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Medizin

23. August 2018 Haarausfall: Kombi-Behandlung oft auch mit Kombi-Präparaten

Die Belastungen des Patienten durch Haarausfall sollte der Arzt unbedingt ernstnehmen; speziell bei Frauen führt dies zu erheblichen Beeinträchtigungen des Selbstwertgefühls. Anerkannte Experten erläuterten auf einem von Merz Pharmaceuticals unterstützten Mittagsseminar während der FOBI 2018 in München die aktuelle Sachlage und vermittelten dem Auditorium einen Einblick in die verschiedenen medikamentösen Interventionsmöglichkeiten. Für den Arzt gilt es, unter den vielen möglichen Ursachen den Auslöser zu finden und zielgerichtet zu therapieren.
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„Haarausfall lässt sich, grob vereinfacht“, so Dr. Uwe Schwichtenberg, niedergelassener Dermatologe in Bremen, „zum einen in die Alopecia androgenetica, die Alopecia areata sowie vernarbende Alopezien unterteilen; andernfalls spricht man von einem diffusen Effluvium.“ Man sollte aber auch an die nicht seltenen Mischformen denken. Vor Beginn der Behandlung ist eine Erfassung des Haarstatus sinnvoll. Dazu werden Übersichtsfotos und eine computergestützte Analyse angefertigt, welche die Grundlage für die inhaltlich und zeitlich genau zu definierenden Verlaufskontrollen darstellen. Weitere Informationen können Fachärzte von anerkannten Experten online auf www.haarerkrankungen.de einholen.

Präparat wirkt kausal gegen Androgenwirkung am Haarfollikel

Beim diffusen Effluvium, so Dr. Andreas M. Finner, Berlin, sollte die zugrundeliegende Ursache eruiert und behandelt werden. Finner nannte als mögliche Ätiologien: Eisenmangel, Schilddrüsendysfunktionen, Infekte oder Operationen. Zunächst kommt, erläutert der Referent, bei dieser Indikation ein Kombinationspräparat aus Cystin, B-Vitaminen und Medizinalhefe (Pantovigar®) zur Anwendung.
 
Bei in-vitro Untersuchungen konnte für Pantovigar®, „eine positive Wirkung auf Keratinozyten festgestellt werden, indem es deren Proliferation aktiviert. Außerdem werden Haarwachstums-assoziierte Gene hochreguliert, sagte Finner. „Des Weiteren wurde in klinischen Studien eine Kräftigung der Haarstruktur konstatiert sowie eine Verbesserung der Anagenhaarrate um 4%, was einem Zuwachs von mehreren tausend Haaren entspricht“ (1).

Bei der androgenetischen Alopezie (AGA) steht als Therapieoption eine 0,025%ige Alfatradiol-haltige Lösung (Pantostin®) im Vordergrund. Es unterstützt die Haarerhaltung und wirkt kausal gegen die Androgenwirkung am Haarfollikel (2). Nach verbesserter Telogenhaarrate kann Alfatradiol mit Minoxidil oder Finasterid (nur bei Männern) ergänzt werden. Alternativ ist eine Haartransplantation möglich. Bei entzündlich vernarbenden Alopezien seien Steroide äußerlich oder als Unterspritzung indiziert.

Zusammenfassend stellte Finner heraus, dass eine kombinierte Behandlung etwa mit Pantovigar® und Pantostin® auch bei einer aktiven AGA erfolgreicher sein kann. Bei einer wenig aktiven AGA kann Alfatradiol, Minoxidil oder Finasterid in verschiedenen Kombinationen versucht werden. Und bei einer Haartransplantation ist es in jedem Fall von Vorteil, mit diesen Substanzen medikamentös nachzubehandeln.

Reimund Freye

Quelle: Mittagsseminar „Mögliche Herangehensweisen bei Haarausfall – Drei Experten berichten", 26. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie (FOBI), 27.07.2018, München; Veranstalter: Merz Pharmaceuticals

Literatur:

(1) Finner A, Int J Trichology 2011;3:S35-50.
(2) Schaart FM Haut 2000;11(4):137ff.


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