem Erwachen führen

Epilepsie kann zu häufigem nächtlichem Erwachen führen

Kurz aufwachen, sich im Bett bewegen und wieder einschlafen: Was wie eine normale Schlafreaktion aussieht, kann bei Menschen mit Epilepsie ein Anfall sein. Solche „epileptischen Arousals“ machten in einer Untersuchung des Universitätsklinikums Freiburg rund ein Viertel aller aufgezeichneten Anfälle aus. Ein Großteil dieser Arousals war mit der üblichen Epilepsie-Diagnostik, einem Elektroenzephalogramm (EEG) auf der Kopfhaut, nicht als Anfall erkennbar. Erst Elektroden direkt im Gehirn zeigten die epileptische Aktivität. Damit könnten bei manchen Patient:innen nächtliche Anfälle unentdeckt bleiben. Die Freiburger Forscher:innen zeigen aber auch einen Weg, über den die Anfälle künftig nicht-invasiv identifiziert werden könnten.
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Gesundheitspolitik
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Obduktion wird durchgeführt, Instrumente liegen auf einem Tisch
Broad Consent der Medizininformatik-Initiative erweitert

Patienteneinwilligung zur Obduktion und Forschungsdatennutzung wird bundesweit standardisiert möglich

Die Plattform für Obduktionen und Pathologie (NATON) des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) hat eine Ergänzung zum bundesweit eingesetzten Broad Consent der Medizininformatik-Initiative (MII) entwickelt: das Modul "Einwilligung zur Obduktion“. Damit können Patient:innen jetzt bundesweit einheitliche ihre Einverständnis zur Obduktion und Forschungsdatennutzung geben.
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Medizin
 4 Min|
Diabetes und Kinderwunsch: Warum Hormontherapie nicht immer die richtige Wahl ist

Diabetes und Kinderwunsch: Warum Hormontherapie nicht immer die richtige Wahl ist

Ein Diabetes mellitus kann die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern gleichermaßen beeinträchtigen. Ist bei betroffenen Männern häufig ein niedrigerer Testosteron-Spiegel als Folge des Diabetes der Grund, verursacht die Stoffwechselerkrankung bei Frauen zumeist Zyklusstörungen, ausbleibenden Eisprung oder eine frühzeitige Menopause. Doch in beiden Fällen gilt: Eine Hormontherapie mit Testosteron beziehungsweise Östrogen ist nicht unbedingt die richtige Behandlung. Darauf weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hin. Die Fachgesellschaft empfiehlt Betroffenen mit Kinderwunsch, Fragen zur Auswirkung des Diabetes und seiner Therapie frühzeitig mit Spezialist:innen zu besprechen.
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Medizin
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Stechmücke sitzt auf dem Arm eines Mensch, bereit zu stechen

West-Nil-Fieber: Nachwuchs-Forschende modellieren Ausbreitung in Deutschland

Wissenschaftler:innen am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) kalkulieren mit Hilfe unterschiedlicher mathematischer Modelle die zu erwartende Ausbreitung des West-Nil-Virus in Deutschland. Außerdem entwickeln sie Vorhersagemodelle, die berechnen, wie sich Stechmückenpopulationen entwickeln und welche Überwachungs- und Präventionsmaßnahmen am vielversprechendsten sind.
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Medizin
 3 Min|
ISTH 2026

Neue Daten zu Faktortherapien bei Hämophilie

Auf dem Kongress der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) 2026 in Paris wurden neue Studiendaten zu Efanesoctocog alfa und Eftrenonacog alfa vorgestellt. Sie betreffen unter anderem den Langzeit- und perioperativen Einsatz sowie den Schutz vor Gelenkveränderungen. Rund zwei Jahre nach der EMA-Zulassung von Efanesoctocog alfa zeigt sich damit auch im klinischen Alltag die Weiterentwicklung der Faktortherapie.
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Gesundheitspolitik
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Organspende: Mehr als 200 Abgeordnete für die Widerspruchsregelung

Organspende: Mehr als 200 Abgeordnete für die Widerspruchsregelung

Im Ringen um mehr Organspenden unterstützen mehr als 200 Bundestagsabgeordnete einen fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf zur Einführung einer Widerspruchsregelung. Der Grünen-Gesundheitspolitiker Armin Grau als Mit-Initiator sprach von einem starken Signal, insbesondere für die mehr als 8.000 Menschen auf der Warteliste. Mit der Widerspruchslösung werde sich die Chance auf ein Spenderorgan für viele Menschen erhöhen.
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Medizin
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Neuer Ansatz für sicheren Thromboseschutz

Neuer Ansatz für sicheren Thromboseschutz

Ein Forschungsteam der Experimentellen Biomedizin I des UKW präsentiert in der Fachzeitschrift Signal Transduction and Targeted Therapy einen neuartigen Ansatz zur Vorbeugung von arteriellen Thrombosen und entzündlichen Gewebeschäden, sogenannten thrombo-inflammatorischen Erkrankungen, ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen. Anstatt den Thrombozytenrezeptor Glykoprotein VI zu blockieren, haben die Forschenden ihn teilweise herunterreguliert. Eine gezielte Verringerung der Rezeptordichte auf der Oberfläche der Blutplättchen könnte krankhafte Signale zur Bildung von Blutgerinnseln abschwächen und gleichzeitig die normale Blutgerinnung weitgehend erhalten.
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Medizin
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Blutwert weist auf erhöhten Behandlungsbedarf bei Lungenentzündung hin

Blutwert weist auf erhöhten Behandlungsbedarf bei Lungenentzündung hin

Eine Lungenentzündung zählt trotz guter Behandlungsmöglichkeiten weiterhin zu den häufigsten infektionsbedingten Todesursachen. Marburger Forschende haben nun einen Weg gefunden, früher vorherzusagen, welche Patient:innen ein höheres Risiko für eine Behandlung auf der Intensivstation haben oder länger im Krankenhaus bleiben werden. Das Forschungsteam um Dr. Barbara Weckler und Prof. Dr. Bernd Schmeck vom Institut für Lungenforschung der Philipps-Universität hat einen bereits routinemäßig bestimmten Blutwert identifiziert, der dabei helfen könnte. Ihre Studienergebnisse veröffentlichen die Forschenden in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins CHEST.
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