Donnerstag, 4. März 2021
Navigation öffnen

Patientenbereich

18. Oktober 2017 Über 6 Millionen an Osteoporose erkrankt

6,3 Millionen Menschen leiden heute in Deutschland an Osteoporose.(1) Jede vierte Frau über 50 Jahren ist betroffen, jeder 17. Mann.1 Jedes Jahr erkranken rund 885.000 Menschen neu an der Volkskrankheit.(1) Häufig bleibt jedoch die Krankheit unerkannt und unbehandelt. Nur 25 Prozent der Erkrankten werden in Deutschland medikamentös behandelt.(2) Im Vergleich: In Frankreich erhalten fast 60 Prozent der Erkrankten, in Spanien über 80 Prozent eine Osteoporose-Therapie.(2) Diagnose- sowie Behandlungsmöglichkeiten werden in Deutschland nicht ausreichend genutzt, warnen Experten anlässlich des Welt Osteoporose Tags am 20. Oktober.
Anzeige:
Eigenwerbung
 

"Osteoporose ist eine weit verbreitete Erkrankung mit teilweise schweren Auswirkungen und einer hohen Morbidität und keineswegs eine seltene Krankheit alter Frauen, wie man häufig hört", sagt Dr. Hermann Schwarz, niedergelassener Orthopäde und Leiter der Arbeitsgruppe Awareness des Dachverbands Osteologie (DVO). "Vermutlich liegt die Zahl der Erkrankten sogar weit höher als sechs Millionen, aber oft wird die Krankheit nicht erkannt, weil nicht an sie gedacht wird und damit keine Diagnostik eingeleitet wird, zu der neben der anamnestischen Risikoerfassung zum Beispiel auch die Knochendichtemessung gehört."

Mit Osteoporose steigt das Risiko für Knochenbrüche. Am häufigsten sind Hüft-, Wirbel- und Handgelenksfrakturen, die Mobilität und Lebensqualität meist stark beeinträchtigen.(3) Zudem heilen die Brüche schlecht, weil poröse Knochen nur langsam wieder zusammen wachsen. In der deutschen Bone Evaluation Study erlitten über 50 Prozent der Studienteilnehmer innerhalb des dreijährigen Beobachtungszeitraums einen Knochenbruch, viele hatten Mehrfachfrakturen.(1) Ziel der Osteoporose-Therapie ist es, dem Knochenschwund entgegenzuwirken und das natürliche Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und -abbau wiederherzustellen.

"Leider werden das Frakturrisiko bei Osteoporose und die damit verbundenen gesundheitlichen Gefahren unterschätzt", sagt Dr. Schwarz. "Kalzium, Vitamin D und Sport stärken den Knochen. Zudem gibt es gut verträgliche und hoch effektive Medikamente, die den Knochenabbau aufhalten oder den Knochenaufbau fördern."

obs/Amgen GmbH

Literatur:

1. Hadji P et al. Deutsches Ärzteblatt 2013;110(4):52-57 ["Bone Evaluation Study"]
2. Ström O et al. Arch Osteoporos 2011;6:59-155.
3. CAPTURE THE FRACTURE Report 2012. http://ots.de/OX5Dj


Anzeige:
Eigenwerbung
 

Stichwörter

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr allergische Reaktionen nach Wespenstichen

Mehr allergische Reaktionen nach Wespenstichen
© abet - stock.adobe.com

Experten warnen in diesen Tagen in den Medien vor einem extremen Wespen-Sommer 2019. Normalerweise gehen uns die schwarz-gelben Insekten erst im August und September auf die Nerven, doch dank der Saharahitze gehen Fachleute nun von einer verfrühten Saison mit mehr Wespen aus. In den vergangenen beiden Sommern hielt sich die Plage laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse dagegen in Grenzen: Demnach wurde knapp jeder Fünfte von rund 1.000 Befragten mindestens einmal von einer Wespe gestochen. Nur 13 Prozent der Betroffenen sagten, dass...

Internetbasierte Hilfe für Eltern in Bayern mit chronisch kranken Kindern

Internetbasierte Hilfe für Eltern in Bayern mit chronisch kranken Kindern
© bubutu / Fotolia.com

Rund 100.000 Kinder in Bayern sind von Asthma betroffen, so der aktuelle bayerische Kindergesundheitsbericht. "Das ist nicht nur für die Kleinen belastend, sondern auch für deren Familien", sagt Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern. Mütter, Väter oder Geschwister kommen oft körperlich und psychisch an ihre Grenzen. Hinzu kommt, dass vier von fünf der betroffenen Eltern keine Angebote zur Familienentlastung kennen. "Wir möchten das ändern und mit dem Projekt 'Beratung von Eltern chronisch kranker Kinder...

Bisher kaum bekannt: Myrrhe spielte eine wichtige Doppelrolle bei Geburt und Tod Jesus Christus

Bisher kaum bekannt: Myrrhe spielte eine wichtige Doppelrolle bei Geburt und Tod Jesus Christus
© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Jetzt in der (Vor-)Weihnachtszeit erhält eine Arzneipflanze wieder besondere Aufmerksamkeit, die nicht nur seit Jahrtausenden bei Gesundheitsbeschwerden eingesetzt wird: Die „mystische Myrrhe“ spielte auch in der religiösen Praxis sehr früh eine wichtige Rolle. Was jeder kennt: Die „Heiligen Drei Könige“ und deren Gaben Myrrhe, Weihrauch und Gold sind der – für Christen entscheidende – allgemein bekannte neutestamentliche Bezug. Aber es gibt noch mehr „Geheimnisse“ rund um die Myrrhe. „Im religiösen Kontext...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Über 6 Millionen an Osteoporose erkrankt"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Risikogruppen: Empfehlungen der STIKO
  • Risikogruppen: Empfehlungen der STIKO