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Medizin

Dapagliflozin bei Diabetes und kardio-renalen Patient:innen

von Ulrike Tietze

Dapagliflozin bei Diabetes und kardio-renalen Patient:innen
© sergua – stock.adobe.com
Im Rahmen der Diabetes Herbsttagung DDG 2021 wurden auf einem Symposium 2 Fallstudien vorgestellt. „Denn ein Fall sagt mehr als 100 Studien“, betonte Christoph Terkamp, Hannover. Terkamp berichtete über die Therapie einer 87-jährigen Patientin. Bei Patient:innen mit und ohne Typ-2-Diabetes könne durch die Zusatztherapie mit Dapagliflozin das Risiko für kardiovaskulären Tod sowie für eine Verschlechterung der Symptome gesenkt werden, sagte Terkamp.
 
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Phase-III-Studie DAPA-CKD: Zulassungserweiterung für Dapagliflozin

In der Phase-III-Studie DAPA-HF (2020) mit 4.744 Patient:innen habe Dapagliflozin (Forxiga®) den zusammengesetzten Endpunkt unabhängig vom Diabetes-Status signifikant reduziert und den primären Endpunkt um 5,5%, so Terkamp. Der ursprünglich als Antidiabetikum entwickelte SGLT2-Inhibitors Dapagliflozin hat neben der Zulassungserweiterungen für die Behandlung der symptomatischen chronischen Herzinsuffizienz auch eine für die Behandlung der chronischer Niereninsuffizienz, unabhängig davon, ob bei den Patient:innen zusätzlich ein Typ-2-Diabetes vorliegt oder nicht.
 
 

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Erschienen am 22.09.2021Hier finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Studienergebnisse zu SGLT2-Hemmern bei Herzinsuffizienz und Typ 2-Diabetes!

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©Andrii Zastrozhnov – stock.adobe.com
Entscheidend für die Indikationserweiterung bei chronischer Niereninsuffizienz waren die Ergebnisse der Phase-III-Studie DAPA-CKD mit mehr als 4.000 Patient:innen. Diese hatte gezeigt, dass Dapagliflozin (10 mg/d) zusätzlich zur Standardtherapie mit ACE-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptorblockern das relative Risiko für den primären zusammengesetzten Endpunkt, definiert als anhaltende Abnahme der eGFR ≥ 50%, terminale Niereninsuffizienz oder kardiovaskulärer oder renaler Tod, verglichen mit Placebo signifikant um 39% senkte (9,2 versus 14,5%).

Chronische Nierenerkrankung weltweit unterdiagnostiziert

Trotz der zunehmenden weltweiten Belastung durch Nierenerkrankungen sei die chronische Nierenerkrankung (CKD) noch immer unterdiagnostiziert. Nur mit einem Albuminurie-Screening (Urinalbuminausscheidung <30mg/L) als zusätzliches Diagnosekriterium zum eGFR könne eine chronische Niereninsuffizienz erkannt werden. „Das soll motivieren, dass wir im Alltag für die Detektion der Nierenschwäche Mittelstrahlurin sammeln sollten“, so Markus Menzen, Bonn. Die Kombination von Nierenschwäche und Diabetes führe gerade bei jüngeren Patient:innen zu einer deutlichen Reduktion der Lebensprognose. So sinke z. B. bei einem 30-jährigen Mann mit CKD und Diabetes die Lebenserwartung von 56 auf 41 Jahre.

Erreichens des kritischen eGFR-Wertes um 15 Jahre hinausgeschoben

Menzen stellte den Fall eines 63-jährigen Patienten vor (eGFR von 56 mL/min, Albuminausscheidung 285 mg/g). Durch den zusätzlichen Einsatz des SGLT2-Inhibitors könnte bei diesem Patienten bei optimaler Diabetestherapie und Behandlung des Blutdrucks extrapoliert auf die weitere Lebenszeit der Zeitpunkt des Erreichens des kritischen eGFR-Wertes < 10 mL/min/1,73qm um 15 Jahre hinausgeschoben werden. Menzen führte aus, dass SGLT2-Inhibitoren auch für nierengesündere Patient:innen eine Substanzklasse wären, die möglichst zu einem frühzeitigen Zeitpunkt der Diagnosestellung der Entwicklung einer chronischen Nierenschwäche und einer Herzinsuffizienz vorbeugen könnten, wie Studienergebnisse zeigten.

Quelle: Symposium „Das Schicksal meiner Diabetes Patienten geht mir an Herz und Niere: Eine interaktive Fallstudie“, 05.11.2021, Veranstalter: AstraZeneca


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